Kontrollierte Be und Entlüftung- gute Erfahrungen?

Diskutiere Kontrollierte Be und Entlüftung- gute Erfahrungen? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, vor allem die Fertigfirmen machen Werbung mit Be und Entlüftugnssystemen alles hat Vor und Nachteile- aber wer hat dies selbst...

  1. pummelchen

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    Hallo zusammen,
    vor allem die Fertigfirmen machen Werbung mit Be und Entlüftugnssystemen

    alles hat Vor und Nachteile- aber wer hat dies selbst in seinem haus und kann sagen, ob er diese KWL wieder einbauen würde

    VT: staubfreie Luft, weniger Heizkosten
    NT: neue Technik, teuerer in der Anschaffung, Anfällig für Reparaturen?
    und vor allem angeblich bekommen viele sogar Probleme wegen der trockenen Luft
    ---------

    Banale Frage aber KFW 55 oder 70 kann ich auch mit Gas-Solar bekommen , oder
    ist doch eher abhängig von Dämmung und Fenstern
     
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  3. Mathie

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    Wohne zwar nicht in einem Neubau mit KWL, werde aber mit KWL bauen, da mein Büro in einem Neubau mit dichten Fenstern und ohne Lüftungsanlage liegt. Das ewige Fenster auf, Fenster zu im Winter ist in meinen Augen eine erhebliche Komforteinbuße.

    Bürosituation ist halbwegs vergleichbar mit einer Wohnung, da in einem überwiegend als Wohnhaus genutzten Gebäude gelegen und auf ca. 70qm üblicherweise lediglich 3 Leute Schreibtischarbeit an Computern erledigen.

    Ich werde jedenfalls nicht in ein luftdichtes Gebäude ohne Lüftungsanlage ziehen.

    Das Problem der trockenen Luft hat in meinen Augen nichts mit der Art der Lüftung zu tun sondern mit der geringen absoluten Feuchte der Außenluft im Winter. Bei ausreichendem Luftwechsel ohne Befeuchtung ist die relative Luftfeuchte im beheizten Raum dann halt gering.

    Gruß Mathie
     
  4. pummelchen

    pummelchen

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    klingt logisch

    aber man kann bei KWL auch zusätzlich doch lüften,oder?

    wäre für dich die Technik der KWL oder die womögliche Reparaturanfälligkeit der Heizanlage ein KO Kriterium?
     
  5. Mathie

    Mathie

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    Kann man.

    Die Lüftungsanlage wird bei uns unabhängig von der Heizanlage betrieben. Werden die Wärmerückgewinnung über einen Gegenstromwärmetauscher machen, nicht über eine Abluftwärmepumpe, die am Heizsystem hängt.

    Technik ist nach Aussage unseres Haustechnikingenieurs ausgereift. Betriebskosten sollen geringer sein, als die Ersparnis an Heizkosten. Betrachtet man die Investitionskosten mit, kommt es auf zahlreiche Parameter wie die zukünftigen Energiepreise und die veranschlagte Rendite einer Alternativinvestition an, ob sich die Anlage jemals rechnen wird.

    Ist mir allerdings egal, ich will nicht so wohnen, wie ich derzeit arbeite ;-)

    Gruß Mathie
     
  6. Julius

    Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Die Behauptung mit der trockenen Luft ist hochgradiger Schwachfug!!!

    Wer das von sich gibt, hat entweder überhaupt keine Ahnung (nichtmal füsikalische Grunzkenntnisse) oder andere Absichten...


    Fazit: Nie wieder ohne!
    Und das sagen fast alle, die je eine KWL erlebt haben.
     
  7. heb777

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    Hallo Julius,
    hast Du auch ne KWL, oder war Dir nur langweilig als Du Deinen nunmehr 7272 Beitrag verfasst hast?
    Es gibt genug KWL-User, die ein Problem mit den in Lüftungsleitungen definitiv vorkommenden Bakterienkulturen haben. Aber dafür brauchs ein bisschen mehr Tiefe.
    Gruß aus Köln:winken
     
  8. Julius

    Julius

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    Haben Anlage mit dezentraler Zuluft und zentraler Abluft, da kann solches Problem nicht auftreten.

