Kickback-Zahlungen zwischen Handwerkern und Architekten - gibt es sowas???

Diskutiere Kickback-Zahlungen zwischen Handwerkern und Architekten - gibt es sowas??? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo, da ich (nicht zuletzt dank Ihrer Hilfe) weiß, dass bei meinem Umbau so einige Mängel im Argen liegen, habe ich wieder ein Anliegen an die...

  1. Roth

    Roth

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    Hallo,
    da ich (nicht zuletzt dank Ihrer Hilfe) weiß, dass bei meinem Umbau so einige Mängel im Argen liegen, habe ich wieder ein Anliegen an die Experten:

    Glauben Sie, dass es auf dem Bau Kickback-Zahlungen von Handwerkern an Architekten gibt?

    Hintergrund: Der Architekt hat keinen einzigen Mangel gerügt und keine Abnahme der Gewerke gemacht. Als ich aus Unwissenheit die Schlussrechnungen der Handwerker bezahlt hatte und dann wieder um Mängelbeseitigung bat, war seine Antwort: Das ist jetzt zu spät.

    Auffällig ist, dass seine langjährig bekannten Handwerker die Aufträge bekamen, weil sie günstig anboten. Durch Nachträge wurden sie dann z.T. teurer als die Mitbewerber.
    Ein als Makler tätiger Verwandter hat gemeint: Schön blöd :irre , klassischer Fall von Kickback, d.h. der Architekt kassiert sein Honorar vom Bauherrn und Provision von den Handwerkern.

    Gibt es diese Praxis und wenn ja, ist so ein Unwesen verbreitet?
     
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  3. sepp

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    geben - ja
    verbreitet - nein, eher sehr selten
     
  4. sepp

    sepp

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    bei solcher aussage liegt mir der seltene rat nahe ,dem A mittels anwalt richtig in den hintern zu treten.
     
  5. Lili Marie

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    Können Schweine fliegen? Ist der Papst katholisch? Scheißt der Bär in den Wald? Sind Politiker Lobbyisten?

    Was nutzt es Dir? Selbst wenn es nur 0,002% Lumpen gibt, ist der eine, an den Du evtl. geraten bist, einer zu viel.
    Daran siehste, daß Statistiken Unfug sind.

    :winken

    PS: Bitte pumpen Sie die 10% Niederschlagswahrscheinlichkeit aus meinem Keller. :)
     
  6. Thomas B

    Thomas B

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    ...sollte der Makler hier richtig liegen (was zu beweisen wäre...) hätte sich der A. standeswirdrig verhalten. Das ist kine Lapalie oder eine weitverbreitete Unart, die man eben hinnehmen muß. Das wäre ein mittelgroße bis sehr große Schweinrei. Der A. ist alleine dem Wohle des BH verpflichtet. Laäßt er sich vom Handwerker (zusätzlich) entlohnen kann man wohl kaum davon reden, daß der A. unvoreingenommen ans Werk geht und zum anderen zahlt diese "Provision" letztendlich der BH.

    Also: Sollte dies stimmen, wäre es nicht nur nicht in Ordnung, es sollte geahndet werden.

    Vielleicht hat der Makler aber auch nur ein bißchen laut gedacht...?

    Grüße

    Thomas
     
  7. sepp

    sepp

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    viel angreifbarer ist das fehlverhalten in der rechnungsprüfung / mängelbeseitigung / bauleitung und die aussage "zu spät"
     
  8. Shai Hulud

    Shai Hulud

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    Wieso, wer hat denn bei euch beauftragt? Habt Ihr etwa euren Architekten dafür bevollmächtigt oder habt Ihr seine Beauftragungen stillschweigend geduldet? Oder habt Ihr selbst beauftragt ohne die Ergebnisse der Ausschreibungen kritisch zu hinterfragen?
     
  9. Roth

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    @ Shai Hulud

    Ich trau`s mich gar nicht zu sagen, ihr müsst mich ja für total dumm halten: Er hat mir nur den Preisspiegel gezeigt und die günstigsten Handwerker für die Beauftragung empfohlen. Dass es seine Kumpels waren, konnte ich nicht wissen. Darauf wäre ich nie gekommen.

    Die Leistungsverzeichnisse habe ich damals gar nicht gesehen. Er hat sie erst jetzt rausgerückt, in Kopie, Phase 9 sei ja noch nicht abgeschlossen.
     
  10. sepp

    sepp

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    aua......
    was issn das fürne pfeife?
    meine aussage #3

    grundsätzlich spricht nichts dagegen wenn bekannte unternehmer beauftragt werden, da A die zuverlässigkeit und kompetenz kennt.
     
  11. Shai Hulud

    Shai Hulud

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    Hmmm, also gab es tatsächlich gar keine Ausschreibungen?

    Wer hat denn nun beauftragt?
     
  12. #11 Carden. Mark, 7. November 2009
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Ohne Ausschreibung kein Preisspiegel - oder?
    Fakt ist, alles was es überall anderes auch gibt, gibt es auf dem Bau auch.
    Warum sollte das auch anders sein?

    Die Aussage, dass es nun zu spät wäre Mängel zu rügen ist natürlich Quatsch, selbst falls evtl. (was noch zu prüfen wäre) eine Abnahme durch die Bezahlung der Schlussrechnung zustande gekommen sein könnte.
    Im schlechtestenfalls wären Ihnen bekannte Mängel evtl abgenommen.
    Normalerweise haben Sie jetzt nur die Beweislast das es Mängel sind.
     
  13. #12 Achim Kaiser, 7. November 2009
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Sehr interessant ... das Grade nem Makler diese Lumpereien einfallen.
    Ein Schlem der Böses dabei denkt.
    Meistens unterstellt man anderen die Lumpereien, die man selbst betreibt.

