KfW40-Standard kaum erreichbar ?

Diskutiere KfW40-Standard kaum erreichbar ? im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen, habe nun vom Statiker eine erste, evtl. noch grobe ENEV-Berechnung (nach Monatsbilanzverf.) für unser EFH erhalten. Dazu...

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  1. Seev

    Seev

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    Hallo zusammen,

    habe nun vom Statiker eine erste, evtl. noch grobe ENEV-Berechnung (nach Monatsbilanzverf.) für unser EFH erhalten. Dazu folgende Aussagen:

    Obwohl das Haus kompakt aussieht, sei das A/V mit 0,601 schon ziemlich schlecht.
    Deshalb bekommen wir Probleme, den vorgegebenen H´T = 0,302 einzuhalten.
    Es wurde dabei noch gar nicht der T8-36,5 (U=0,21) (Wunsch) angesetzt, sondern 17,5cm KS + 20cm WD 035.
    Wärmebrücken sind pauschal mit delta U = 0,05 pro BT angesetzt. Dadurch steigt H´T um 20,25%.
    Der Fensterflächenanteil sei mit 17,2% recht hoch, obwohl das meiste in S.. Nur wenn alle Fenster mit UW=0,9 angesetzt werden, wird die H´T-Vorgabe erreichbar.

    Ist das möglich, daß man mit dem T8, der als "KfW40-Stein" beworben wird, praktisch keine Chance hat?
    Was ist zu den einzelnen Punkten zu sagen? Wie komme ich hier weiter?

    Danke und Gruß
    Seev
     
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  3. kehd

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    Ich habe ein schlaues Buch über Altbausanierung.
    Darin steht, daß man für ein Kfw60 Wände mit 0.2 und Fenster mit 1.3 braucht.
    Für Kfw40 braucht man 0.14 und 0.9.
    Stimmt wohl so ungefähr.
    Das heißt aber auch, daß 1m2 Fenster soviel Energie verliert, wie 6.5m2 Wand.

    PS
    Im HTD gibt es einen thread "Heizlastberechnung"
    Mach den einfach mal für Dein haus in Excel und spiele mit den U-Werten.
    ist ganz interessant.
     
  4. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Sorry, aber...

    ... kfw 40 mit nem U-wert der Wand von 0,21 oder Fenster, die nicht Uw 0,9 sind, ist schon unter aller Kanone.:28:

    Aber jetzt wird mir so langsam einiges klar...:mauer
     
  5. planfix

    planfix Gast

    Wenn es mit dem H'T so knapp raus geht, versuch mal mehr Dämmung aufs Dach zu packen. Vllt. anstatt einer Holzverschalung eine Holzfaserdämmplatte. Das hat auch noch den Vorteil , dass es im Sommer nicht so schnell warm wird. Bei der Berechnung der Fenster event. auch verschiedene Verglasungen ausprobieren.
     
  6. #5 DerSuchende, 26. Februar 2009
    DerSuchende

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    @Seev
    was soll es werden ?
    Ein "echtes" oder "schöngerechnetes" Haus ?

    MfG
     
  7. Seev

    Seev

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    Hallo,

    Bei den o.g. Wänden ist U=0,162, beim Dach 22cm Dämmung + 3cm Holzfaserplatte -> U= 0,165, Bopla und Kellerwände U=0,208.
    Mit dem allem zusammen wird H´T nur knapp erreicht. Deshalb die Fragen.

    Ich frage hier nach, da ich selbst keine Ahnung und Gefühl habe, was man für KfW40 denn so braucht, nicht weil jemand was hinrechnen will. Wenn die namhaften Ziegelfirmen mit diesen Grob-!-Zuordnungen der Materialien zu einem Standard werben, dann gehe ich erst mal davon aus, daß es nicht so meilenweit daneben sein kann. Daß dies vom Einzelfall auch noch abhängt ist mir auch klar. Deshalb hätte ich gerne eine Aussage, welches A/V man denn bei EFH so grob erreicht, bzw. wie dies zu bewerten ist.

