KMB wirft Blasen (vermutlich aufgrund des Wasserausfalles in der unteren Dichtlage)

Diskutiere KMB wirft Blasen (vermutlich aufgrund des Wasserausfalles in der unteren Dichtlage) im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; So, ich hab nen Hals und muß das loswerden und evtl. hilft es ja auch jemandem nach mir. Situation: Altbau, Keller wird mit KMB 2K neu...

  1. tanzbaer

    tanzbaer

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    So, ich hab nen Hals und muß das loswerden und evtl. hilft es ja auch jemandem nach mir.

    Situation: Altbau, Keller wird mit KMB 2K neu abgedichtet, die Kellerwand ist mit Zementputz verputzt, dieser wurde vor 50 Jahren mit einer bituminösen Flüssigkeit gestrichen, ist also relativ dicht. Das neue Geländeniveau liegt etwas höher als das alte, so dass auch der Übergang Keller/EG mit in die Abdichtung einbezogen wird, hier springt das Mauerwerk aussen 3cm vor.

    Hersteller einer der großen, sind komplett im System geblieben, nach Verarbeitungsrichtlinien gearbeitet. Sockelaufstandsbereich ist gesäubert worden und mit Dichtschlämme und Dichtspachtel neu und gerade verspachtelt worden. Im Übergang Keller/EG mit Zementputz einen Keil gespachtelt um die 3cm Überstand auszugleichen, da nocheinmal komplett mit Armierungsmörtel drüber um den Keil und den nicht mehr ganz ebenen alten Sockelputz glatt zu bekommen. Der bereits schwarze Bereich wurde mit Bitumenlack gestrichen und mit Quarzsand eingeworfen. Soweit alles gut.

    Verarbeitet haben wir die KMB am Mittwoch, immer schön im Schatten einmal um die drei Seiten rum. Erste Lage (ca 2mm bis 3mm), Glasseidengewebe eingelegt und eingestrichen.

    Verarbeitungsrichtlinie des Herstellers sagt, sobald die erste Lage nicht mehr beschädigt werden kann, kann die zweite Lage aufgebracht werden. Haben wir auf der Westseite und auf ca 4m der Südseite dann auch am Mittwoch getan.

    Donnerstag kam dann die böse Überraschung. Sobald Sonne auf dem Südteil stand gab es Blasen, beim Aufschneiden kamen Unmengen Wasser raus. Auf der Westseite vereinzelte Blasen. Anruf beim Hersteller, Verarbeitung im Detail beschrieben, als richtig abgenickt worden, nach Rücksprache mit der Technik kam dann die Aussage, dass die untere Schicht noch zu nass gewesen wäre, wir hätten länger warten müssen. Toll, davon steht nicht nur nichts in den Verarbeitungshinweisen, die erste Lage war durchaus druckfest und oberflächlich hart.

    Dem Herstellervorschlag die Blasen auszuschneiden und zu überspachteln liess sich nicht Folge leisten, da auf der Südseite auch die komplette erste Schicht keine Haftung mehr hatte. Was uns stutzig gemacht hat, war die Tatsache, dass wir im Sockelbereich unten und auch im Übergang Keller/EG keinerlei Blasen hatten. Also überall da wo der Untergrund mineralisch war. Auf dem Lack allerdings liessen sich beide Lagen problemlos abziehen, sowohl zwischen Lack und erster Schicht, als auch zwischen erster Schicht und zweiter war ein richtiger Wasserfilm.

    Dann haben wir daneben in dem noch nicht zweilagig verspachtelten Bereich zwei Proben geschnitten, hier haftet die erste Lage perfekt, keine Blasen.

    Mein Verständnis / Theorie ist jetzt folgende, vielleicht kann mir die einer der Experten ja bestätigen oder ergänzen. Bitumen sondern massiv Wasser ab beim aushärten (Emulsionswasser?). Das muss irgendwo hin. Also entweder nach aussen, oder nach innen in die Wand. Im mineralischen Bereich ist das Wasser aufgesogen worden, der Bereich mit Lack ist dicht, da kann es nur nach aussen. Durch die zweite Lage ist die erste Lage gesperrt worden, dadurch konnte das Wasser weder nach aussen noch nach innen weg, ist durch die Sonneneinstrahlung verdampft und hat zu den Blasen geführt. Es wäre also richtig gewesen die zweite Lage erst nach vollständiger Trocknung der ersten aufzubringen.

    Davon steht leider nichts in den Verarbeitungsrichtlinien.

