Kondesat im Kaminzug

Diskutiere Kondesat im Kaminzug im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, mein Heizungsbauer meinte, dass sich in einem Kaminzug, an dem ein Kaminofen angeschlossen ist, kein Kondensat bilden kann, da die...

  1. Corin

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    Hallo,

    mein Heizungsbauer meinte, dass sich in einem Kaminzug, an dem ein Kaminofen angeschlossen ist, kein Kondensat bilden kann, da die Abgastemperaturen zu hoch sind. Jetzt habe ich festgestellt, dass im Schlauch des Kondesatablaufs schwarzes Wasser - also Kondensat war. Ist das normal ? Das Holz (Buche, Kiefer) welches ich verbrenne wurde ca. 2 Jahre gelagert und ist somit relativ trocken.

    Theoretisch müsste sich doch spätestens beim Abkühlen des Kaminzuges Kondesat bilden !?

    Der Kaminofen steht übrigens im Erdgeschoss, die Reinigungstüren und der Ablauf des Kamins befinden sich im darunterliegenden Keller.

    Verbaut ist übrigens ein Kamin von Wienerberger/Kamtec....

    Grüße

    Corin
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 6. April 2009
    Ralf Dühlmeyer

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  4. Corin

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    Das wäre natürlich auch eine Option, wobei die anderen Züge trocken waren...
     
  5. R.B.

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    Im Prinzip richtig.....aber nur im Prinzip.

    Leistung des Kaminofens?
    Wurde die Abgastemp. gemessen?
    Wurde der Kaminzug gemessen?
    Schornstein (Abmessungen) OK? Was meint der Schorni dazu?

    Je nach Dimensionierung und Betriebsweise des Kaminofens und Schornsteins, kann es, auch abhängig von der Wetterlage, zur Kondensatbildung im Schornstein kommen.

    Einfach den Schorni anrufen und fragen. Er kennt die Anlage und kann vielleicht genauer sagen was Sache ist.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Corin

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    Hallo Ralf,

    o.k. - ich werde mich mal mit dem Schorni in Verbindung setzen. Da hätte ich ja gleich drauf kommen können.......... :o

    Gruß u. Danke !

    Claus
     
  7. Julius

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    Von Deiner Theorie bin ich noch nicht ganz überzeigt:
    Warum?
    Seine Abkühlung erfolgt erst, wenn nicht mehr genügend heißes Abgas da ist, um den Wärmeverlust zu kompensieren.
    Wenn es aber kein Abgas mehr gibt, ist auch nichts mehr da, was kondensieren könnte. Denn das müßte ja wärmer sein als die Wandung des Zuges. Wäre es das aber, würde der Zug weiter beheizt (und deswegen nur langsam abkühlen).
    Man sieht - es ist kein statisches System, sondern muß dynamisch betrachtet werden.
    Das ist doch wioeder mal was für Ralf!
    Mein Bauch sagt aber, daß der Kondensatanfall in dieser Übergangsphase bei einem Festbrenstoffeuer ziemlich gering sein dürfte.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Jepp. Daraus könnte man eine Dissertation machen. :D

    Kondensatbildung während des Anfahres oder beim Abkühlvorgang ist weniger das Problem. Da stimme ich mit Deinem Bauchgefühl überein. Die paar Liter Luft und die darin enthaltene Feuchtigkeit sollten nicht ausreichen damit der Schornstein versottet.

    Was mich nachdenklich stimmt:

    Deswegen auch mein Kommentar mit der Betriebsweise. Ich behaupte, daß ein Großteil der Holzheizer ihren Kaminofen (oder Holzkessel) falsch betreibt. Das führt, neben einer schlechten Verbrennung (Rußbildung), zu extremen Verhältnissen im Schornstein. Kommt dann noch eine entsprechende Wetterlage hinzu, dann passt der Kaminzug hinten und vorne nicht. Ein etwas großzügig dimensionierter Schornstein tut sein Übriges dazu, und schon isses passiert.

    Viele Holzheizer wissen nicht, daß man den Abbrand regelmäßig kontrollieren sollte. Da wird dann ein bischen Holz in die Kiste geschichtet, Feuer dran, Klappe zu, und das war´s.......Hauptsache warm.

    Wer denkt dabei schon an Abgastemperatur oder Schornsteinzug. :mauer

    Gruß
    Ralf
     
  9. Corin

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    Also eigentlich bin ich bei der Befeuerung des Kaminofens sehr gewissenhaft und kontrolliere den Abbrand mind. jede Stunde - teilweise sogar öfters ! Ggf. reguliere ich die Luftzufuhr nach. Der Kamin brennt immer sehr sauber und rußfrei. Die Drosselklappe schließe ich immer erst, wenn der Kamin auf "Betriebstemperatur" ist. Der Kamizug ist dank der Höhe von 10m sehr gut.

    Bin mal gespannt was der Schorni sagt. Er hatte vor Kauf des Ofens extra eine Berechnung durchgführt, um zu sehen ob der Ofen zu dem Kaminzug passt. Er hat dem Betrieb des Ofens ohne Bedenken zugestimmt.....

    Gruß

    Claus
     
  10. KATMat

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    Grundsätzlich

    kommt das meiste Wasser bei der Verbrennung nicht als Wasser aus dem Holz, sondern entsteht aus der Verbrennung des Wasserstoffs im Holz. Lignin und Zellulose sind Kohlenwasserstoffe. Deshalb entsteht auch nach Gewicht fast genausoviel Wasser, wie das Holz urspünglich gewogen hat. Ob das Holz nass oder trocken ist spielt da keine große Rolle.
    Nichtsdestotrotz sollte das aber zum Schornstein rausgehen.
    Man müsste halt mal kontrollieren, ob da nur ein paar Tropfen Wasser im Schlauch stehen oder ob und wann da was nachkommt.
    Wie Ralf schon schrieb "Black Rain".
     
  11. #10 Wolfgang38, 7. April 2009
    Wolfgang38

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    Lass mich nicht dumm sterben, Ralph!!!
     
  12. OldBo

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    Viele haben schon beim Anheizen Probleme :irre

    Gruß

    Bruno
     
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  14. R.B.

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    Bruno hat das mit dem "Anheizen" schon angesprochen. Da werden viele Fehler gemacht.
    Weiter geht´s mit dem Betrieb des Ofens, also beispielsweise der Luftmenge die der Ofen für eine saubere Verbrennung benötigt. Den Dingern wird zu schnell die Luft abgewürgt. In den meisten Häusern überhitzt der Aufstellraum, also versucht der Holzheizer seinen Ofen in einen Teillastbetrieb zu zwingen.

    Und da könnte man noch viele Beispiele aufführen.

    Gruß
    Ralf
     
  15. #13 OldBo, 7. April 2009
    Zuletzt bearbeitet: 7. April 2009
    OldBo

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    Und deswegen sind die meisten Öfen überdimensioniert und dadurch Umweltverschmutzer und Energieverschwender :biggthumpup:

    Gruß

    Bruno
     
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