Kondenswasser (?) auf kaltem Dach

Diskutiere Kondenswasser (?) auf kaltem Dach im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir haben folgendes Problem: Wir haben eine Dämmung der obersten Geschossdecke (also kaltes Dach) und haben jetzt sehr...

  1. JMCruyff

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    Hallo zusammen,

    wir haben folgendes Problem:
    Wir haben eine Dämmung der obersten Geschossdecke (also kaltes Dach) und haben jetzt sehr erhebliches (Kondens?)Wasser an den Unterbahnen des Daches, das schon massiv runtertropft und unseren Dachboden gut einnässt.

    Dämmung: 15-20 cm Mineralwolle + Spanplatte
    Dach: Eternit mit Unterbahnen

    Messung Temperatur heute (war schon kälter die letzten Tage/Nächte):
    Draußen: -2.1 °C, im Dach +1.2 °C (rel LF 80+%)

    Meine Fragen sind nun:
    Ist der Temp-Unterschied "normal" für einen kalten Dachboden und ist die Konstruktion des Daches falsch (Belüftung?) oder zeigt das, dass wahrscheinlich die Dämmung fehlerhaft durchgeführt wurde?
    Was kann man jetzt machen? - Zusätzlich noch Dach dämmen, um "warmes Dach" zu erzeugen oder kaltes Dach anders belüften oder ...?

    Viele Grüße
    JMC
     
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  3. #2 VolkerKugel (†), 6. Januar 2008
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    Ich tippe mal ...

    ... auf nicht ausreichende Durchlüftung des Dachraums (auch wenn die Angaben insgesamt noch etwas dürftig sind).

    Wie hoch ist denn der Dachraum (Firsthöhe, Dachneigung)?
    Was sind denn das für "Bahnen" unter den Eternitplatten?
    Wie kalt/warm ist denn die gedämmte Deckenunterseite?
     
  4. #3 Gast360547, 6. Januar 2008
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    ich tippe mal...

    Moin,

    ... auf eine fehlerhafte Luftdichtschicht, spätestens im Bereich der Zuwegung.

    Haben Sie mal unter die Spanplatten geschaut?

    Grüße

    stefan ibold
     
  5. JMCruyff

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    Danke schon mal für die Antworten - hier ein paar Details:

    Es handelt sich um einen renovierten Altbau - ursprünglich BJ 1910, aber das OG BJ 1970. Wir haben es im 2. HJ 2006 renoviert. Letzten Winter (ein milder Winter) hatten wir keine sichtbare Feuchtigkeit im Dach.

    Das Dach hat eine Neigung von ca. 10°.

    Auf der obersten Geschossdecke wurde eine Dämmung aus Isover Uniroll Classic 16 (Klemmfilz) bzw. Isover Rio Twin 10/5 (Wärmedämmfilz) - darüber wurden Verlegeplatten P3/V100 19mm festgeschraubt.

    Die Außenwände wurden mit 10 cm Polystyrol-Hartschaumplatten EPS gedämmt.

    Das Dach wurde neu gemacht:
    - Eternova Wellplatten P6
    - Unterlagsbahn BauderTop SD 02 (auf Sparren und neuen Staffeln aufgenagelt)
    - Dichtungsband bituminös 15x15 mm

    Das OG ist Schlafbereich und hat je nach Tageszeit eine Temperatur zwischen 17 und 19 °C.

    Anbei ein Photo des Dachinnenraums vor dem Dämmung und Renovierung des Daches und eines von "jetzt".

    http://test.cruyff.de/Dach_vorher.JPG
    http://test.cruyff.de/Dach_heute.JPG

    Hilft/reicht das zur "Analyse"?

    VG
    JMC
     
  6. JMCruyff

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    Ach ja ...

    ... unter die Platten haben wir nicht geschaut.

    Zu den Bildern noch:
    - bei "vorher": die alten Eternit-Platten wurden ausgetauscht
    - bei "heute": die Feuchtigkeit auf den Spanplatten kommt eindeutig vom Tropfen von der Unterlagsbahn (an einigen Stellen ist Holzverschalung - die sind auch feucht, aber darunter ist der Boden nicht oder kaum nass - wohl, weil das Holz besser "saugt")

    JMC
     
  7. JMCruyff

    JMCruyff

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    Die Firsthöhe ...

    ... hatte ich auch noch vergessen: ca. 2m.
     
  8. bernix

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    ist ein prima Kondensator geworden...

    jegliche Feuchtigkeit (wo die herkommt muss natürlich geprüft werden) wird bei Temperaturunterschieden an der Folie auskondensiert.
    Ohne die Folie und mit unverschlossenen Eternitbahnen wärs wohl eine gute Sache geworden, vorausgesetzt die Feuchtigkeit kommt nicht grossflächig durch die Decke (seihe Frage von Stefan Ibold)
     
  9. #8 VolkerKugel (†), 6. Januar 2008
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    Ich schließe mich ...

    ... Bernix an und wiederhole meinen Tipp von oben.

