Knacken im Gebälk

Diskutiere Knacken im Gebälk im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Liebe Mitglieder, in meinem vor etwa einem Jahr erstellten Holzrahmen-Haus tritt speziell bei großen Temperaturschwankungen (vermehrt in der...

  1. fischer

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    Liebe Mitglieder,
    in meinem vor etwa einem Jahr erstellten Holzrahmen-Haus tritt speziell bei großen Temperaturschwankungen (vermehrt in der Nacht) immer noch ein deutliches Knacken und Knacksen auf. Es scheint mehr aus den Wänden und etwas weniger aus dem Dach zu kommen. Manchmal alle 2 Minuten auftretend kann es bei dieser Lautstärke schon den Schlaf rauben!?!
    Allerdings ist dann wieder wochenlang nichts zu hören!

    Ist das normal, vergeht es mit der Zeit?

    Vielen Dank für Eure Erfahrungen bzw. fachlichen Kommentare!
    mfg
    Heinrich
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 23. Juli 2005
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    Holz....

    ist nicht in der Gewerkschaft, es arbeitet immer, pflegte mein Meister zu sagen.
    Ein Holzhaus wird immer Knacken, solange es steht.
    MfG
     
  4. #3 lakra-man, 23. Juli 2005
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    Ralf hat Recht

    Auch bei uns wurde (Einzug 1987) sehr viel Holz verbaut. Das "lebt" noch heute. Am Anfang sind wir als auch erschrocken, doch jetzt sag ich mir: Solange es knackt, ist es noch da... :D
    .
    Gruß
    Klaus
     
  5. #4 lueneburger, 23. Juli 2005
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    Ein Wort und ein Handschlag darauf sollte man sich verlassen können.
    Es knackt, aber immer weniger...

    Hallo Fischer,

    ich wohne jetzt seit 1999 in einem zimmermannsmäßigem Holzrahmenbau und das knacken wurde iimmer weniger und hat mitllerweile aufgehört. Auch bei Euch werden sich die Geräusche minimieren.

    Jedes Knacken ist ja ein wenn auch oft minimaler (um nicht zu sagen mikroskopischer Riss) im Holz. Wenn es die Gleichgewichtsfeuchte im gesamten Querschnitt erreicht hat hört das auf.

    Keine Angst, manchmal mag es heute auch noch lautstark knallen das ist normal und auch in 50 Jahren wird das Haus sich zu Wort melden, nur dezenter.

    Ich würde jedenfalls immer wieder mit dem "Alten Knacker!" :konfusius bauen...

    Grüsse aus der Lüneburger Heide

    Frank
     
  6. #5 lakra-man, 24. Juli 2005
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    "alter Knacker"

    den find ich gut!
    .
    Gruß
     
  7. NBasque

    NBasque

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    Das "Knacken" geht mit der Trocknung des Holzes bis zur Gleichgewichtsfeuchte einher. Es beschränkt sich meist auf die größeren Holzquerschnitte (z.B. Deckenbalken, Pfetten und Stürze).

    Sollten Sie den Eindruck haben, es komme aus der Wand, so wird es sich um die Sturz- und/oder Rähmbereiche handeln. Selbst bei Vollholz-Querschnitten von 16 * 24 cm ist bei beheizten Räumen nach ca.. 2 Jahren Schluß mit dem "Knacken"; dann nämlich befindet sich das Holz in der Gleichgewichtsfeuchte.
     
  8. fischer

    fischer

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    Vielen Dank

    Hallo,
    vielen Dank für Eure Antworten!
    wir sind nun doch sehr beruhigt.

    mfg
    Heinrich
     
  9. fischer

    fischer

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    Suicid wegen Haus!

