KFW70 Haus: Gas / Solar vs. Luftwärmepumpe

Diskutiere KFW70 Haus: Gas / Solar vs. Luftwärmepumpe im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Zusammen, Q1 / 2014 werden mit Bau einer DHH beginnen (Wohnungsfläche ca. 150qm-160qm). Es wird wohl ein KFW70-Haus werden. Wir müssen...

  1. bau2014

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    Hallo Zusammen,

    Q1 / 2014 werden mit Bau einer DHH beginnen (Wohnungsfläche ca. 150qm-160qm). Es wird wohl ein KFW70-Haus werden. Wir müssen bald das Baugesuch abgeben und sind uns immer noch nicht sicher ob wir Gas / Solar bzw. eine Luftwärmepumpe einsetzen sollen.

    Wir haben hier ein wesentliches Problem, wir müssen ein Pultdach mit Nordgefälle bauen (siehe Attachment). Links (Nordseite) hat das Dach eine Höhe von 5,46m, Rechts (Südseite) hat das Dach eine Höhe von 6,57m. In der Mitte des Dachtes haben wir noch ein Dachfenster geplant. Bei dieser Dachneigung können wir nur schwer bis gar keine Solar- / Photovoltaik-Anlage aufstellen.

    Wenn wir uns für Gas entscheiden, müssen wir mindestens 20% erneuerbare Energie durch eine Solar-Anlage einbauen. Und wie beschrieben, wird das bei unserem Dach recht schwer.

    Bei einer Luftwärmepumpe habe ich Angst, dass die Kosten viel zu hoch werden und wir wissen auch nicht wo wir die LWP hinstellen sollen? Außerdem haben wir durch die Dachneigung auch keine Möglichkeit eine Photovoltaik Anlage aufzustellen.

    Wir sind nun hin und her gerissen und wissen nicht was wir tun sollen. :?

    Wie ist eure Erfahrung? Was würdet Ihr uns empfehlen?

    Viele Grüße
    Marcus
     

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  3. Corinna72

    Corinna72

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    Ihr könntet selbstverständlich eine Solaranlage aufbauen und zwar aufgeständert nach Süden! So flach wie das Dach ist, sollte das ja gar kein Problem sein.
    Einfach mal prüfen, ob es einen Bebauungsplan gibt, der das untersagt.
     
  4. lastdrop

    lastdrop

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    Wir haben bei einem 15 Grad Pultdach eine aufgeständerte Solaranlage gen Süden, geht also schon. Schön ist ist so etwas aber nicht unbedingt ...
     
  5. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Als Ersatzmaßnahmen i.S. des EEWärmegesetzes gilt auch eine KWL mit Wärmerückgewinnung.

    Vergiss Solar/Photovoltaik, das wird ein optischer Supergau.
     
  6. bau2014

    bau2014

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    Danke für Eure Antworten. Wenn wir Gas einsetzen, müssen wir auf jeden Fall eine Solar-Anlage bauen, dass ist Gesetzlich vorgeschrieben.
    Wenn wir eine LWP nutzen, werden wir erst mal schauen was Sie verbraucht, bevor wir Photovoltaik anlage kaufen.

    Aber die Frage war mehr, sollten wir bei unserem Neubau eine Luftwärmepumpe nutzen oder eher eine Gas / Solar-Anlage?
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Wer hat dir den Unsinn erzählt, dass bei Gas nur Solar möglich ist?

    KWL geht genauso.


    Das ist gesetzlich so geregelt. :-)
     
  8. Taipan

    Taipan

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    Wo? Ich find's nicht.
     
  9. #8 wasweissich, 3. November 2013
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ich schätze der kundenbetreuer des BT (der , der die geschwindigkeit des ziehens genau dosieren kann )
     
  10. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Ist das ein Bv mit Bauträger? Viele Wege führen nach ROm. So gibt es auch einige Möglichkeiten, die das EEWärmeG bietet - auch bei Gasbrennwert.
    Manchmal gerne genommen ist eben die Solaranlage. Es ist aber nicht die unbedingt die sinnvollste Lösung.
    Wer tüftelt den Nachweis aus?
     
  11. mastehr

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    Das wird gerne von Heizungsinstallateuren verbreitet. Ich hätte sonst auch keine Solar-Thermie, obwohl das Prinzip schon interessant ist.
     
  12. Mycraft

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    Ja ber nur wenn man weitere Ersatzmaßnahmen vornimmt...nur KWL reicht nicht aus...

    Ich würde Gas und Solarthermie nehmen...die Kollektoren dann einfach auf die Garage und gut...
     
  13. Taipan

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    Ist immer noch völliger Quatsch. Ein kfw70-Gehäuse ist in der Regel ausreichend gedämmt um die Forderungen des EEWärmeG zu erfüllen. Es geht dann nur noch drum die Anforderungen der kfw an den Primärenergiebedarf zu erfüllen. Dies kann sehr wohl bereits mit einer KWL reichen. Ansonsten können einige Bauteile noch etwas besser gedämmt werden um den Endenergiebedarf weiter zu senken und somit auch den Primärenergiebedarf. Besser dämmen ist meist billiger als unwirtschaftliches Solargedöns zu bauen.

    Irgendwas zu schreiben, von dem man beschränkte Ahnung hat, ist, sagen wir es vorsichtig, gefährlich.
     
  14. Mycraft

    Mycraft

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    Ich Rede von der gängigen Paxis nicht von der Theorie...dass auf dem Papier alles schön aussieht ist mir auch klar...
     
