Kosten für Fäkaliengrube

Diskutiere Kosten für Fäkaliengrube im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir benötigen auf unserem Grundstück eine Fäkaliengrube. Mit welchen Kosten muss man ca. für das Erstellen so einer Grube rechnen (Erde...

  1. Sabbel

    Sabbel

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    Hallo,
    wir benötigen auf unserem Grundstück eine Fäkaliengrube. Mit welchen Kosten muss man ca. für das Erstellen so einer Grube rechnen (Erde ausheben, Behälter; Behälter einsetzen)? Welche Größe sollte dieser haben (Einfamilienhaus 3-4 Personen)? Besser einen Behälter aus Plastik oder Beton?
    Ihr merkt, ich habe null Ahnung und bitte dringend um Hilfe. :lock
     
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  3. ISYBAU

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    hallo sabbel, nachdem du (vermutlich) eine abflusslose Grube bauen willst, solltest du dich zuerst bei deinem Entwässerungsbetrieb kundig machen.

    Mit 3 - 6.000 € müsstest du im Normalfall hinkommen. Das teuere ist aber die regelmässige Entleerung. Bei 4 Personen und ca. 125 L/Tag prodziert Ihr pro Tag 500 Liter Abwasser. Eine Grube mit z.B. 5 m³ müsste dann alle 10 Tage geleert werden. Also dürfte eine größere Grube sinnvoll sein. Eine einzige Leerung und Entsorgung durch ein Fachunternehmen dürfte so an die 2 - 300 € kosten. Also ergibt sich die wirtschaftlichste Herstellung der Grube durch eine wirtschaftlichkeitsberechung in die Herstellungs- und Wartungs(Leerungskosten) mit eingehen.

    Die Abwasserzuleuitungen müssen dann auch gebaut werden. Oberflächenwasser (von Dach und Plätzen) gehört dann separat geführt und entsorgt. Bei dir dürfe dann die Versickerung ein Thema sein.

    Die meisten Entwässerungsbetriebe (Abteilung Grundstücksentwässerung) beraten auch.
    Andernsfalls würde sich eine Beratung und Planung durch einen lokalen Fachmann, vielleicht auf Empfehlung deiner Stadt rentieren
     
  4. hapfel

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    Hallo Sabbel,

    schon mal an eine Pflanzenkläranlage gedacht? Damit entfällt die Leerung der Fäkaliengrube.

    Alternativ dazu Trockenklo?

    Ich weiss, beides gewohnheitsbedürftige Konzepte, aber wohl deutlich billiger - gerade auch im laufenden Betrieb - als die durchtechnisierte Grubenlösung.

    Du wirst aber wohl für beides Standvermögen brauchen, da ich für beide maximale Ignoranz der zuständigen Stellen voraussage.

    Grüße
     
  5. ISYBAU

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    Inzwischen sind Pflanzenkläranlagen auch bei den Behörden als Stand der Technik angekommen. Der Platzbedarf für diese Anlagen ist meist ein Hindernis und auch die regelmässige Wartung. Aber sicher eine interessante Alternative, die nicht unbedingt kostengünstiger sein muss.
     
  6. hapfel

    hapfel

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    Ah, prima. Dann nehme ich meine obige Aussage zurück und behaupte das Gegenteil

    Teurer als 600-900 Euro im Monat bzw. 7000-10000 Euro im Jahr (mit Deinen Zahlen gerechnet)? Wow. Ich dachte die Dinge laufen mit ein bischen Fachwissen und etwas Gartenwerkzeug quasi von alleine - zumindest solange man nicht krampfhaft den Umsatz der Reinigungsmittelindustrie steigern möchte.

    Grüße
     
  7. #6 ISYBAU, 24. Oktober 2006
    Zuletzt bearbeitet: 24. Oktober 2006
    ISYBAU

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    hallo hapfel, die 10 tägige Leerung war nur ein Beispiel dafür, wie massgebend die Betriebskosten sein können. Geht man bei einer größeren "Grube" und ca. 10 Leerungen pro Jahr aus, dann wären das immer noch 2 - 3000 € pro Jahr, bei 2 - 4 Leerungen wären das bis 1200 €/a ... aber die Grube müsste richtig groß sein, bei täglichem Abwasseranfall. Sollten mehrere Eigentümer in einer Sammelaktion leeren lassen, dann wird das natürlich günstiger. Bisher ist das offensichtlich nicht immer das grosse Problem, weil viele Gruben nicht dicht sind und das Abwasser versickert ;-) ...

    Hier rechnet sich eine Kleinkläranlage, bei der man das Abwasser nach der Absetz-/Ausfaulgrube z.B. in einem Sandfilter oder z.B. einer Pflanzenkläranlage weiter reinigt. Die Herstellungskosten sind höher als bei einer Sammelgrube, die Betriebskosten geringer (Abfuhr des Ausfaulschlammes, Regelmässige Betriebsprüfungen (je nach Bundesland) und die Pflege des Aufwuchses. Meine Diplomarbeit hab ich vor upppsss das sind ja schon 20 Jahre ;-) zwar über diese "natürlichen" Abwasserreinigungsverfahren geschrieben aber die letzte Anlage habe ich vor 3 Jahren gebaut. Deshalb habe ich jetzt keine aktuellen Kostenkennwerte und die Zeit fehlt mir gerade in meinem Bücherregal zu suchen. Werde es die Tage mal danach recherchieren und suchen ... , wenn mir niemand zuvor kommen sollte.

    Inzwischen gibt es auch recht funktionsfähige technische Kompaktkleinkläranlagen die einen wirtschaftlichen Vergleich nicht scheuen brauchen
     
  8. #7 ISYBAU, 24. Oktober 2006
    Zuletzt bearbeitet: 24. Oktober 2006
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    Eine intressante Arbeit zum Vergleich der verschiedenen Kleinkläranlagen .. aber halt etwas wissenschaftlich
    http://www.auf.uni-rostock.de/UIW/download/kka-al-jiroudi.pdf

    In Würzburg z.B. muss mindestens 2 x im Jahr die abflusslose Grube geleert werden. Wie groß diese sein müsste kann man sich leicht ausrechnen. (Sofern Sie wirklich dicht ist ;-) )

    http://www.ebw.wuerzburg.de/kanalbetrieb/grubenverordnung.htm


    Und die Österreicher und Schweizer vertrauen der Natur schon um einiges länger als wir .. liegt aber auch an den vielen aussiedlerhöfen, die nicht wirtschaftlich am öffentlichen Kanal anzuschliessen sind

    http://www.on-norm.at/publish/1796.html


    so und den link noch .... mit einer sehr anschaulich vergleichenden Beschreibung der verschiedenen systeme
    http://www.klaeranlagen-vergleich.d...nik/vergleich/vergleich-kleinklaeranlagen.htm
     
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  10. hapfel

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    Ah, danke für die Info :28: :28: :28: :28:

    Werd' ich mir reinziehen. Ist zwar nicht mein Gebiet, aber angeblich lernt man ja fürs Leben :konfusius

    Grüße
     
  11. hapfel

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    Ja, das kenn ich so ähnlich von Geräten:

    "Was, es gibt keine Ersatzteile mehr?! Das Gerät hab' ich doch erst gestern - äh vor kurzem - oder warens schon 15 Jahre ? - gekauft!"
     
Thema: Kosten für Fäkaliengrube
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