    Da war unsere Welt scheinbar noch in Ordnung!
    Es hat sich aber zum größtmöglichen Schreckniss entwickelt!
    Meine Frau (erst 45 Jahre jung) hat sich wegen dieses Hauses das Leben genommen!
    Im Laufe der letzten 4 Jahre wurde das Knacken nicht weniger, sondern immer stärker!
    So konnten wir ab 2008 bei stärkeren Temperaturschwankungen nur noch im Erdgeschoß schlafen,
    da oben im Dach die Knackgeräusche zu laut wurden (fast wie entfernte Pistolenschüsse!)
    Daraus entwickelte sich wegen dieses Stresses eine immer stärker werdende Schlaflosigkeit in Verbindung mit Tinnitus und daraus folgend Depressionen!
    Bei dieser schlimmen Kombination konnten weder Psychiater noch Psychotherapeut helfen!
    Einzige Alternative wären Ruhigstellung mit starken Psychopharmaka gewesen!?

    Viele Anrufe und emails an die Firma (Haus und Fundament kpl.) blieben ergebnislos, da dieses Knacken einfach nicht sein durfte!
    Mittlerweile treten die Knackgeräusche auch im Erdgeschoß in den Außenwänden auf!
    Mir ist auch aufgefallen, daß fast rundum am Fundament (Streifenfundament mit Bodenplatte) der Verputz
    abplatzt! Das Verputzgitter darunter hat sich aufgewellt, als ob das Haus absinken würde?!

    Es wird wohl jeder verstehen, daß ich in diesem Haus nicht mehr leben will und kann!
    So will und kann ich es aber auch niemandem verkaufen!
    Hat jemand ähnliches erlebt und kann ich die Firma in Haftung nehmen! Kann mir jemand zu irgendetwas raten
    Heinrich
     
  10. #9 HolzhausWolli, 23. März 2010
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    Bei allem Respekt und Mitgefühl, aber mir stockt gerade der Atem..... das muss ich jetzt erst mal verdauen.
     
  11. Yilmaz

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    Hallo Herr Fischer, bin auch sehr traurig über so eine nachricht. Mein herzliches beileid und wünsche Ihnen viel geduld.
     
  12. Julius

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    Sehr traurig.

    Allerdings frag ich mich, warum man es dann jahrelang bei Anrufen und eMails belassen hat.

    Daher kann der erbetene Rat nur lauten:
    Umgehend eigenen Sachverständigen und Baufachanwalt hinzuziehen!
     
  13. #12 Shai Hulud, 23. März 2010
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    Hallo Heinrich,

    mein Beileid für den tragischen Ausgang des Traums vom eigenen Haus.

    Die Gewährleistung ist mittlerweile abgelaufen?

    In deiner Situation würde ich das Haus verkaufen und ausziehen. Dabei würde ich die Käufer auf die Geräusche hinweisen und den Preis dafür etwas nachlassen.
     
  14. bernix

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    Auch mein Beileid an dieser Stelle.
    -
    Bedauerlicheweise war die "Beratung" 2005 am Thema vorbei. Weder knackt ein Holzhaus immer noch handelt es sich hier um ein Trocknungsknacken.
    Wir haben (oder hatten?) ein ähnliches Phänomen im Sommer in einem der Zimmer im OG, allerdings in nicht nennenswerter Lautstärke und Menge....
    Ich vermute, dass eine der Sparren auf der Pfette oder dem Wandende eine Reibung aufbaut bzw beim Abkühlen in der Nacht abbaut. (Austrockungsphase ist lange vorbei und auch bei Sturm knackt nichts...)
    -
    Bei dir scheinen aber wohl die kompletten Wände instabil zu sein, wenn mittlerweile schon der Putz abbröckelt.
    gruss
     
  15. #14 Carden. Mark, 23. März 2010
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Sprachlos, erschüttert, mir fehlen die Worte
     
  16. fischer

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    Fachmännisch richtig?

