Knacken in der Decke zum Dachboden

Diskutiere Knacken in der Decke zum Dachboden im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, unser Haus wurde im Jahr 2007 fertiggestellt. Vor etwa zwei Jahren - ich muss erklären, dass es bei uns relativ stürmisch ist,...

  1. mrudolf

    mrudolf Gast

    Hallo zusammen,

    unser Haus wurde im Jahr 2007 fertiggestellt. Vor etwa zwei Jahren - ich muss erklären, dass es bei uns relativ stürmisch ist, der Wind steht direkt auf der einen Dachschräge - wachten wir in der Nacht auf, da die Schlafzimmerdecke - erstes OG, Holzdecke zum Dachboden hin - laut knackte. Das Knacken war richtig laut und startete beim Auftreten einer Windböe, wenn die Böe nachließ, schien sich das Holz wieder zu entspannen es es folgten weitere Knackgeräusche (mehr als beim Auftreten der Böe).

    Da Schlafen nicht wirklich möglich war (das Problem trat über mehrere Nächte auf), untersuchte ich am nächsten Tag den Dachboden und mir fiel auf, dass die Muttern der Schrauben, die die Mittelpfette und den Kehlbalken (hoffe, das ist so richtig, bin kein Experte) zusammenhalten lose waren. Diese waren nach Fertigstellung des Hauses nie festgezogen worden.

    Ich habe die Dinger das erstmal festgezogen und das Knacken schien erstmal weg zu sein. Nachteil der Aktion war, dass sich die Decke des 1. OG erstmal ein wenig nach oben gezogen hatte und Risse an den Kanten auftraten - aber das ist eine andere Geschichte.

    Wie gesagt: Problem gelöst, 1/2 Jahr später fing das ganze wieder an. Ich habe also wieder die Muttern nachgezogen - Problem weg, Risse da. Maler kommt ... usw. Bauträger angerufen, der kam mit Sachverständigem und Dachdecker. Dieser erklärte mir, dass das Holz jetzt durchgetrocknet sei und das Problem nicht mehr auftreten könne. Wichtig ist hierbei allerdings auch zu erwähnen, dass ich einige Muttern nicht nachziehen könnte, weil diese innerhalb einer Dachgaube lagen, die allerdings mit Trockenbau verkleidet ist. Die Gaube liegt auf der gegenüberliegenden (windabgewandten) Seite und quasi genau auf der Höhe, auf der es auf der anderen Seite knackt.

    Mittlerweile ist das Problem wieder aufgetreten, Schlafen war zeitweise seit Weihnachten nicht mehr möglich. Die Muttern habe ich nicht nachgezogen, das soll ja nichts mehr bringen.

    Die Stelle, an der es knackt scheint genau die Verbindung Pfette und Kehlbalken zu sein und liegt genau auf halber Längsseite der Pfette. Leider tritt das Knacken nur sporadisch auf (und meistens nachts). 5 Jahre Garantie sind um, ich habe den Träger allerdings schon vor rund 2 Jahren in Kenntnis gesetzt (Dachdecker und Sachverständiger waren ja auch schon da).

    Ist es überhaupt normal, dass bei starkem Wind so ein lautes Knacken auftritt? Ich würde schätzen, dass das im 3 Minuten Takt immer auftritt und dann beim Entspannen ebenfalls. Kann ein Spezialist überhaupt nachvollziehen, woran das liegen kann - auch wenn´s mal gerade nicht windig ist? Ich werde auf jeden Fall Anfang nächsten Jahres den Träger anrufen und bitten, sich dieses Problems anzunehmen.

    Besten Dank!

    Gruß
    M. Rudolf
     
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  3. Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    in einem Punkt haben/hatten die Recht, nämlich darin, dass das Holz bei Abtrocknen schwindet und damit die Muttern lose, bzw. mit Abstand zu den Unterlegscheiben sein können. Ich glaube allerdings nicht, dass das Auswirkungen in Sachen der Geräuschentwicklung hat. Die werden im Zusammenhang mit Winddruck (in den Böen) durch Bewegungen innerhalb des Dachstuhls entstehen, weil dieser dann unter dem Druck zu der Leeseite "ausweichen" will. Dabei KÖNNTE es zu Verdrehungen kommen. Wenn der Druck dann solche Auswirkungen zeigt, könnten die Windrispen nicht ausreichend gespannt oder dimensioniert oder sogar fehlerhaft angeordnet sein (je nach Art des Dachstuhls).

