Kellerentfeuchtung durch Abfluss?

Diskutiere Kellerentfeuchtung durch Abfluss? im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir wohnen in einem 100 Jahre alten Haus, welches im Keller teilweise Lehmboden hat. Da in einem Raum auch nasse Wände sind,...

  1. #1 murasame, 20. Mai 2007
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    Hallo zusammen,

    wir wohnen in einem 100 Jahre alten Haus, welches im Keller teilweise Lehmboden hat.
    Da in einem Raum auch nasse Wände sind, haben wir einen Architekten um Rat gefragt. Dieser hat uns den Tipp gegeben, einfach Löcher bis zum Erdreich in die Wand zu Bohren, sodas das vor der Wand stehende Wasser durch diese Löcher abfließen könne. Dieses sei einfacher, als eine Drainage zu legen, was in einem so alten Haus auch Unsinn sei.

    Ich bin Handwerklich nicht der bewandertste, aber von einer solchen Maßnahme habe ich noch nie etwas gehört, selbst einige Leute die sich etwas damit auskennen hatten Fragezeichen in den Augen.
    Kann mir hier jemand zu dieser Methode etwas sagen?
    Herzlichen Dank für euchre Hilfe.
     
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  3. Robby

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    und das Wasser

    läuft auf dem Lehm dann nach innen oder wie???
     
  4. #3 susannede, 20. Mai 2007
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    ich eigentlich auch.

    Zielführend ist der Weg auf Dauer sicher nicht - käme auf die Versickerungsfähigkeit des Bodens unter der Lehmbodenplatte und auf den Grundwasserstand (HGW) an.

    Frage eher zu klären: Woher kommt das Wasser?
     
  5. #4 murasame, 20. Mai 2007
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    Das soll wohl das Ziel sein, dass das Wasser dann dort abgeführt wird.
    Woher das Wasser kommt ist noch unklar, ich nehme an, dass die umliegenden Bäume dort das Wasser sammeln. Der Architekt war der Meinung, dass auf Grund der fehlenden Horizontalsperre eine Außenabdichtung nicht sinnvoll sei.
    Aber ich findes es schon komisch, ich habe einen Nachmittag im Internet nach dieser Methode gegooglet und auch dort nichts gefunden. Ich bin etwas skeptisch.
     
  6. Robby

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    Ähhh

    ich will es mal vorsichtig ausdrücken... zu dieser Methode ist sicher nichts zu finden! Wer holt sich das Wasser in den Keller? Egal wie der aussieht! Ist der gute Mann Architekt :smoke
     
  7. #6 murasame, 20. Mai 2007
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    Ja, ist er tatsächlich. Er hat unsere Grundrisspläne gezeichnet.
    Also ist von seinem Vorschlag nicht viel zu halten?

    Danke nochmal für die schnelle Hilfe.
     
  8. Robby

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    Ich freue

    mich das er malen kann ... aber ansonsten gibt das gaaanz vorsichtig gesagt "Nicht viel"
     
  9. #8 murasame, 20. Mai 2007
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    Dann wollen wir den Keller mal undurchlöchert lassen und den konventionellen Weg gehen.
    Auf jeden fall Danke für die Hilfe.
     
  10. Robby

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    Der sinnvollste

    Weg wäre einen Fachmann hinzuzuziehen der sich mit soetwas auskennt!
     
  11. #10 Manfred Abt, 21. Mai 2007
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    Den bisherigen Meinungen zum Trotz bin ich der Meinung, dass der Gedanke vielleicht gar nicht so abwegig ist.
    Insgesamt ist alles eine Frage, welche Nutzung angestrebt wird und welchen Aufwand man treiben kann/will/muss und ob feuchte Wand langfristig Gefahr fürs Bauwerk/Wohnen bringt.
    Löcher in die Außenwände senken zuerst einmal den äußeren Wasserspiegel, dadurch, dass das Wasser ins Haus fließen kann. Bei zu erwartendem großem Wasserandrang scheidet der Gedanke damit aus. Ist Wasserandrang aber nur gering, kann die Feuchtebelastung auf die Kelleraußenwand reduziert werden. Wasser müsste dann im Haus natürlich in Rohrsystem gefangen und z.B. mittels Pumpe abgeleitet werden. Ob die Löcher dauerhaft zur Entwässerung dienen, hängt u.a. vom Chemismus des Wassers ab.
    Das Argument mit der fehlenden Horizontalsperre ist aber keine Begründung, warum die Lösung mit den Löchern besser als eine Außenabdichtung sei. Auch bei der in Rede gebrachten Lösung mit den Löchern wird die fehlende Horizontalsperre ein Problem sein. Bis zur Höhe der Löcher bleiben die Steine ja weiterhin feucht und über Kapillarwirkung kann sich das Wasser in die darüberliegende Wand hochziehen.

