KG150 in Tonrohr - Dichtringdicke fix?

Diskutiere KG150 in Tonrohr - Dichtringdicke fix? im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich habe mich in meinem Fachwerkhaus (um 1900) am Boden meines Kellers zu schaffen gemacht und das darunterliegende Abflussrohr (nur...

  1. siedlerwat

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    Hallo,

    ich habe mich in meinem Fachwerkhaus (um 1900) am Boden meines Kellers zu schaffen gemacht und das darunterliegende Abflussrohr (nur Regenwasser) beschädigt. Der mit 3-4 cm sehr dünne Betongussboden ist jetzt aufgeflext, die alten Rohre freigelegt, passendes 100er Rohrmaterial (KG und HT) liegt bereit.

    Das alte Rohr (rötlich, leicht gläzend, glatt):
    Muffe: außen 245-250, innen 200 +-2. Vier Rillen in der Muffe.
    Rohrdurchmesser innen 145. Vier Rillen außen.

    Für den Anschluss an das alte Rohr habe ich ein KG-Anschlussstück KGUS NW 150, einen Flexseal Rundschnurring aus Zellkautschuk DN 150/22 und ein KG Übergangsrohr NW 150/100.
    Sollte also alles beisammen sein. Flink die alten Rohre raus, und dann das: Ist Ring ist zu dick? Oder bin ich zu schwach?

    Was auch immer ich anstelle, ich bekomme den Ring nicht zwischen Muffe und Übergang. Heraufrollen scheint nicht zu funktionieren. Denn wenn ich den Übergang mit Druck in die Muffe schieben will rollt der Ring nicht wie erwartet mit, sondern schiebt über die Muffe (habe bereits bei drei Gelegenheiten derartige Anschlüsse mit geschaffen). Auch das leicht quere Einsetzen mit anschließendem, stückchenweisen Eindrücken (ähnlich dem Prinzip Fahradmantel aufziehen) des Rings mißlingt.

    Bevor ich jetzt mit weiteren Hilfsmitteln herumexperimentiere setze ich hier doch mal nen Hilferuf nach Ratschlägen ab. Immerhin lese ich hier schon seit Menschengedenken mit...


    Bilder kann ich bei Bedarf einstellen.

    Lieben Gruß aus Wattenscheid
    Michael
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 24. Oktober 2013
    Achim Kaiser

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    Wie alt sind die Tonrohre ?

    Info Übergang auf Kunststoff Seite 17

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. siedlerwat

    siedlerwat

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    Oje, die Rohre sind älter als 20 Jahre, aber sicher nicht älter als 65 Jahre.
    Da der Kellerboden schon fertig war als wir eingezogen sind kann ich das nur schätzen. Unterlagen diesbezüglich hat der Bauherr und ehem. Eigentümer (DSK und Rechtsnachfolger) nicht.

    Das Steinzeugrohr entspricht optisch nicht dem was ich da unten liegen habe, auch wenn die Muffenaußenmaße passen würden. Ich stell wohl doch mal ein paar Bilder ein...
     
  5. siedlerwat

    siedlerwat

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  6. R.B.

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    Editieren geht, aber nur für 5 Minuten. Das hat seinen Grund.
     
  7. #6 Achim Kaiser, 25. Oktober 2013
    Achim Kaiser

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    Das scheint dann ne etwas ältere Ausführung der Steinzeugrohre zu sein.
    Dafür werden aktuell wohl kaum noch Übergangsdichtringe gelistet und angeboten.
    Man kann nur den Innendurchmesser der Muffe oder des Rohres feststellen und dann suchen gehen.

    Ich find meistens noch was in meiner Krustelkiste .... Problem dabei ist ... je nach Zustand des Tonrohres darf der Druck des Dichtrings nicht zu groß sein. Wäre nicht die erste Muffe die es bei zu viel Krafteinsatz einfach zerreisst ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. Julius

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    Notfalls nimmt man neue Tonrohre (statt Kunststoff) und dichtet wieder ab, wie früher (Lehm, Zement etc.).

    HT-Material ist dort sowieso ungeeignet!
     
  9. siedlerwat

    siedlerwat

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    Nachvolziehbar, aber ungewohnt. Danke für die Info.

    Das werde ich in Ton nicht realisieren wollen, ist nicht nur eine Preisfrage. Eine Rückstauklappe könnte ich dann auch nicht setzen. Muss aber, da ich nicht weiss wie die Rohre in der Nachbarhälfte im weiteren Verlauf genutzt werden.
    Ein HT100/50 Abzweig muss dazwischen, da sowieso zu wenig Platz für 100er Rohre (in Fließrichtung davor) bleibt.

    Solche Kisten habe ich nur für Kleineisen.
    Wenn die Muffe reisst muss wohl so eine Gummimanschette mit Schellen her :(


    Da ich bisher nur mit Teiletauschern im Sanitärbereich zu tun hatte, habe ich keinen Kontakt mit "echten" Handwerkern in meiner Region und kann keine kleinen Anfragen stellen.
    Vielleicht hat jemand (in seiner Krustelkiste) etwas, das passen könnte und im Fachmarkt erhältlich ist. Der erworbene 22mm starke Dichtring ist nicht viel zu dick, Mindermaße führt der Hersteller nicht im Katalog.

    Danke fürs Erste
    Michael
     
  10. #9 Achim Kaiser, 25. Oktober 2013
    Achim Kaiser

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    Zur Not kann man die Dichtung auch noch etwas diäten ;).

    Gruß
    Achim KAiser
     
  11. siedlerwat

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    An so etwas habe ich auch schon gedacht, aber noch keine Ahnung wie...
    Immerhin ist das kein glatter Ring, sondern hat umlaufend eine Lippe (oder eher Schuppe).

