Kosten für Neubau

Diskutiere Kosten für Neubau im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, wir beabsichtigen ein Erbbaugrundstück im oberbergischen Kreis (NRW) zu pachten, sind uns aber momentan noch nicht klar, ob wir mit den...

  1. #1 Thomas L., 9. Juli 2006
    Thomas L.

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    Hallo,

    wir beabsichtigen ein Erbbaugrundstück im oberbergischen Kreis (NRW) zu pachten, sind uns aber momentan noch nicht klar, ob wir mit den von uns veranschlagten Baukosten hinkommen werden.

    Nach längeren Lesen hier und in anderen Foren halte ich es für das Beste ein Haus mit Architekt zu bauen. Uns schweben ca. 120m2 Wohnfläche plus Keller für unsere 3-köpfige Familie vor.

    Ist so ein Vorhaben für einen Gesamtpreis von ca. 160kEUR inkl. Nebenkosten ohne Außenanlagen realistisch oder absolut nicht machbar? Haltet Ihr es für realistisch, dass man sich bei dieser Größenordnung mit ca. 20 kEUR für Eigenleistung einbringen kann (Mithilfe bei Heizung und Sanitär, Mithilfe bei Elektro, Innenausbau wie z.B. Dämmung der Dachschrägen, Beplankung mit Rigips und Verspachteln, Malerarbeiten, Bodenbeläge)?

    Viele Grüße
    Thomas
     
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  3. Quelle

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    Bodenverhältnisse?
     
  4. #3 Thomas L., 9. Juli 2006
    Thomas L.

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    Bodengutachten haben wir noch nicht, da wir momentan noch in der Entscheidungsfindung sind, ob wir das Grundstück nehmen oder nicht. Sollte das Haus nicht finanzierbar sein, brauchen wir auch das Grundstück nicht...

    Kann man das noch anderswie herausfinden als über ein Bodengutachten?

    Gruß
    Thomas
     
  5. Bruno

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    Die Bodenverhältnisse sind nicht das Kriterium. Das Ganze ist auch bei "idealen" Bodenverhältnissen unrealistisch. Einsparungen durch Eigenleistung >10% der Baukosten sind für Baulaien ebenfalls unrealistisch.
     
  6. #5 Thomas L., 9. Juli 2006
    Thomas L.

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    Was würde denn so ein Haus kosten?
     
  7. Bruno

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    40% drauflegen, dann wirds realistisch.
     
  8. #7 Thomas L., 9. Juli 2006
    Thomas L.

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    Was kostet denn so ein Keller pro qm? Ich frage deshalb, weil ich jetzt schon mehrfach gelesen habe, dass pro qm Wohnfläche beim Haus ca. 1200.- EUR bei normaler Ausstattung gerechnet werden können. Für unser Vorhaben dann insgesamt also 144k Eur. Wenn wir jetzt mal max. 10% Eigenleistung abrechnen, sind wir bei ca. 130k EUR, blieben für uns ca. 30k EUR für einen Keller...

    Bruno,
    wo würden denn die 64k EUR Mehrkosten entstehen? Was habe ich denn nicht bedacht?
     
  9. Rene'

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    Hallo!

    + Kosten Hausanschlüsse
    + Architektenkosten
    + Statikerkosten
    + Kosten für den Wärmeschutznachweis
    + Kosten für die Baugenehmigung
    + Baustrom
    + Bauwasser
    + Versicherungen während der Bauzeit
    + Vermessungs / Katasterkosten
    + usw......
    + usw......

    Rechne als Baunebenkosten mal locker 15.000€- 20.000€ dazu.

    "Schönrechnen" bringt nix, die Rechnungen kommen sowieso. ;)

    Wir bauen garade ein Vollunterkellertes, freistehendes Haus mit 110 qm Wohnfläche und 62 qm Nutzkeller (unbeheizt).
    Massiv aus 36.5er Poroton , Tondachziegel, Dachstuhl aus KVH-Holz,Wärmepumpe mit Sondenbohrungen, Kamin für den Kachelofen.

    Angepeilt waren incl. aller Kosten auch 160.000€. Schlussendlich werden es wohl ca. 20.000€ mehr werden.

    Eigenleistung: Bodenbeläge, Dachdämmung, Trockenbau, nach Vorgabe des Sanis ein bischen Abwasserleitungen und Frischwasserleitungen.