    Wenn es tatsächlich so ist, daß dieser o.g. Aufwand getrieben werden muß, dann stelle ich das Ziel des KfW40 für mich aber auch nochmal infrage, bevor ich mich mit 20cm PU einhüllen muß. Wegen dem Darlehen mach ichs jedenfalls nicht.

    Gruß Seev
     
  8. planfix

    planfix Gast

    der Ausgangspunkt ist gut.
    Den U-wert glaub ich nicht! mach mal 24cm Zwischensparrendämmung + 6cm Holzfaserdämmung mit Luft und Gipsplatten macht das 0,15
    ...halt ich für übertrieben, berücksichtige mal die Abminderungsfaktoren aus der EnEV
     
  9. Seev

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    Was findest Du übertrieben? Für Keller 0,208 zu machen, ist das "zu gut"?

    Abminderungsfaktoren sind auch aufgeführt, z.B. Jan:
    Grundfläche beheizter Keller (wegen ELW (diese ist aber nicht in Erde) und dann ggf. beh. Waschküche): 0,413
    Wände des beh. Kellers gegen Erdreich: 0,723

    Wäre das alles viel besser, wenn wir den Keller nicht beheizen müssten, aber er dennoch warm wäre? Wie geht man mit der Waschküche um, wenn sie auch eine FBH bekommt?

    Gruß Seev
     
  10. #9 DerSuchende, 26. Februar 2009
    DerSuchende

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    @Seev
    Was für eine "Haustechnik" willst du?

    MfG
     
  11. planfix

    planfix Gast

    yepp! das ist blödsinn. da kommt der faktor 0,6 drauf

    eierlegendewollmilchsau?
    Kommt aufs A/V Verhältnis an, meist ist Keller komplett in thermischer Hülle, sonst mußt Du die Trennwände und Türen dämmen.:mega_lol::mega_lol::mega_lol:
     
  12. Seev

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    Wieso? Hat das auch Einfluß auf H´T?

    Mit Q"p hab ich schon jetzt keinerlei Probleme :), (22,9) aber auch da ist noch nicht alles "optimal eingegeben", denke ich. Sprachst Du deswegen von Schönrechnen?
    Fällt mir noch ein: Woher bekommt man die genauen Ep-Werte für die einzelnen Geräte?

    Dennoch ernsthafte Antwort:
    Pellet, KWL mit WRG, Solar HZU.

    Gruß Seev
     
  13. Seev

    Seev

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    Zur Eierlegendenwollmilchsau...:
    habe damit nur gemeint, daß wenn keine ELW im keller wäre, dieser aber dennoch in der therm. Hülle wäre.

    Innen die Kellerräume dämmen und sie "kalt machen" habe ich nicht vor, das ist mir schon klar ...

    Gruß Seev
     
  14. planfix

    planfix Gast

    Abminderungsfaktor Kellerwände 0,6; Bodenplatte variabel zwischen 0,5 und 0,15, je nach Ausführung.
     
  15. Seev

    Seev

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    @Planfix:

    wie gesagt, das war der Wert für Kellerwände und Januar.
    Über den Faktoren steht:
    "Abminderungsfaktoren Fx über das Erdreich nach DIN EN ISO 13370"
    mündliche Ausage hierzu: die Faktoren für gegen Erdreich sind fast gleich wie die für gegen Luft.

    Paßt das nicht??

    Gruß Seev
     
  16. mls

    mls Bauexpertenforum

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    die werte haben sich geändert.
    ob die unterschiede für´s ganze bauwerk relevant sind - bzw. in welchem mass - ist
    e. andere frage.
     
  17. planfix

    planfix Gast

    ok, dann schick ihn zur nachhilfe.
    ich hoffe deine statik ist besser!
     
  18. Seev

    Seev

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    Heißt das, daß die gen. Norm gar nicht mehr gilt, welche Ausgabe davon braucht man?
    Vielleicht ist hier die verwendete Software (Rowa-Soft) nicht aktuell?
    Ist es dennoch so, daß für jeden Monat ein anderer Faktor angesetzt wird, und zwar verschiedene für Kellerwände und Grundfläche?

