KFW55 kaum zu machen??

Diskutiere KFW55 kaum zu machen?? im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Ich wollte ein KFW55 Haus mit T7 Steinen 3Fachverglassung Wärmepumpe KWL mit Wärmerückgewinnung bauen. Nun hat mir mein Architekt mitgeteilt das...

  1. #1 crashmaster, 2. September 2009
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    Ich wollte ein KFW55 Haus mit T7 Steinen 3Fachverglassung Wärmepumpe KWL mit Wärmerückgewinnung bauen.
    Nun hat mir mein Architekt mitgeteilt das es nur für KFW70 reicht .. trotz dieser ganzen Sachen ... Jetzt frag ich mich was ist da Faul ... die T7 sind ja nicht billig daher sollte es nicht an denen liegen .. 3 Fachverglassung ist doch auch schon das maximale was geht ...

    Was könnte hier falsch sein? was muß noch zusätzlich gemacht werden um es zu erreichen ...

    Meinen Architekten habe ich das auch gefragt er redet nochmal mit dem Statiker weil dieser das wohl berechnet hat ...


    Könnt ihr mir Tips geben?
     
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  3. fmw6502

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    wo liegt das Problem? Transmissionsverluste oder Primärenergiebedarf?

    Bei ersterem interessant:
    - Hausform: Volumen zu Oberfläche
    - jeweilige U-Werte der Baustoffe für Wand, Bodenplatte, Dach und insb. Fenster
    - Welchen Uw-Wert haben die Fenster, 3-fach ist wie "habe einen Dieselmotor", gibt es von sparsam bis nicht so gut
    - Lage der Fenster
    - Reduktionsfaktoren Fxi bei Keller/Anbauten... richtig angesetzt?

    Primärenergie
    - sprich Haustechnik
    - womit wird geheizt?

    Meine Meinung: ein T7 Haus mit (guter) 3-fach Verglasung nicht als Eff55-Haus zu entwerfen, dazu gehört schon sehr viel Kunst.
    Achja wer rechnet den EnEv-Nachweis?

    Gruß
    Frank Martin
     
  4. #3 crashmaster, 2. September 2009
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    Das steht in der Berechnung:

    Jahres-Primärenergiebedarf Q"P: 50.3 [kWh/m²a]
    spezifischer Transmissionswärmeverlust H'T: 0.354 [W/m²K]

    Gebäudehöhe : 10.00 m
    Geschoßanzahl : 2
    Gebäudegrundfläche : 100.3 m²
    Grundflächenumfang : 40.2 m
    Gebäudenutzfläche : 261.6 m²


    UWerte
    Wand:0,161
    Fenster:1,125
    Dach:0,234
    Bodenplatte:0,209

    Ich dachte das man bei den Fenstern bei 3FachVerglasung schon einen definierten Bereich des UWertes hat. Ein Angebot von einem Fensterbauer haben wir ja noch nicht. Das es eine Aussage wie "Dieselmoter" ist hätte ich nicht gedacht

    Lage der Fenster .. Hauptsächlich SüdOst und SüdWest

    Haustechnik ist eine Erdwärmeflächenkollektoranlage geplannt
     
  5. #4 crashmaster, 2. September 2009
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    Achja das Haus hat keine Erker oder so ... nur eine Dachterrasse siehe hier

    [​IMG]
     
  6. BauKran

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    Hallo,

    ich halte einen U-Wert von 0,234 beim Dach für sehr hoch, wo doch gerade das Dach am preiswertesten zu dämmen ist.

    Ich möchte z.B. 24 cm Vollsparrendämmung und 6 cm Untersparrendämmung (jeweils WLG 035) nehmen und dürfte so auf einen U-Wert des Dach von ca. 0,12 kommen...

    Viele Grüße

    Johannes
     
  7. #6 crashmaster, 2. September 2009
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    Wie ich schon geschrieben hatte macht dies der Statiker
     
  8. fmw6502

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    hmmm, aus EneV Sicht hat Dein Hausstil 2 Nachteile: keinen beheizten Keller und die Dachterasse.

    Was ist bei Dir der erlaubte max. spez. Transmissionsverlust? Dort geht u.a. indirekt der Baustil ein und davon werden dann die 55% als erste Hürde gerechnet.

    Die verschiedenen U-Werte sind mE nicht rund, d.h. im Vergleich zum Spitzenstein T7 sind die anderen eher mittelprächtig bis schlecht.
    Daher gäbe es 2 Ansätze: Eff55 vergessen und mit zB T8 36.5cm ein gutes Haus bauen, oder bei den anderen Bauteilen nachlegen (ZB Dach & Bodenplatte in Richtung 0.15 [W/m²K], Fenster Uw-Wert < 1 [W/m²K]) Ob es reicht und was die wirtschaftlichste Lösung ist, kann Dir Dein Planer am besten sagen.

    Normalerweise ist im EnEV-Nachweis auf einer Seite alle Hülleteile mit Fläche und U-Wert angegeben. Dort kannst Du Dir ein Bild selbermachen, wo am meisten Wärme verloren geht. (Bei unserem Haus war für mich interessant, daß in etwa die Fenster genauso viel verlieren wie das T7 Mauerwerk.)

    Beim EnEV Nachweis gibt es noch viele andere Faktoren/Stellschrauben, die man danach noch betrachten kann, ob sie richtig sind oder auch nachgebessert werden müssen. Geh es lieber Schritt für Schritt an.

    Dein Statiker ist wohl der reine Rechenknecht. Wenn ihr ein paar Ideen zur Verbesserung habt, kann es sehr effizient sein, wenn Du, Dein Architekt und der Statiker vor dessen PC ein wenig was-wäre-wenn mit seinem EnEV-Programm spielen würdet.