    Wenn ich Material abnähme, müsste dies ja möglichst gleichmäßig sein. Und da ich im Bauexpertenforum niemandem mit nem Kartoffelschäler im Werkzeugkasten finden werde, fehlt mir die Vorgehensweise. "Mein" Baumaterial ist härter...

    Werd jetzt mal meine 2. Baustelle (Hänge-WC) abschließen und mich am Nachmittag erneut des Rohres annehmen. Gut das es noch nicht regnet.
     
  12. siedlerwat

    siedlerwat

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    So, habe einen etwas dünneren Dichtring bekommen, der wie gewünscht sehr stramm hineinrollt. Allerdings tritt selbst bei druckloser Prüfung schon Wasser aus. Die inneren Flächen der Muffen sind scheinbar nicht gerade genug.
    Der in oben angegebener PDF empfohlene Dichtring passt nicht.
    Da ich steifen Verbindungen unter einem Zechenhaus sehr skeptisch gegenüberstehe komme ich dann wohl nicht um einen Adapter herum.

    Mein weiteres Vorhaben:
    Um nicht in Flussrichtung zu verjüngen werde ich - gegen den Strom -
    • die Muffe sauber abtrennen,
    • vom Tonrohr 145er Innenmaß mit krassem CAC 1923 auf KG125,
    • Rückstauklappe,
    • KG 125/100,
    • HT Abzweig für Waschbecken mit krassem Mini-Siphon,
    • mit KG nach draußen zum Regenwassersammeln (ca. 58 m²) ...

    Es läuft nur Regenwasser, Abwasser eines Außenwaschbeckens mit Sinkkasten und eines selten genutzen Handwaschbeckens im Keller ab.

    Vielen Dank für die Tips, liebe Grüße aus dem Keller :D
    Michael
     
  13. Taipan

    Taipan

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    Übliches Problem. Seit die Universaladapter wegefallen sind, hat man bei Sanierungen (hier sind die Rohre teilweise 100+) IMMER das Problem.#

    Lösung: Kurzes KG+Quellmörtel

    Das KG mittels drei Keile in der richtigen Position fixieren, Quellmörtelbatzen vorsichtig neben die Keile setzen. Aushärten lassen. Keile ziehen. Muffe von aussen vollständig mit Quellemörtel füllen, bis es in der Fuge zw. den Rohren hervorquillt. Alle 15 innen den Überstand Quellmörtel abziehen (deswegen das kurze Rohr) --> fertsch mit passender Muffe. Bombensicher.
     
  14. helge2

    helge2

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    Diese alten Steinzeugrohre mit Rillen in den Muffen wurden damals auch mit Teerstrick und Strickeisen verlegt.Ausgegoßen dann mit Vergußmasse.

    Kennt heut kaum noch jemand.Später gabs dann die glatten Muffen mit Schiebe/Rollring.

    gruß helge 2
     
  15. Taipan

    Taipan

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    Deswegen ja den Quellmörtel! Teer darfste nimmer. Teer kennt Keiner. Teer kann Keiner. Strickeisen hat Keiner.
     
  16. #15 Achim Kaiser, 26. Oktober 2013
    Achim Kaiser

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    Eine weitere Lösungsmöglichkeit : Schrumpfmuffe, Seite 62 ... wenn man so viel Platz hat dass man zum Erwärmen rundum beikommt. Das ist regelmäßig die letzte Ölung bevor gar nichts mehr geht.

    Vorteil : Man ist schon auf Kunststoffrohr und wenn da ne Rückstauklappe rein soll klappt das dann auch mit den Reduzier- oder Übergangsstücken. HT Rohr würde ich da allerdings nicht einsetzen ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  17. siedlerwat

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    Übrigens, das Tonrohr steht nicht, es liegt.

    Konnte heut noch keinen Crassus-Adapter bestellen, daher bleibt noch Zeit.
    Ich habe mit Quellmörtel gearbeitet, aber nie in Verbindung mit Kunststoffen. Die Eigenschaften sollten, sofern auch Wasserdicht, genau dem Anwendungszweck entsprechen.

    KG 150 Passt nicht ins Rohr, der KGUS 150 aber mit dem schmaleren Ring zentriert in die Muffe. Also schön kurz. Ich hoffe die Menge des eingebrachten Materials reicht aus um Hohlräume zu füllen.

    Das Rohr liegt in Lehm 2-5 cm unter der Hauerplatte im Keller. Jeder ccm Lehm mehr den ich raushole muss ich mühsam mit Hämmerchen wieder einbringen. Zudem steht in deren Spez. ausdrücklich: "Kein Kunststoff".


    Ich melde mich am Sonntag abend.
    Michael
     
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  19. #17 Achim Kaiser, 26. Oktober 2013
    Achim Kaiser

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    PE Rohr ist Kunststoff :).
    Auf ein anderes Kunststoffrohr kannste das natürlich nicht aufschrumpefen, da es durch die Wärmebelastung vermutlich weich werden würde. Der Übergang wird nur an Metall-, Guss- oder Steinzeugrohr (temperaturstabil) eingesetzt.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  20. siedlerwat

    siedlerwat

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    So, ich habe jetzt ein 150er Rohr wie in #12 beschrieben eingebaut, so daß dessen eigene Muffe komplett im Freien liegt. Alles angeschlossen -> dicht bei fließendem und stehendem Wasser. Jedoch kann ich keine korrekte Druckprüfung machen, da ich z.Zt. keinen Zugriff auf den Verlauf ausserhalb meines Hauses habe.

    Vielen Dank euch allen
    Michael
     
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