"klapperndes" Dach bei Sturm

Diskutiere "klapperndes" Dach bei Sturm im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, seit einem guten halben Jahr leben wir in einem 15Jahre alten EFH. Nun beginnen bei uns die Herbststürme. Wir haben ein...

  1. gt1976

    gt1976

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    Hallo zusammen,

    seit einem guten halben Jahr leben wir in einem 15Jahre alten EFH. Nun beginnen bei uns die Herbststürme.
    Wir haben ein Satteldach mit 2 kleinen Dachgauben zur Südseite und zur Nordseite. Das Dach ist klassisch mit roten Dachpfannen eingedeckt die meines Wissens nicht extra befestigt sind. (lassen sich hoch schieben) Die Seiten der Gauben scheinen mit roten Schindeln versehen zu sein. (siehe Foto)
    Nun zu meinem Problem: Beim derzeit vorherschenden Wind hören wir immer mal wieder so ein Klappern und Poltern vom Dach. Ich habe auf dem Dachboden die Richtung ausmachen können und die Stelle eingegrenzt. Höchstwahrscheinlich sind das die seitlichen Dachschindeln zwischen Gaubendach und Hauptdach. Möglicherweise aber auch einzelne Dachpfannen direkt auf dem Gaubendach.
    Prinzipiell ist das ja vermutlich nicht weiter schlimm, so lange sie so fest sind dass sie nicht abfliegen. Doch die Geräusche kommen bei Böen so unvermittelt, dass die Nächte für mich derzeit recht kurz sind da das Schlafzimmer direkt darunter liegt.

    Frage: Gibt es für den Hobbyheimwerker eine Möglichkeit das selber zu beheben? Wenn ich einen Dachdecker damit beauftrage, dann wird das sicher ein hoher 3 stelliger wenn nicht sogar 4stelliger Betrag, so befürchte ich.

    Danke für Eure Meinungen und Tipps dazu.
     

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  3. H.PF

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    Wenn du die Faserzementplatten meinst: Silikon hilft :)

    Einfach einen Tropfen Silikon dazwischen, fertig... Mach ich seit 25 Jahren auch bei solchen Klapperecken nicht anders
     
  4. gt1976

    gt1976

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    @H.PF , ach das sind Faserzementplatten.Kann man die denn im montierten Zustand leicht hochdrücken, so dass man mit der Spitze einer Silikonkartusche dazwischen kommt? Ich könnte mir vorstellen, dass das Material wenig Biegung zuläßt.
    Du könntest Dir also auch vorstellen, dass es diese Faserzementplatten sind die man hört? Falls es hilt, dann kann ich ja mal eine Tonaufnahme machen und hier einstellen. Die Platten klingen ja sicher anders als die Dachpfannen nehme ich an.
     
  5. H.PF

    H.PF

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    Ich bin mir ziemlich sicher, das die FZ-Platten klappern.
    Ja, du bekommst die Spitze dazwischen, wenn du die nicht dazwischen bekommst klappern die nicht...
    AABER vorsichtig, nicht das die Platten brechen (also keine Gewalt anwenden, einfach etwas dazwischen schieben
     
  6. gt1976

    gt1976

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    @H.PF , ich danke Dir für den nützlichen Tipp. Mal schaun ob ich es mir zutraue da auf das Dach zu klettern. Das Gaubendach ist zwar recht flach, das Hauptdach aber vom Winkel schon recht steil. Und von oben kopfüber das Silikon dort einzubringen stelle ich mir sehr diffizil vor.
    Hast Du eine ungefähre Vorstellung wie lange ein Dachdecker für eine Gaubenseite brauchen würde? Dann könnte ich mir die Kosten dafür hochrechnen.
     
  7. H.PF

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    Alles zusammen, wenn es hoch kommt mit Anfahrt und Co maximal 3 Stunden
     
  8. gt1976

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    @ H.PF , hab mal spaßeshalber einen ortsansässigen Dachdeckerbetrieb angefragt.
    Er würde die oberste Reihe verschrauben was aber nicht sicherstellt, dass es nicht doch noch in der Fläche irgendwo klappert. Kosten für eine Seite belaufen sich so auf geschätzte 250€.
    Das halte ich für sehr viel und deckt sich auch nicht mit Deiner Schätzung.

