Kellerwand langfristig und richtig sanieren?

Diskutiere Kellerwand langfristig und richtig sanieren? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo Bauexperten, ich stehe aktuell vor der Herausforderung ein Teil unserer Kellerwand zu sanieren. Zum Hintergrund: Unser Haus ist...

  1. stoneman

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    Hallo Bauexperten,

    ich stehe aktuell vor der Herausforderung ein Teil unserer Kellerwand zu sanieren.

    Zum Hintergrund:
    Unser Haus ist Baujahr 1936 und wurde vor einigen Jahren komplett saniert. Unser Keller ist ebenerdig bzw. ein Vollgeschoßkeller mit ca. 2,00 m Höhe. Der Kellerboden wurde komplett horizontal mit Folien gesperrt, alle Innen- und Außenwände wurden eingeschlitzt und mit Edelstahlplatten gesperrt. Die Außenwände wurden mit Bitumenanstrich und Noppenbahn abgedichtet. Diese Maßnahmen führten dazu, dass unser Keller seit mehreren Jahren komplett trocken ist. (dies ist in unserer Strasse eher selten)

    Problematik feuchte Wand:
    Seit ca. 1 Jahr haben wir allerdings festgestellt, dass eine Kellerwand feucht wird. Merkwürdig daran ist, dass diese Wand unter dem Treppenhaus mit vorgelagerter Portal Treppe (Seitenwände gemauert, Stufen aus Granitplatten, Innenbereich leer) liegt. Auch eine defekte Regen Entwässerung kann nicht ursächlich sein, weil diese auf der Rückseite des Gebäudes angebracht ist.

    Als Ursache gilt meines Erachtens die Schädigung der horizontalen Sperrung (Edelstahlplatten) durch die vor ca. 3 Jahren seitens der Versorger erneuerten Versorgungsleitungen (Wasser- und Gasleitungen). Diese befinden sich auf Höhe der zur Sperrung eingebrachten Edelstahlplatten. Somit ist hier wahrscheinlich durchdrückende aufsteigende Nässe ursächlich.

    Eckdaten zur Mauer:
    - unter dem Treppenhaus in einem geschlossenen Flur
    - langer Flur mit 2,00 m Höhe, davon ca. 2m eine eingeschränkte von Höhe ca. 1,40 m
    - Breite ca. 2,50 m
    - Sperrung mit Edelstahlplatten in der Wand (ca. 5cm höher als der Kellerfußboden)
    - Wand besteht aus im Verbund gemauerten Ziegeln (h-6cm, b-24cm, t-7cm)
    - Wanddicke 42cm
    - Steine innen sind mittlerweile komplett porös, teilweise bilden sich Mineralkristalle
    - bestehende Fugen sind stark versandet und teilweise mit Salpeter Ausblühungen versehen
    - Wand ist komplett feucht

    Bisherige Maßnahmen:
    - Innenputz wurde bis zum Ziegel komplett entfernt
    - Fugen teilweise ausgekratzt
    - zur Be- bzw. Entlüftung wurden in Deckenhöhe 2 x 25mm Löcher gebohrt (im Winter verschlossen)

    Vorhaben:
    - Ich möchte jetzt die Steine teilweise von innen abtragen (ohne den letzten Außenstein)
    - die Edelstahlplatten oberhalb zusätzlich mit Bitumenbahn und Teer abdichten
    - die Mauer analog wieder aufbauen

    Fragen:
    1. Ist diese Vorgehensweise so praktikabel bzw. zu empfehlen?
    2. Welche Steine/Baustoffe sollten dafür eingesetzt werden?
    3. Welcher Mörtel sollte zum Einsatz kommen?
    4. Eventuell Steine mit inkludierter Dämmung?
    5. Experten Hinweise zur Thematik???
    6. Welcher Putz sollte nachrangig aufgebracht werden?
    7. Entstehen Nachteile durch die 2 x eingebrachten 1" Lüftungsöffnungen?


    Viele Grüße an Eurer tolles Forum und besten Dank im voraus
     
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  3. stoneman

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    anbei noch einige Fotos zur Kellerwand
     

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  4. #3 Alfons Fischer, 27. März 2013
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    Sie sollten in Erwägung ziehen, dass zum Einen Ihre Diagnose falsch ist und zum anderen die vorgesehene Art der Sanierung möglicherweise nicht zielführend ist und auch gefährlich sein kann (Statik).

    Haben Sie ein Foto von der Wand unmittelbar vor Abschlagen des Putzes? Feuchte- und Salzanalysen durchgeführt? Frühere Nutzungen hinterfragt? Raumklimamessungen und Messungen der Oberflächentemperatur durchgeführt?
     