  15. Kater432

    Kater432

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    Also wir haben auch eine Gastherme und haben OHNE Solar auf dem Dach gebaut. Wir haben genau den Aspekt der Ersatzmaßnahmen genommen. 15% besser Dämmen als es die ENEV vorschreibt. Das EEnergieG ist doch online kostenlos einsehbar. Braucht man sich doch nur in aller Ruhe durchlesen. Unsere KWL mit WRG wird sicherlich auch mit reingespielt haben in der Berechnung.

    Somit zur gängigen Praxis.

    Ich finde der Mehrpreis einer Solaranlage NUR um die erneuerbaren Energien einzuhalten renitiert sich nie, bzw spät. Nur mal so 3000€ Mehrpreis in den Raum geworfen für Aufpreis Solar Brauchwasser (nicht Heizung) und eine Ersparnis von 150€ / Jahr an Gaskosten (hoch angesetzt). Also 20Jahre ohne die Zinsen einzurechnen, bis dies sich rentiert hat.
     
  16. Mycraft

    Mycraft

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    Naja wie ich weiter oben geschrieben hatte...nur mit Ersatzmassnahmen...ergo bessere Dämmung...klar dann geht es ohne Solar...nur KWL mit WRG reicht in der Regel nicht aus...
     
  17. Corinna72

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    Stimmt, es rechnet sich kaum, aber man tut was gutes für die Energieressourcen gegen den CO2 Ausstoß und für die Umwelt.
     
  18. Taipan

    Taipan

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    NEIN, VERDAMMT! Der TE baut ein kfw70-Gebäude. Damit sind die Forderungen des EEWärmeG erfüllt. DA IST GAR KEINE MASSNAHME ERFORDERLICH! Einzig der Primärenergiebedarf FÜR DEN KFW-NACHWEIS ist mit Gas knapp bis kritisch. DAFÜR IST EINE SOLARTERMIEANLAGE DIE UNWIRTSCHAFTLICHSTE VARIANTE!

    Und fang hier nicht mir gängiger Praxis an. Gängige Praxis bei Planungsfreien GÜ/BT-Buden ist Gas+Solar. Soweit richtig. Alles andere kostet Planung und damit Geld, was man hinterher nicht auf dem Grundstück sieht. Das aber allgemein zur geübten Praxis Beim Hausbau zu erhaben, ist vermessen und (absichtlich) täuschend.
     
  19. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Diese Aussage ist aber so pauschal getroffen auch gefährlich.
    Nehmen wir mal eine bessere Dämmung einer monolithischen Aussenwand. Ein besserer U-Wert von 0,05 W/m²K bei 200m² Aussenwand "spart" rd. 750kWh Heizwärmebedarf/a. Mit rd. 7 Cent/kWh thermisch sind das also rd. 50€/a Einsparung. Mehrkosten für einen gefüllten T7 (oder W07) in 36,5 vs. T9 (oder W10) ungefüllt, kann aber je nach Bauunternehmerform zw. 20 und 30€/m² Aussenwandfläche liegen. Sprich bei 200m² * 25€ = 5000€.
    Bei WDVS schaut das ganz anders aus. Hier können die besseren 0,05W/m²K vermutlich auch für 7-8€/m² erreicht werden, sprich für 1500€, dafür kann man aber auch hier nicht mit einer Lebensdauer von 80a für das Gesamtbebäude rechnen.

    Die klassischen 5,5m² ST bringen bei einem normalen 4 Personen Haushalt ca. 1500 - 2000kWh/a, nehmen wir 1750kWh/a mit 7 Cent/kWh = ca. 120€/a. Invest: rd. 3500€.

    Jetzt kommt es auf die Lebensdauer der ST und der Wand, den Energiepreissteigerungen und der Art der Finanzierung an, wann sich was rechnet. Bei monolithisch sehe ich aber ST ganz klar im Kostenvorteil im Bezug auf die Gesamtlebenserwartung, auch wenn diese evtl. 2-3 mal innerhalb der Lebensdauer des Gebäudes erneuert werden muss.
     
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  21. Taipan

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    Ich schrub: MEIST!!


    Wenn du selektiv und unbedacht die AW als DIE Möglichkeit ansiehst die paar kw/h im Jahr zu sparen, dann ist es sicher teuer. Wenn Du aber mal die Bauteile betrachtest, durch die die meiste Energie verschwindet (das sind regelmäßig nicht die AW) dann kann dort gezielt schon eine Verbesserung vorgenommen werden, die monetär deutlich unter den 3,5k EUR für die Solarthermie + Puffer liegt.

    Ausserdem: Belaste deine Bauteillebensdauern mal bitte mit Fakten.
     
  22. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    @ Taipan: deswegen schrub ich auch "gefährlich" und nicht "falsch" ;)

    die AW war ein Beispiel, dennoch bin ich der Meinung, dass in einem nach ENEV min ausgewogen gedämmten Neubau nur schwer ein Bauteil mit einem besseren Einspar/Investverhältnis bei einem normalen 4P Haushalt als ST zu finden ist (natürlich stark abhängig vom WW Bedarf und ob gute S-SW Ausrichtung machbar ist).
    Klar kann man ENEV min erreichen, mit sehr gut gedämmten AW, sehr guten Fenstern und einem schlechten Dach. Dann kann man natürlich für rel. wenig Geld eine bessere und effektivere Dachdämmung umsetzten; zuvor hat man aber viel Geld für AW und Fenster ausgegeben.

    Bzgl. Lebensdauer der Bauteile: für mich hat ein durchschnittliches EFH in wirtschaftlich normaler Lage und damit steigenden Grundstückspreisen nach 80a-100a (Link) ausgelebt und wird komplett ersetzt. Das ist für mich zugleich die Lebensdauer einer monolithischen Aussenwand.
    als willkürliches Beispiel und bestimmt kritikwürdig, hier eine Aufstellung..ähnlich an vielen anderen Stellen zu finden.
     
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