Klinkerschale runter - WDVS drauf?

Diskutiere Klinkerschale runter - WDVS drauf? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; tach zusammen! bin neu hier und ziemlicher baulaie. wir wollten energiesparen (wer will das nicht?) und haben einen Archtekten/E-Berater ins haus...

  1. hanno44

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    tach zusammen!
    bin neu hier und ziemlicher baulaie. wir wollten energiesparen (wer will das nicht?) und haben einen Archtekten/E-Berater ins haus (Bj. 1961) geholt. der schlägt als einzigen noch sinnvollen schritt vor, ein WDVS von min. 16 cm stärke anzubringen. da unsere fenster von 5 jahren neu reingekommen sind, wollen wir die nicht erneuern und auch nicht umsetzen.
    darum (?) ist er der ansicht, dass die bestehende klinkerschale runter sollte.

    hinter der schale (10 cm) ist ein "luftspalt" von 2 cm (max). das tragende mauerwerk ist im wesentlichen bimsbeton-hohlblock (heißt das zeug so?), an ecken und kanten teilweise mit kalksandstein ergänzt.

    das soll alles viel geld kosten. darum ein paar fragen:
    1. ist dass überhaupt sinnvoll?
    2. schadet das der diffusionswirkung der wand? und ist das dann doof?
    3. wir haben zur zeit ein kleines schimmelsproblem. wird das dann größer?

    nach berechnung soll unsere buze dann von Effizienzklasse D auf fast B flutschen.
    4. ist das realistisch?
    5. ist das so dolle, wie es klingt?

    so. die richtigen fragen kommen wahrscheinlich erst, wenn ich eine antwort kriege. bin sehr neugierig. hanno
     
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  3. Robby

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    1. Energetisch ja wenns ins gesamtkonzept passt.

    2. Nein

    3. nein warum? Woher kommt die Feuchtigkeit denn eigentlich?
     
  4. hanno44

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    danke für die flotte antwort.
    aber wegen der feuchtigkeit habe ich gehört, dass die auch von drinnen durch die wände diffundiert, solang man die eben nicht mir einem wdvs dicht macht.

    übrigens: klinkerschale runter. das hört sich so lässig an. aber wie sieht so eine nackte wand dann aus? muss die noch für das wdvs vorbereitet werden? nivelliert? welche bösen überraschungen kann das noch bringen?
     
  5. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Welche Überraschungen unter der Wand verborgen sind kann man nicht erkennen wenn man vor der Wand steht und noch weniger per Ferndiagnose.

    Ich vermute aber mal, daß da etliche Mörtelbatzen überstehen und vor dem Anbringen des WDVS abgeschagen werden müssen.

    Das Schimmelproblem wird sich nach meinen Erfahrungen in nichts auflösen wenn außen ein WDVS aufgebracht wird.

    Gruß

    pauline
     
  6. hanno44

    hanno44

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    danke für die antwort,
    du schreibst von eigener erfahrung. hast du ein wdvs nachträglich anbringen lassen? gabs da auch was mit einer klinkerschale, die runter sollte. ich finde keine leute, die das schon mal haben machen lassen.... oder selbst als handwerker gemacht haben.
     
  7. Bauwahn

    Bauwahn

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    Ich hab mit zweischaligen Wänden weder Ahnung noch Erfahrung, ich vermute aber auch, dass die Hintermauer erst mal egalisiert werden muss.

    Das gehört ins Reich der Märchen. Ein WDVS macht nicht dicht. Da duffundiert hinterher fast genausoviel durch wie vorher und das ist beides vernachlässigbar wenig, wenn es darum geht Feuchtigkeit loszuwerden (im einstelligen Prozentbereich der anfallenden Feuchtigtkeit)
     
  8. ManfredH

    ManfredH Gast

    Stimmt. Ausreichenden Luftaustausch erreicht man nur durch konsequente Fensterlüftung oder Lüftungsanlage.

    Das Märchen von den "atmenden" Wänden resultiert auf Forschungsergebnissen des Physikers Pettenhofer irgendwann im letzten (oder war´s schon das vorletzte ? ) Jahrhundert. Heute weiss man aber, dass der gute Mann sich um 2 Kommastellen vertan hat ...
     
  9. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hier in Mittelhessen baut man selten mit Klinkerschale. Aber die Leute mit Klinkerschale scheuen sich gerne die schöne Fasade abzureißen, und teuer zu entsorgen.

    Wegen der Drahtanker kann der Mauer überquellenden Mörtel nicht so gut abstreichen und es wird ja sowieso später unsichtbar. Deswegen bleiben die Batzen bestehen.

    Erfahrungen habe ich mit Schimmel, der auf meine Hinweise mit einer außen aufgebrachten Dämmung immer verschwand. Da ist ein WDVS immer erfolgreich gewesen.

    Aber bei diesem Aufwand sollte man Nägel mit Köpfen machen und sich nicht scheuen, die gerade eingebauten Fenster optimal an das WDVS anzupassen. D. h. in die optimale Position zu versetzen.