    Wenn bei 160.000€ absolut Schluss ist und Du danach keine Luft mehr hast dann vergiss es komplett oder verzichte auf den Keller.

    Meine Meinung...

    Gruß Rene'
     
  10. #9 Thomas L., 9. Juli 2006
    Thomas L.

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    Hallo René,

    danke für deinen Beitrag! :)

    Mir geht es nicht um's Schönrechnen, sondern darum die qm-Preise, die über's Internet verbreitet werden, nachzuvollziehen. Scheinbar betrachten diese Preise ja wirklich nur die reinen Bau- ohne Nebenkosten.

    Mir geht es darum, erstmal abzustecken, ob wir für unser Geld überhaupt das bekommen, was wir uns vorstellen. Wenn wir unseren finanziellen Rahmen zu weit ausreizen müssen, lass ich es lieber bleiben. Leben will man ja auch noch...

    Ich denke das Beste wird sein sich mal mit einem Architekten vor Ort zu unterhalten und mit ihm mal abzusprechen was geht. Vielleicht sind 120m² für 3 Leute ja gar nicht notwendig, wenn man eine gute Aufteilung der Räume findet.

    Oder man kann auf den Keller verzichten, wenn sich irgendeine andere günstigere Möglichkeit für einen Kellerersatzraum ergeben sollte.

    Mal sehen, so schnell möchte ich die Flinte eigentlich nicht ins Korn werfen.
     
  11. Quelle

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    waschmaschine ebenerdig ist sowieso besser
     
  12. Rene'

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    Hallo Thomas!

    "Normale" Ausstattung bedeutet minderwertige Fenster die Du nach 20 Jahren tauschen musst, Wärmedämmung die so gerade eben den genehmigungsfähigen Vorgaben entspricht,als Heizung eine Gastherme unter dem Dach, billigste Tapete und günstigsten Bodenbelag wie z.B. Baumarktfliesen für 5 € oder Ramschlaminat aus der Resteecke.

    Während der Bauzeit kommen viele Entscheidungen auf Dich zu die dann im nachhinein viel (mehr) Geld kosten.

    Z.B:
    Elektrik: Möchtest Du in jedem Raum nur einen Schalter,eine Brennstelle und eine Steckdose? Das ist nämlich "normale" Austattung.
    Möchtest Du nach deinem Einzug die Kabel der Stereo/Hifi/TV-Anlagen auf dem Fussboden verlegen und hinter Schränken und Fussleisten verstecken oder lieber diese Leitungen vorher schon in Leerrohren unter dem Estrich verschwinden lassen?
    Wieviel Telefon/ISDN/DSL-Anschlüsse benötigst Du? In der "normalen" Austattung ist nur ein Telefonanschluss in der Diele vorhanden.
    Schaltbare Aussensteckdosen vorne und hinten (für den Weihnachtbaum vorne oder den E-Grill hinten) kosten auch Extra.

    Alleine die Elektrik kann zwischen 1500€-8000€ kosten. Und wenn Du anfangs mit 1500€ planst werden es hinterher bestimmt 4000€. Glaub mir. ;)

    Badezimmer ( uiuiuiui , jetzt wird's teuer...;) )

    Aufputzarmatuhren (ich weiss ohne "h" ,aber das Forum hatte dieses Wort nach dem Antworten immer verändert ?!?!) für 59€ ( "Normale Austattung" ) oder hübschere UP die schon mal 500€ kosten?
    Soll die Dusche nur eine einfache Brause mit Popelsstange ( sorry! ) bekommen ( "Normale Austattung" ) oder sollte es schon eine gescheite Kopfbrause mit Thermostat und Seitenbrausen sein?

    Ein Standard-Badezimmer von 10-12 qm in normaler Ausstattung (incl.Fliesen) kostet so zwischen 1500-2000€ .
    Ein Badezimmer das etwas konfortabler abernicht luxeriös ausgestattat ist kostet schnell 5000-6000€.

    Versteh mich nicht falsch, das soll deinen Elan absolut nicht bremsen, aber Vorgaben wie 1200€/qm entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard.

    Sinnvollerweise rechnet man sowieso eher in m³ Umbauter Raum. Wobei man 240-250 € / m³ rechnen sollte ( incl Keller! ) . Das kommst dann schon Ansatzweise eher hin.

