Kosten Nachrüstung Natural Cooling WP

Diskutiere Kosten Nachrüstung Natural Cooling WP im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich hab eine Sole-WP und hab bei meinem Heizungsbauer, der diese Anlage vor ca. 3 Jahren eingebaut hat, die Nachrüstung für eine...

  1. #1 Dennis1, 4. Mai 2013
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    Hallo,

    ich hab eine Sole-WP und hab bei meinem Heizungsbauer, der diese Anlage vor ca. 3 Jahren eingebaut hat, die Nachrüstung für eine Naturkühlung angeboten bekommen.
    Das Angebot umfasst einen Wärmetauscher sowie die Regelung. Ein Taupunktsensor ist bauseitig während dem Neubau bereits eingeplant worden, d.h. die Leitung ist in den kühlsten Raum gelegt mit einer Leerdose.
    Für diese Nachrüstung verlangt er jetzt stolze 3.500EUR. Ist dieser Preis Eurer Meinung nach realistisch? Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Hersteller der WP nennen darf. (H...ther.)
    Irgendwie sollte ja schon derselbe Betrieb die Nachrüstung durchführen, der auch die gesamte Installation gemacht hat, aber es muss halt realistisch sein.

    Die Luftkühlung wollte er mir nicht anbieten, anscheinend wäre es zu eng und er müsste zuviel umbauen. Wäre es ratsam, die Kühlung von einem anderen Betrieb durchführen zu lassen, falls ja, von welcher Fachrichtung? Ach ja, natürlich hab ich eine zentrale Lüftungsanlage.
    Zu welcher Variante würdet Ihr raten, über Fussbodenheizung und oder Luft?

    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe!

    Viele Grüsse,
     
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  3. R.B.

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    Ich würde mir zuerst einmal Gedanken darüber machen, ob man diese Kühlung überhaupt braucht.

    Wenn ja, dann sollte man einmal die erforderliche Kühlleistung rechnen (ähnlich wie bei der Heizlast). Wenn man über die FBH kühlen möchte, dann kann man die Temperatur der Oberfläche nicht beliebig absenken, sonst besteht die Gefahr, dass die feuchte-warme Luft kondensiert. Ohne aber eine entsprechende Differenz zwischen RT und Oberflächentemperatur ist die Kühlleistung gering. Die "kalten" Oberflächen können dann auch schnell gefühlt unangenehm werden. Der Nutzen so einer Klimatisierung ist also begrenzt.

    Kühle ich über die Luft, dann kann ich eine höhere Temperaturdifferenz nutzen, aber ich muss bedenken, dass je nach Kühlleistung ein hoher Luftwechsel erforderlich wird. Das kann zu unangenehmen Zugerscheinungen führen.

    Also, beide Varianten sind denkbar, beide Varianten haben Vor- und Nachteile, aber damit man die Größenordnung festlegen kann, sollte man sich über die notwendige Kühlleistung Gedanken machen.

    Doch bevor man über solche Details nachdenkt, bitte meinen ersten Satz berücksichtigen.

    Ich habe mir darüber auch schon den Kopf zerbrochen und bin dann für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass in unseren Breitengraden eine Klimatisierung eines EFH nur eine geringe Priorität hat. Genau betrachtet gibt es nur wenige Tage an denen man eine Klimatisierung sinnvoll einsetzen könnte. Bei Bürogebäuden o.ä. sieht das etwas anders aus.
    Ich habe mich daher für einen Verzicht entschieden, spare mir die Investition und Verbrauchskosten, und versuche seitdem die Klimatisierung durch Lüftung und entsprechendes Nutzerverhalten in den Griff zu kriegen. Bisher habe ich eine Klimatisierung zuhause nur an vielleicht 3-4 Tagen im Jahr vermisst. Nur die Räume im DG bereiten mir ehrlich gesagt etwas Kopfzerbrechen, aber da wir diese nicht als Schlafräume nutzen, ist das auch kein echtes Problem.

    Wenn ich mir überlege, dass manche Leute den ganzen Sommer am liebsten in der Sonne verbringen und sich grillen lassen, dann sollten 24°C Raumtemperatur zuhause auch nicht das Problem sein.

    Sollte aber aus irgendwelchen Gründen eine Klimatisierung gewünscht sein, dann halt die obigen Punkte beachten.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Skeptiker, 6. Mai 2013
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    Dem möchte ich zustimmen. Selbst für ein Haus mit praktisch vollverglaster Südfront kann ich die Größenordnung für den Kühlbedarf grundsätzlich bestätigen, wenn ich auch die Zahl in Berlin / Brandenburg eher bei 5 - 10 Tagen sehen würde. In dem von mir entsprechend geplanten Haus sah die Entscheidung allerdings genau anders aus: Da BKT bereits gesetzt war, wurde das Kühlmodul für 500,- € mehr eingebaut, dafür auf Verschattung für 5.000 € verzichtet und Betriebskosten und Wartung konnten vernachlässigt werden. Bei einem reinen Fußbodenheizungssystem und "normalem" Fensterflächenanteil würde auch ich versuchen, das Problem anders zu lösen.
     
