Kellerwände mit Kunststofffaserbeton

Diskutiere Kellerwände mit Kunststofffaserbeton im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Mein Baumeister hat mir vorgeschlagen die Kellerwände (25cm) mit Kunststofffaserbeton zu errichten (Arbeitserleichterung/-Beschleunigung). In den...

  1. #1 haeuslbauer2, 30. Juli 2008
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    Mein Baumeister hat mir vorgeschlagen die Kellerwände (25cm) mit Kunststofffaserbeton zu errichten (Arbeitserleichterung/-Beschleunigung). In den Foren taucht aber eigentlich immer nur Stahlfaserbeton auf.

    Ist Faserbeton mit Kunststofffasern ausreichend?
     
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  3. Robby

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    Ich weiß nicht wie das in Österreich ist?

    Soll das eine Weiße Wanne werden?
     
  4. #3 haeuslbauer2, 30. Juli 2008
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    Nein, eine schwarz Wanne...
    mit AVEN ISOLAN KELLERDICHT 2K wird es aufgespritzt.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 30. Juli 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Aufsteller des Standsicherheitsnachweis fragen.

    MfG
     
  6. #5 haeuslbauer2, 30. Juli 2008
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    Ich hab die mündliche Zusage des Baumeisters (der sowieso 30 Jahre dafür haften muss).

    Mir ist nur etwas unwohl bei der Sache, nachdem diese Ausführungsart anscheinend nicht sehr gängig ist(?)
     
  7. Thomas B

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    ....ach Ralf....Du alter Provokateur! Willst doch nur, daß der BH zugeben muß, daß einen solchen gar nicht gibt....Du Schlimmer:p
     
  8. Thomas B

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    Zugegeben: Ich kenne mich den Öschi-Normen und -Vorschriften nicht aus. Punkt.

    Aber: eine mündliche Zusage ist nun mal nicht eben eine super tolle "Versicherung". Ob sich der BU im Schadensfall an eine derartige Versicherung erinnern wird???

    30 Jahre Gewährleistung in Österreich??? Felix Austria!

    Mal im Ernst: Sei froh, wenn er 4 jahre dafür haftet (Gewährleistung gem. VOB in Deutschland). Macht er zwischendurch pleite....tja was dann? Oder hört er einfach in 29 Jahren auf, weil die Rente winkt.

    Fazit: Bitte einen österreichischen Kollegen fragen, was Sache bei Euch ist...

    Gruß

    Thomas
     
  9. bemi

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    Der Baumeister hat seinen bestimmt seinen 50ten Geburtstag schon gefeiert.:biggthumpup::biggthumpup:
    bemi
     
  10. #9 haeuslbauer2, 30. Juli 2008
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    Mir geht's eigentlich nur darum, ob solch eine Ausführung in Ordnung ist, oder ob ich darauf bestehen soll, dass Stahlbewährung verwendet.

    Mir ist schon klar, dass die 30 Jahre Schwachsinn sind.
     
  11. Thomas B

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    Welche Kräfte nehmen denn die Kunststoffasern auf??? Werden diese definert (horizontal , vertikal) in den Beton eingebracht? Nein. Geht ja gar nicht.

    Stahlbewehrung: Klar definert: Da liegt so viel Stahl, dieser Stärke und dieses Durchmessers.

    Wird immer wieder gerne gemacht, weil es schneller geht.

    Nettes Besispiel: An einer Nachbarbaustelle von mir hat vor Jahren der BT eine WW (für zwei DHH) mit Stahlfaserarmierung bauen wollen. Ganz neu, ganz super, ganz toll.

    Zwischenzeitlich kommuniziert man mittels Rechtsbeistand, da das eine Haus immerhin feucht, das andere nass ist. Nix ist dicht, eine Praxis, die dort hätte eingerichtet werden sollen, geht nun nicht (weil alles patschnaß).

    Ich würde es nicht machen!

    Aber in Österreich mag dies zulässig sein. Wie gesagt: Bitte Öschi fragen.

