Kern-Sanierung 60er Jahre Bau

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  1. Jigsaw

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    Falls ich im falschen Bereich bin tut´s mir Leid, ich finde keine passende Rubrik.


    Ich habe vor mir ein Haus zu kaufen und habe ein paar Fragen bezüglich der Sanierungskosten. Da es eine Zwangsversteigerung ist, hab ich leider keine Möglichkeit es zu besichtigen oder eine Firma kommen zu lassen, die mir eine Angebot abgeben kann.

    Was ich bereits weiß, ist dass die Heizung(komplett),Wasserleitungen mit Kessel, Elektrik und das Dach saniert/erneuert werden muss. Da ich nicht viel Geld zum Sanieren habe, möchte ich zuerst das Dach und die Elektrik machen und die Wasserleitungen mit Kessel.
    Die Heizung funktioniert zwar noch, sollte aber eigentlich mitgemacht werden, aber dafür fehlt mir das Geld. Die Heizung würde ich gern ein paar Jahre später machen.

    Jetzt stellt sich mir die Frage ob das so eine gute Idee von mir ist, da die Heizungsleitungen quer durch´s Haus gehen und es somit der größte Aufwand ist.


    Danke im Voraus

    Mfg
     
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  3. Julius

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    Wenn nicht Schäden (wie z.B. massive Frostschäden wegen unsachgemäßen Leerstands) vorliegen, kann man das Heizungsrohrnetz doch wahrscheinlich weiterverwenden.

    Ist das Haus denn momentan noch bewohnt? Wenn nicht, bis wann war es?
    Woher hast Du die Informationen, was alles neu "muß"?
     
  4. Jigsaw

    Jigsaw

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    Nein Frostschäden sind mir nicht bekannt. Das Haus gehört der Familie eines Kumpels von daher die Info´s aber die möchten keine Fremden Leute im Haus. Das Haus ist noch bewohnt.

    Mfg
     
  5. #4 Inkognito, 23. April 2014
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Mal sehen ob der Kumpel noch "Kumpel" bleibt, wenn Sie das Haus seiner Familie gekauft haben.

    Es ist in gewisser Weise verständlich, eine Zwangsversteigerung ist schon schrecklich genug für die Betroffenen - aber sich dann quer zu stellen reduziert lediglich den zu erwartenden Erlös.
     
  6. Julius

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    Würdest Du das Haus denn an die bisherigen Bewohner vermieten wollen oder es selbst nutzen?
     
  7. Jigsaw

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    Ich möchte das Haus selber Nutzen.

    Mfg
     
  8. Koempy

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    Das ist natürlich ein gewisses Risiko. Ich würde mich ohne einen Sachverständigen nicht an so eine Immobilie rantrauen, besonders nicht, wenn ich noch nicht einmal drin war. Was für ein Budget schwebt dir denn vor für die sanierung. Das Dach wird wahrscheinlich das teuerste werden.
     
  9. dani86

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    Ich kann dir mal paar Eckdaten nennen, damit du ein paar Zahlen im Kopf hast:

    Wir haben auch eine DHH aus 1960 komplett saniert. Heizung, Wasser, Bäder, Elektro, Fußböden, Wände neu verputzt, Treppen und Türen saniert,...

    da sind mal locker 150T dafür draufgegangen:
    Heizung (Estrich raus, neuer rein, FBH rein, von Öl auf Gas umgestellt, alle Wasserleitungen raus, neue rein): roundabout 60T
    Elektro: ganz schnell 15T. Auch für "nur paar Steckdosen mehr", alles auf FI umrüsten etc.
    Bäder: je nach Ausstattung gehen schnell 20T drauf

    Also wie erwähnt warens bei uns nun summa sumarum an die 150T. Ohne die Fassade und das Dach anzurühren. Das sind auch nochmal richtige Kostentreiber. Fenster haben wir nur die 2 in der Küche zwecks Brüstungshöhe getauscht und die Terrassentür durch eine Schiebetür ersetzt. Auch da wäre also noch Potential für weitere Tausender gewesen.

