Kosten für Haus abschätzen - brauche mal ein paar Zahlen

Diskutiere Kosten für Haus abschätzen - brauche mal ein paar Zahlen im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, seit einiger Zeit lese ich hier im Forum mit und bin froh, Euch gefunden zu haben. Nachdem ich die letzten Wochen mit...

  1. Paso

    Paso

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    Hallo zusammen,

    seit einiger Zeit lese ich hier im Forum mit und bin froh, Euch gefunden zu haben.
    Nachdem ich die letzten Wochen mit Internet-Recherche, Prospektmaterial von Fertighausanbietern und Gesprächen mit Verkäufern diverser Firmen verbracht habe, bin ich noch immer unsicher, was die Realisierbarkeit eines EFH angeht.

    Leider sind die Grundstückspreise hier in meiner Gegend derart hoch (317 EUR/qm => 400qm: ca. 133.140 EUR inkl. NK), dass man trotz Doppelverdienst und einigermaßen Eigenkapital in Zweifel kommt, ob man ein energiesparendes Haus mit 120 qm und Keller noch finanzieren und vor der Rente abzahlen kann.

    Ich gehe gern auf Nummer sicher und würde mich nicht in irgendwelche finanziellen Risiken stürzen.
    Nun sind die Angebote von Fertighaus-Anbietern nicht gerade auf Transparenz und Vergleichbarkeit ausgelegt.:motz
    Es fällt daher sehr schwer abzuschätzen, was wirklich machbar ist und wo man sinnvoll einsparen könnte .
    Was bleibt mir also übrig, als andere Bauherren zu fragen, welche Kosten sie beim Bau ihres Hauses hatten?

    Sicher, ich bin mir darüber im Klaren, dass jedes Haus anders ist.
    Auch die Ansprüche und die finanziellen Möglichkeiten sind bei jedem anders.
    Einige Bau-Blogs im Web listen die Kosten freundlicherweise auf. Aber diese sind spärlich gesäht.

    Unsere Vorstellungen sind sicher nicht weltfremd:
    • ca. 120 qm Wohnfläche
    • 5 Zimmer
    • KfW 55 Haus
    • Keller (muss mit Weißer Wanne gebaut werden)
    • Carport / Stellplatz für 2 Autos
    • Heizung (Gas oder Pellets)
    • Solar-Anlage für Brauchwassererwärmung
    • Zisterne für Regenwasser

    Schickimicki brauchen wir nicht, aber anständig ausgeführt soll es sein.
    Wir sind bisher weder auf einen Hersteller, noch auf eine Bauweise festgelegt.
    Nur schlüsselfertig bzw. "fast-fertig" sollte es schon sein.

    Wenn Ihr also mit ähnlichen Anforderungen gebaut habt, wäre ich Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir Eure Gesamtkosten (als Hausnummer für mich) verraten würdet. (evtl. auch per PN)
    Ich versuche einfach einzuschätzen, ob das, was wir möchten, mit 220.000 Euro (Haus inkl. aller Baunebenkosten) realisierbar ist. Das Grundstück natürlich nicht eingerechnet.
    Andernfalls müssen wir uns das Ganze wohl oder über von der Backe putzen.

    (Wäre halt sehr ärgerlich. Die 50.000 EUR, die ein Grundstück hier zuviel kostet, wären der benötigte finanzielle Puffer für den Hausbau. :mauer)

    Ich danke Euch schonmal für Eure Hilfe.

    Viele Grüße
    Paso
     
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  3. R.B.

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    Soll der Keller zu Wohnzwecken genutzt werden?
    Welche Einschränkungen/Besonderheiten ergeben sich durch das Grundstück?

    Meine Glaskugel sagt, das ist machbar. Ich weiß, ich lehne mich damit sehr weit aus dem Fenster, aber so lange Ihr keine überzogenen Ansprüche habt, die Ausstattung eher Standard bleibt, sollte das irgendwie hinzubiegen sein.