  5. R.B.

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    Gut möglich, dass es Regionen gibt bei denen man mit mehr als 3-4 Tagen rechnen sollte. Wir sind hier Höhenlage, um die 550m ü. NN, da halten sich die wirklich heißen Tage in Grenzen, und die Tage in denen das Haus sich auf sehr hohe Temperaturen aufheizt, erst Recht. Zudem haben wir hier fast ständig Wind, so dass man in den späten Abendstunden schon wieder kühlen kann, indem man das Haus richtig lüftet.
    Im Neckartal, keine 10km von hier, sieht es schon wieder anders aus.

    Ein ganz wichtiger Punkt den Du anführst, es macht einen Unterschied ob im Bestand nachgerüstet wird, oder man man solche Details bereits bei der Planung berücksichtigen kann. Bei einem Neubau kann man durch Planung, also beispielsweise Anordnung des Gebäudes, Platzierung der Fenster, aber auch durch die verwendeten Materialien, das Verhalten des Gebäudes beeinflussen. Dann muss nur noch das Nutzerverhalten mitspielen. Nutzerverhalten, da spreche ich aus leidiger Erfahrung, beispielsweise wenn Frauchen meint sie müsse am Mittag die ganze Bude "lüften" während draussen die Sonne brennt und das Thermometer die 30°C anpeilt.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Dennis1, 6. Mai 2013
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    Hallo Ralf,

    vielen Dank für die Antwort mit den korrekten Argumenten.
    Genau deshalb hatte ich nicht gleich im Neubau die Klimafunktion einbauen wollen, denn genau aus den von Dir genannten Gründen wollte ich erst mal abwarten.
    Jetzt, nachdem wir 3 Sommer lang im Haus wohnen, ist mir klar geworden, dass im Sommer (wir haben recht viele Fenster)trotz Beschattung mit Rolladen die Temperatur halt doch ansteigt und ehrlich gesagt, schätze ich im Haus eine angenehme Kühle, erst recht wenn draussen heiss ist.
    Da wir halt schon die WP mit Sole haben, dacht ich mir, kann die Klimatisierungsfunktion auch nicht mehr so teuer sein, natürlich inkl, der von Dir angesprochenen Taupunktschutzregelung.
    Wie gesagt bin ich gelinde gesagt etwas überrascht von den Kosten, denn der Aufwand hält sich ja doch in Grenzen, also Wärmetauscher und Regelventil rein und an die Regelung der WP dranhängen.
    Welcher Handwerker könnte mir da noch ein Angebot machen, ich hab rausbekommen, dass der Hersteller so eine Art Gebietsschutz dem Handwerker eingeräumt hat, dann bekomm ich natürlich auch nur von dem einen autorisierten Betrieb ein Angebot und das ists.
    Nochmals, es ist klar, dass die Klimatisierung eigentlich Luxus ist, aber ich würde schon ganz gerne so gut wie möglich im Sommer die Temperatur unten halten.

    Viele Grüsse,

    Dennis
     
  7. #6 Achim Kaiser, 6. Mai 2013
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    In der Regel rufen die Hersteller da kräftige Preise auf, da die Kühlfunktion schon den Hauch einer Luxusfunktion hat.
    Es ist auch von Fabrikat zu Fabrikat und manchmal von Type zu Type ein nicht unerheblicher Aufwand zu betreiben.
    Dann braucht blos noch was im Weg zu sein ... und es gibt *was größerers* ... mit nem ebensolchen Preis.

    Ein Wettbewerber ruft da je nach dem bei passiver/aktiver Kühlung abhänhig von der WP Type und Kühlvariante von 1500 bis 3000 Taler plus Märchensteuer für die Erweiterungskiste auf .... so ganz aus der Welt liegt der Preis deswegen je nach Einbauaufwand nicht wirklich.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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  9. #7 Dennis1, 6. Mai 2013
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    okay, das gibt mir zumindest schonmal ein Gefühl dafür, dass es nicht ganz ungewöhnlich ist das Angebot und dass ich mich halt fragen muss, ob es das wert ist.

    Vielen Dank für die Antworten und Hilfe!

    Viele Grüsse

    Dennis
     
  10. R.B.

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    Da schließe ich mich Achim an. Die Preispolitik mancher Hersteller muss man nicht verstehen, zumindest hilft Logik da nicht weiter. Wenn hier ein Preis von 3.500,- € im Raum steht, dann wüsste ich jetzt keine Möglichkeit, wie man diesen noch gewaltig drücken könnte. Eine Möglichkeit wären "Normale" Klimageräte, aber das wäre auch ein anderes Konzept, und wenn damit ein komplettes Haus klimatisiert werden soll (x Räume), dann wird dieses Konzept aufgrund der Menge der benötigten Innenteile auch nicht gerade günstig.

    Wie gesagt, die Entscheidung muss jeder selbst treffen.

    Gruß
    Ralf
     
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