KfW40 Wandkonstruktion, maximale Dicke etc...

Diskutiere KfW40 Wandkonstruktion, maximale Dicke etc... im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hey Leute, würde gerne ein KfW40-Haus bauen, da gibt's hier in Hamburg ne Förderung von etwa 30k für (!!). Jetzt bin ich am Überlegen, welchen...

  1. madshi

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    Hey Leute,

    würde gerne ein KfW40-Haus bauen, da gibt's hier in Hamburg ne Förderung von etwa 30k für (!!). Jetzt bin ich am Überlegen, welchen Wandaufbau ich am besten nehmen sollte. Am wichtigsten wäre mir Dämmung (für KfW40), danach kämen Sachen wie Schallschutz, Kosten, Wanddicke usw...

    Nachdem ich hier im Forum etwas gestöbert habe, ist mein Favorit im Moment dies:

    17,5cm Porenbeton oder KS
    ganz dicke Dämmung, z.B. 28cm WLG 032
    eventuell Verblendfassade

    Sollte einen U-Wert von 0,11 geben (mit KS). Jetzt hab ich zwei Fragen:

    (1) Wie dick darf ein Wandaufbau überhaupt werden? Vor allem, da ich auch noch einen Keller untendrunter haben will. Und die Kellerwand wird wahrscheinlich nur 30cm sein. Darf der Wandaufbau im Erdgeschoß (und Dachgeschoß) beliebig dick sein? Oder darf er nicht viel dicker als die Kellerwand sein? Wie kriege ich das hin, möglichst dick bauen zu können, ohne daß ich im Keller irgendwas (teures) ändern muß? Ich hätte ja gerne Klinker, aber das wird ja dann nochmal 13,5cm dicker!!

    (2) Wie sieht das Preis-/Leistungsmäßig mit den unterschiedlichen Dämmklassen aus? Ist WLG 032 *viel* teurer als 035? Oder nur ein bißchen? Was kostet z.B. 028 im Vergleich?

    Wäre für jegliche Kommentare dankbar! :bierchen:
     
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  3. #2 ReihenhausMax, 28. Juni 2011
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    So ein KfW 40 Haus sollte man vielleicht doch nicht selber versuchen zu "planen" ...
    Lieber eine gute Requirementliste, Szenarien und Use Cases formulieren :winken
    bevor es dann um die Architektur und Implementationsdetails geht ...
    Man kann ein WDVS übrigens auch verklinkern (dünner).
    Unterhalb von WLG 032 wirds noch richtig teuer.
     
  4. madshi

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    Das ist auch nicht mein Ziel. Ich bin einfach nur gerne gut vorbereitet, bevor ich wichtige Entscheidungen treffe. Deshalb würde ich diese Sachen gerne wissen. Schaden sollte es mir nicht. Im schlimmsten Fall weiß ich dann mehr als ich wissen muß. Im besten Fall kann ich vielleicht besser einsortieren, ob mein Architekt oder meine Baufirma wissen was sie tun. Hab noch nicht entschieden, von wem ich mir mein Haus bauen lasse...

    Wie wirkt sich das dann auf die Wanddicke aus? Ich hab bisher so gerechnet:

    17,5 cm KS / PB
    28 cm Dämmung
    2 cm Luft
    11,5 cm Klinker

    Wieviel dünner würde es genau werden, wenn ich die WDVS direkt verklinkere? Fällt dann einfach nur die 2cm Luft-Schicht weg? Oder noch mehr?

    Vielen Dank!
     
  5. #4 ReihenhausMax, 28. Juni 2011
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    Sorry, ich hatte Klinkerriehmchen gemeint, die so etwa 1 cm dick sind.
    Hast Du Dir schon einschlägige Bücher über Passivhäuser und Bauphysik
    reingezogen, hilft vielleicht, die Fragen die Wandaufbaus in einen Kontext
    zu stellen.
     
  6. kehd

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    Mehr als 20cm Dämmung geht nicht, weil es keine Luftschichtanker gibt, die dafür zugelassen sind.
     
  7. madshi

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    Ah, da werd ich mich mal über Klinkerriehmchen schlau machen gehen, danke!