    Verständlicherweise habe ich jetzt wenig Lust den Rest zu beschichten nur um ihn dann wieder runterschälen zu können. Ab welchem Zeitpunkt kann ich denn damit rechnen, dass die erste Schicht so trocken ist, dass ich mit der zweiten drauf kann? Bei den aktuellen Temperaturen um 20 bis 25 Grad tagsüber. 24h? 48h? Vom Hersteller gab es (kann ich auch verstehen) keine verbindlichen Zeitangaben, mir wurde ein Drucktest empfohlen, Daumen drücken, leicht drehen.
     
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  3. tanzbaer

    tanzbaer

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    Sh... Erstellen statt Vorschau erwischt. :mauer Folgendes hätte noch in Text gesollt.

    Grundierung der mineralischen Flächen ist mit Kiesol erfolgt. Danke für alle Tips und sollte proaktiv Häme ob des DIY kommen, werde ich wohl schlucken müssen, kann ich aber proaktiv abpuffern. Habe zu Jobberzeiten auf dem Bau das Zeug mehrfach selbst verarbeitet, Ausführung ist so mit meinem Bauingenieur, dem Fachberater des lokalen Einzelhandels und einem Produktfachvertreter abgesprochen worden. Meine Arbeitsunterstützung ist ebenfalls Bauingenieur, der kannte die Verarbeitung auch nicht anders.

    Wo ich mich evtl. in den Hintern treten kann, ist der Punkt, dass ich mich für die Variante mit dem Lack und Quarzsandbewurf entschieden habe und nicht für die Variante mit der kunststoffmodifizierten Dichtschlämme als Haftbrücke auf dem alten Putz. Die hätte vielleicht ein wenig Wasser gesaugt. Bei den Mengen die wir an der Wand hatten vermutlich aber auch nicht genug.

    Und zu guter letzt die für mich auch nicht ganz unwesentliche Frage. Der Westteil sieht bisher gut aus, ist allerdings auch durch Bäume abgeschattet. Jetzt gibt es da nach meinem Verständnis drei Varianten.

    1. Es gibt da kein Problem, sprich kein Wasser, also alles ist gut
    2. Es gibt Wasser, da keine Sonne draufscheint dampft es allerdings nicht aus und sobald die Dämmplatten drauf und zugeschüttet ist noch weniger, also alles gut
    3. Es gibt Wasser, es kommt nur nicht jetzt zur Blasenbildung sondern langsam über die Zeit. Jetzt ist alles gut und nach dem Zuschütten käme dann langsam der Super Gau, das wäre die nicht gut Variante.

    Kann man testen oder aus Symptomen schliessen ob ich mit 1, 2 oder 3 zu rechnen habe?

    Danke

    tanzbaer
     
  4. Eric

    Eric

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    Untergrund zu feucht, Dampfdruck gegen den dampfdichten Bitumenlack, Blasen.

    Darfst Remmers eben nicht alles glauben und mußt alles hinterfragen. Remmers meint ja auch und hält für inovativ, man könne die Bauwerksabdichtung auf der Dämmung statt ( richtig ) auf der Kellerwand anbringen. Von R. wird zwar darauf hingewiesen, dass dies nicht den aRdT entspricht. Auf das Haftungsrisiko und die Folgen wird jedoch nicht hingewiesen: Es fehlt der klare und eindeutige Hinweis des Herstellers an den Anwender, dass er die Sonderkonstruktion mit dem Bauherrn nach vorheriger Belehrung über a.) die Abweichung von den aRdT und b.) über die Nachteile zu vereinbart hat und zwar schriftlich zur Beweissicherung---> siehe hierzu ähnliches Problem bei Verwendung von KMB beim Lastfall Grundwasser mit den gelungenen und vorbildlichen Hinweisen an den Verwender im Anhang 1 der KMB-RiLi. Nach umfänglicher Belehrung trennt sich die Spreu vom Weizen: Der Bauherr wäre ja blöd, wenn er nach Belehrung über die Nachteile auf der Dämmung abdichten läßt.
     
  5. tanzbaer

    tanzbaer

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    An den Untergrund zu feucht glaube ich nicht. Das Wasser kam aus der ersten Schicht KMB und da hast Du mit nicht alles glauben vermutlich recht. Das die KMB soviel Wasser produziert war mir nicht ganz klar, sonst wären wir da nicht am gleichen Tag drüber.

    Feucht waren die Stellen mit Lack nicht, es war tagelang warm ohne Regen, die betroffene Stelle ist die Südseite und der nur einlagige Bereich direkt daneben hält und wirft keine Blasen.

    Hier hätte IMHO in die Verarbeitungshinweise gehört, dass die zweite Schicht bei gesperrten Untergründen erst drauf darf wenn die erste vollständig getrocknet ist.
     
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