    Und für mehr Tiefe als bei Deinen Beiträgen (siehe z.B. dort: http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=38790) reichts noch lang...! :winken

    Da braucht man gar nicht die Probleme, welche es tatsächlich vereinzelt bei (schlecht geplanter/ausgeführter oder unzureichend gewarteter) KWL gibt, mit den zahlreichen Schimmelproblemen bei modernen ("luftdichten") Gebäuden OHNE KWL zu vergleichen.
    Obwohl - da ziehe ich im Zweifel die Bakterien dem Schimmel vor. :D
     
  9. heb777

    heb777

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    Hallo Julius,
    Du weisst wohl schon, dass so eine Anlagenkonstellation im Volksmund nicht als kontrollierte Wohnraumlüftung bezeichnet wird, oder?
    Gruß aus Köln:winken
     
  10. Mathie

    Mathie

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    Wieso kommen die Bakterienkulturen "definitiv" vor?

    Lt. Haustechnikingenieur sei die Verschmutzung der Leitungen bei einer gut geplanten (Leitungsführung und Anordnung von Filter und Wärmetauscher) und gewarteten (Filterwechsel) kein Problem.

    Woher sollen Bakterien Nahrung bekommen, wenn die Zuluftleitungen durch Feinstaubfilter geschützt sind und im Wärmetauscher kein stofflicher Austausch zwischen der feuchten Abluft und der Zuluft erfolgt?

    Kann mir die Entstehung bakterielle Beläge eigentlich nur vorstellen, wenn zum einen Staub und zum anderen Feuchtigkeit in den Zuluftkanälen vorhanden sind. Beides soll sich durch richtige Installation und Wartung vermeiden lassen. Wissen werde ich es allerdings erst, wenn ich die Anlage ein paar Jahre in Bertrieb habe.

    Gruß Mathie
     
  11. Hendrik42

    Hendrik42

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    Wir haben KWL und würden das auf jeden Fall wieder machen. Wir halten das auch nach 4 Jahren im Neubau noch immer für eine unserer besseren Entscheidungen.

    - Nie mehr lüften. Fenster kann man natürlich trotzdem auf machen.
    - Nie mehr vergessen, offene Fenster zu schliessen. Für mich ist das Einbruchsschutz.
    - Luft ist Lebensmittel Nummer 1.
    - Nie mehr lüften. Fällt einem vor allem positiv auf, wenn man nach dem Urlaub zurück kommt und nicht mehr lüften muss.
    - Ein leichter Unterdruck im Haus sorgt, dafür, dass im Winter keine warme Luft in Bauteile entweicht und dort kondensiert und als Schimmelgrundlage dient.
    - Es spart Energie.
    - Nie mehr lüften. Das ist Luxus. Das will man nicht mehr missen, wenn man es erstmal hat.

    Gruß, Hendrik
     
  12. derF

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    Es gibt auch dezentrale Lüftungsanlagen, da entsteht das Problem mit den Kulturen in den langen Rohren auf alle Fälle nicht.
     
  13. fmw6502

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    wir haben auch eine KWL, aber erst seit 6 Monaten
    Bauherrin war eher skeptisch, will aber jetzt schon nicht mehr darauf verzichten

    Bzgl. Verunreinigung hatte ich schon mehrfach einen interessanten thread aus dem Haustechnikdialgo-Forum gepostet - will jetzt nicht nochmal suchen.... Dort waren Bilder eingestellt, in den nach einigen Jahren die Abluftstränge verdreckt, aber die Zuluft blitzblank waren.

    Mein Fazit: die Rohre gehören nach ein paar Jahren gewartet (bei Planung beachten!), aber der Dreck (nicht Schimmel o.ä.) war auf der unkritischen Seite.

    Gruß
    Frank Martin
     
  14. greentux

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    Wie schon oft diskutiert hier. Muß eben gut geplant und ausgeführt sein. Daran kann es dann ggf. auch mal scheitern.
     
  15. #14 BauherrHilflos, 9. November 2009
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    Na so neu ist die Technik ja gerade nicht. Nur hat sie sich erst mit den hohen Anforderungen der Privathäuser dort etabliert.