    Achja, die Möglichkeit, daß irgendwo jemand falsche Werte eingeben hat, kann auch nicht unbedingt ausschließen. :shades

    Gruß
    Frank Martin
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 3. September 2009
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    Ist es wirklich DEIN Architekt oder der eines Bauunternehmens???

    Was muss man machen, um mit einer 3-fach-Verglasung auf einen Uw-Wert von nur 1,12 zu kommen???
     
  10. #9 crashmaster, 3. September 2009
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    Es ist wirklich mein Architekt ... ich hatte extra mit Architekt geplannt nachdem ich hier im Forum doch etwas längere Zeit mitgelesen hatte ...

    Aber ich muß auch zugeben .. ich habe ex bereits mehrmals bereut mit diesem Architekten zu bauen ... naja bereut nicht .. sagen wir lieber ich habe es mir schon öfters überlegt ob es die richtige Wahl war ...

    Wie auch immer ich bleibe bei ihm weil ich eine Pauschale über alle Leistungsphasen nach HOAI mit ihm abgeschlossen habe ... und ich denke zuminderst das er in der Phase Objektüberwachung mehr Stärken zeigt ...

    Ich kann es dir aber nicht sagen was man machen muß um eine 3fachverglasung so schlecht zu haben ... aber den Punkt werde ich ihn auf jeden Fall mal fragen ...
     
  11. fmw6502

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    warum bist Du Dir sicher, daß er dort stärker als beim Entwurf eines Eff-55 Haus ist? Es gibt leider auch einige Beispiele hier, die zeigen, daß ein Festhalten am falschen Planer zu immer wieder neuen gravierenden Problemen geführt hat...

    Basiert der Fensterwert schon auf einem konkreten Angebot? I.allg. werden gerne die sehr guten und leichter erreichbaren Glaswerte ausgelobt und die deutlichen schlechteren Rahmenwerte verschwiegen. Also nachfragen, andere Angebote einholen...

    Gruß
    Frank Martin
     
  12. acensai

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    Wenn Du beim Dach einen u-Wert von 0,234 hast und die Fenster nur 1,125 dann wird's eng mit KFW40 ... bei 3-fach Verglasung ist's schon schwer über 1,05 zu kommen. Die Dachdämmung mit einem u-Wert von 0,234 zu planen schockiert mich schon fast!

    Mit einem guten Energiebedarfsberater wird sich dieses Problem sicher lösen - wir hatten ein ähnliches Problem - Du kannst gern auch unser damaliges Problem mit der ENEV-Berechnung nachlesen ...

    Letzendes haben wir's die ENEV-Berechnung dann von einem Planungsbüro machen lassen, die alle Details, Werkpläne, Statiken, Bewehrungspläne etc. auch geplant haben. Ich war sehr damit zufrieden - den Rohbauer hat's auch gefreut, alles gut geplant aus einer Hand zu bekommen. Letzendes hat sich diese Lösung bei uns bisher sehr gut gerechnet ...

    Ich kann mich Frank auch nur anschliessen!

    Du wirst mit dem T7 etc. und einer anständigen Dachdämmung (~ 0,15) sicherlich auch ein KFW40-Haus hinbekommen können ... Ich bin mir sicher, dass der Techniker (= Statiker) kein Problem mit der ENEV-Berechnung haben wird :konfusius
     
  13. crashmaster

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    So der Architekt und der Statiker hatten die Hausaufgaben bekommen und haben eine Variante geliefert mit der ich zufrieden bin ....
    Preislich jetzt 7000€ teurer aber das ist es mir wert
    Jetzt sind Fenster mit 0,9 Dach mit 0,135 und Bodenplatte mit 0,109 eingeplannt

    Das klingt denke ich um einiges Besser ...
     
  14. BauKran

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    Hallo,

    warum ist die Bodenplatte deutlich besser als das Dach gedämmt, wo doch im Winter und Sommer das Dach einem größeren Temperaturdelta ausgesetzt ist und die Dachdämmung doch auh noch preiswerter zu realisieren sein dürfte?

    Viele Grüße

    Johannes
     
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  16. crashmaster

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    Warum das jetzt so genau ist weiß ich nicht so recht aber ich bin auf jeden Fall hiermit ZUfrieden ich denke noch viel mehr kann man aus der Dachdämmung aber auch nicht raushohlen ... ok ein paar cm gehen schon noch ...
    aktuell sind es jetzt 20 cm zwischensparrendämmung und 10 cm untersparrendämmung.

    Der Fussboden hat meineswissens wenn ich das jetzt richtig sehe 14cm.


    Ich bin aber auch froh das die Bodenplatte nicht das schlechteste ist weil wer weiß in einigen Jahren wenn man mal übers Renovieren vielleicht nachdenkt gibt es vieleicht die SuperDämmung welche heute noch nicht existiert und ein Dach kann man da immer noch relativ leicht zusätzlich dämmen ... die Bodenplatte wohl eher nicht ...
     
  17. #15 Ralf Dühlmeyer, 11. September 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Ja? Dann denken wir jetzt mal nach.
    Dach: Innen ca. 20°, aussen im Winter im Mittel um 0°, min. -5° (wenn wir nicht über Hochlagen reden) ->Delta = 25°
    Boden mit FBH Vorlauf 35 °, Boden (zumindest im Randbereich) 5° -> Delta = 30°
    Uuuuups



    Naja. Für die Dämmung muss ja auch mehr DachHÖHE da sein. Die kostet auch.
     
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