Kostenunterschied Fußbodenheizung / Wandheizung

Diskutiere Kostenunterschied Fußbodenheizung / Wandheizung im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, nach diversen Diskussionen im privaten Umfeld möchte ich das Forum hier mal bemühen... Kann mir jemand eine Auskunft darüber...

  1. HaWe

    HaWe

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    Hallo zusammen,

    nach diversen Diskussionen im privaten Umfeld möchte ich das Forum hier mal bemühen...
    Kann mir jemand eine Auskunft darüber geben, in welcher Höher sich die Kosten von FBH und WH unterscheiden? Damit meine ich natürlich nicht nur das reine Material für und Installation für die Heizung an sich, sondern natürlich auch das "rundherum" wie z.B. Estrich, Putz etc. Ich erwarte jetzt kein Lesen in der Glaskugel, aber vielleicht hat ja schon mal jemand für ein Objekt jeweils Angebote für FBH und WH eingeholt und kann dazu was schreiben. Oder gibt es so was wie eine Daumenregel, daß für das gleiche Objekt das eine System grundsätzlich x% teurer ist als das andere?

    Schon mal danke für Eure Hilfe
    Viele Grüsse
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Gleiche Flächen vorausgesetzt, sollte der Preisunterschied marginal sein. Wenn ich natürlich System x mit System y vergleiche, dann kann es immer zu Unterschieden kommen.

    Bei Wandheizung steht oftmals weniger freie Fläche zur Verfügung, so dass mit höheren Heizkreistemperaturen gearbeitet wird. Dadurch kann die Lösung "Wandheizung" zumindest hinsichtlich Materialkosten etwas günstiger werden. Die höhere Heizkreistemperatur macht sich aber in der Effizienz des Wärmeerzeugers bemerkbar (je nach Art der Wärmeerzeugung mehr oder weniger).

    Wie Du siehst, man kann nicht pauschal sagen, FBH ist günstiger als WH, oder umgekehrt.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Pascal82

    Pascal82

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    Hallo hawe,

    was versprichst du dir von der wandheizung?

    als stand der technik würd ich sagen ist FBH (meiner meinung bei fliesen pflicht, sonst grad im wohnbereich kalte füße)
    wandheizung hab ich zb. im bad zusätzlich verbaut die aber nur mit FBH warmen wasser gespeißt wird und so im bad für die zusätzlichen 1-2 ° wohlfühltemp. sorgt- merklich warm wird dabei die wand nicht.

    willst du warme wände und keine FBH brauchst du höhere vorlauftemp.
    als bei der FBH..... da kommts auf deinen wärmeerzeuger an- der trend geht aber auf niedertemp. heizflächen mit ganz niedrigen vorlauftemp...

    bei uns zb hat die fbh auch bei -20° nur ca 35° eher weniger...

    als reine heizflächen macht das für mich keinen sinn,
    höchstens als zusatz im bad bzw hinter dem sofa an einer außenwand....

    aber da giebts bestimmt auch andere meinungen zu.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Wandheizung kann sinnvoll sein, wenn aufgrund "exotischer" Oberbeläge eine FBH nicht mehr richtig funktionieren kann, oder aber wenn auf dem Boden nicht ausreichend Fläche zur Verfügung steht.

    Ein dicker Parkett oder gar Dielenboden kann einer FBH das Leben schwer machen. Man kann auch nicht beliebig die Heizkreistemp. erhöhen, und dann müssen halt zusätzliche oder andere Flächen her.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Pascal82

    Pascal82

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    hallo Ralf,

    schon klar, siehe bei mir bad- zu wenig boden für die gewünschte heizleistung- deshalb zusätzlich die wände.

    extrem dicker holzboden ok. aber selbst da klappt doch meistens noch die FBH.
    (in meinem Männerzimmer Harr harr! hab ich 22mm osb als boden gelegt- geht problemlos)

    deshalb hätte mich ja interesiert warum der fragesteller wandheizung in betracht zieht.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Interessiert mich auch noch. Mein Beitrag war nicht gegen Deinen gerichtet, sondern mehr allgemein gedacht.