    Plus Klimbim wie Extras und Baunebenkosten natürlich... ;)


    Gruß Rene'
     
  13. Uli1

    Uli1 Gast

    Also ich kann dir jetzt nur mal unsere Zahlen nennen, wobei wir manche Bedingung haben, die ein paar Euro mehr kostet (und ausserdem in Süddeutschland, wo es immer schon teurer war):
    WEisse Wanne, da Überschwemmungsgebiet. Ohne Keller war nicht viel billliger, weil wir aus demselben Grund das EG Niveau 1,50m über dem gewachsenen Boden haben wollen (müssen) und dann Streifenfundamente benötigt hätten, die wieder bis in den gewachsenen Boden gehen.
    Einfahrt ist 35m lang und weil jede Menge Grundwasser vorhanden ist, haben wir noch eine Wärmepumpe mit drin. Damit erledigt sich auch das Problem der Öltanks bei Hochwasser.

    Das Haus 1 1/2 geschossig und hat 95m² Wohnfläche plus Keller. Massivbau aus W 11 (oder T11) oder wie die Ziegel heißen. 200mm Zwischensparrendämmung im Satteldach. Sonst keine weiteren "Besonderheiten" wie Erker etc..
    Incl. Wärmepumpe und der beiden dazu nötigen Brunnen kostet das Haus 165.000€ über einen Bauträger.
    Allerdings kommen dann noch
    7000€ Erschließungsgebühren (Grundstück war vorhanden, aber nicht erschlossen),
    700 € für Gutachten Brunnen Wärmepumpe (verlangen manche Bundesländer), was deren Genehmigung kostet kommt noch auf,
    ca. 3000 € Stromanschluß incl. Telefon,
    Notargebühren von ca. 2000€ (Hypothekeneintrag, Grundstücksüberschreibung...),
    Baugenehmigung 1600€ Gebühren (einige Freistellungen),
    aufschütten und verdichten Terrasse und Belag ca. 1700€ (bei Selbstverlegen).
    Die lange Einfahrt mit Anschlussleitungen, Schächten und Belag aus Split kostet nochmal 10.000€.
    Zwei Carports kommen später noch dazu. Alles in allem ca. 200.000€ bis das Haus fertig ist.

    Also mal nicht so optimistisch rechnen.
    Bei denen die so billig werben, fehlt meist noch einiges, bis man wirklich drin wohnen kann. Da mußt du sehr gut nachsehen, was alles in deren Verträgen drin ist und was nicht.

    mfg
     
  14. campr

    campr

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    Ich kommentiere mal Ulis Zahlen etwas
    Der Telefonanschluss ist bei uns der mit Abstand geringste Posten (~150EUR), der Stromanschluss ist vergleichbar. Abwasseranschluss ca. 3.500EUR, Trinkwasser ca. 650EUR.

    Sind die nur bei Bauträger so hoch? Bei uns waren es für Grundschuld 330EUR (Amt) plus 320EUR (Notar) und für Grundstückskauf 230EUR (Amt) und 510EUR (Notar).

    Wir bauen exakt nach Bebauungsplan. Kosten (bis jetzt) nur ca. 70EUR für Wasser-/Abwasserplan. Kollegin, die in einem im Zusammenhang bebauten Ortsteil baut, konnte gleichmal 1.000EUR für die Baugenehmigung auf den Tisch legen.

    Tom
     
  15. Reilinga

    Reilinga

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    Serrvus zusammen :winken ,

    Beim Bauträger hast das Problem, dass beim Erwerb des Hauses über den Notar nicht nur das Grundstück sondern ja auch das Haus mit übertragen wird ==>> also genauer gesagt an einem Beispiel:
    Grundstückswert 100k EUR
    Hauswert 200k EUR
    Grunderwerbsteuer 3,5 %

    ==>> es ist zu zahlen an Grunderwerbssteuer:
    Übertragung nur Grundstück = 3,5k EUR
    Übertragung Haus und Grundstück = 10,5k EUR

    Das kann dann gleich mal richtig Asche (7k EUR) für nix kosten ;)

    Gruß Reilinga
     
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  17. campr

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    Mir gings nicht um Grunderwerbssteuer (die ist extra und wird ans Finanzamt gezahlt), sondern um Notarkosten.
     
  18. Uli1

    Uli1 Gast

    Gut unsere Notarkosten sind etwas höher als wohl sonst. Liegt an der Grundstücksgröße und einigen hin und her Umschreibungen bzw. verzögerten Umschreibungen wegen Steuer.

    mfg
     
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