    Das finde ich gut. Besser das Haus einen Meter kürzer machen, als ein Luxustempel der in 2 Jahren zur Versteigerung steht.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Paso

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    Hallo Ralf,
    erstmal vielen Dank für Deine Antwort.
    Der Keller soll nicht zu Wohnzwecken genutzt werden, eher als Hobbyraum, Werkstatt, Abstellfläche, Wäsche usw.
    (Eine Heizung im Keller wäre aus finanzieller Sicht eher "nice-to-have".)

    Das Grundstück ist eben, also keine Hanglage. Allerdings macht drückendes Wasser die weiße Wanne erforderlich.

    Viele Grüße
    Paso
     
  5. mls

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    nein. keine chance.

    wie wär´s mit abstimmen? :p
     
  6. #5 Nutzer des BEFs, 20. Juni 2011
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    Ist schwer zu sagen:

    Meine Glaskugel sagt

    Haus 150.000 - 160.000
    Bodenbelag, Tapete 5.000 - 10.000 (Selber machen?)
    Extrawünsche 5.000 - 10.000
    Außenanlage 5.000 - 10.000
    Hausanschluss 5.000 - 10.000 (Das kann dir der örtliche Versorger sagen, an Abwasser denken)
    Fertigkeller 25.000 - 35.000
    Erdaushub 5.000 - 10.000
    Sonstiges 5.000 - 10.000 (Baustrom, Bauwasser, Richtfest, Versicherungen, Bauzinsen, ...)

    Summe 205.000 - 255.000
     
  7. sobdog

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    Meiner Meinung nach sollte das machbar sein. Weiße Wanne ist halt schon ein Kostenfaktor. Wenn du aber keine Garage willst sondern "nur" ein Carport sparst du auch schon wieder einiges ein.
    Ich würde mir mal konkrete Angebote machen lassen von einigen Firmen und dann die weiteren Kosten kalkulieren.

    Gruß
     
  8. #7 Schreinerr, 20. Juni 2011
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    KfW 55

    Weisse Wanne

    Zisterne

    keine Eigenleistung

    Es wird nicht reichen.
     
  9. #8 Schreinerr, 20. Juni 2011
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    Oh hab ich vergessen Carport auch noch
    Es wird nicht reichen.

    P.S. : Küche und Gardinen nicht vergessen
     
  10. githero

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    Die Gardinen sind besonder wichtig! :D

    Blöde Frage: Muss es unbedingt KFW 55 förderfähig sein? Ihr stellt damit recht hohe Anforderungen an den Dämmstandard, der ggf. teurer zu erkaufen ist. Auch eine Regenwasserzissterne kann (wenn an die Hausversorgung angeschlossen) einige Tausender extra kosten.

    Es gab ja schon einige Threats, wo über Baupreise diskutiert wurde. Mit Eurem Budget seid Ihr da eher am unteren Ende der Spanne. Wenn Ihr soviel Selbstdisziplin habt, immer nur den Standard zu wählen, dann könnte es vielleicht mit dem Budget hinkommen. Aber schaut Euch vorher mal um, was so allgemein als Standard gilt und überlegt, ob Ihr das in Eurem Haus die nächsten 20 Jahre haben wollt (Hinweise findet man z.B. in den Baubeschreibungen von BT. Was dort genannt ist, ist i.d.R. (unterer) Standard) Mehr dürfte aber bei dem Budget nicht drin sein. Und ob man sich dann in so einem Haus wohl fühlt, muss jeder selbst wissen.
     
  11. #10 Linda2010, 20. Juni 2011
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    Hm, wir sind gerade beim Bau unseres Reihenmittelhauses mit Minigrundstück, im Vergleich zu deinem favorisierten Grundstück. Unser Haus kostet aber alleine schon 200.000,-, Kfw85. Wenn ich überlege, dass unsere Nachbarn ein Kfw70 RMH für 250.000,- Euro hinstellen, werden deine 220.000,- für ein KfW55-Haus eher schlecht als recht reichen. Du hast mehr Außenwände als wir, WDVS hauen auch richtig rein, brauchst dickere Wände ect... da sammelt sich so einiges an.
    Da würde ich dann lieber Abstriche an der Grundstücksgröße machen. 300 qm würden doch auch reichen? Oder eine Doppelhaushälfte?

