Kombi - Gas und Solar

Diskutiere Kombi - Gas und Solar im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hi Leute... Ich habe folgendes vor mir... Habe derzeit eine Windhager-Gas-Zentralheizung in unserem Einfamilienhaus (Windhager Xenta 16 mit...

  1. #1 sonnensucher, 15. August 2010
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    Hi Leute...

    Ich habe folgendes vor mir...

    Habe derzeit eine Windhager-Gas-Zentralheizung in unserem Einfamilienhaus (Windhager Xenta 16 mit 115 Liter Speicher, mit Heizkörper - keine Fussbodenheizung) - sowie eine kontrollierte Wohnraumlüftung (NILAN) mit Kühl / Heizkompressor. Dachausrichtung Ost-West - 42 Grad Satteldach.

    So ... und nun kommts... ;)

    Ich will möglichst vom Gas weg (das ich drei Monate im Jahr das Gas brauchen werde, ist mir schon bewusst).

    Würde am ehestens zu Solar tendieren.

    Um in Niederösterreich in den Genuss einer Förderungen dafür zu gelangen, muss der Solar-Speicher aber mindestens 300 Liter fassen.

    So... und da taucht das nächste Problem auf. Ich habe im Technikraum relativ wenig Platz und würde gerne den Solarspeicher in die Gas-Therme integrieren (also nur noch ein Gerät).

    Ich finde aber kein derartiges Gerät, Vaillant bietet eines mit 150 Liter an, dass ist aber zu wenig.

    Wie schaut es eurer Meinung mit den 42 Grad Dachneigung und der Ost-West-Ausrichtung aus?

    Oder soll ich ganz einfach die Zentralheizung stehen lassen, den 300 Liter Speicher extra nehmen und das ganze zusammenschließen?

    Noch was... bis zum ersten Dacheinlass werde ich vom vorgesehenen Platz am Dach etwa 3 Meter Leitung brauchen, im Haus etwa 10 bis 12 Meter.

    Mit welchem Preisvolumen muss ich für eine sinnvolle Anlage rechnen???

    Ich danke schon mal im Vorhinein für eure geistigen ERgüsse ;)
     
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  3. Julius

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    "weg vom Gas" wird in unseren Breiten nicht gehen - zumindest durch Solar kann man es nicht ersetzen.

    Scheint mir eine eher ideologisch denn technisch-wirtschaftlich geprägte Überlegung bei Dir zu sein.

    Was geht: Einen Gutteil des Jahres die Trinkwassererwärmung solar zu erledigen (kostet aber vermutlich deutlich mehr als mit der bestehenden Gasanlage) und vielleicht (je nach Größe der Kollektoren und Puffer) einen kleinen Teil der Beheizung in der Übergangszeit zu erledigen (viel wird nicht gehen, da HK statt FBH - Auslegungs-Vorlauftemperatur prüfen).
     
  4. Suedtexas

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    Wir haben im EFH eine klassische Gas-Heizung mit max. 24 kw Heizleistung. Mit dieser wird nun außerhalb der Heizperiode, die Heizung 1/2 mit höchster Stufe der Umwälzpumpe das WW-/Duschwasser erwärmt.

    Der Energieverbrauch liegt somit bei ca. 1 - 1,5 m³ Gas am Tag oder rund 20 € im Monat.

    Alternativ kann auch ein el. Durchlauferhitzer sein, je nach dem wieviel WW Brauchwasser benötigt wird.

    In der Übergangszeit bis zum Winter läuft ein Kombiofen (Kachel/-Warmluftofen) von ggf. von morgens-abends für die eigentliche hauptsächliche Beheizung des EFH.


    Um Gas, Holz oder Pellets bei einer Zentralheizung zu sparen macht wenig Sinn, wenn ein möglicher Kachelofen (oder eine thermische Solaranlage) nicht intensiv in die Anlagensteuerung mit aufgenommen wird.

    Wie oben schon erwähnt ist eine überdimensionierte Heizung (mit vielen Starts und Stopps bei heißem, stehenden Kesselwasser) mit das schlechteste Heizungskonzept.

    Ist bei Euch die Möglichkeit für ein Kombi-oder Kachel/Grundofen vorhanden?

