Kondensat auf Fliesensockel

Diskutiere Kondensat auf Fliesensockel im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo, Ich habe ein Problem, und zwar bildet sich bei -Graden draußen Kondenswasser auf dem Fliesensockel. Es ist so schlimm, das die Innenwand...

  1. #1 Sven198672, 27. Januar 2015
    Sven198672

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    Hallo,

    Ich habe ein Problem, und zwar bildet sich bei -Graden draußen Kondenswasser auf dem Fliesensockel. Es ist so schlimm, das die Innenwand bis ca. 5cm über dem Sockel schimmelt und die Wandfarbe abblättert.

    Feuchtigkeit von außen kann es nicht sein, Haus wurde letztes Jahr neu verputzt, Wände nachgemessen trocken.
    Aufsteigende Feuchtigkeit auch nicht, da der darunterliegende Keller trocken ist.

    Hatte jetzt schon mehrere Fachleute wegen dem Problem da.
    Der Fliesenleger entfernte den Sockel, klebte eine 1cm starke Bauplatte dran und darauf wieder die Fliesen, jedoch wurde durch diese Maßnahme nichts besser.
    Mehrere Gipsermeister waren schon da, doch diese haben auch so ein Problem noch nicht gehabt. Die Mauer und der Gipsputz sind komplett trocken.
    Auch die Raumfeuchte liegt bei 50 % bei 18 Grad Raumtemperatur.

    Vielleicht hättet ihr ja noch eine Idee wie man das Kondensat vermeiden kann.

    Vielen Dank im voraus
     
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  3. R.B.

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    Raumtemperatur 18°C, und wie hoch ist die Oberflächentemperatur am Fliesensockel?

    heizen und lüften
     
  4. #3 Sven198672, 27. Januar 2015
    Sven198672

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    Die Oberflächentemperatur des Sockels ist ca 8 Grad. Auch wenn ich die Heizung durchlaufen lasse, erwärmt er sich nicht mehr wie auf 10Grad. Die Oberflächentemperatur der Bodenfliesen im Randbereich zur Außenwand ca. 15 Grad

    Jedoch gehe ich ca. 10cm über den Sockel, dann habe ich ne Oberflächentemperatur von 15 Grad
     
  5. Taipan

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    18°C@50% --> Kondeswasserbildung bei ~8°C --> Oberflächentemperatur 8°C --> keine weiterer Kommentar.

    Erkunde wie die Ecksituation da unten aufgebaut ist. Stelle fest, welche Materialien dort in welcher Stärke und Reihenfolge verbaut sind. Mach ne Zeichnung. Stell die hier ein.

    Bis dahin: Aufwischen und Lüften, Heizen, Lüften, Heizen, Lüften, Heizen .. ich vergas: Lüften und Heizen.

    Treibe die Luftfeuchte auf 18°C@40% runter. oder besser: weiter.
     
  6. R.B.

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    Problem erkannt, Problem gebannt.

    Wie wird der Raum beheizt?
     
  7. #6 Sven198672, 27. Januar 2015
    Sven198672

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    Vielen Dank für die Antworten.
    Es ist ein Altbau Baujahr 1970. Eben war gerade ein Gutachter da, dieser meinte ich solle Regipsplatten mit 30mm Dämmung an die Wand kleben. Jedoch meine Befürchtungen sind, das es dann zwischen Kalkzementputz und der 30mm Dämmschicht schimmelt.
    Er meinte bei einem Haus mit Baujahr 1970 die Feuchte bei 20 Grad ca 55 Prozent betragen sollte.
     
  8. #7 Sven198672, 27. Januar 2015
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    Der Raum wird durch eine Zentralheizung Heizkörper tagsüber geheizt und ab ca 17 -23 Uhr mit einem Holzofen auf ca 23 Grad. Absenktemperatur Nachts ca 17 Grad
     
  9. R.B.

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    Ganz einfach, stelle hier anonymisiert seine Berechnungen ein. Dann kann man sich das mal anschauen. Bis dahin glaube ich das mit dem Gutachter nicht.
     
  10. #9 Sven198672, 27. Januar 2015
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    Der hat keine Berechnungen gemacht, Oberflächentemperaturen gemessen, Feuchtegehalt gemessen, und doch er hat mir seine Rechnung berechnet. mit Anfahrt 200 Euro für 30 Minuten.