    Kalkuliere lieber nicht zu knapp, denn im Nachhinein ist es meisten immer teurer als veranschlagt. Bei uns sind es momentan 10% und je nach finanzieller Situation kommt man da schon etwas ins Rödeln :yikes
     
  12. Paso

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    Hallo zusammen,
    vielen Dank für die Resonanz und die guten Beiträge.
    Ich muss ja zugeben, dass mir ein breites "Ist doch gar kein Problem!" schon lieber gewesen wäre. :o
    Aber ich hatte schon damit rechnen müssen, das die Meinungen sehr gemischt ausfallen würden. Das Thema ist aber auch nicht leicht zu handeln.
    Wäre halt alles einfacher, wenn man aus dem Vollen schöpfen könnte. Aber so ist es nun mal nicht.
    Ich melde mich später nochmal.
    Für weitere Kommentare danke ich Euch schonmal.
    Viele Grüße
    Paso
     
  13. #12 Linda2010, 21. Juni 2011
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    Hallo Paso,

    am besten suchst du dir ein guten Architekten der dir eine Kostenaufstellung macht. Dann rechnest du noch 10% drauf. Lieber ein paar Kröten an den Architekten zahlen und danach wirklich bescheid wissen, was auf einen zu kommt :28:

    LG
    Linda
     
  14. #13 bassmaster, 21. Juni 2011
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    wenn ich das mit unseren bau vergleiche und mir vorstelle, dass man überall nur standard nimmt und malern / bodenbeläge selbst macht, dann könnte man das vermutlich schaffen. wenn man vielleicht nur kfw 75 nimmt könnte es eventuell noch realistischer werden.

    darauf könnte man doch erstmal verzichten und wenn noch geld übrig bleibt, dann kann man ja immer noch ein carport hinstellen.


    ob das wirklich wirtschaftlich ist, solltest du dich mal schlau machen. wenn das geld knapp ist, dann kann man darauf verzichten. wir haben uns eine solartherme durchgerechnet (mit zinsen usw...) und sind auf ROI von 75 jahre gekommen - ob diese nach 20 oder 25 jahre überhaupt noch die leistung bringt....
    bei regenwasser sieht es ähnlich aus. der ROI mit zinsen wäre bei uns auf 18 jahre gekommen. wenn aber dir schon 3 mal in 10 jahre die pumpe verreckt wie bei einem bekannten, dann ist der ROI niemals drin. Warten muss man das ding auch noch. das vergessen viele.

    ich würde alles so berechnen, dass ihr noch jedes jahr in urlaub könnt. wenn unvorhersehbare belastungen kommen, dann könnt ihr die urlaubskasse plündern, wenn nicht, dann einen schönen urlaub machen. aber 30 jahre ohne urlaub... hmm.
     
  15. Paso

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    Hallo zusammen,

    erstmal vielen Dank für die vielen und guten Antworten. Sorry, dass ich mich erst jetzt melde.
    (Heute vormittag hatte ich bereits fast 30 min an einem Beitrag geschrieben, der dann leider beim Abschicken wegen eines Timeouts der Forensoftware im Nirvana gelandet ist. Davon musste ich mich erstmal erholen. :mauer)

    Gerne würde ich auf alle Beiträge eingehen, aber das würde wohl ausufern.
    Einige der guten Denkanstöße habe mal rausgegriffen:
    1. Bei den bestehenden Anforderungen und dem verfügbaren Budget ist die Angelegenheit eine Gratwanderung zwischen "könnte klappen" und "geht nicht".
      Also: Risiko. Schwer zu kalkulieren.
    2. Die Kosten (und damit das Risiko) könnten aber gemindert werden. Nämlich dadurch, dass man einerseits Features weglässt, die zunächst erstmal nicht essentiell sind. Und dadurch, dass man über die tatsächliche Wirtschaftlichkeit der Energie-Spar-Features nachdenkt und hier ggf. kürzer tritt. Ein wirklich guter Punkt. (Danke an githero & Bassmaster)

    Nicht diskutierbar sind jedoch:
    • 120 qm, 5 Zimmer
    • Keller mit weißer Wanne
    • Heizung (ich will auch keine Fussbodenheizung. Könnte das auch nochmal ein paar Euro bringen?)