    Warum wird offenbar die Möglichkeit zur Heizlast reduzierung nicht für sinnvoll gehalten, ein paar Tür/Fensterdichtungen und weiter Dämmungsmaßnahmen u.a. für Rollädenkästen sollten doch für den Anfang keine großen Probleme bereiten, oder?
     
  5. #4 ReihenhausMax, 16. August 2010
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    Wie ist denn die KWL mit Heiz/Kühlkompressor (Luft-Wasser Wärmepumpe für WW?) eingebunden?
    Kannst Du für das Geld einer Solaranlage ggf. mehr Energie einsparen, wenn Du es
    in Dämmung investierst oder ist da schon alles ausgereizt was ökonomisch Sinn macht?
     
  6. R.B.

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    Das ist auch sinnvoll, wobei je nach Kollektorfläche auch noch deutlich mehr erforderlich wird.

    Es gibt BW-WP mit 300 Liter Speicher, aber eine Gastherme mit ausreichend dimensioniertem Speicher ist mir jetzt nicht bekannt. WIe schon geschrieben, man muss die Solarenergie auch speicher können, sonst lohnt es sich erst Recht nicht.

    Google mal nach "GestSolar". Damit kannst Du eine Anlage simulieren und kriegst zumindest mal einen Anhaltswert. Die 42° sind schon mal nicht übel, aber bei Ost-West Ausrichtung der Kollektoren verliert man einiges an Ertrag.

    Bei einem kleinen Speicher wird´s dann erst Recht ätzend.

    Wäre vielleicht die sinnvollste Lösung. Es stellt sich die Frage, wie man das Ganze in ein brauchbares hydraulisches Konzept fasst.

    Das sollte kein Problem sein. Datenblätter der Kollis + Taschenrechner, und schon weiß man mehr.

    Zuerst mal das Konzept abklären, dann kann man über Preise nachdenken.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 sonnensucher, 16. August 2010
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    danke danke danke...

    erstmal: wow - echt flotte antworten ;)


    also... zu den ausführungen:

    weitere dämmung ist nicht möglich - wie gesagt, fertigteilhaus, grade mal 5 jahre alt.

    Energiekennzahl: 36

    die Wohnraumlüftung ist nicht in die Warmwasserbereitung eingebunden (ja ich weiß, es war ein Fehler).

    Es handelt sich um eine NILAN VPL 15, Nilan habe ich schon angeschrieben, ob man da irgendwas integrieren kann, die stellen sich taub und ich verstehe bei den ganzen Datenblättern nur Bahnhof.

    Kachelofen - die Möglichkeit stellt sich nicht (auch kein Festbrenner)

    Das mit dem Heizen hat sich eigentlich auch schon erledigt: Bräuchte um die (erhöhte) Förderung zu erlangen einen 1.000 Liter Speicher - und für den habe ich weder Platz noch das Fundament ausgelegt!

    Heute war mal ein Anbieter da, der will mir normale Kollektoren einreden (beim ost-west dach) da er sagt:

    .) billiger und halten mehr aus (hagel usw)

    jetzt weiß ich nicht, habe viel darüber gelesen: die röhren wären bei ost-west wesentlich besser, und wenn der hagel sie einschiesst, müsste man schauen ob die haushalts- bzw. sturmversicherung dies nicht abdeckt....

    und ja, es ist eine prinzipsache ;) finanziellen vorteil werden wir wohl keinen daraus ziehen ;)

    jetzt ist eine neue frage aufgetaucht... wieso nicht gleich nur eine wärmepumpe zur warmwasserbereitung? da ich für die wohnräumlüftung eine 30 meter, DN 250, 1,5 Meter tiefe Pipe-Life Schlange gelegt habe... Ob man die wohl für beides nutzen könnte?????
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Nur für die WW Erzeugung geht auch eine sogenannte BW-WP wie schon erwähnt. Kosten irgendwas um 2.000,- € (300 Liter Speicher ist inklusive). Der Energiebedarf für WW ist normalerweise überschaubar, die Einbindung der BW-WP ist einfach (demzufolge moderate Montagekosten).

    Wäre gegenüber einer Solarlösung vielleicht sinnvoller. Solar nur dann wenn man die Anlage kostengünstig beschaffen kann und auch alle sonstigen Parameter passen. Sonst führen die Erträge nur zu einer Enttäuschung.

