Kellerwand - hat jemand gute Ratschläge?

Diskutiere Kellerwand - hat jemand gute Ratschläge? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich arbeite zurzeit an einer Kelleraußenwand um Feuchteschäden einzudämmen bzw. zu stoppen. Wir haben das Haus etwa vor 1,5...

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  1. Panger

    Panger

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    Hallo zusammen,
    ich arbeite zurzeit an einer Kelleraußenwand um Feuchteschäden einzudämmen bzw. zu stoppen. Wir haben das Haus etwa vor 1,5 Jahren gekauft und wussten dass eine Wand im Keller Feuchtigkeit aufweist. Diese ist aber lokal begrenzt und betrifft interessanterweise nicht die gesamte Kellerwand.
    Hier ein paar Bilder des Schadens von Innen:



    Der eine Teil der Wand besteht aus roten Ziegelsteinen und wurde leider ohne Bodenplatte oder ähnliches errichtet. Die unterste Reihe Ziegel steht „hochkant“ und darauf erkennt man in der Fuge noch eine alte Dachpappebahn. 5 weitere Steinreihen später sieht man in der Fuge wieder eine alte Dachpappebahn.
    Der zweite Teil der Wand besteht aus gegossenem Beton oder ähnlichem. Dieser Teil ist recht trocken und scheint eine Bodenplatte zu haben. Zumindest wurde der Beton einfach „auslaufen“ gelassen.
    Der dritte Teil (sind aber nur ca. 50 cm Hauswand) besteht aus Bruchsteinmauerwerk.
    Bisher wurden folgende Arbeiten gemacht:
    - Entfernen alter Putz und alte Dickbeschichtung (diese war zu dünn und teilweise löchrig)
    - Die Bruchsteinwand habe ich mit Zementmörtel vorgeworfen und dann Streckmetall festgenagelt und weiter mit Mörtel „zugebaut“ um eine halbwegs gerade Fläche zu erhalten
    - Ca. 30cm vom Bodenniveau aus habe ich die Ziegelwand mit Dichtschlämme per Quast eingeschmiert
    - Teilweise schon neuen Putz angebracht
    Weitere Arbeiten die noch anstehen:
    - Fertig verputzen
    - Dickbeschichtung auftragen
    - Drainageplatten/Dämmplatten befestigen
    - Drainage legen
    - Dann wieder verfüllen

    Materialien:
    - Marmorit UP310 Sockelputz
    - PCI Pecimor 1K Dickbeschichtung
    - Knauf 5 in 1 Dämmplatten
    - Hegler Sirowell Drainagerohr
    Sowohl die Bruchsteinwand als auch die Ziegelwand stehen einfach im Boden. Der Boden ist lehmig. Egal wie gut ich die Wand zur Bodenseite hin verputze und mit Dickbeschichtung abdichte, die Wand steht ja nach wie vor in direktem Kontakt zum Erdreich.
    Folgende Fragen stellen sich mir:
    - Soll ich ergänzend zur Arbeit außen (Dickbeschichtung etc) von Innen mit z.B. Kiesol oder Porofin arbeiten?
    - Wer hat Erfahrungen mit MEM trockene Wand, Kiesol oder Porofin?
    - Soll ich den Putz an der Wand nach unten gerade auslaufen lassen oder evtl. mit Zementmörtel noch eine „Kante“ einbauen um eine Hohlkehle auszubilden? Das habe ich an der Bruchsteinwand mal probeweise gemacht
    - Dann steht der Beton aber in direktem Kontakt zum Erdreich?!?
    Hier eine Skizze der Wand nachher:
    Skizze.jpg

    Danke schonmal im Voraus!

    Gruß
    Panger
     
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  3. Panger

    Panger

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    kann den Beitrag leider nicht mehr ändern.
    Daher hier noch weitere Bilder:

    Gesamtansicht Baugrubge:

    Foto2.jpg

    Unterer Rand, hier sieht man auch die erdberührung der Ziegelwand
    Foto4.jpg

    Weitere Bilder folgen
     
  4. Panger

    Panger

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    Wie versprochen hier weitere Bilder.

    Der Schaden von Innen gesehen:
    Foto9.jpg
    Foto10.jpg

    Hier der "auslaufen" gelassene Beton
    Foto8.jpg

    Ein teil der unverputzten Ziegelwand:
    Foto6.jpg

    Der Versuch eine Hohlkehle auszubilden - große Frage: Soll ich das auf der gesamten Länge machen? Der Beton würde ja dann im Erdreich stehen...
    Foto7.jpg


    P.S.: Habe normalerweise einen Bürojob ;-) Bitte über meine nicht so guten Maurerergebnisse hinwegsehen ;-)
     
  5. DirkZ1

    DirkZ1

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    Ein guter Ratschlag (Zitat aus Pecimor_2009.pdf):
    "Die häufigste Ursache für die zum Teil starken Durchfeuchtungsschäden im Kellerbereich liegt in der Fehleinschätzung der tatsächlichen Wasserbeanspruchung von Kellerwänden und Kellerböden sowie der damit verbundenen falschen Wahl der Schutzmaßnahme."