    Folgende Eigenleistungen würden für mich (Status: "handwerklich begabter IT-ler") kein Problem darstellen:
    Malerarbeiten, Tapezieren, Bodenbeläge. Auch ein paar Stromleitungen (auf Putz) im Keller verlegen würde ich mir zutrauen.
    Außerdem könnte ich sicherlich Einiges bei den Aussenanlagen selber machen.
    Also im Prinzip Dinge, die zeitlich überschaubar sind und für die ich mir nicht erstmal Know-How aneignen müsste.

    Ich werde jetz mal folgende Schritte in Angriff nehmen:
    1. Aus einigen Anforderungen mache ich mal "Optionen"
    2. Ich schaue mir nochmal sehr genau die Wirtschaftlichkeit und den ROI von Solar, Zisterne, KfW55/KfW75 an.
      (@Bassmaster: hast Du zu Deinen Berechnungen noch Tabellen o.ä. die Du mir zwecks Anpassung überlassen könntest?)
    3. Ich erstelle eine Excel-Tabelle in der ich die Einsparpotentiale mal aufliste und diese gezielt bei ausgewählten Fertighaus-Anbietern abkläre.

    @Bassmaster:
    Gut, das Du das Thema Rücklagen ansprichst. Die Berechnung meiner monatlichen Rate habe ich bereits unter Berücksichtigung diverser monatlicher Rücklagen (Auto, Instandhaltung, Urlaub, usw.) vorgenommen.
    Klar, dadurch schränke ich mich auch selbst bei der möglichen monatliche Rate ein. Aber ich hatte ja schon erwähnt, dass ich gern auf Nummer sicher gehe. :28:

    Viele Grüße
    Paso
     
  16. Ginger

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    Nachdem mir gerade (eine solide erscheinende Kostenschätzung vom Architekten vorliegt) in ähnlicher Hausgröße: nein. Wird mit dem Budget nicht klappen.
    Wir wollen uns auch bei der Ausstattung nicht verkünsteln, nur die Enev 2009 einhalten, kein Solar, keine Zisterne, kein Keller und liegen deutlich drüber.
    Du darfst auch nicht vergessen...wenn Du die 220.000.- ausgibst und bist dann blank, was wenn der Bau doch etwas teurer kommt hinterher? Was, wenn ein Auto kaputt geht etc.? Reserve muss ja also auch noch sein.

    Wir haben auch mal Fertighausangebote überschlagen bzw. dazukalkuliert, was nicht enthalten ist....da fährt man nicht wirklich billiger.
     
  17. sobdog

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    Wenn du kein Solar hast, dann brauchst du ja ne Wärmepumpe?! Die ist in der Regel schon teurer als Gas+Solar.
    "Ähnliche" Hausgröße ist schwer zu vergleichen. Ein paar m2 machen da schon viel aus. Bei 220.000 EUR und 120m2 hast du einen m2 Preis von über 1800 €.
    Wenn du nun also ein Angebot für 140m2 hast, dann macht das schon 36.000 € aus.
    Also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Generell kann man das nun nicht pauschal sagen, da überall die Preise unterschiedlich sind. Man kann das mit dem Budget sicher schaffen es wird aber verdammt schwer. Man wird es nicht schaffen immer nur beim Standard zu bleiben - es gibt so viele Sachen wo man am Anfang gar nicht dran denkt. Ich dachte auch, dass ich eine ziemlich genaue Kalkulation gemacht habe und nun fehlt trotzdem noch manches, was ich vorher nicht eingeplant habe. Also Puffer nicht vergessen (5-10% ist wohl realistisch, wenn man vorher gut geplant hat).
     
