Kfw 70, grobe Abschätzung

Diskutiere Kfw 70, grobe Abschätzung im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, unser GÜ ist nun insolvent. Wir haben bereits die Berechnungen des Statikers für die Statik und auch für Energieverbrauch. Leider hat uns...

  1. leany

    leany

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    Hallo, unser GÜ ist nun insolvent. Wir haben bereits die Berechnungen des Statikers für die Statik und auch für Energieverbrauch. Leider hat uns der GÜ "beschießen", er hat den Statiker lediglich ein EnEv Haus berechnen lassen, aber kein Kfw 70 (EnEv200). Nun möchte ich denselben Statiker als Folgeauftrag uns Empfehlungen für ein Kfw 70 Haus rechnen lassen. Kosten ca. 200-300 'Euro. Aber meine Frage:

    Wir haben

    - 17.5 Porenbeton + 12 cm Glaswolle + 11.5 Kalksandstein Verblender
    - 3-fach verglaste Fenster + Rollladen (wenn die irgendwelche Rolle hierbei spielen)
    - Gas-Brennwerttherme
    - eine Sohlendämmung die auch für Kfw 70 Häuser genommen wird (laut Architekt)
    - Haus ist genau Süd-Nord ausgerichtet
    - Solaranlage ca. 4 qm und 300 Liter Wasserspeicher
    - Kontrollierte Lüftungsanlage aber ohne Wärmerückgewinnung
    - 20 cm Dämmung im DG die auf min 24 cm erweitert werden sollen (Architekt)

    Wir müssen wohl mit höherer Dämmung rechnen, wollen aber die Dicke der Wände nicht sonderlich ändern. Laut dem Statiker könnte man das durch eine 14 cm Dämmung der Wände aus höherwertigen Materialien erreichen, im Dach noch mehr dämmen und ev. eine Luftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

    So die Fragen:

    1. Lässt sich die Brennwerttherme in unserem Fall durch eine Pelletheizung ersetzen? Ist sie mit Solaranlage kombinierbar?

    Falls technisch möglich:

    2. Wird die Energiebilllanz sich dadurch verbessern, so dass wir auf eine Umluftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verzichten könnten?

    3. Ganz grob abgeschätzt - was ist billiger: Pelletheizung oder Gasbrennwerttherme + ca. 50 m Gasleitung vom Versorger verlegen lassen?

    Vielen Dank.

    Grüße
    Leany
     
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  3. leany

    leany

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    Nachtrag zu Frage 3
    Was ist billiger: Pelletheizung oder Brennwerttherme + 50 m Gasleitung verlegen lassen + Anlage zur Wärmerückgewinnung?

    und noch:

    4. nimmt die Pelletheizung sonderlich mehr Platz ein als die Brennwerttherme ein?

    Danke schön, eure Antworten haben mir bisher stark geholfen.
     
  4. ecobauer

    ecobauer

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    Bei den Angaben würde ich mir mal jemand anderes suchen, der das nachrechnet. Ich hab das Eindruck, dass das doch besser als ENEV 2009 ist.
    Die Pelletheizung braucht auf jeden Fall mehr Stellfläche als eine Gastherme. Außerdem braucht es da auch noch einen Lagerraum für die Pellets.
    Was der Gasanschluss kostet, würde ich mal beim Versorger nachfragen. Die machen auch Angebote. Vielleicht wird der Anschluss auch preiswerter, wenn ihr die ersten fünf Jahre bei denen auch das Gas bezieht. Da lässt sich was aushandeln!
     
  5. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Na ja, mit den Maßnahmen...

    ... kommste ja gut in den Bereich eines eff 70-Hauses. Hamburg und Gas? da kann ich Storys erzählen :D

    Fenster: mal auf den Uw-Wert achten, gegebenenfalls andere Profile einbauen, Ihr seid ja nu frei in Eurer Entscheidung.

    Ich weiß ja nicht, wie groß das Haus wird, aber wenns dann ein echtes eff 70 wird, dann seid Ihr dann auch im Bereich einer Luftpumpe möglicherweise...
     
