Klimamembran nicht dirket auf der Dämmung

Diskutiere Klimamembran nicht dirket auf der Dämmung im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich bin momentan an der Renovierung eines Raumes. Dieser liegt bei uns in einem Anbau und hat ein "fast" Flachdach. Also die Dachschräge...

  1. jetooo

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    Hallo,

    ich bin momentan an der Renovierung eines Raumes. Dieser liegt bei uns in einem Anbau und hat ein "fast" Flachdach. Also die Dachschräge ist sehr gering, als oberste Auflage haben wir Bitumenbahnen.

    Nun habe ich die Decke im Innenraum entfernt und die alte Dämmung rausgeholt, die Dämmung erschiehn mir, auch wenn ich das schlecht beurteilen kann, nicht mehr zeitgemäß. Es wurde werder ein Dampfbremse/sperre oder Membran verbaut noch sind die Zwischenräume zwischen den Sparren vollständig mit Dämmung ausgefüllt gewesen und teilweise ist die auch etwas schwarz gewesen - zumindest das Papier welches einseitig auf der Glaswolle aufgeklebt gewesen ist - ich kann leider nicht beurteilen, ob das nun Schimmel gewesen ist oder nicht.

    Naja mittlerweile habe ich Klimamebran bestellt sowie WLG032 16cm Zwischensparrendämmung. Nun zu meiner eigentlich Frage, die Klimamembran würde ich gerne auf einer Lattung aufbringen die eigentlich dafür gedacht ist, die Dachsschräge zu begradigen, um eine Bestigungsmöglichkeit für die folgenden Konterlattungen zu schaffen. Befestige ich die Folie nun darauf, würde diese zwar auf der einen Seite des Raumes direkt an der Zwischensparrendämmung anschließen, auf der Gegenüberliegenden Seite jedoch ein Holraum zwischen Membran und Zwischensparrendämmung entstehen. Kann ich das so machen?

    Alternativen die mir einfallen währen:
    Ich entferne die Lattung und befestige die Membran direkt auf den Sparren, leider sind die ordentlich festgenagelt und entsprechend schwer abzubekommen.
    Ich mache die Membran einfach auf diese Lattung, der dabei entstehende Holraum ist schnuppe.
    Ich lege die Membran um die Lattung und führe sie nach jeder Latte wieder an die Sparren ran.
    Ich mache die Membran an die Lattung und stopfe den Holraum einfach noch mit Dämmung aus.

    Hier auch nochmal ein Bild zur aktuellen Situation.
    DSC_0457.jpg

    Was meint ihr?

    Ich hoffe ich habe es verständlich erklärt.

    Grüße
    Hagen
     
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  3. Kalle88

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  4. jetooo

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    Mhh...hatte ich irgendwie befürchtet. Daher habe ich auch nochmal extra angegeben, dass da Bitumen drauf ist. Ich dachte mit einer Klimamembran kriege ich das Problem in den Griff, dass es nunmal in meinem Fall aussen dichter ist wie innen.
    In dem Thread lese ich etwas von Dampfsperre, leuchtet ja ein, nur kriege ich die wirklich dicht?! Daher dachte ich an die Membran. Ich bin aber mit dem lesen des Threads noch nicht fertig, vielleicht kommt ja noch eine Lösung die für mich umsetzbar ist :-).

    Grüße
    Hagen
     
  5. Kalle88

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    1. Flachdachdämmung verbauen! (Kostet Geld, wie grauenvoll... ;))
    2. Zirkulation oberhalb der Dämmung. Traufen belüften und in jedes Gefache einen Flachdachlüfter verbauen! Und anschließend hoffen das es gut geht. Lüftungsquerschnitt berechnen lassen!
    3. Variable Dampfbremse. Obs funktioniert? Ich mags bezweifeln...
    4. IST-Zustand lassen und mit höheren Heizkosten leben. Alternativ Ofen in Raum bauen ;) :D.

    Der Rest und im Ganzen auch das von mir genannte, bis auf ein paar Punkte, steht in dem Beitrag. Wenn der Geiz siegt, dann Zahlt man halt am Ende ne komplett Sanierung... Wäre mit etwas Zaster ohne Probleme lösbar, sofern örtliche Gegebenheiten die Aufdachvariante gewährleisten.
     
