Kellersanierung Heraklith Innendämmung

Diskutiere Kellersanierung Heraklith Innendämmung im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo ich hatte in unserem Keller einen Wasserschaden mit Schimmelbildung verursacht durch eindringendes Oberflächenwasser über diverse...

  1. #1 tronic100, 23. Juli 2010
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    Hallo

    ich hatte in unserem Keller einen Wasserschaden mit Schimmelbildung verursacht durch eindringendes Oberflächenwasser über diverse Kellerfenster.
    Zur Sanierung wurde jetzt der Estrich inkl. Dämmung und FBH entfernt und in 2 Räumen (Hobbyraum) die dort vorhandenen Heraklitplatten (Heraklith mit innen 2cm Styropor als Innendämmung, Gesamtstärke 5cm inkl. Putz).
    Kellerwände sind aus 30cm Stampfbeton, aussen keinerlei Dämmung, Baujahr 80. Keller steht kpl. im Erdreich

    Für den Wiederaufbau stellt sich jetzt die Frage was soll anstatt des Heraklith rein und was muss gemacht werden.
    Der Raum wurde derzeit nur als Keller genutzt und soll vileicht mal später als sporadischer Wohnraum verwendet werden.

    Fakt ist dass die Heraklithplatten wohl gleich in die Schalung mit reingelegt wurden und wie die Hölle noch an den Betonwänden kleben.
    Ein kpl. Entfernen der Reste scheint extrem aufwendig zu sein.

    Wie kriegt mann das kpl. am besten weg ?. Sanierfräse, Hilti ? Welche Erfahrungen gibt es hierfür ?

    Von diversen Sanierern habe ich zum Wiederaufbeu leider die unterschiedlichsten Aussagen gehört.

    1. Innendämmung auf keinen Fall wegen Taupunktverschiebung (habe ich auch schon gehört), nur neu drüberputzen über die Heraklitreste und gut ist.
    Die Dämmung von 2cm Styro sind eh vernachlässigbar und bringen eh nichts.

    2. Herklith muss kpl. entfernt werden , Wand muss sauber sein, danach Innendämmung mit Calciumsilikatplatten oder Multipor.
    Keine Berechnung nötig

    3. Heraklithreste bleiben drauf da tragfähig, Ausgleichsputz drauf, dann Multipor


    Somit 3 Sanierer 3 verschiedene Antworten.

    Hoffe hier ein paar Hilfen zu finden. Sind die Multiporplatten in 5cm Stärke wirklich kein Problem bei Taupunktverschiebung ?

    Oder ist die Energieeinsparung zum Heizen im Winter so gering dass ich es eh gleich bleiben lassen kann und nur Putz nehme ?
     
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    Ich weiß, das wird nicht gerne gehört, aber ICH würde mal nach einem fähigen Planer Ausschau halten. Sonst können Dir die einzelnen Anbieter erzählen was sie wollen, Du kannst es sowieso nicht beurteilen. Die richtige Lösung zu finden dürfte dann mehr einem Glücksspiel gleichen.

    Der Keller war nie als Wohnraum geplant, und dementsprechend wurde auch gebaut. Was mich ein wenig wundert, dass Dein Keller nicht sowieso durchfeuchtet ist. Bei Euch in der Ecke steht doch das Grundwasser bis knapp unter die Grasnarbe. Wurde der Keller damals schon als WW gebaut? Oder wie wurde das ausgeführt?

    Innendämmung ist sowieso ein Thema für sich. Bei einer Nutzung als Wohnraum wird sich dann auch schnell die Frage der Be-/Entlüftung stellen usw. usw.

    Meine Meinung, was mit den Platten an der Wand passiert, ist erst einmal zweitrangig. Zuerst Grundlagen schaffen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 tronic100, 23. Juli 2010
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    Also bei mir gibt es kein Grundwasser das ist Fakt. Der Boden ist extrem lehmig. Höchstens Schichtenwasser.

    Leider weiss ich nicht wie der Keller damals gebaut wurde da ich das Haus erst vor ein paar Jahren gekauft habe. In der Baubeschreibung steht nichts von WW, nur
    30cm Stampfbeton
     
  5. Julius

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    Woher weißt Du das?
    Innendämmung bei Erbauung und Fußbodenheizung auf Dämmung deuten für mich eher auf das Gegenteil hin!

    Und wenn die Konstruktion bisher schadfrei war, kann sie so völlig verkehrt auch nicht gewesen sein...


    Gibt es denn einen externen Schädiger oder eine Versicherung, der/die die Instandsetzungskosten übernimmt? Oder ist Selberzahlen Trumpf?

    Der Tipp mit dem unabhängigen (also vom Fragesteller zu bezahlenden) Planer ist jedoch sehr gut.
     
  6. R.B.

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    Ich hätte auch "vermutlich" schreiben können, aber die Bauweise in der Gegend ist mir sehr gut bekannt.

    Nicht unbedingt. Ich sprach von Planung und nicht von der späteren Nutzung.