    Horizontalsperren kann man übrigens auch nachträglich einbauen. Nicht einfach, aber es geht.

    Dann noch Hinweis, dass Problem nicht über Internetforen zu lösen sein wird bzw. es dann auch schnell in die falsche Richtung gehen kann. Fragen Sie dass z.B. bei bau.de an, werden Sie mit Sicherheit etwa folgende Antwort bekommen "Schleierinjektion könnte eine Lösung sein". Ihre Fragestellung erfordert aber einen wirklichen Fachmann aus dem Bereich Bautenschutz vor Ort.
     
  12. murasame

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    Ja,völlig richtig. Wir hatten mit unseren Gutachtern bisher irgendwie pech.
    Der erste, den wir offiziell beauftragt hatten, hatte den feuchten Boden völlig übersehen und auch die Wandnässe als "nicht schlimm, einfach Sanierputz drauf und fertig" abgetan.
    Der zweite kam dann darauf, die Löcher zu bohren. Da das aber auch ins Geld geht, wovon wir nicht allzuviel haben, wollte ich mich hier informieren, ob jemand diese Methode kennt, bevor ich damit schlimmeres herbeirufe.
    Ich hatte auch nach einem Kostenvoranschlag einer Firma zur Trockenlegung des Kellers gefragt, aber selbst da wurden über 100€ gefordert. Da wir noch in den Kaufverhandlungen stehen, wollen wir die Sanierung des nassen Kellers natürlich preismindernd einbringen, aber bis auf die Löcherlösung und "Sanierputz und gut" ist noch kein echter, zufriedenstellernder Vorschlag gekommen.
     
  13. #12 Manfred Abt, 22. Mai 2007
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    Nur mal so zum nachdenken: bewertet man den Zeitaufwand mal in Geld, den hier versammelte Fachleute für Lesen, überlegen, ggf. beantworten der Frage im Forum verbraucht haben, dürften 100 Euro schon gut überschritten sein. Haben wir aber alle freiwillig und für umme gemacht und das ist auch gut so!
    Aber "irgendwie" bitte mal drüber nachdenken, ob die eigenen Rahmenbedingungen incl. der persönlichen Einstellung zu diesem Vorhaben passt. Altes Bauwerk -> viele Überraschungen <- steht in Konflikt mit -> knappem Budget und wildem Informationsmix
     
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  15. murasame

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    Ich wollte jetzt nicht undankbar erscheinen, sollte das so ´rübergekommen sein, tut mir das aufrichtig leid. Ich bin froh und glücklich dieses Forum gefunden zu haben und meine Fragen stellen zu können. Selbstverständlich haben die Experten hier eigentlich auch einen Anspruch auf eine Entlohnung, um so ehrenhafter ist es, dass es kostenlos ist.
    Mein Problem war nur, dass wir schon zwei "Experten" beauftragt haben, die uns Geld gekostet haben. Das Forum hier und den Mitgliedern wollte ich auf gar keinen Fall zu nahe treten.
    Die persönliche Einstellung, so denke ich, passt. Ich bin bereit an meinen handwerklichen Fähigkeiten zu lernen und auch im laufe der Zeit Geld in dieses Haus zu stecken. Ich persönlich möchte nicht in ein neues Haus ziehen, da ich die Meinung vertrete, was 100 Jahre hält, hält auch länger. Ich mag das Knacken und Knirschen vom Gebälk und außerdem ist die Lage des Hauses einfach schön. Vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass es ein einschneidender Schnitt ist, eine Immobilie zu kaufen. Wenn man sich mal eben um 100.000€ verschuldet, hört man schonmal die Flöhe husten. ;-)
     
  16. #14 Manfred Abt, 22. Mai 2007
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    Nein, ich hatte auch gar keine Undankbarkeit vermutet, wollte nur mal ein Signal geben, damit man sich mal überlegt, ob man die Aufgabe stemmen kann/will.
     
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