    Und noch eine andere Frage. Offensichtlich ist auf meinen Dach mit der Sachsenpfanne vom Dachsteinwerk Langburkersdorf eingedeckt. Zumindest habe ich einen Ortgangziegel auf dem Boden gefunden mit dieser Aufschrift. Die Pfannen am Ortgang müssen doch verschraubt sein, oder? Wenn ich mir jetzt den Stein anschaue frage ich mich, wie dieser wohl auf dem Dach befestigt wird.
     

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  9. #8 Gast943916, 2. Februar 2016
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    was wäre denn deine Preisvorstellung?
     
  10. gt1976

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    Naja wir sprechen hier von geschätzt 20-25 Faserverbundplatten die nachträglich geschraubt werden. Bei einem geschätzten Stundenlohn des Dachdeckers von 50€ sind das immerhin 5h. Rechnen wir mal 1h An /Abreise raus (das ist schon hoch gegriffen da er nur wenige 100m entfernt seinen Firmensitz hat), dann verbleiben da immer noch 4h.

    Vielleicht schätze ich den Zeitaufwand auch nur falsch ein und es dauert in der Tat so lange.
     
  11. Gast943916

    Gast943916 Gast

    und wenn du diese 4 Std. durch 2 MA teilst?
     
  12. gt1976

    gt1976

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    Sollten dafür wirklich 2 MA notwendig sein, dann sind 2h schon realistischer. Ist nur die Frage ob das wirklich notwendig ist oder so praktiziert wird.
     
  13. Stevie82

    Stevie82

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    Alleine fährt da niemand raus. Schon garnicht ohne Absturzsicherung aufs Dach steigen.
     
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  15. gt1976

    gt1976

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    Das hab ich aber schon anders erlebt. Bei ner kleinen Reperatur auf meinem Satteldach in 8m Höhe hat der Dachdecker ohne Sicherung und ohne zweiten Mann gearbeitet.
    Vermutlich ist das aber nicht der Regelfall, da habt Ihr schon recht.
     
  16. Kalle88

    Kalle88

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    Zum Dachstein: Der Dachstein wird am Ortgang innerhalb der Höhenüberdeckung mit mind. 1 Schraube Durchmesser 4,5mm gesichert (Meist 4,5x70mm).


    Nur weil man irgendwo etwas sieht bedeutet das nicht, dass es richtig ist. Grundsätzlich stellen sich mir immer wieder die Nackenhaare auf wenn Bauherren so arg mit dem Klammerbeutel gepudert sind, dass wie so oft die Sicherheit darunter leidet.

    Wir können folgendes festhalten: Es gilt das TOP-Prinzip und zwar immer! Bedeutet technisch, vor organisatorisch vor persönlich bez. ergänzend persönlich.

    Was ist damit gemeint? Grundsätzlich geht es in die Brieftasche des Bauherren, weil Sicherheit nun mal kostet. Die meisten Bauherren verpennen einfach mal grundsätzlich die Sicherheit auf IHREM Dach. Frei nach dem Motto: Was geht mich das an, der Dachdecker wird es schon richten - der weiß ja was er tut und macht das tagtäglich. Wenn dann am Ende die Blutlache vor dem Eingang liegt ist das Nervenkostüm dahin und die Einsicht kommt in den meisten Fällen zu spät.

    Der Arbeiter unterliegt einem gewissen Zwiespalt. Einerseits will man nicht die Pussy sein, die sich beim begehen eines Daches anstellt - was durch fehlende Empathie seitens der Bauherrenschaft noch unterstützt wird. Im übrigen stehen jeden Morgen mindestens 10 Dümmere als man selber auf, die das ohne Maulen machen. Welche Devise folgert man daraus? Richtig, Fresse halten und arbeiten. Also schafft man Tag ein, Tag aus ohne groß Rücksicht auf seine Gesundheit zu machen und das betrifft alle Belange. Ob nun wegen Absturz, Giftstoffen oder anderen Gefahren. Immer und immer wieder ist das liebe Geld der entscheidende Faktor.