    Zwischen *Behaupten* und *Beweisen können* liegen da allerdings meistens Welten. Sollte es beweisbar sein schließe ich mich Sepp´s Rat an ...

    Ansonsten ... besser nicht so arg rumtönen ... der Schuss könnte auch nach hinten losgehen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  14. Gast036816

    Gast036816 Gast

    Kick-Back-Zahlungen

    Moin Moin,

    tragen Sie doch einmal Ihre Probleme - ohne den Anteil Kick-Back-Zahlungen - der Architektenkammer vor. Das mit den Kick-Back-Zahlungen müssen Sie beweisen, wenn Sie mit dieser Anschuldigung an die Öffentlichkeit treten.

    Kick-Back-Zahlungen gibt es - und das nicht in geringem Umfang. Mir wurde in einem 4-Augen-Gespräch von einem Bieter mitgeteilt, man hätte 10 % der Auftragssumme als Prämie für mich eingerechnet hat. Ich habe dafür gesorgt, dass dieser Bieter nicht den Auftrag bekommt.

    Als Dienstleister sind wir verpflichtet, die Interessen unserer Auftraggeber zu vertreten. Selbst bei nicht auskömmlichen Honorarvereinbarungen mit dem AG sind solche Zahlungen nicht zulässig.

    Freundliche Grüße aus Berlin
     
  15. Roth

    Roth

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    Hallo,
    nicht dass auch noch Makler schlecht wegkommen: er ist mein Verwandter und will mir nichts verkaufen.

    Ausschreibungen scheint es gegeben zu haben, da ja auf den Preisspiegeln Adressen von anderen Handwerkern stehen. Deren Angebote habe ich nicht gesehen. Die Vertragsbedingungen und die LV für die ausführenden Handwerker habe erst jetzt erhalten.

    Kickback möchte ich nicht ausschließen, aber da ich es nicht beweisen kann, darf ich es nicht behaupten. Der Architekt hat einfach alles so gehandhabt, dass es vorteilhaft für die Handwerker war.

    Vertrauen hatte ich, weil ich vor 30 J. schon einmal ein Haus mit einem guten Arch. gebaut habe, mit dem alles bestens lief, ein schönes Haus ohne Mängel. Er hat damals sogar die Innen- und Außenbeleuchtung ausgesucht, damit es zu keinem Stilbruch kommt, falls ich was Unpassendes kaufe und somit sein Werk verunstalte ;)
     
  16. #15 silvesterde, 7. November 2009
    silvesterde

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    Fehlerhaft

    Nach meiner Meinung hat der Architekt hier seine Aufgabe nicht erfüllt.
    Seine Aufgabe wäre zum Beispiel, die Ausschreibung für den Bauherrn vorzubereiten und ihm bei der Vergabe behilflich zu sein. In den Vetragsbedingungen/Beratungen sollte die Verpflichtung des Bauherrn, die einwandfreie Arbeit anzunehmen, genau so enthalten sein wie die Möglichkeit für den Bauherrn, diese durchzuführen.

    Zum einen liegt ein Beratungsmangel vor, denn der Architekt hat auf die Abnahme vor Zahlung der Schlussrechnung sowie Sicherheitseinbehalt bzw. Gewährleistungseinbehalt hinzuweisen.

    Hat der Architekt eine Abnahme durchgeführt, ohne den Auftrag dafür zu haben, würde ich versuchen, diese als nicht stattgefunden anzunehmen und die Mängel zu reklamieren.

    Das Verhalten ist schon arglistig.
    Wenn ich mal daneben liege oder meinen Job nicht richtig mache, dann kann ich guten Gewissens das Honorar dafür nicht berechnen. Und ich habe keine Lust, den Berufsstand von solchen Menschen in die dunkle Ecke schieben zu lassen. Sind eh' schon zu viele.
    Sollte ich mich irgendwo irren, korrigiert mich bitte.

    Gruß

    frank
     
  17. garfilius

    garfilius Gast

    Für mich stellt sich die Frage, welche Form der Abnahme vereinbart ist (Bauvertrag).
    Meines Wissens hat die Schlußzahlung nichts mit der rechtlichen Abnahme der Leistung zu tun. Ist bloß blöd, wenn ich nachträglich für Mängel Geld zurück haben möchte.
    Für eine stillschweigende Abnahme muß m.W. der Unternehmer zur Abnahme aufgefordert haben und dann hat keiner reagiert, oder?
     
  18. Shai Hulud

    Shai Hulud

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    ....
     
  19. Gast036816

    Gast036816 Gast

    Kick-Back-Zahlungen und fiktive Abnahme

    Moin Moin,

    hier hat ein Kollege richtig daneben gegriffen und seinen AG nicht richtig betreut, eher gar nicht betreut und eventuell an die eigenen Vorteile gedacht. Das sollte über die Architektenkammer gerügt werden.

    Die Leistungen wurden mit Bezahlung der Schlussrechnungen rechtsgeschäftlich abgenommen. Die Auftragnehmer sind soweit erst einmal raus. Zumindest ist die Umkehrbeweislast eingetreten. Die Haftung des Architekt steigt jetzt ungemein. Hier sind rechtliche Schritte über einen Anwalt zu empfehlen.

    Freundliche Grüße aus Berlin
     
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  21. garfilius

    garfilius Gast

    soweit ich weiß, nur dann, wenn stillschweigende Abnahme zulässig war. Wenn eine fömliche vereinbart war, nicht.
     
  22. Wicki

    Wicki

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    Ist ein Architekt eigentlich dazu verpflichtet, die LV's dem Bauherrn auszuhändigen?
     
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