  6. leany

    leany

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    :o
    Ja nju, was ist denn mit Gas in Hamburg? Das ich das von denen direkt machen lassen muss, das weiß ich. Aber was ist denn nun ... hohe Kosten, Pfusch oder was ?

    Ist Pelletheizung dann wirklich nicht besser? Hilft nicht eine solche Maßnahme nicht gegen eine Luftpumpte? (Oder meist du damit was anderes als Wärmerückgewinnung).


    Zum Haus: 120 qm. ohne Keller. Ich frage nur wirklich um grobe Schätzungen, ich muss eine Entscheidung treffen, ob es nun mit Pellets oder Gas werden soll. Was sind eure Meinungen / Erfahrungen. Und natürlich geht aus auch um das Finanzielle ...
     
  7. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Ich hatte mal nen Bau in Hamburg...

    ... auch nen Hinterlieger, Kosten für Gasanschluß 5-stellig:wow

    Bei 120 qm, als Eff 70, irgendwas um die 6 kW.

    Jetzt dazu meine Meinung die nicht unumstritten ist, aber im Vergleich zu den Kosten unschlagbar :p

    einfache Luftpumpe mit Puffer für die Heizung, Warmwasser über KWL, Solar knicken.

    Alternativ: ne Kombi-Anlage mit Solarspeicherung.
     
  8. face76

    face76

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    Ohne Keller - also wird es schon mal schwieriger, einen Raum zur Lagerung der Pellets zu finden.

    Warum eine KWL ohne :irre Wärmerückgewinnung??? Hier würde ich auf jeden Falle eine KWL mit WRG nehmen, das andere macht m.E. absolut keinen Sinn!!!

    Ich selbst lasse mit einer KWL mit WRG sowie einer Erdwärmepumpe mit Erdsonde bauen. :winken
     
  9. leany

    leany

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    O.K. habe eben die Sachen rausgeholt:

    Primärenergiebedarf: 76.6 kWh/m2a
    Transsmissionsverluste: 0,32 W/m2K

    Welche sind die Werte für Kfw70

    :biggthumpup:
     
  10. leany

    leany

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    Was meinst Du mit: Luftpumpe mit Puffer für die Heizung ???
     
  11. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Du nimmst eine...

    ...Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Pufferspeicher nur für die Heizung. Bei manchen Geräten haste dann für ein paar Euros mehr die Möglichkeit damit zu kühlen. Dann haste ein separates Gerät und Ende. So und fürs Warmwasser nimmste ne Abluft-WP, damit hättste dann gleichzeitig ne KWL mit WRG.

    Gibt natürlich auch die Multi-Kulti-Möglichkeit: Pufferspeicher mit Dockung für WP, Solar und für Warmwasser, das ist dann ein Speicher für alles. mag ich persönlich nicht so. Und dazu käme dann die KWL.
     
  12. leany

    leany

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    O.K. was wäre denn eure Empfehlung für das Haus ohne Gas, aber so dass auch an kalten Tagen irgendwas angemacht werden kann, damit es schön warm wird? O.K. Kamin ist geplant, aber Frau möchte dennoch was sicheres haben! Strom, wie es in den verschiedensten Variationen der WRG-Anlagen?
     
  13. wasweissich

    wasweissich Gast

    bei stomausfall nutzt dir die gasheizung auch nix , und pellets genausowenig .

    und die richtige LWP ist schon noch sicher .
     
  14. leany

    leany

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    Strom ist natürlich ist auch sicher! Aber ist es dann nicht zu teuer?

    Verstehe ich das jetzt richtig, Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Pufferspeicher nur für die Heizung; und Abluft-WP für Warmwasser? Und warum dann nicht Solar für Warmwasser? Kann mann da Solar nicht irgendwie noch mitintegrieren, damit es sicher warmes Wasser gibt und nicht nur lauwarm?

    Bitte seid nachsichtig, bin noch ganz neu auf dem Gebiet?
     