    Bin so schlau wie vorher...
     
  11. lastdrop

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    Temperatur im Keller drunter?
     
  12. R.B.

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    Siehste, dann hat er also doch Berechnungen gemacht. :mega_lol:

    Wie hat er die Oberflächentemperatur gemessen?

    Wenn Du Abends die Raumtemperatur auf 23°C hoch treibst, und die Luft die Feuchtigkeit aufnimmt, dann kann sich der Sockel nicht schnell genug erwärmen, die Luft wird dort auf jeden Fall kondensieren. Selbst wenn die Lufttemperatur wieder fällt reicht das für Kondensat, der Sockel ist einfach zu kalt.

    Die Bodentemperatur ist an der Stelle vermutlich deswegen so hoch, weil der Estrich auf einer Dämmlage liegt und von der Wand entkoppelt ist. Man müsste jetzt einmal rechnen was passiert, wenn man tatsächlich eine Dämmlage auf die Wand macht und auf diese dann die Fliesen (durch die ja kaum etwas diffundieren kann). Ob das wirklich funktioniert, das kann ich so aus dem Stehgreif nicht sagen. So einen "Sockel" zu erstellen sollte man einfach mal durchrechnen. Vielleicht klappt es ja, und da über den Fliesen die Wand warm ist, könnte das irgendwie hinhauen.
     
  13. Sven198672

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    12 Grad Kellerdecke isoliert mit 10cm EPS 035
     
  14. Sven198672

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    Der Estrich hat keine Dämmlage.
    Oberflächentemperatur wurde mit einem Lasertermograph gemessen.
     
  15. R.B.

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    Wennd der Emissionfaktor der Fliesen berücksichtigt wurde, dann OK. Ansonsten könnte die Temperatur auch anders liegen.
     
  16. Sven198672

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    Wie gesagt ich bin nur ein Laie im Thema Bauphysik.

    Außendämmung hätte ich bevorzugt, jedoch, da ich an einer Hauptstraße wohne, und das Haus direkt auf der Grenze sitzt, darf ich an der kalten Wand nicht isolieren. Bauantrag wurde vom Bauamt abgelehnt. Wollten mit 14cm 032 isolieren, Darf aber nur laut Bauamt 4cm aufbauen.
     
  17. Sven198672

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    Was meinen Sie???
    Wäre ein zusätzlicher Aufbau aus Regips mit 30mm Dämmung auf die bestehende verputzte Wand sinnvoll?? habe echt Angst das sich zwischen Dämmung und Putz, Schimmel bildet
     
  18. Taipan

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  19. #18 Alfons Fischer, 28. Januar 2015
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    Formularausfüller
    richtig, ohne Zeichnung kommen wir hier nicht weiter. Diese sollte möglichst detailliert sein.
    Zusätzlich bitte ein Foto von der Situation (kein Detailfoto, eher eine Übersicht, damit man die Raumsituation erkennen kann)
    ein paar Punkte:
    • tritt das Kondensat nur an einer Stelle auf oder ist das ein Problem, was im gesamten Gebäude auftritt oder in größeren Bereichen?
    • ich kann mir nicht vorstellen, dass unter dem Estrich keine Dämmung liegt. Dieses Detail kann mitentscheidend sein.
    • Aus welchem Material bestehen die Außenwände von Keller, Erdgeschoß und aus was besteht die Decke über Keller?
    • Wird der Heizkörper nachts abgedreht? Mir fällt nämlich auf, dass nur von einer Heizung tagsüber gesprochen wird...
    • ist/war der Wandsockel außen feucht bzw. wies dieser Schäden auf?
     
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  21. #19 wasweissich, 28. Januar 2015
    wasweissich

    wasweissich Gast

    aus meiner laienhaften sicht ist der schaden ziemlich sicher .

    das wäre nicht viel . dafür wären 14cm richtig üppig . versuch mal irgendwas dazwischen auszuhandeln :D

    und mit geändertem heizverhalten sollte man auch einiges an entspannung erreichen können . die temperatursprünge und die heftigen wechsel zwischen zentral aufgestelltem ofen und verstreuten heizkörpern können nicht gut sein .
     
  22. Taipan

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    Je nach Aufbau der Bestandswand können die 4cm aber schon die Halbierung der Wärmeverluste durch die Wand bedeuten und das Tauwasserproblem lösen.
     
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