  5. stoneman

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    besten Dank für Ihre Antwort. Nun meine Einschätzung und der Sanierungsvorschlag sind natürlich ohne fachliche Kompetenz. Der Hinweis zur Statik ist berechtigt und wird von mir auch so eingeschätzt. Dahingehend wollte ich die Mauer nur in kleinen Teilen entfernen und sofort ersetzen, damit der Verbund nicht geschwächt wird.

    Nachfolgend habe ich Ihnen Fotos der verputzen Wand mit erkennbaren Feuchtigkeitsschäden sowie der angrenzenden Räume beigefügt.
    Der Raum wurde bislang nur als Kellerraum genutzt, was auch durch die verminderte Höhe von 1,40m begründet ist.

    Von einem Experten wurde dies bislang noch nicht begutachtet. Entsprechend wurden auch noch keine weiteren Analysen durchgeführt.
    Bei unserem Vollgeschoßkeller -mit identischem Sanierungsstand- treten die Feuchtigkeitsschäden nur an dieser einen Stelle auf.

    Ich hatte natürlich auch Maßnahmen zur Trockenlegung in Erwägung gezogen, dies allerdings auf Grund der porösen Steine verworfen. Im Sinne eines langfristigen Sanierungserfolgs erschien mir nur ein Austausch bzw. Neuaufbau ratsam, was natürlich auch ein Irrtum sein kann.

    Leider ist man bei der Vielzahl an Angeboten zur Behandlung von feuchten Wänden als Laie schnell überfordert. Hier einer fundierten Empfehlung folgen zu können, macht nachfolgend auch die Auswahl eines Spezialisten einfacher.
     

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  6. stoneman

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    jetzt noch Fotos vom rechten Raum, wo sich der Schaden fortsetzt.
    rechter Raum.jpg rechter Raum_I.jpg
     
  7. #6 Alfons Fischer, 28. März 2013
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    ich kann's mir noch nicht vorstellen. Wie passt das zu einem "ebenerdigen" Keller?
    Haben Sie Fotos von außen?
     
  8. #7 Inkognito, 28. März 2013
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Wurde die Treppe bei den Abdichtungsmaßnahmen entfernt und erneut aufgebaut?

    Ansonsten, Wände können auch knicken oder oben lagert was auf - die Steine einfach ausbauen würde ich nicht empfehlen oder, besser gesagt, dringend davon abraten.
     
  9. stoneman

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    Tja dies habe ich wohl etwas mißverständlich beschrieben, sorry. Das Grundstück ist nach hinten abfallend wodurch der Keller seitlich und rückseitig des Hauses ebenerdig ist, allerdings nicht -in der Problemzone- an der Vorderseite. Vor der relevanten Wand sitzt die Treppe (weitestgehend innen hohl - ein Sand/Erdgemisch fängt erst 30cm unterhalb der Grundstückshöhe an), links und rechts daneben liegt ca. 1m tief das Erdreich an.
    Der Aufabu der Treppe erfolgte erst nach der Außenabdichtung des Hauses.

    Eingangstreppe links.jpg Eingangstreppe rechts.jpg

    Die Decke dieses Kellerraums besteht aus Beton Hohldielen welche mittig mit einem Stahlträger abgefangen sind. Dies könnte man eventuell mit starken Balken abstützen
     
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  11. #9 Inkognito, 31. März 2013
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Das ist nichts für Laien. Erstens: Sie müssen das Kantholz kraftschlüssig verbinden, ohne dass erst Verformungen eintreten bevor das Ding Last bekommt, zweitens gibt es solche Dinge wie knicken, sprich, das sollte wirklich durchgerechnet werden, auch wenn dem Laien das Holz überdimensioniert erscheint und drittens - wohin wollen Sie die Last denn leiten? Baujahr '36? Auf den dünnen und vermutlich unbewehrten Beton zwischen den Fundamenten? Hier ist Durchstanzen zu beachten!
    Knicken und durchstanzen sind beides spröde, also plötzliche Versagensarten, diese sind besonders gefährlich da sie sich nicht mit Rissen oder ähnlichem ankündigen und die Chance zur Flucht ermöglichen.

    Lassen Sie die Ursache eindeutig klären und von einer Fachfirma ausführen. Ansonsten haben Sie vielleicht noch Gewährleistung auf die ausgeführten Arbeiten, prüfen Sie dies zuerst.
     
  12. stoneman

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    Die Gefährdung der Statik durch den Eingriff in die Mauer hatte ich unterschätzt, nehme aber dankend die Hinweise sehr ernst. Entsprechend muss hier sicherlich eine Fachfirma ran. Dies ist aber eher eine Frage zur Ausführung.

    Dahingehend möchte ich gern meine ursprüngliche Frage aufgreifen. Wie und mit welchen Maßnahmen lässt sich die problematische Wand langfristig sanieren?
     
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