  6. jetooo

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    In dem von Kalle genannten Thread finde ich folgendes


    Das Dach verbleibt dauerhaft ohne Verschattung, Fotovoltaik, Bekiesungen oder Begrünungen.
    Die Dachneigung beträgt mindestens 3% oder 2°. Auf einen zuverlässigen Wasserablauf ist zu achten (Problematisch bei hohem Laubanfall).
    Unterhalb des Daches sind keine Räume mit höherer Raumluftfeuchte angeordnet.
    Die Dachabdichtung weist einen Strahlungsabsorptionsgrad von min. 80% auf (dunkle Bahn).
    Die Feuchte der Holzkonstruktion beträgt beim Einbau max. 15%.
    Es wird unterhalb eine feuchteadaptive Dampfbremse / Luftdichtungsbahn eingebaut mit sd ≥ 3,0 m bei 45 % rel. Luftfeuchte und 1,5 m ≤ sd ≤ 2,5 m bei 70 % rel. Luftfeuchte
    Die zuverlässige Luftdichtung der fertigen Konstruktion sollte/muss überprüft werden.
    Als Dämmstoff wird Mineralfaser nach DIN EN 13162 und Holzfaser nach DIN EN 13171 oder ein anderer Dämmstoff mit entsprechendem Verwendbarkeitsnachweis eingesetzt.
    Der Hohlraum muss vollständig gefüllt sein.

    Laut der Liste passt bei mir alles mal abgesehen vom letzten Punkt mir dem Hohlraum. Der mich dazu zwingt, die Lattung zu entfernen und direkt auf die Sparren zu gehen.

    Oder übersehe ich da etwas Kalle.
     
  7. jetooo

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    Danke Kalle schonmal für dein Wertvollen Hinweise...wollte nur noch ergänzen, dass ich auch nochmal über eine komplette Flachdachdämmung nachdenken werde :-). Kann man das selbst machen :hammer:
     
  8. #7 Kalle88, 17. September 2013
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2013
    Kalle88

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    Was ich davon halte ist doch in den 6 Seiten deutlich hervor gegangen? Ich werde einen Teufel tun und jetzt behaupten, dass das nicht funktionieren kann. Was ich behaupte, dass ich das so nie im Leben bauen würde, geschweige denn mir die Frechheit rausnehmen würde sowas zu Planen.

    Einzig allein auf so ne "intelligente Folie" zu vertrauen.... Aber ist ja offenbar und dann wohl zu Recht stand der "Technik". Im Falle des Falles müssen sie mit dem Schimmel leben, nicht ich. Genauso wenig muss ich evtl. Lehrgeld bezahlen und am Ende, ein Blick in die Glaskugel, 20000 Euro in die Sanierung meines Flachdaches stecken.

    Wie will man die Funktion nach X Jahren überprüfen? Probeöffnungen im Dach herstellen und nachsehen? Aber das sind eben nur "Bedenken" daher ist meine Meinung wohl auch nicht alzu verlässlich und ein Garant darauf, dass es schief gehen würde. Ihre Entscheidung.

    Edith sagt: Nein! Und selbst wenn, würde ich hier keine DIY-Anleitung dazu geben.
     
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  10. jetooo

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    Mit dem selber machen ist in dem Fall tatsächlich ein Scherz gewesen. Auf jedenfall haben mich deine Hinweise schonmal weiter gebracht, danke dir. Jetzt muss ich mal inmich gehen und entweder das das Risiko mit dem Membran eingehen oder eben eine Flachdachdämmung montieren lassen.
    Kurze frage dazu, kann man solch eine Flachdachdämmung auch parziell ausführen. Etwa die Hälfte der darunerliegenden Fläche ist sowieso unbeheizt da es sich um Garagen handelt.
     
  11. Kalle88

    Kalle88

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    Sicherlich kann man das. Wenn man es richtig plant, geht so ziemlich alles. Wichtg ist natürlich, dass man im Bereich wo Wärme vorhanden ist auch entsprechend dämmen sollte. Bedeutet auch über die innenliegenden Mauern hinaus. Den nicht zu isolierenden Teil kann man dann entsprechend mit einer Holzkonstruktion an die aufgebrachte Höhe angleichen.

    Ich vermute, vom Bauchgefühl her, dass dies Kosten technisch teurer wäre. Wie, wenn man die Dämmung entsprechend durchlegen würde. Ich vermute nämlich das die Handwerkerstunde teurer ist, als das zu erwartenden Einsparpotential am Material. Das aber Aufgabe des Dachdeckers, die beste Möglichkeit für Sie zu errechnen.
     
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