Kellerraum zu gelegentlich genutztem Arbeits- und Gästezimmer umfunktionieren

Diskutiere Kellerraum zu gelegentlich genutztem Arbeits- und Gästezimmer umfunktionieren im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, wir möchten einen Kellerraum zu gelegentlich genutztem Arbeits- und Gästezimmer umfunktionieren. Gelegentlich heißt etwa 15 Tage p.a....

  1. #1 Diekikoes, 12. Mai 2011
    Diekikoes

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    Hallo,

    wir möchten einen Kellerraum zu gelegentlich genutztem Arbeits- und Gästezimmer umfunktionieren. Gelegentlich heißt etwa 15 Tage p.a. als Gästezimmer und ca 5h pro Woche als Arbeitszimmer.
    Das Thema ist nicht neu hier im Forum (siehe Thema 2991) aber bisher konnte ich den bisherigen Beiträgen für mich nicht wirklich eine Lösung entnehmen.

    Der gesamte Keller ist derzeit nicht beheizt, eine Hälfte dient als Garage, die andere ist aufgeteilt in Waschküche/Heizungsraum, kommendes Arbeitszimmer und Vorratsraum. Die Raumhöhe beträgt zwei Meter! was allein schon die regelmäßige Nutzung ausschließt. Es ist kein Estrich sondern nur der Betonboden vorhanden.
    Das (Fertig-)Haus ist Bj 1980. Der Keller ist außen mit KS gemauert und im Erdreich mit 6cm Styropor isoliert. Das Haus hat leichte Hanglage, so dass die Garage ebenerdig ist, der neue Raum ist ca 80cm tief im Erdreich. Die Räume sind grundsätzlich trocken. Das neue Arbeitszimmer hat eine Außenwand, eine zur Garage und die beiden anderen gehen jeweils zur Waschküche und zum Vorratsraum.

    Der Energieberater hat vor zwei Jahren empfohlen alle vier Wände und den Boden mit Kalziumsilikatplatten zu isolieren. Die Meinungen zu diesem Material sind nicht unumstritten.

    Den unterschiedlichen Foren habe ich entnommen dass es besser ist das Haus (in diesem Fall der Teil des Kellers der aus dem Boden ragt) von außen zu dämmen. Aber dann habe ich immer noch die Verbindung zu den ungeheizten Räumen, denn diese will ich nicht indirekt mitheizen. Ist es sinnvoll hier zu isolieren und wenn ja wie? Müssen dann auch speziell isolierte Türen verbaut werden?

    Oder ist es doch ausreichend ein Metall-Ständerwerk zu errichten und mit Mineralwolle zu dämmen wegen der vorgesehenen, gelegentlichen Nutzung? Wenn ja, dann mit Dampfsperre zum Innenraum. Aber auch etwas zwischen der Mineralwolle und dem Mauerwerk?

    Was mache ich mit dem Boden? Bei zwei Metern Deckenhöhe müssen wir mit jedem Zentimeter rechnen.

    Über Ideen und Vorschläge der Fachleute würde ich mich freuen.

    Diekikoes
     
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  3. OLKL

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    Hallo,

    schönes Vorhaben. Ich kann dir nur schreiben, wie es unser Haus-Vorbesitzer realisiert hat. Unser Haus ist auch Baujahr 1980 und hat ebenfalls einen Betonfußboden im Keller. Estrich ist doch auch ein Beton, oder? Unsere Kellerdeckenhöhe ist allerdings etwas höher. Die Zusammensetzung spielt wahrscheinlich als Fußboden im Innenbereich keine so große Rolle. Oder doch?

    Nun, es sollte bei unserem Vorbesitzer eine Person im Keller wohnen. Der Heizkörßer muss im Keller etwas größer dimmensioniert werden und man sollte sich nicht über die Mehrkosten im Winter wundern, wenn der Raum auf um die 10 Grad (Frostschutz) gehalten wird. Es sei denn, man baut Thermostate mit Nullstellung ein, dann sind es eben 2 bis 5 Grad.

    Dämmung innerhalb des Hauses? Davon halte ich nicht viel im Keller, mein Vorbesitzer auch nicht. Es war eine normale Tür verbaut.