  15. wasweissich

    wasweissich Gast

    kosten/nutzen von solar ist eher fraglich ......... (MPM)

     
  16. Julius

    Julius

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    Ich kann mich hier der Empfehlung von RüBe nur anschließen:

    Ordentliche Gebäudedämmung, ne Luft-Wasser-WP mit FBH fürs Heizen und ne separate Abluft-WP (vorzugsweise mit dezentraler Zuluft) für die Trinkwassererwärmung.

    Das ist vergleichsweise preiswert in der Anschaffung, braucht nicht allzuviel Stellplatz, funktioniert zuverlässig und mit niedrigen Betriebs- und auch Wartungskosten.

    Benötigt wird nur der ganz normale (sowieso vorhandene) Stromanschluß des Gebäudes.
    Kein Schornstein, kein Gas-Hausanschluß, kein Pelletlager, keine Ascheentsorgung, keine Kondensatentsorgung, kein Solargedöns.
    Automatischer Betrieb.
    Fast schon ein rundum-sorglos-Paket! :28:

    Und stets überall im Haus optimales Raumklima (frische Luft, ohne Fenster öffnen zu müssen - was natürlich trotzdem uneingeschränkt möglich bleibt). Keine Zuluftrohre, die verschmutzen können.

    Einziges Problem:
    Viele einheimische Planer und Handwerker werden sagen "das haben wir ja noch nie so gemacht"...
     
  17. leany

    leany

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    Also, Solaranlage zu Warmwasserbereitung hat keinen Sinn? Warum findet man die jetzt aber auf allen Neubauten? Ich dachte, dass die wenigstens effizient sind. Dass Photovoltaik nichts bringt, das war mir klar.
     
  18. wasweissich

    wasweissich Gast

    das habe ich so nicht geschrieben , und MPM steht für meine persönliche meinung .

    warum die dinger überall aufgestellt werden ? vorzugsweise im bauträgerbereich ? weil man so die energetische effizienz schönrechnen kann .

    und das photovoltaik nichts bringt stimmt auch nicht ganz .

    da wird geschickt geld von vielen zu wenigen die schon welches über haben geleitet....
     
  19. Julius

    Julius

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    Zumindest wirtschaftlich haben thermische Solaranlagen in unseren Breiten häufig keinen Sinn.
    Aber schon gar nicht in Kombination mit Wärmepumpen! Denn die arbeiten genau zur gleichen Zeit wie die Sonnenkollektoren mit ihrer höchsten Effektivität - nämlich im Hochsommer.
    Die beiden Systeme können sich also nicht gut ergänzen.

    Verbaut werden sie oft, weil damit schlecht gedämmte Häuser relativ einfach auf dem Papier gesundgerechnet werden können.
    Das ist auch durch eine falsche politische Weichenstellung so beeinflußt.

    Aber erkannten Unsinn muß man ja nicht mitmachen.
    Dasselbe Geld in andere Maßnahmen gesteckt, kann deutlich mehr echte Verbrauchsminderung bringen.
     
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  21. leany

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    Also konkret:

    Luft-Wasser-Wärmepumpe finde ich so weit völlig O.K. und sehr gut, dachte bisher die seien auch nur bedingt effizient, aber Meinungen im Internet sagen was anderes (zumindest mein erster Eindruck).

    Was ich gegen Luft-Luft-Anlagen habe ist, man muss irgendwelche Rohrleitungen und das auch noch meistens im Estrich verlegen. Mit der Zeit werden sich dort bestimmt Pilze/Bakterien und was weiß ich absetzen und dass soll man dann atmen? Oder kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe die Luft direkt aus einem Zimmer absaugen und frische Luft durch irgendwelche Schlitze in der Wand in bestimmten zimmern einsaugen. Verstehe noch nicht ganz deren Bauweise?
     
  22. wasweissich

    wasweissich Gast

    luft luft hatten wir noch nicht .....
     
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Kfw 70, grobe Abschätzung

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