Kondensatproblem Dachanschluß Kaltdach

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  1. kibo79

    kibo79

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    Hallo Zusammen,

    Anfang November wurde bei unserem Haus mit den Fassadenarbeiten begonnen.
    Schon nach 2-3 Tagen zeigte sich ein Feuchteaustritt im Traufenbereich (PDF 1).
    Die oberste Geschossdecke war komplett gedämmt bis über die Fußpfette, welche direkt auf dem Betonrost liegt. Die an der Fußpfette montierte OSB Platte war zunächst bis zur Rohschalung geschlossen und luftdicht geschäumt (PDF 2 und „Skizze“).

    Da ich nach 2 Wochen nicht mehr an die „Baufeuchte-Theorie“ der Fassadenfirma glaubte, öffnete ich die Dachbodendämmung und :wowentfernte die OSB Platte zwischen den Sparren. Das Resultat nach nur 2 Wochen „Baufeuchte“ ist in PDF 3 zu sehen. Leider sind beiden Traufenseiten jeweils entlang der gesamten Länge betroffen. Allerdings an der Dachschräge mit 45° weit stärker ausgeprägt als an der zweiten Seite mit 18° Neigung (Theorie: 45° Seite an kalter Nordseite und größerer Hohlraum).

    Die Fassadenfirma glaubt immer noch an die böse Baufeuchte von Holz, Beton und Co, obwohl:
    Rohbau inkl. Dach 2011 errichtet,
    Innenputz in Aug./2012
    Estrich Anfang Sept./2012 (derzeit unter 2% CM)
    Wohnraumlüftung permanent an und rel. Luftfeucht. im Haus zw. 40 und 50 %
    Blower Door-Test ergab in der Rohbauphase einen Wert von ca. 0,5 & alle E-Leitungen sind mit winddichten Stopfen innenseitig verschlossen

    Meiner Meinung nach gibt es zwei Problemstellen (siehe Skizze):

    Stelle 1 (siehe Skizze):
    Die letzte Reihe der Dämmung konnte teilweise nicht mehr korrekt mit Wulst-Punkt-Verklebung aufgebracht werden und wurde auch nicht vollflächig auf die OSB Platte verklebt.
    Daher besteht eine Wärmebrücke zwischen Betonrost und kaltem Dachraum (Betonrost hat bis zu 17,5°C bei 20°C Wohnraumtemperatur und gegenwärtig 0-6°C im Dachraum)!

    => Kondensat im Spaltbereich OSB zu Fassadenplatte & den verbundenen Bereichen (Hohlräume bei Sparren und im Giebelbereich). Besonders deutliche Fehlstellen PDF 4. Meiner Meinung nach reicht bereits der Temperaturunterschied bzw. der entstehende Kamineffekt in den Spalten um derartiges Kondensat zu verursachen. Das feuchte Innenluft durch ein Leck austritt glaube ich eher nicht, weil ausser im Anschlussbereich überall mit Wulst-Punkt sauber verklebt wurde und durch den Betonrost ja nichts durchkommen kann.

    Stelle 2 (siehe Skizze):
    Bei der Fassadenerstellung wurde erst die XPS-Platte an die Dachrohschalung (OSB Platte) mit Baumit Suprakleber vollflächig geklebt und gedübelt. Danach wurden die Fassadenplatten angearbeitet. Die Überdeckung XPS/Fassadenplatte beträgt ca. 2cm. Meiner Meinung nach ist hier eine „kalte Ecke“, welche keine ausreichende Luftströmung abbekommt und wodurch, unabhängig von den oben erwähnten Wärmebrücken, Kondensat ausfällt. Einfach durch die abendliche schnellere Abkühlung im Eckbereich.

    Nun würde ich gerne wissen:
    1) Stimmen meine Theorien oder verstehe ich halt bloß nichts von der bösen, bösen Baufeuchte?
    2) Was kann man hier machen? Idee: Spalten im Anschlussbereich mit Weichzellenschaum ausschäumen und verbleibenden Hohlraum mit Steinwolle ausstopfen? Um den Sparren am Giebel die Mauer wegstemmen um „Luft zu machen“ und Kondensat-Lecks besser zu erkennen?
    3) Hoffen das mir bis zum Frühjahr das Dach nicht wegfault und die Fassade teilweise neu machen (inkl. Rechtsstreit, weitere Kosten & Nerven...)
    4) ???:wow

    Vielen lieben Dank für eure Meinungen!
     

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  3. Neutal

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    So wie es hier aussieht wurde konsequent darauf verzichtet die Dampbremse/-sperre vernünftig zu verlegen. Es wurde vorab vergessen sich über das Luftdichtigkeitskonzept Gedanken zu machen.
     
  4. kibo79

    kibo79

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    Danke für die AW. Eine Dampfbremse müsste ja direkt am Übergang Warm/Kalt angebracht werden, also an der Rohbetondecke verklebt werden, was auch im zweiten Teil des Daches erfolgte (war leider ein Lerneffekt). Allerdings war kein Feuchtigkeitsaustritt unter der Dachbodendämmung (2 Lagen EPS-W20) festzustellen und laut Hersteller reicht der Diffusionswiederstand der Dämmplatten alleine auch ohne Dampfsperre in dem Bereich.

    Klar ist, das die Fusspfette überdämmt werden muss (also Aussendämmung geschlossen an die Deckendämmung anschließen muss.

    Die Frage ist, ob hier AUsschäumen der Zwischenräume Fassadenplatten zu Mauerwerk & Sparren + Steinwolle in Hohlraum und Dämmplatten am Dach direkt anstoßen reicht. Das würde die Wärmebrücken schließen...
     
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