    Gruß
    Ralf
     
  9. #8 sonnensucher, 21. August 2010
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    entscheidung ist gefallen...

    da es finanziell absolut unrentabel ist, die solar aufzustellen (die angebote machten im Schnitt ca. 7.500,-- aus - (abzüglich 1.500 Euro Förderung), Rohre und alles weitere durch mein Haus treiben muss, haben wir uns dagegen entschieden (überdies sind wir 3 Monate im Jahr wiederum ausschließlich vom Gas abhängig).

    Deshalb haben wir uns für dieses Ding entschieden:

    Hoval CombiVal VT 152

    Kostet in der Anschaffung und mit der Montage ca. 3.800 Euro (dafür bekommt man 1.100 Euro Förderung). Im Winter treibe ich die Kaltluft über eine freie Abluft-Führung des Fertighauses (war geplant, da die Luft für die Wohnraumlüftung anzusaugen - wurde aber über den Erdkollektor ausgeführt) ins Freie, im Sommer lasse ich sie ins Hausinnere blasen. Ich kann auch in dieses Gerät den Wärmekreislauf der Gas - Zentralheizung integrieren.

    Sollte ich jemals komplett vom Gas wegwollen / müssen, so werde ich das Warmwasser über die Wärmepumpe machen, heizen werde ich über die Wohmraumlüftung.

    Was sagt ihr zu meiner Idee, bzw. der Typenentscheidung punkto Hoval CombiVal VT 152???
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Das ist eine BW-WP wie ich oben bereits angesprochen hatte.
    Beachte die Einsatzgrenzen (Temperatur), d.h. Du musst sicherstellen, dass die zugeführte Luft immer über +7°C liegt.

    Gruß
    Ralf
     
  11. #10 sonnensucher, 21. August 2010
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    also

    punkto der WP...

    sie wird die zuluft aus dem wohnbereich nehmen, der raum ist eigentlich nie zu, außerdem wird ständig luft über die wohnraumlüftung zugeführt.

    und das sollte dann passen!

    ich finde aber absolut keine entsprechenden testberichte, um die geräte irgendwie bewerten zu können.

    es würde dann auch noch diese hier geben:

    Ochsner Brauchwasserwärmepumpe 303 DK
    Dimplex BWP 30 HLW
    Dimplex AWP 30HLW
    Vaillant geoTHERM VWL BM Warmwasserwärmepumpe / 1 Wärmetauscher
    AEG Warmwasserwärmepumpe WPT
    Stiebel Eltron WWK300
    STIEBEL ELTRON Wärmepumpe WWP 300

    und jene, die der Installateur meines Vertrauens anbietet:
    Hoval Wärmepumpe VT 152

    Aber wie gesagt, Leistungen sind irgendwie bei allen gleich.
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Man muss ja "nur" die etwa 250m3/h sicherstellen. ;)


    Die Kisten sind alle mehr oder weniger gleich. Abgesehen davon werden wir hier keine Herstellerdiskussion führen, denn das führt zu nichts. Wenn Dein Heizer die Kiste empfiehlt und dafür auch den Service leisten kann, würde ich keinen Gedanken an andere Hersteller verschwenden.

    Gruß
    Ralf
     
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  14. #12 sonnensucher, 21. August 2010
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    dann sage ich...

    ganz einfach mal danke,

    dein schmunzeln mit den 250/m3/h verstehe ich zwar nicht (naja, ich kann mir denken, du meinst, das ding saugt mir das haus leer ;) )

    und meinen installateur ganz einfach als "heizer" abzustempeln ;) ;) ;)

    danke für die hilfe!

    P.S.: was für mich noch immer unvorstellbar ist, sind die preisunterschiede zwischen Ö und D. Gleiches Gerät, österr. Produkt, kostet in D um 25 % weniger. Aber wehe du kaufst das Gerät in D... Kein österr. "Heizer" wird es dir einbauen/anschließen....
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Da könnte ich Dir viele Beispiele erzählen, von Produkten die hier in DE extrem überteuert verkauft werden. Aber der Markt verändert sich langsam aber sicher.

    Gruß
    Ralf
     
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