    @Planfix: was kann ich konkret tun?

    Gruß
    Seev
     
  19. acensai

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    Servus Seev,

    da triffst Du DEN Nagel auf den Kopf! (In meinen Fall ist KFW40 sehr interessant, weil ich die 100.000 Euro zu 2,55 % haben will).

    Wenn man aber sowieso eine Pelletsheizung plant, dann stellt sich die Frage nach der sinnvollen Dämmung! Ob Du nun 100 Euro mehr im Jahr für die Pellets bezahlst oder nicht ist auch schon egal! (Sorry, meine Meinung!)

    Generell denk' ich, dass der Aufpreis für die 3-fach verglasten Fenster sooo hoch nicht sein sollte! Und ich denke, dass sich das vom Wohnkomfort her auszahlen sollte ...

    Bei der Decke könntest Du auch evtl. einen 18'er / 20'er Sparren und dann nochmals eine Installationsebene von 6 cm einplanen (da kann man dann Halogenlampen, Luftauslässe etc. installieren). Ich persönlich halte nichts von den überteuerten Holzfaserplatten - die Theorie der Phasenverschiebung überzeugt mich nicht.

    Warum willst Du überhaupt KFW40 erreichen? Du will kein WDVS? Gut, dann würd' ich mir an deiner Stelle die günstigste Ziegel-Aussenwand von 'nem T9 / T8 mit 'nem "akzeptablen" u-wert hinstellen lassen und gut iss ... Wenn Pellets- und Solar und KWL mit WRG gesetzt sind, dann zahlst Du für die Haustechnik ja schon ein halbes Vermögen :yikes - und dann noch soviel Geld für die Dämmung des Hauses ausgeben? Willst Du das wirklich?

    Eine rein finanzielle Betrachtung und sehr persönliche Meinung: Ich weis nicht, aber entweder man kann durch zusätzliche Dämmung (z.B. 24'er Ziegel + 20 cm WDVS) die Haustechnik minimieren (z.B. dann nur ein Luft-WP und eine KWL mit WRG) oder man baut ein "normales" Haus nach ENEV mit Pellets- und Solar und gut iss ... meine Meinung!
     
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  21. bauhexe

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    erst mal fachleute suchen, die deinen ansprüchen genügen,
    + dich fragen was du willst,
    + wieviel das alles kosten darf,
    + dir erklären was vernünftig ist und was überflüssig

    ansonste lies noch mal da!

    genau das isses, eine vertrauensbasis muß gefunden sein.
    das sieht so aus:

    du hast wünsche oder fragen >>> dann gehst du zu deinem archi und der kümmert sich und erklärt. du weiß, dass er es richtig macht und bekommst sogar kfw 40 erklärt oder vorgerechnet.:winken
     
  22. acensai

    acensai

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    Ach ja:

    Wir haben übrigens einen schlechteres A/V-Verhältnis als Du ... KFW40 würd' sich bei uns mit Porenbeton (42,5 cm / Lambda 0,08 oder 50 cm / Lambda 0,09) grad noch sooo ausgehen - ansonsten währen's ähnliche Dämmwerte etc. wie bei euch.

    Alternativ ist's halt offensichtlich die gesamtheitlich kostengünstigste Lösung für ein sehr gutes KFW40-Haus einfach
    eine 24'er Ziegelmauer bauen zu lassen
    dann die Fenster rein
    die Raffstorekästen drüber
    die 20cm WDVS drumherum
    und fertig ist das Niedrig-Energiehaus :-) - und dann einfach eine kleines Luft-Wärmepümp'chen in den Keller und fertig! (ganz einfach ausgedrückt)

    Das Gesamtkonzept muss m.E. einfach irgendwie passen wenn man auf's Geld schau'n muss ...
     
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KfW40-Standard kaum erreichbar ?

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