    Teuer ist relative.
    Klar kostet soetwas Geld gegenüber der Fensterlüftung; bei der Anschaffung. Jedoch ist der Komfort durch ständigen Frischluftdurchsatz schon lohneswert.
    Die Kosten für die Anlage lassen sich auch hinsichtlich der Planung effektive gestalten. Beispiel: Die Anlage wird im Erdgeschoss im HWR installiert. Die Lüftungsrohre laufen von da bis in den Spitzboden, um dort für die Räume verteilt zu werden. Warum in diesem Fall nicht einfach die Anlage in den Spitzboden? Da lassen sich einige Meter an Rohrleitung sparen.

    Zum Thema trockene Luft kann ich nichts sagen. Wir haben ein großen Aquarium, sowie jede Menge Pflanzen im Haus. Und somit auch eine "ausreichende" Luftfeuchte.

    Alles in Allem wie die "Vorschreiber"
    Gute Planung; Guter Zugriff auf die Leitungen auch später; Nie wieder ohne!

    Dieses Problem kannte ich auch. Aber das Abschrauben von Fenstergriffen bewirkt Wunder.. :D
     
  16. #15 rainerS.punkt, 9. November 2009
    rainerS.punkt

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    Moin,

    allein auf den Komfortvortweil möchten wir nicht mehr verzichten. Und der Gedanke, im letzten Winter bei -20°C hätten wir lüften müssen *bbbrrr* ;)

    Die Sache mit der Luftfeuchtigkeit: Wenn draußen die Luft staubtrocken ist, kannst du keine Luftfeuchtigkeit ins Haus lüften: Weder manuell noch technisch. Es gibt Anlage mit zusätzlicher Feuchterückgewinnung. Ob man'n braucht? Wir haben so viele Pflanzen im Haus, dass sich die Frage bei uns gar nicht stellt.


    Viele Grüße
    Rainer

    PS: Klar kannst du Fenster aufmachen, aber du musst es nicht mehr. Die einzigen Fälle, wo wir das in der Heizsaison mal machen ist, das einer von uns übermotiviert gekocht hat und das EG vernebelt ;)
     
  17. PeterB

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    Ich betreue seit vielen Jahren Objekte mit großen Lüftungsanlagen ohne Befeuchtung.
    Hier müssen in regelmäßigen Abständen Hygieneüberprüfungen durchgeführt werden. Wir hatten bisher erst ein Mal eine geringe Überschreitung der zulässigen Keimzahlen an einem Wärmetauscher !!!
    Verschmutzungen im Rohrnetz sind nahezu unbekannt. Dies ist wohl auf regelmäßige Wartung und entsprechenden Austausch der Filter in Zu- und (wichtig!) Abluft. Auch bei KWL lassen sich Filter in den Abluftventilen einbauen. Bitte vor Projektierung dringend verlangen, eine Nachinstallation kann an der Leistung des Ventilators scheiten !
     
  18. Ralf S

    Ralf S

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    Hallo pummelchen,

    wir haben seit 1 Jahr eine KWL (ohne Befeuchtung) und sind begeistert.

    Am Anfang haben wir die Lüftung mit dem empfohlenen Volumenstrom betrieben und dadurch sehr trockene Luft bekommen.

    Nachdem wir diesen für den Winter auf ca. die Hälfte reduziert hatten ist es auch mit der Feuchtigkeit gut geworden. Die Frischluft reicht dennoch vollkommen aus.
     
  19. upD8R

    upD8R

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    Dazu hätte ich dann auch nochmal ein paar Fragen:
    Wie sieht es denn mit der Lautstärke aus? "Hört" man die KWL?
    Stellt ein Kamin oder eine Dunstabzugshaube in dem Zusammenhang eine Herausforderung dar bzw. was gibt es dabei zu beachten?
     
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  21. crax

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    Die EnEV garantiert keine Wirtschaftlichkeit
    Hallo,
    Wie konntet Ihr auf die Hälfte reduzieren?

    mfg
     
  22. Bauwahn

    Bauwahn

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    Die Luftwechselraten, die die DIN vorschreibt sind in der Praxis meist recht großzügig bemessen.

    Im Winter erreicht diese Raten ohne KWL kein Mensch, der seine Heizkosten selbst bezahlen muss und die wenigsten ersticken dabei. Insofern kann man seine Lüftung schon nach Erfahrung runterdrehen.

    Oder andersrum: Bei gleichem Luftwechsel ist die Luft mit KWL nicht trockener als ohne.
     
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