    Ah so, das wußte ich nicht, danke für den Hinweis! Das heißt, bessere Dämmung geht dann nur über dickere Porenbeton-Wände mit 20cm Dämmung. Oder gibt's da noch Alternativen? Obwohl, 20cm ist ja schonmal was...
     
  8. #7 ReihenhausMax, 28. Juni 2011
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    Es geht schon mehr als 20cm, aber halt nicht mit dem von Dir eingebrachten
    Aufbau.
     
  9. madshi

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    Ach so. Mit welchem Aufbau würde denn mehr gehen? Thx... :)
     
  10. #9 ReihenhausMax, 28. Juni 2011
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    Klingt hart, da ich auch nur Laie bin, aber das Frage/Antwortspiel
    bringt Dir glaube ich nix. Vermutlich wird
    man ein WDVS auch mit Riehmchen dicker machen können, oder
    man nimmt dämmstoffgefüllte Ziegel"steine" oder man baut mit
    Holz, ...

    Schau halt mal in einer gepflegten Buchhandlung oder online nach
    Büchern über Passivhäuser und Bauphysik und zieh Dir das rein, ich
    habs für unsere RMH Renovierung ähnlich gemacht und kann das
    nur empfehlen. Damit wird man auch kein Handwerker oder Architekt,
    aber man ist zumindest nicht mehr nur der Depp der zahlt
    und kann besser einschätzen, was als Eigenleistung geht und was
    besser nicht.
     
  11. flo79

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    Hihi,

    es wäre scho sinnvoll dir nen guten Planer zu suchen. Aber natürlich ist es nicht verkehrt wenn man sich informiert.

    Dein Aufbau 17,5 KS plus 28-30 cm Polyst. in 032 oder 035 is ein gängiger für ein Passivhaus oder Kfw40. Allerdings dann mit ner normalen Putzfassade.

    Wenn du richtigen Klinker willst funktioniert das so nicht und man muß anders planen. Problem ist hier die max. Dämmstärke d.h du müsstest zusätzlich zur Dämmung die Tragwand in die Dämmung mit einbeziehen. Also kein KS sondern dickerer Porenbeton, Ziegel oder gar ein Holzständerwerk. Riemchen aufzukleben oder so find ich nicht so interessant. Kommt halt drauf an welche Optik man erreichen will. Bei uns sind Putzfassaden oder hinterlüftete Fassaden gängig, in Norddeutschland eher Klinker.

    Zwischen 035 und 032 ist bei Polyst. kein so großer Unterschied. Drunter wirds dann einiges teurer da anderes Material. PUR, Resol, Vakuum usw.

    Also viel Spaß beim planen (lassen). Ham wir auch grad hinter uns. Erfreulicherweise hat alles super geklappt.

    Gruß Flo
     
  12. madshi

    madshi

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    Hab ich auch vor.

    Aber kehd hat doch gesagt, daß mehr als 20cm Dämmung nicht geht? Oder bezog sich das nur auf den Wandaufbau mit 11,5cm Klinker? Wenn das so ist, geht denn dann mehr als 20cm, wenn man Klinkerriehmchen benutzt?

    Ich hätte lieber Klinker, weil man da nicht alle paar Jahre streichen muß. Findest Du Klinker grundsätzlich nicht so interessant? Oder hast Du speziell nichts übrig für Riemchen? Haben denn Riehmchen große Nachteile gegenüber einer "echten" Klinkerwand? Hab da im Internet auf die schnelle nichts zu gefunden...

    Ah, sehr hilfreich - danke!
     
  13. flo79

    flo79

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    Also die mehr als 20 cm bezog sich auf richtige Klinkerfassade. Mit Riemchen müßt evtl. mehr gehn. Die gefallen mir aber nicht und das Angebot das ich mal gesehen habe war auch sehr teuer.

    Normaler Klinker is jetzt auch nicht so mein persönlicher Geschmack. Aber in den Norden passt es und an sich auch eine gute Sache da pflegeleicht und robust. Da eine Wand mit 0,11 zu bekommen wird nicht so leicht. Teuer wirds auf jeden Fall und wahrscheinlich auch relativ dick.