    Gruß

    Thomas
     
  12. jhd

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    Dieses ist eine theoretische Betrachtung.
    Wenn für den Keller Mauerwerk mit Außenabdichtung reichen würde, dann kann man auch Beton mit Fasern machen (oder auch ohne) mit Außenabdichtung.

    Die Umstände, wann was geht, sagt Ihnen vertrauensvoll Ihr Architekt und Ihr Statiker.
     
  13. #12 JamesTKirk, 31. Juli 2008
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    Kunststofffasern nehmen gar keine Kräfte auf, sie verhindern nur Frühschwindrisse und machen den Frischbeton extrem klebrig. Bei horizontalen Bauteilen eventuell sinnvoll, bei vertikalen Bauteilen völliger Quark. Also lieber rauslassen.
    Positiv sind Kunststofffasern beim Thema Brandschutz zu sehen. Im Brandfall schmelzen sie und das restlich vorhandene Wasser hat Platz zum Kochen :shades
     
  14. #13 Carden. Mark, 31. Juli 2008
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    Beim gemauerten Keller erwarte ich aber keinen Zwang aus abfließender Hydr.wärme und Volumenänderungen durch Schwinden.

    Wenn also die zu erwartenden Risse sich fein verteilen, nimmt die Abdichtung diese wohl auf und überdeckt diese.
    Nur wer zwingt die Risse nun dazu, sich fein zu verteilen??
    Das Stahl hierfür fehlt ja nun.
     
  15. jhd

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    @Mark, das ist schon klar, Du mußt halt Fugen planen, dort wieder gesondert abdichten, theoretisch geht es aber ohne Bewehrung.
     
  16. #15 Manfred Abt, 31. Juli 2008
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    Mal so als Einwurf aus einer anderen Richtung:

    Wenn wir hier in Köln richtig gute Kanäle bauen wollen, dann bauen wir die aus unbewehrtem Beton. Da gibts natürlich genaueste Anforderungen an die Betonrezeptur sowie die Verarbeitung und Nachbehandlung. Mit Kellerwänden hat so was aber natürlich gar nichts zu tun.

    Und Kunststofffasern passt irgendwie nicht zum Beton. Schaut man sich mal die physikalischen Werkstoffeigenschaften an klingt das alles nach einem vermeidbaren Experiment.
     
  17. #16 buddelchen333, 1. August 2008
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  19. PeMu

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    Nun

    es geht schon, da gibt es inzwischen wieder erneute Ansätze.

    Unbewehrte Wände

    d.h. alles was keine den Normen entsprechende Bewehrung hat.
    Davon wird mehr gebaut als Ihr annehmt

    Grundregel: Kann man einen gemauerten Keller bauen, dann geht es auch mit unbewehrtem (oder nur konstruktiv bewehrtem) Beton.

    Neue Ansätze deshalb, weil die unbewehrten Wände mit den derzeitigen normativen Grundlagen weniger Tragfähigkeit werden als Mauerwerk.
    Das wird somit wieder zurecht gerückt.

    Die Tradition der gemauerten Keller ist im Norden mehr als im Süden.
     
  20. #18 Carden. Mark, 3. August 2008
    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Ich hatte mal an einen Vortrag über dieses Thema teilgenommen.
    Redner kam aus der Aachener Fraktion.
    Die Freude der Teilnehmer (fast alles reine Betonspezialisten, viele auch aus dem FT Bereich, die täglich mit dem Thema zu tun hatten) tendierte gegen Null.
    Die "reine" Wand ist sicherlich durch Fugenaufteilung in den Griff zu bekommen. Die hierbei entstehenden Feldgrößen sind aber "auch" aus optischen Gründen im höherwertigen Bereich eher störend.
    Es gibt, insbesondere bei Ortbeton eine Reihe an Problempunkte die nicht oder nur unzureichend zu lösen sind.
    Die Forderungen der DIN, die (veränderlichen) aRdT stehen dem ganzen noch dazu entgegen.
     
Thema:

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