    Hallo,
    Ihr werdet euch wundern, warum ich immer noch keinen Anwalt eingeschaltet habe!
    Aber ich mußte mich erst einigermassen fangen und fühle mich zu alt und nervlich nicht in der Lage, einen jahrelangen Rechtsstreit durchzustehen, denn ich will das Haus so schnell als möglich verkaufen.
    Deshalb versuche ich mich mit der Baufirma gütlich zu einigen!
    Da die Geräusche aber nur an heißen Tagen mit hohen Temperaturunterschieden und vorwiegend nachts auftreten, war es bei der bisher vorherrschenden kalten Witterung nicht möglich, diese entsprechend "vorzuführen".
    Ein befreundeter Zimmerer, den ich um Rat gefragt hatte, hält die Lage der Pfetten mittig der Balken (16 cm hoch, 18 cm breit) über den Fenster bzw. Türen für nicht zulässig!?
    Er meinte auch, daß damit verursachte Spannungen zu den Geräuschen führen könnten!?
    Bitte schaut die Fotos an und tut eure Meinung kund!
    Im voraus vielen Dank
    Heinrich
     
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  18. #16 Ralf Dühlmeyer, 28. Juni 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Der Fragesteller hat mit seinem Bau und den hier offengelegten Problemen genug zu tun. Da ist es nicht nötig, dass baufachliche Laien völlig unsinnige Beiträge verfassen, die den Fragesteller nur noch weiter verunsichern!

    Ich habe diesen unsinnigen Beitrag daher gelöscht und bitte, dass sich die Laien in diesem Thema komplett zurückhalten, weil gefährliches Halbwissen die Situation des Fragestellers gewiss nicht verbessert.
    Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht!!

    ************

    @ Fragesteller

    Ob das Fenster unter den Pfetten möglich/zulässig/in Ordnung ist, kann Ihnen nur der Aufsteller des Standsicherheitsnachweises Ihres Hauses sagen.
    Grundsätzlich können Fenster auch unter Pfettenauflagern geplant werden.
    Ob und mit welchen Maßnahmen das hier im speziellen Fall ging, muss aus der Statik ersehen werden.

    Ihr Zimmererkumpel sollte lieber auch mal die Klappe halten, wenn er diese nicht eingesehen hat!
     
  19. fischer

    fischer

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    Das Knacken ist weg!!!
    Ein junger Zimmerermeister (Robert Rode aus Peißenberg) hat sich das angeschaut bzw. angehört und nach kurzer Zeit das Richtige erkannt!

    Nachdem ich das Knacken auf Tonband dokumentierte, hatte sich auch die Baufirma bereit erklärt, die Kosten zu übernehmen.

    Das Problem war, daß die jeweils 4 fertigen Dachsegmente (Sparren+Kronotec-Faserplatten +Lattung) bei sehr kalter Witterung (-10°C) montiert wurden.
    Da war auch zwischen den Segmenten ein nötiger (aber verschieden breiter) Spalt der Platten an den Segmentstößen vorhanden.
    Bei zunehmenden Temperaturen dehnten sich die Platten natürlich aus, bis sie teilweise zusammenstiessen und teilweise aber immer noch ein Spalt vorhanden war.
    Diese konnten sich natürlich noch weiter dehnen und dabei entstanden in der Nut-Feder-Verbindung der Platten diese Knackgeräusche, die sich bei der nächtlichen Abkühlung wiederholten.

    Ein gleichmäßiges Nachsägen dieses Spaltes an den Segmentstößen bei warmer Temperatur führten schon zu etwa 95%iger Reduzierung der Geräusche!
    Der Rest wird hoffentlich mit einigen zusätzlichen Schrauben verschwinden bzw. ist für ein Holzhaus evtl. auch üblich!

    Im Zuge der Tragik um diesen Bau hat der Subunternehmer für das Fundament jetzt endlich auch erkannt (zugegeben!?), daß er einen falschen Isolierschaum verwendet hatte, auf dem ein Putz nicht hält!

    Eine hoffentlich letzte Frage: Ist es richtig, daß der Schaum nur im oberirdischen Teil ersetzt und neu verputzt werden muß!?

    Eigentlich müßte ich jetzt erleichtert sein! Schlimm ist aber die Erkenntnis, daß mit so wenig Aufwand so viel Leid hätte vermieden werden können!

    Nochmals vielen Dank für Eure Anteilnahme und Hilfen
    Heinrich
     
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