    Hier gibts nen Foren-Bau-Thread von shai. Kannst du mal lesen. Sehr interessant. Der hat schon ne hochwertige Wand mit Klinker und kommt denke nur auf 0,14 für die Wand. Da müssen dann die Fenster, Bodenplatte, Dach usw. sehr gut sein.

    Gruß Flo
     
  14. madshi

    madshi

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    Thx!
     
  15. flo79

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    Hab nochmal nachgeschaut. Das teure Angebot war ein Thermoklinkerriemchen. Das wäre nix für mich.

    Hab jetzt aber auch gesehen das es normale Riemchen aus Ton wie richtiger Klinker gibt. Und dazu Wärmedämmverbundsysteme bis 30 cm. Ob das was taugt weiß ich nicht. Evtl. kann nen Experte was dazu schreiben oder jemand hat Erfahrungswerte.

    Wenn du mit normalem Klinker auf 0,11 kommen willst müßte der Wandaufbau lt. U-Wert-Rechner ungefähr so ausschaun.

    24 cm Porenbeton 0,09
    20 cm Kerndämmung 032 Miwo
    11,5 cm Klinker

    Ob der Aufbau (abgesehen davon das es dick ist) so in Ordnung wäre müßten wieder die Experten hier beurteilen.

    Gruß Flo
     
  16. madshi

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    Hab mal nach Klinkerriemchen gegoogelt. Hab da Kommentare von Leuten gefunden, die die langfristige Haltbarkeit in Frage stellen. Ach man, ist das alles schwierig... ;)
     
  17. Julius

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  18. stna1981

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    Sorry wenn ich diesen alten Thread mal wieder hervorhole, aber er passt gut zu meiner Frage:

    ist es überhaupt machbar, ein KfW EffizienzHaus 40 ohne WDVS zu realisieren, sprich rein über einen Stein, z. B. den Poroton T7 49,0? Damit kommt man runter auf 0.14, mehr geht nicht. Vielleicht kann man durch nen entsprechenden Putz noch auf 0,13 runter, aber das wars. Hier wird ja immer KS 17,5 + WLG032 30cm als Referenz angegeben, da kommt man auf 0.10. Ist das entscheidend für KfW 40 oder nicht, oder kommt es vielmehr auch auf andere Dinge bzw. das Gesamtkonzept an?
     
  19. Taipan

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    Du kannst auch einen anderen Wandaufbau wählen. Es kommt hier auf das Gesamtkonzept des Gebäudes an. Viel Dämmung ist nicht immer zirelführend. Als Schlagworte seien Dir hier genannt: Wärmebrücken, solare Gewinne, Lüftungswärmeverluste, Transmissionsverlust durch alle Bauteile, Wärmeerzeuger, interne Wärmequellen, Geometrie ... . Wenn Du ein kfw40 Haus bauen willst, dann benötigst Du eh einen speziell zugelassenen Energieberater. Diesen findest Du hier. Der muss in der Lage sein ein gut abgestimmtes Gebäudekonzept in Abstimmung mit Dir und deinem Architekten (wenn er es nicht selbst ist) zu stande zu bringen.
     
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  21. #19 Alfons Fischer, 28. Juli 2012
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    Formularausfüller
    meine Erfahrung:
    Die Fenster spielen eine entscheidende Rolle. Je kleiner der Flächenanteil, desto einfacher wird es. Bei hochverglasten Gebäude eher schwieriger zu erreichen.
    Analog spielt natürlich der U-Wert eine große Rolle. Da kommen jetzt die neuen Rahmenprofile mit ca. 90mm Stärke und ein guter Glasrandverbund zum Tragen, weil diese den Fenster-U-Wert maßgeblich mitbeeinflussen...
     
  22. #20 Astrafahrer, 28. Juli 2012
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    Hallo madshi,
    zum Einlesen in die Materie empfehle ich das Buch Passivhäuser: Planung - Konstruktion - Details - Beispiele von Adolf-W. Sommer.
    Dort findest du sicher einiges um dich auf Gespräche mit deinen Planern vorzubereiten.
     
Thema: KfW40 Wandkonstruktion, maximale Dicke etc...
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