Kellerdecke dämmen statt Dämmung unter Heizestrich wegen geringer Aufbauhöhe

Diskutiere Kellerdecke dämmen statt Dämmung unter Heizestrich wegen geringer Aufbauhöhe im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Ich möchte in meinem Altbau (EFH, Baujahr 1958, 150qm Heizfläche) im Zuge der Sanierung eine Fußbodenheizung einbauen. Der alte Estrich ist...

  1. #1 Wanne Eickel, 26. August 2012
    Wanne Eickel

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    Ich möchte in meinem Altbau (EFH, Baujahr 1958, 150qm Heizfläche) im Zuge der Sanierung eine Fußbodenheizung einbauen. Der alte Estrich ist mittlerweile entfernt. Er hatte eine Aufbauhöhe von 50mm bis Unterkante Bodenbelag.

    Hier die Rahmenbedingungen:

    - Altes Estrichniveau soll möglichst nicht überschritten werden (u.a. wegen Türöffnungsmaßen)
    - Verlegung im Erdgeschoss über unbeheiztem Keller (Kellerdecke soll mit 80-90mm PUR von unten gedämmt werden!!!) und im 1. OG
    - Kellerdecke besteht aus 210mm Stahlbeton
    - Es soll später Zement- oder Anhydritestrich eingebracht werden, also kommen keine Trockenestrich- oder Vergussmassensysteme in Betracht

    HB schlägt isdochegal mit einer Gesamtaufbauhöhe von 71mm vor (Trägerplatte 11mm, Rohr 14mm, Estrich 46mm).

    Ich würde gerne wissen, ob es vernünftig ist, auf eine dickere Dämmung unter dem Heizestrich zu verzichten bzw. diese durch eine Dämmung der Kellerdecke zu ersetzen.

    Mein Energiesachverständiger gibt zu bedenken, dass die FBH dadurch träge wird und es zu Transmissionswärmeverlusten kommen kann. Wärme ginge aber durch die Kellerdeckendämmung nicht verloren.

    Gleichzeitig lese ich aber im Netz immer wieder über Systeme zur thermischen Bauteilaktivierung oder das Einfräsen der FBH in die Betondecke.

    Für weitere Meinungen zu diesem Systemaufbau wäre ich sehr dankbar... Danke!
     
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  3. R.B.

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    Im Prinzip hat er Recht (Trägheit), aber das mit den Transmissionswärmeverlusten solltest Du bzw. er mal erklären.

    Wenn Du die Decke von unten dämmst, dann geht die Wärme natürlich über die Seite (Wände) weg. Oder sind die auch gedämmt?

    Abgesehen davon, hat Deine Decke mit sagen wir mal 21m3 Beton eine entsprechende Masse und Wärme(speicher)kapazität. Ganz grob geschätzt mit 0,700 kWh/m³K wären das bei 10K etwa 15kWh. Das ist sicherlich nicht die Welt, aber diese Masse verzögert den Aufheizvorgang. Deswegen gilt bei Konstruktionen mit viel Speichermasse, dass man konstant durchheizen sollte.

    Jetzt muss man noch die Wärme- und Temperaturleitung genauer betrachten. Dann wird man feststellen, dass Verzögerungen im Bereich von einigen Stunden angesagt sind. An den äußeren Rändern wo die Decke aufliegt, erfolgt natürlich eine Temperaturleitung in die Wände, und wenn die nach außen nicht gedämmt sind, nach draussen.

    Bauteileaktivierung ist ein Thema für sich. Da reden wir von "Beton" (o.ä.) der nach "außen" gedämmt ist.

    Gruß
    Ralf
     
  4. OldBo

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    Hier gibt es auch Systeme, die eine bessere Unterdämmung (PUR) und eine dünnere Deckschicht haben. Auch ein Kapillarrohrsystem wäre einsetzbar.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  5. #4 Wanne Eickel, 27. August 2012
    Wanne Eickel

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    Hallo OldBo,

    kannst Du mir vielleicht per PN die besseren Alternativsysteme mailen?

    Vielen Dank

     
  6. R.B.

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    Die kommen für Dich aus irgendwelchen Gründen ja nicht in Frage, denn Du schreibst ja

    Gruß
    Ralf
     
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  8. #6 Wanne Eickel, 28. August 2012
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    Ich bin davon ausgegangen, dass es weitere Systeme mit niedriger Aufbauhöhe gibt, die mit Zement- oder Anhydritestrich überdeckt werden können ?!
     
  9. R.B.

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    Der typ. Zement- oder Anhydridestrich erfordert eine Mindestüberdeckung der Rohre. Es gibt aber Systeme mit niedriger Aufbauhöhe, wobei dann von der Systemplatte, über das FBH Rohr, bis hin zum verwendeten Estrich (eher Ausgleichmasse) alles passen muss.

    Gruß
    Ralf
     
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