    Bei der Elektrik gibt es ja in Nass- und Kellerräumen ohnehin etwas mehr zu beachten. In bewohnten Kellerräumen darf man aber auch die Steckdosen und Schalter unter Putz legen. Steckdosen müssen wenn neu über FI-Schutz verfügen. Außer z. B. für Kühlschrank. Die Regeln ändern sich aber auch ständig. Vor einiger Zeit galt die Regel nur für Feuchträume, nun für alle Steckdosen, die nicht fest belegt sind. (z. B. nicht Kühlschrank)

    Fußboden. Es war Laminat verlegt. Der Betonboden war ziemlich eben, sodass damals nur eine Trittschutzfolie (heißt das Zeug so?) und darauf Laminat verlegt wurde. Damit kommt man nicht all zu hoch.

    Bei der geringen Nutzung kostet jegliche Isolierung mehr als die Heizkostenersparnis in 100 Jahren. Außerdem geht dir die Wärme ja innerhalb deines Hauses nicht verloren. Und in den anderen Räumen soll dann sicher auch ein Heizkörper sein, so wie ich das verstehe.

    Vielleicht gibt es dazu noch andere Meinungen. Etwas Fußkalt könnte es dann sicher sein.

    Bin gespannt ob die Meinungen zu dem Vorhaben wieder weit auseinandergehen.

    Viele Grüße

    Olaf
     
  4. Jonny

    Jonny

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    Bleib mal lieber bei deinen Bits und Biberschwänze, da steckt viel gefährliches Halbwissen drin.

    und ob Betonboden oder Estrich macht auch einen gewaltigen Unterschied.

    Grüsse
    Jonny
     
  5. OLKL

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    Es gibt immer eine einfache und eine wissenschaftliche Betrachtungsweise. Was Elektrik betrifft, so habe ich in meiem ganzen Haus diese selbst installiert, einschließlich Hausverteilungen und FI-Schalter. Ich weiß was ich wissen muss, welcher Querschnitt bei welcher Länge und wie das Ganze zu funktionieren hat. Eine SPS mit Wintergartensteuerung und Alarmanlage/Türsteuerung konnte ich ebenfalls planen, verdrahten und installieren.

    Anschließend habe ich die gesamte Elektrik von einer Meisterfirma abnehmen lassen, die Verteilung und jede Steckdose wurden überprüft und gemessen. Die Abhahme ergab keinen einzigen Mangel. Mit den Worten "besser hätte er es auch nicht machen können" war das Ganze abgesegnet. Aber vielleicht konnte der Meister ja auch nichts, das wird hier sicher auch in Frage gestellt, oder?

    Wenn das also nur Halbwisen ist, warum schlaust du uns nicht auf? Meine Infos erhalte ich von meiner Arbeit. Hier werden ganze Industrieanlagen geplant und man ist dort vom Fach. Dagegen sind die Regeln in Feuchträumen doch einfach, ändern sich aber von Zeit zu Zeit.

    Estrich und Beton. Macht das einen Unterschied wenn ich darauf einfach nur Laminat verlegen will? Ich denke nicht.

    Vielleicht gibt es hier noch Antworten wie man es machen könnte, und nicht, wie man es nicht machen sollte. Wir sollten FÜR eine Lösung arbeiten und nicht jeden als DAU abstempeln, obwohl man diesen gar nicht kennt.


    MfG
     
  6. sarkas

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    Das Einzige was hier umstritten sein könnte, ist der Preis für ausschließliche Calziumsilikatplatten oder sogenannte Klimaplatten
    (zellstoffverstärkte Calziumsilikatplatten). Ansonsten gibt es nicht viel gegen ein rein mineralisches System einzuwenden.

    Ich würde aber Mineralschaumplatten (für die Wände) nehmen. WLG 042 ist o.k. und der Preis erheblich niedriger als bei reinen CS-Platten.
    Es muss aber wirklich gewährleistet sein, dass die Wände trocken sind, sonst saugt man sich die Feuchtigkeit erst richtig herein.
     
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