    Gruß
    pauline
     
  10. hanno44

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    das mit dem mörtel hatte ich mir schon gedacht. aber ich kann mir an manchen mauervorsprüngen und schmalen stegen zwischen fenstern nicht so gut vorstellen, dass man da wirklich einfach nur die schale abmachen kann, ohne das tragende mauerwerk irgendwie anzutasten.
     
  11. Robby

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    In "Unseren" Breiten sind Gebäude aus den Baujahren meist mit Putzschicht auf der Hintermauerung ausgeführt. Teilweise ist die sogar noch mit einem Teeranstrich versehen. Da sollte das meist gut abgehen.

    Einige "Exoten" haben eine vollflächige Hintermörtelung (Schalenfuge) die je nach Art des Mörtels daran hängen kann wie verrückt. Ohne Probeöffnungen (mehrere) nicht zu beantworten.
     
  12. hanno44

    hanno44

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    frage an robby, aber auch an alle, die sich auch auskennen.

    du schreibst was von gesamtkonzept. der architekt/energieberater sagte, dass auch die zwischensparrendämmung erneuert und noch mit querlatten verbreitert werden soll. vor 5 jahren haben wir an die kellerwände eine perimeterdämmung gekriegt.
    1. ist das jetzt ein "gesamtkonzept"? oder gehört da noch mehr zu?
    2. wie macht man denn dann die anschlüsse an die perimeterdämmung und an die dachdämmung?
    3. kann man während der gesamtmaßnahme die hütte überhaupt noch bewohnen?

    fragen über fragen..
     
  13. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Der Übergang Perimeterdämmung ist kleinste Problem.

    Ja sicher gehört da mehr zu! Auskragungen (Balkone, thermisch nicht getrennte Treppen usw) Fenster ....

    Beim Dach kommt man zur Luftdichtheit...

    Alles zu berücksichtigen als "Großes Ganzes"
     
  14. hanno44

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    viele gute argumente für die maßnahme. Danke!
    jetzt suche ich nur noch jemanden, der sowas - also mit klinkerschale runter - schnon mal bei sich hat machen lassen oder bei jemandem anderen gemacht hat. wie lange dauert sowas? wie wohnt es sich während dessen in der hütte? was wäre eine geeignete Jahreszeit?
     
  15. bernix

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    Hallo Hanno

    Die Fragen 1-3 wurden schon beantwortet,
    Wieviel verbraucht denn das Haus z Zt. und wieviel soll es nach der Maßnahme verbrauchen?

    Bei Dämmmaßnahmen sollte man, vor allem wenn das Haus ordentlich verklinkert ist und das so bleiben soll, auch über eine Innendämmung nachdenken und mögliche Vorteile und Nachteile gegeneinander abwägen...
    gruss
     
  16. #15 Ingo Nielson, 1. Dezember 2008
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  17. hanno44

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    ich weiß, ich weiß, ich weiß --- so richtig schön ist das nicht immer. aber im winter mit kalten außenmauern zu sitzen und dem gaszähler beim rotieren zuzuschauen ist auch nicht mein hobby.
    ich bin also wild entschlossen.
    trotzdem mal wieder ne frage:
    gibt es arbeiten, die man - auch als nur leidlich begabter heimwerker - selbst übernehmen kann? das abbrechen der klinkerschale? ...vielleicht auch nur in teilen? oder ist das pure zeitverschwendung, weil man so viel geld damit doch nicht einsparen kann.
    ich hab keine ahnung. bin dankbar für tipps.
     
  18. anjo1

    anjo1

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    Hallo hanno44,

    Ich habe das gleiche Problem und beschäftige mich auch mit dem Thema Wärmedämmung. „Mein“ Energieberater hat nicht vom abreißen des Klinkers erwähnt. Da mein Haus von Bj.1964 ist, wird hier eine ähnliche Baustruktur vorhanden sein. Ich würde mich brennend für Preise auch für den Selbstabriss interessieren. Ich habe vor, die 16 cm Dämmung auf den Klinker selbst aufzubringen. Werde dabei von einem Fachmann (Freund) betreut.
    Ich werde Dein Thema weiter beobachten.

    Gruß
    Anjo1
     
  19. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    @anjo

    Nicht vergessen, das bei Gebäuden diesen Baujahres oft verzinkte Drahtanker verwendet wurden, die im laufe der Zeit weggegammelt sind. In Niederkrüchten / Schwalmtal sind einige Gebäude gleicher Bauzeit untersucht worden und die Verblendschale war nicht mehr standsicher. Diese sind Instandgesetzt worden. UNBEDINGT prüfen!
     
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  21. anjo1

    anjo1

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    @Robby

    ich kann doch prophylaktisch den Klinker mit neuen Ankern sichern oder?

    Ein Wärmedämmer hat mir dies so gesagt.

    Kann man dies im jetzigen Zustand feststellen, ob die Drahtanker durchgerostet sind?

    Kann ich mit einem Hilti mein Klinker abschlagen. Ist das energietechnisch ach sinnvoll. Denn der Klinker und die 3 cm Luft zwischen Mauerwerk in Klinker dämmen doch auch.

    Alles Gute für 2009

    Gruß
    anjo1
     
  22. Robby

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    kann man... sicher.. aber wieviele sind denn "prophylaktisch"?
     
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Klinkerschale runter - WDVS drauf?

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