    Such' Dir besser einen Bausachverständigen, der alles vor Ort begutachtet und entscheidet, was zu tun ist.

    PS: Keine DIY-Anfragen - siehe NUB
     
  6. fmw6502

    fmw6502

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    bei der steilen Böschung verbietet sich es weiter zu basteln, da Lebensgefahr droht
    --> Fachmann vor Ort holen

    Gruß
    Frank Martin
     
  7. Panger

    Panger

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    Hi Dirk,

    danke für deinen Beitrag.
    Ich will ja auch keine DIY Anleitung haben sondern einfach nur einen guten Tip zum Thema: Mauer steht im Erdreich.
    Sämtliche Anleitungen und Ratgeber habe ich online schon durchforstet, alle sind aber nur auf "Mauer auf Bodenplatte" bezogen. Das habe ich leider nicht.

    Ich kann natürlich auch die Arbeiten ausführen lassen, will ich aber aus Kostengründen nicht...

    Ich würde mich freuen wenn jemand dazu noch einen guten Rat oder eine Idee hat.

    Folgende Arbeiten werde ich defintivi ausführen:
    - neuer Putz
    - Dickbeschichtung 2-lagig mit Gewebeeinlage (auch wenn das eigentlich für den Lastfall drückendes Wasser ist) aber sicher ist sicher...
    - Drainage legen (Sirowell und kein gelbes Baumarkt-Flexirohr...)

    Das einzige zu dem ich noch keine Lösung habe ist dass eine Seite ja abgedichtet ist aber von unten und unterm Estrich die Wand ja immernoch erdberührt ist... Da kann ich ja auch nicht ran (darf nicht tiefer graben, Grundbruchgefahr ist mir bekannt, Baugrube ist auch mit Gefälle und Stufen ausgelegt...)

    Der nächste Satz aus deinem Zitat ist übrigens:

    "Die Mehrzahl der Schäden entsteht bei wenig durchlässigen Böden und in Hanglagen: Das in den verfüllten
    Arbeitsraum eingedrungene Wasser beansprucht aufgrund mangelnder Abflussmöglichkeit zeitweise
    als Stauwasser die Kelleraußenbauteile. Die angewendeten Abdichtungsmaßnahmen, i.d.R. nur Schutzmaßnahmen
    gegen Bodenfeuchte, sind dieser Beanspruchung nicht gewachsen."

    Würde ja heißen (habe Lehmboden) ich müsste nur eine Drainage legen da die Baugrube mit seiner geringeren Bodendichte das Problem darstellt...

    Mein Problem ist aber eher die fehlende Bodenplatte und die vermutlich nicht mehr funktionierende Horizontalsperre...

    Daher:
    Was mache ich mit den Steinen die erdberührt sind?
    Hat jemand wirkliche Erfahrungen mit Remmers Kiesol oder ähnlichem?
    Kann jemand was empfehlen? (Gerne auch per PN)

    Wenn hier im Forum zufällig ein Experte aus der Region Trier mitliest gerne auch Kontaktaufnahme. Habe generell kein Problem damit einen Sachverständigen zu befragen...

    Gruß
     
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  9. Panger

    Panger

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    Hi Martin,

    wo siehst du eine steile Böschung? Das eine Bild zeigt nur die eine "Ecke"

    Die richtige Böschung ist gestuft und mit Gefälle ausgelegt. Diese wurde von einem erfahrenen Baggerfahrer angelegt...

    Kann gerne mal ein Bild der Böschung online stellen...
    Ich bin aber nicht der Typ der Risiko eingeht, daher wurde die Böschung entsprechend angelegt. Will ja was von der Renovierung haben... Bringt mir ja nix wenn mir da was passiert, oder?

    Gruß
     
  10. #8 Baufuchs, 20. Mai 2012
    Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Keine DIY Anleitung?

    Du schreibst ganz eindeutig, dass du die Arbeiten aus Kostengründen selbst und nich von Fachleuten ausführen lassen willst.

    Also dienen alle Tipps, die du hier haben willst deinem DIY.

    DIY Antworten/Anleitungen gibts hier nicht.

    Du brauchst einen Fachmann vor Ort.

    Hier wird geschlossen.:closed:
     
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