    So hast du vielleicht mal eine grobe Idee, wieviel da auf dich zukommen kann. Je nachdem, was für die "nicht viel Geld zum sanieren" ist, kann das eng werden. Oder auch nicht ;)
    Uns haben jetzt zum Glück auch keine größeren Überraschungen ereilt, wordurch wir im Plan geblieben sind. Auch das ist gerade bei einer unbekannten Gebrauchtimmobilie ein großes Risiko.
     
  10. dani86

    dani86

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    nur ien kurzer Nachtrag, leider war die Zeit zum editieren um:

    zum Thema Heizung und Wasser getrennt erneuern: bei uns bspw. gab es keine zentale WW-Versorgung. Wir wollten aber den großen Boiler im Bad loswerden. Folglich haben wir auf zentrale umgestellt. Das kann natürlich sein, dass die alte Heizung nicht so ohne weiteres mitmacht. Muss also bedacht werden. Du musst das vorher also auf jeden fall klären. Denn wenn du nur Geld für einen Teil hast, hilft dir das nichts, wenn das nur gemeinsam gemacht werden kann.

    Und Heizung später erneuern, wenn du drin wohnst? Da tauschst du aber nur noch den Kessel und keine Leitungen mehr. Denn dein Wohnzimmer reißt du dir nicht komplettt auf, wenn du drin wohnst.. Ich würde wenn dann alles auf einmal machen.
     
  11. Julius

    Julius

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    Wenn was?
    Wenn der Fragesteller unerwartet im Lotto gewinnen sollte, oder wie...?
     
  12. dani86

    dani86

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    Wenn er sich dazu entscheidet das Haus zu kaufen und zu sanieren. Ob er dann dazu ausreichend Geld zu Verfügung hat, weiß nur er selbst. Um das jetzt mal grob aschätzen zu können, habe ich ihm einfach mal diese Zahlen genannt, die sicher nirgends 1:1 übertragen werden können, aber zumindest eine gewisse Mindestsumme darstellen, ein Haus diesen Alters wieder auf Vordermann zu bringen.

    sollte sein "nicht viel Geld" also nur 20T sein, wird er das Thema abhaken können. Sind es aber evtl. 150T KÖNNTE man mit entsprechender Vorklärung, was nun tatsächlich in welchem Umfang zu machen wäre, durchaus darüber nachdenken.
     
  13. #12 Stolzenberg, 24. April 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Um Deine erste Frage zu beantworten: Ja, Du bist im falschen Bereich! Solange das keinen stört ist aber alles in Ordnung!

    Ich bitte darum folgenden Punkt in Deine Betrachtungen aufzunehmen:
    Seit den 60ern hat sich in den verwendeten Baustoffen einiges geändert. Viele Stoffe wurden vom Markt genommen, da sich gesundheitliche Bedenken nicht mehr von der Hand weisen ließen...
    Besonders der Bereich "asbesthaltige Baustoffe" wäre hier kostentechnisch relevant, da diese Arbeiten durch ein entsprechend geeignetes Fachunternehmen durchgeführt werden MÜSSEN. Problemzonen sind hier vor allem Leichtbauplatten in Heizungsraum / Badezimmern, Heizkörpernischen, Fensterbretter, Bodenbeläge und eventuell noch einiges mehr. Je nach Art der gefundenen Baustoffe ist so etwas dann (aufgrund der notwendigen technischen Schutzmaßnahmen) teurer oder weniger teuer.

    Ohne genauere Kenntnis der Bausubstanz ist eine Kostenschätzung unmöglich und für einen Laien in der Regel unmöglich!!! So viel zum Thema "ungesehen kaufen" eines 60er Jahre Hauses...

    Ein entsprechendes Thema als Hilfestellung bezüglich "Gebäudeschadstoffe im Altbau" ist noch nicht gestartet, da ich noch die Freigabe der Admin's abwarte. Dieses wird Dir dann eventuell weiterhelfen können. Alternativ gibt es im Netz aber auch ausreichend Fachliteratur!
     
  14. Jigsaw

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    Danke für die vielen Antworten, also ich habe ein nur eine Summe von ca. 50.000 € zum Sanieren.