  18. Ginger

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    Ja WP, aber Luft-Wasser-WP und Pellets (auch erwähnt vom TE) liegt ja preislich in einer Klasse.
    Ja, der Preis pro Quadratmeter liegt etwa bei 1.800,- inkl. Architekt, Baunebenkosten und co., aber ohne Außenanlagen, Carport etc.
    Wir haben 2 Varianten gerechnet, selbst die kleinere mit 120,xx Quadratmeter (die exakte Nachkommastelle hab ich nicht im Kopf; soviel zu Äpfeln und Birnen) kommt mit Außenanlagen und Bau-NK deutlich über 220.000,- und wie gesagt, nichts KFW, sondern Enev 2009.

    Zudem nicht vergessen: Wir haben keinen Keller, kein Zisterne etc.pp. geplant...Gas mit Solar kommt ja schon Richtung Luft-Wasser-WP...dazu noch Zisterne...da gibt sich das nichts mehr. Und auch bei weniger Quadratmetern, hat man trotzdem Kostenfaktoren die bleiben...das Haus hat trotzdem eine Haustüre, trotzdem ein Bad, eine Heizung, eine Küche, kaum weniger Fenster und Türen, Baunebenkosten etc.....also spart man nicht die vollen 1.800,- je Quadratmeter ein.

    Wenn der TE nicht gerade im hintersten hessischen Hinterland baut, wird es dort auch sicherlich nicht so viel günstiger sein von den Erstellungskosten her, vermute ich mal.
     
  19. #18 Linda2010, 22. Juni 2011
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    Ohja, Dinge die man wirklich nicht braucht und uns in den letzten Tagen passiert sind:

    Technik vom Pampersbomber spinnt: Kosten mal eben 350,- Euro
    Spülmaschine nach 11 Jahren wirtschaftlicher Totalschaden: gestern neu gekauft 350,- Euro, abgespecktes Modell... soll reichen für die nächsten 5 Jahre
    11-jährige Waschmaschine rumpelt neuerdings wie ne Elfantenherde... ist auch bald fällig
    Golf von Männe verliert bei Bergabfahrten Wasser und im Kaltzustand geht er im Standgas aus... Reparatur schieben wir grad noch raus

    + Dinge die man in der Anfangskalkulation gerne vergißt :yikes

    Laufende Zinsen für den Kredit ab 1. Juli inkl. Tilgung 2 von 3 Krediten 618,-/Monat
    Laufend braucht man irgendwas auf dem Bau.... nochmal so 100-200,- Euro/Monat
    Doppelte Benzinkosten: 240,-/Monat
    Doppelte Stromkosten ab Juli: insges. 170,-/Monat
    Doppelte Gas/Ölkosten ab Juli: 160,-/Monat
    Insgesamt Mehrkosten die wir uns gerade von Mund absparen.... genau 10% von den Gesamtkosten *umkipp*
     
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  21. #19 Schnabelkerf, 22. Juni 2011
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    Wir sind mit ca. 220.000 € für Haus (131 m², KfW 70 EnEV 2009 bestellt (laut Enev Nachweis hats dann doch KfW55 erreicht)) und alle Kosten exkl. Grundstück. hingekommen...
    Aber da war kein Keller, kein CarPort, keine Aussenanlagen und auch keine Zisterne dabei :-)
     
  22. Ginger

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    Ja, Grundstück ist bei uns auch nochmal extra.

    Genau so was wie Linda schreibt meinte ich mit Reserve (fürs Leben) und dann eben noch die nötige Reserve für Baukostenüberschreitungen.

    Und dann kommt der Faktor Miete ja noch dazu...man zahlt ja dann während der Bauzeit doppelt: Miete und schon Kreditrate...summiert sich auch auf ein paar T-Euros.

    In den vom TE angegebenen 220.000,- sollen aber NK und Außenanlagen auch schon enthalten sein, so wie ich das verstanden habe...
     
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