    Mit ein paar Löchern in den Giebelwänden müsste das Problem behoben sein (die Folie wieder rauszureißen dürfte zu aufwändig sein).

    Wie viele Löcher und wie groß?
    Da gab´s/gibt´s ne Fausformel wieviel cm² freier Querschnitt auf den m³ Luftraum.
    Ist mir leider nicht mehr geläufig - ich hoffe auf Stefan :konfusius .
     
  10. JMCruyff

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    Klasse - vielen Dank.
    Jetzt muss ich nur noch unseren Dachdecker überzeugen, dass er das im Rahmen seiner Gewährleistung zu machen hat ...

    Bzgl. fehlerhafte Luftdichschicht:
    Wäre es dann nicht deutlich wärmer da oben, wenn wir zwischen OG und Dach "undicht" wären? Die Luke sollte auch relativ dicht sein (neu). Verpasse ich da was?
     
  11. JMCruyff

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    ... ach ja: Löcher in den Giebelwänden: Muss da ein Statiker mit ran?
    Danke
     
  12. #11 VolkerKugel (†), 6. Januar 2008
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    Eine Frage war noch offen ...

    ... :konfusius

    Ob Du den Dachdecker "drankriegen" kannst? Ich weiß nicht.
    Das ist hier ein Planungsfehler. Ist der Dachdecker ausdrücklich mit der Planung des Dachaufbaus beauftragt worden?
    Oder wer hat geplant?
     
  13. JMCruyff

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    ... wie messe ich denn die Temperatur der Deckenunterseite - brauche ich da ein Thermometer mit speziellem Fühler?

    @Planung:
    Naja, eine offizielle Planung gab es nicht, da das Dach erst nachträglich (gegen Ende) erneuert wurde, da sich rausstellte, dass es doch wohl nicht ganz dicht ist.
    Wir haben dann mehrere Dachdecker gebeten uns ein Vorschlag mit Angebot zu machen. Eines haben wir dann genommen (es eilte etwas, da Winter vor der Tür) - aber der Vorschlag kam vom Dachdecker.

    VG
    JMC
     
  14. #13 VolkerKugel (†), 6. Januar 2008
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    Der Dachdecker ...

    ... hat - wie der Name schon sagt - die Aufgabe ein Dach zu decken, und zwar so dass es regendicht ist.
    Das hat er ja gemacht.

    Ein bauphysikalisch weitergebildeter Dachdecker hätte wahrscheinlich die Problematik erkannt; einen Regressanspruch gegen den Ausführenden hier kann ich jedoch nicht erkennen.
     
  15. #14 Klaus Gross, 7. Januar 2008
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    Wie Stefan Ibold und Volker Kugel schon schreiben, es fehlt eine Durchlüftung des Dachboden und offensichtlich dringt warme Luft von den Wohnräumen durch eine fehlende oder lückenhafte Luftsperre. Sehr wahrscheinlich ist auch die Bodentreppe nicht gedämmt.
     
  16. JMCruyff

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    Sch...

    ... es hat sich nun leider wirklich rausgestellt, dass wir unter der Dämmung keine Dampfbremse haben. :mauer :motz

    Jetzt meint der Dachdecker, dass eine Lüftung nichts bringen würde, da sie das gar nicht alles wegschaffen könne, oder wir machen soviel auf, dass wir gleich einen Zoo im Dach aufmachen könnten ...

    Er meint auch, Dämmung raus + Dampfbremse rein + Dämmung wieder rein würde schwierig, da auf dem Noden die ganzen Balken sind (http://test.cruyff.de/Dach_vorher.JPG) und es damit eine Stückelei werden wird.

    Er sieht nur die Möglichkeiten:
    Dampfbremse unterhalb der Decke oder neuen Dachstuhl - beides natürlich sehr aufwändig und unangenehm. :cry

    Was meint die Expertenrunde??
     
  17. JMCruyff

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    Nur um sicher zu gehen: Muss zwingend eine Dampfsperre vorhanden sein?
    Oder kann die Feuchtigkeit auch einfach von die aufgrund des Temperaturunterschiedes kondensierende Außenluft sein (wir haben immerhin zZ 85% Luftfeuchtigkeit)?

    Laut den Bauplänen der Dachaufstockung von 1970 ist die oberstse Geschossdecke wie folgt aufgebaut: "Die Unterschicht der Decke besteht aus Putz, Heraklith und Schalung. Oberhalb der Decke wird eine Schalung, eine Wärmeisolierung und ein Betonestrich aufgeführt"
     
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  19. roofer51

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    was bitte schöne sind staffeln? können ja eigentlich nur schalbretter sein, oder?
     
  20. JMCruyff

    JMCruyff

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    .. tja so stand es in meinem Angebot/Rechnung des Dachdeckers drin - mag aber Ösi-Bezeichnung sein. Dürfte synonym mit Dachlatten sein (?).
    JMC
     
Thema:

Kondenswasser (?) auf kaltem Dach

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