    Welcher Belag ist oberhalb der betroffenen Decke angeordnet?

    M. f. G.

    stefan ibold
     
  4. mrudolf

    mrudolf Gast

    Hallo,

    erstmal danke für die Anwort.

    Der Boden des Dachbodens besteht aus Nut und Federbrettern, was danach kommt, kann ich nicht genau sagen, auf jeden Fall Dämmung. Die Unterseite, also die Decke des 1. OGs besteht dann aus MDF (oder ähnlich) Platten.

    Das Knacken ist allerdings relativ genau zu lokalisieren und kommt genau aus der Ecke des Schlafzimmers, also Ecke Schlafzimmerwand (in der Mitte des Hauses, rechtwinklig zu der Pfette), Außenwand und Decke. Auf dem Dachboden ist genau an dieser Stelle eine Verschraubung Pfette, Kehlbalken vorhanden.

    Wie schon gesagt, ich kann hier kaum jemanden einziehen lassen, der solange wartet, bis das Knacken nachts auftritt, vor allem, weil lt. Wetterbericht, die Böen nachlassen. Kann man - wenn man den Boden des Dachbodens (also Nut und Feder) hochnimmt die Stelle, an der es knackt begutachten und dort ggf. etwas sehen? Habe ich ggf. die Decke schon durch das Anziehen der Muttern zu hoch gezogen?

    Der Dochboden ist gedämmt, d.h. komplett mit Dampfbremse versehen. In den Bauunterlagen finde ich keine Beschreibung des Dachstuhls. Habe also keine Info über die Windrispe, müsste ich also erst besorgen.

    Ich kann mir nur vorstellen, dass der Wind komplett auf dem Dach liegt, dieses - wie schon von Ihnen beschrieben - zur anderen Seite schiebt und dadurch entweder irgendetwas gestaucht wird (was sich nachher entspannt) oder der Kehlbalken an der Befestigung zur Pfette knackt - entweder an der Schraube oder Holz auf Holz oder wie auch immer. Das Knacken ist relativ genau dort lokalisierbar.

    Gruß
    M. Rudolf
     
  5. mrudolf

    mrudolf Gast

    Anbei noch zwei Fotos. Es knackt genau in der fotografierten Ecke. Das Dachgeschoss an der Stelle ist dann auf dem zweiten Foto zu sehen. M.E. kommt das Knacken genau von der Stelle, an der die Verschraubung ist. Foto.jpg Foto-1.jpg
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 31. Dezember 2012
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Da sitzt ja (der Schraube in der Latte nach) auch noch der Sparren.

    Es kann also die Anschlüsse :

    Pfette-Kehlbalken
    Pfette-Sparren
    Kehlbalken-Sparren

    sein. Entweder einer von denen oder alle ein wenig.
    Mal so eben per Ferndiagnose eine "Entscheidung" zu treffen, ist reines Glücksspiel und darauf hat der Staat ein Monopol!
     
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  8. mrudolf

    mrudolf Gast

    Hallo,

    danke für die Antwort. Ich dachte, das wäre die Mittelpfette - man merkt ich bin sicherlich kein Experte. Liegt die Pfette hinter dem Sparren?

    Ist es denn möglich - auch, wenn das Knacken nicht akut auftaucht - eine Diagnose stellen zu lassen? Ich denke mal, dass der Betrieb, der die Arbeiten durchgeführt hat, sich das vor Ort noch mal anschauen wird.

    Gruß
    M. Rudolf
     
  9. mrudolf

    mrudolf Gast

    Ich verbessere mich selbst. Natürlich ist das die Pfette und tatsächlich geht da auch der Sparren lang. Jetzt habe auch ich das verstanden. Keine Verbesserung notwendig ...

    Bleibt nur die Frage: inwieweit ist es möglich, auch ohne akutes Knacken feststellen zu können, wo das Problem liegen kann? Geht das überhaupt?
     
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