    Wurde bisher ja anscheinend nur als "Kellerraum" genutzt.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 tronic100, 23. Juli 2010
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    Das mit dem Planer ist so eine Sache

    Ich hatte schon mal einen Gutachter hier der meinte einfach drüberputzen und gut ist.
    Oder was versteht ihr unter Planer ?

    Mich würde auch einfach Interessieren ob die 2cm Styro als Innendämmung überhaupt einen heizungstechnisch merklichen Effekt hatten und wie die Erfahrung mit Multipor Platten ist
     
  8. R.B.

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    Einen Architekten oder BauIng. der Erfahrung mit solchen "Sanierungen" hat. Der die Substanz begutachtet, ein paar Berechnungen anstellt, und Lösungsvorschläge unterbreitet, inkl. Detailausführung.

    Sicherlich. Eine 30er Betonwand hat einen U-wert um 3W/m2K. Durch die 2cm Dämmung kommt der U-Wert zumindest mal in Richtung 1,2W/m2K
    Aber man darf halt nicht nur die Dämmwirkung betrachten.

    Keine "praktische" Erfahrung damit.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Baust

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    Frag 10 Sanierer :hammer: dann haste 10 verschiedene Antworten
     
  10. Julius

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    Deswegen ist es empfehlenswert, jemanden zu fragen, der einerseits kein wirtschaftliches Interesse an einer bestimmten Ausführung hat und andererseits für seine Auskünfte und Planungen haftet.
    Das ist z.B. ein Architekt...
     
  11. Gast

    Gast Gast

    habe mal nachgegoogeld:
    die Multipor-Platten 60mm vor eine 30 cm Betonwand ergibt immerhin einen U-wert von 0,61, wobei sicherlich einiges an Raum verloren geht.
    wäre mal ein Ansatz, müßte natürlich von einem Planer überdacht werden.
    von den Platten wußte ich vorher auch nichts.
     
  12. Baust

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    nee...
    nicht im Keller, schon garnicht vor ner Betonwand.
     
  13. Baust

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    Ja, ja,
    den U- Wert bezweifele ich auch nicht, jedenfalls nicht solange das Zeug trocken ist.
    Das die Multipordämmung aber trocken bleibt bezweifele ich.
    Wohlgemerkt im Keller wo kaum eine nennenswerte Diffusion nach außen stattfindet, vor einer Betonwand die kapillar Wasser nicht abzuleiten vermag.


    Grüße aus Schönebeck
     
  14. R.B.

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    Das macht mir auch Bauchschmerzen, aber dazu kenne ich das Material zu wenig.

    Die Platten sollen ja, nach Herstellerangabe, die Feuchtigkeit aufnehmen (können), aber was dann?

    Gruß
    Ralf
     
  15. Baust

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    Letztendlich ist es ein leichterer Porenbeton.
    Wenn der die Feuchtigkeit nicht in beide Richtungen abgeben kann wird der Feuchtegehalt zwangsläufig über die Ausgleichsfeuchte ansteigen.


    Grüße aus Schönebeck
     
  16. #16 tronic100, 25. Juli 2010
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    Die Xella Seiten kenne ich auch. Hier wird auch immer nur von einer Kellerdeckendämmung gesprochen aber nicht von einer kpl. Inendämmung im Keller. Nur von Innendämmung in höheren Geschossen ist die Rede.

    Evtl. ist das ja der Grund.

    Ich habe mal mit so einem Taupunktrechner die 30cm Betonwand und darauf 6cm Multipor berechnen lassen und da kommt immer die Meldung Wasser in der Schicht, ohne Innendämmung zumindest nur Oberflächenkondensat.

    Gibts den für Keller keine Innendämmung die hier verwendbar wäre ?

    Ausser die manchmal beschriebenen Styro Dämmung mit Folie innen die ich aber vermeiden will
     
  17. Julius

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    Warum machst Du es nicht wieder wie gehabt?
    Das was doch bisher schadfrei, oder???
     
  18. bernix

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    ..ein Produzent muss sich absichern....so interessant das Material ist, es wird auch gerne mal als Allheilmittel angeboten, an Stellen an denen andere Sanierungsmaßnahmen notwendig wären.
    Das Material kann geringe Feuchtigkeit aufnehmen...und da die Wände (bei 6oder 10cm Dämmdicke) schnell die Lüftungstemperatur annehmen und der Taupunkt weniger ein Problem ist braucht man sich über den richtigen Zeitpunkt auch etwas weniger Gedanken zu machen.
    Ich vermute mal: Wenn bisher 2cm Heraklith Styropor kein Problem waren, gibts mit dem Porenbeton auch keins.
    Verarbeitung des Materials hat vor und Nachteile: Das Material kann mit der Kelle geschnitten werden...bricht aber auch sehr leicht. Andererseits kann man gebrochene Platten mit Bauschaum wieder kleben (Bruchstellen vorher gut anfeuchten).
    Und dann ist da auch noch der Preis: da kommt wenig Freude auf.
    -
    Ansonsten: Wie Julius schon schrieb: Jemanden kommen lassen der keine wirtschaftlichen Interessen hat und für seine Planung haftet.
    gruss
     
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    nee, nee?
     
  21. bernix

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