    Kommen wir zurück zum TOP-Prinzip. In wie vielen Fällen hat der Bauherr denn vorgesorgt damit dem Dachdecker das Begehen erleichtert wird? In 90% der Fälle ist das Dach in der Hinsicht schon mangelhaft. Wenn wir dann mal die Ausnahme haben und es gibt Sicherheitsdachhaken, dann sind viele davon als Anschlagpunkt nicht geeignet, geschweige denn gäbe es über den Verbau ein griffbereites Dokument in den Hausunterlagen. T O P fallen damit eigentlich schon mal aus dem Rennen und dem Arbeiter wird gar keine Chance geboten sein Leben zu schützen.

    Natürlich haben wir alles fein säuberlich in BG-Bausteinen beschrieben wie es zu laufen hat, aber auch hier hat der Arbeiter wieder die Arschkarte gezogen. Ich als DD darf Standrostanlagen für den Schornsteinfeger zwar Einbauen aber nicht begehen, so schreibt es die BG vor. Nur der Schornsteinfeger mit Gefährdungsbeurteilung darf dort rauf, ohne zusätzliche Maßnahmen. Ich als DD darf einen Sicherheitsdachhaken einbauen, den Ort WO ich den einbauen darf, darf ich als Geselle aber nicht festlegen. Das muss wieder mein Meister mir vorgeben! In wie vielen Fällen geschieht das? Genau! In den seltesten aller Fälle.

    Was bleibt mir also? Entgegen jeglichen Sicherheitsbestimmungen da irgendwie drauf rum turnen und hoffen, dass ich Abends noch zu meiner Familie komme. Ist das Sinn? Man schaue sich mal die Todesstatistiken im Gerüstbau/ Dachdeckerhandwerk/ Zimmerhandwerk an - wo noch keine Schwarzbereiche dokumentiert werden - und dann sollte man mal als Bauherr überlegen, wie ich der Familie eines verstorbendes gegenüber trete, mit dem Bewusstsein, dass ich nur 2 Mark fuffzig ausgeben wollte? Sicherlich kein tolles Gefühl.

    Hey! Sicherheit geht nicht nur den Arbeiter oder Chef an. Nein! Es geht alle Beteiligten etwas an und jeder kann seinen Beitrag leisten! Nur weil es oftmals gut geht, ist das KEINE Garantie...

    Jetzt zum was ist eigentlich nötig und warum "kostet" das so viel:

    Habe ich Sicherheitsdachhaken im Dach und die Unterlagen/ Dokumentation ist vollständig, dann kann man über eine Dachschutzwand nachdenken die entsprechend eingehängt wird und das Abrutschen über die Traufkante verhindert. Dann nagel ich vielleicht noch in die Wände, was auch nicht angenehm ist aber immerhin breche ich mir nicht das Genick oder schwerste Verletzungen. Haben wir kein Sicherheitsdachhaken dann bleibt mir nur das Fanggerüst mit Aufrüstung zum Dachdeckerfanggerüst. Idealerweise rüste ich das links und rechts knappe 2m über die Außenkanten der Gaube ein.

    Natürlich macht das keiner! Dennoch wäre es der richtige Weg, das Geschrei nach den Kosten wäre aber enorm! Wir gehen mal von dem Ideal aus und es wäre ein Sicherheitsdachhaken verbaut, so wie es die LBO fordert. Was passiert denn, wenn ich meine Auflegeleiter dort anlege? Erst mal habe ich in der Regel kein geeignet Punkt um meine PSA gegen Absturz fest zu machen. Selbst wenn ich ihn hätte, wo mache ich denn das Höhennotrettungssystem fest? Genau! Nirgendwo. Hoffen das mein Arbeitskollege, mit 50cm Oberarm, mich aus dem Seil zieht, damit ich nach 10-15 Min. nicht drauf gehe? Ach warte, der Mann soll ja gar nicht dabei sein! Aber hey, machts nichts, der hilft mir im Zweifel eh nicht. Nun hänge ich da also, hab es irgendwie geschafft mich aus der Situation zu winden und nun vergesse ich, dass mein ganzes Blut in den Beinen steckt. Anstelle mich in die Schonhaltung zu begeben und das Blut langsam im Körper zu verteilen stehe ich ruckartig auf - ja scheiße was! - nun bin ich trotzdem Tod! Wat nu? Ich hab mich doch angeseilt.

    Vielleicht denkt der Eine oder Andere mal darüber nach :)
     
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