    So wie ich die Beiträge lese, wäre es sinnvoll das Haus nicht zu kaufen?

    Mfg
     
  15. Julius

    Julius

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    Das ist nicht gesagt.
    Klar ist nur, daß mit diesem Betrag keine Kernsanierung machbar ist. Nicht mal ansatzweise.
    Allerdings steht ja auch nicht fest, daß eine solche überhaupt nötig ist!
    Wenn man im Bestand Neubaustandard erreichen möchte, kostet das in etwa soviel wie ein kompletter Neubau! Manchmal auch mehr...

    Aber in einem 1960er-Jahre-Haus kann man üblicherweise durchaus wohnen, ohne es erst sanieren zu müssen. Vielleicht steht demnächst mal das eine ODER andere Teil der Haustechnik zur Erneuerung an, aber da kann man auch abwarten, bis es wirklich soweit ist.

    Man muß sich entscheiden:
    Hat Vorrang, ein eigenes Haus zu haben. Dann beschheidet man sich eben vorläufig im Standard etwas.
    Oder es muß alles wie geleckt sein. Dann mietet man eine Neubau- oder vollsanierte Wohnung...
     
  16. Inkognito

    Inkognito Gast

    Bleibt die Frage wieso klar ist, warum nach einer Zwangsversteigerung noch 50 000€ übrig sind.
     
  17. Julius

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    Logisch wäre:
    Weil er insgesamt einen bestimmten Betrag einsetzen kann/will und nur bis zu einer Höchstgrenze bieten wird...
     
  18. Jigsaw

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    Ich muss nicht pick fein wohnen, mir kommt es in erster Linie darauf an, kein Geld für Miete aus dem Fenster zu werfen. Solange alles notwendige zum Leben funktioniert und alles sicher ist, bin ich zufrieden.


    Ich schrieb ca. 50.000€ da ich nur bis zu einem gewissen Betrag mit bieten will.
     
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  20. DerMarc

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    Fachmann durchs Haus jagen... erklär mal deinem Kumpel, dass ihm bei so einem unkooperativem Verhalten vieeeel Geld durch die Lappen geht.

    Nachher müssen nur für 20.000€ Sanierungsarbeiten durchgeführt werden und du könntest 30.000 mehr bieten?!?! Allerdings bewahrt dich der Rundgang durch das Haus auch vor dem Gegenteil... :)
     
  21. Popeye

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    Bitte beachten, dass bei Zwangsversteigerung die Rechnung "Höchstgebot + Sanierung" auch schiefgehen kann!

    Was machst Du, wenn die (jetzt schon unkooperativen) Bewohner/Alteigentümer nach der Versteigerung auf Tauchstation gehen und einfach nicht ausziehen? Letztendlich bekommt man die Leute in der Regel schon raus, das kann aber auch mal ein Jahr dauern (in schlimmen Fällen auch länger). Außerdem kommen dann Anwaltskosten, Kosten der Zwangsräumung, Gerichtskosten.... Und wohnen musst Du in der Zeit auch noch, und das Haus musst Du bezahlen und finanzieren, ob Du jemals dringewesen bist oder nicht.

    Ich möchte Dir keine Angst einjagen, aber zur Vorsicht mahnen! Wir haben ein Haus aus der ZV gekauft, BJ 1975, unkooperative Alteigentümerin, wir waren vor dem Kauf nicht drin, Zustand also auch unbekannt. Geboten haben wir Grundstück abzgl. Abriss, die Zwangsräumung fand 6 Monate nach dem Versteigerungstermin statt. Das war vergleichsweise schnell, da die AE juristisch nicht so gewieft war, wie sie meinte. Wäre sie mit einer Suiziddrohung gekommen... Kosten für Anwalt und Zwangsräumung 17.000 Euro zzgl. Doppelbelastung Miete 6 Monate zzgl. Finanzierungskosten 6 Monate. War aber bei uns alles einkalkuliert!!

    Du siehst, von Deinen 50.000 Euro bleibt im schlimmsten Fall vielleicht nicht so viel übrig.
     
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Kern-Sanierung 60er Jahre Bau

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