    Gruß
    Ralf
     
  8. joerg109

    joerg109

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    Fbh

    Wir haben im ganzen Haus Dielenboden und wg. Passivhausstandard nur einen geringen Heizbedarf. Den decken wir überwiegend durch Wandheizung. Bei 32 Grad Vorlauftemperatur liegt die Heizleistung pro qm bei 60 - 70 Watt. Die Montage der Heizrohre auf Massivwänden ist sehr einfach und geht schnell. Der einzige Zusatzaufwand beim Verputzen ist dann halt, dass die Putzschicht rund 2,5-3cm dick wird. Wir haben reinen Kalkputz verwendet, wie überall sonst auch, nicht den empfohlenen teuren Spezialputz. An den Neubauwänden (Holzständer) ist das alles nochmal viel einfacher, denn es gibt Gipskartonplatten, in die die Heizrohre verlegefertig eingefräst sind. Platte anschrauben und fertig. Das Material ist nicht sehr teuer. Für insgesamt ca. 25qm Wandheizflächen, davon rund die Hälfte in Form von Verlegeplatten, waren das rund 3500 Euro.
     
  9. Pascal82

    Pascal82

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    Hallo ralf

    :bierchen:hab ich auch nicht so aufgefasst:winken
     
  10. HaWe

    HaWe

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    Erstmal herzlichen Dank für die Reaktionen.

    Zu den o.g. Gegenfragen bzw. weitere Randinfos:
    - Ich bin hinsichtlich Hausbau (und damit allen darin enthaltenen und angrenzenden Themengebieten) ein Laie und bisher nur in der Theorie unterwegs. Heißt also: ich hatte noch keine Gelegenheit eine WH "in Aktion" zu erleben.
    - Grundsätzlich aufmerksam auf WH wurde ich durch ein Buch von Albert Ringlstätter. Seine Ausführungen erscheinen erstmal durchaus nachvollziehbar. Interessanterweise stelle ich hier im Forum in anderen beiträgen fest, daß - im Gegensatz zu Ringlstätter - hier fast ausschließlich WH auf Innenwänden thematisiert werden.
    - Mein Interesse bzw. Überlegungen pro WH (im Vergleich zu FBH) liegt darin begründet, daß die WH offenbar wesentlich weniger träge reagiert und daß sie auch mit "exotischen" Bodenbelägen wie Parkett/Kork/Laminat unproblematisch ist. Der Einsatz von Fliesen/Stein wäre bei uns auf Bäder und Eingangsbereich beschränkt, sonst kämen die bereits genannten "Exoten" (bzw. Linoleum im Kochbereich) zum Einsatz.
    - Die WH wäre mindestens für das EG interessant, im OG (Vollgeschoss) - insbesondere Kinderzimmer - bin ich mir noch nicht so sicher, ob das tatsächlich ideal wäre (man stelle sich vor: "Papi, ich wollte ein Bild aufhängen und jetzt tropfts aus der Wand"...). Im Keller würde ich tatsächlich die FBH vorziehen.
    - Zum Thema freie Wandflächen kann ich mir durchaus vorstellen (beim Modell Ringlstätter mit Heizschleifen nur auf der Außenwand) die Möbel so zu stellen, daß eben keine oder nur geringe "Verdeckung" der Heizung eintritt.
    - Die Wärmeerzeugung sollte durch Gasheizung mit heizungsunterstützender Solaranlage erfolgen.

    Hoffe, das hilft zum Verständnis oder zur weiteren Beantwortung....


    Danke nochmal
    Viele Grüsse
     
  11. Uwe!

    Uwe!

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    meine Meinung:

    Von der Trägheit gibt's keinen großen Unterschied!
    Kork/Linoleum/Laminat etc. sind mit FBH völlig unproblematisch.
    Ein KLeiderschrank behindert den Wäremtransport (der WH) deutlich mehr als Laminat auf der FBH.
    Wandheizung da, wo zusätzliche Heizfläche benötigt wird (meist Bad) oder wo es zusätzliche Behaglichkiet braucht. (das genannte Beispiel mit dem Sofa an der Außenwand)
    Großen Nachteil bei der WH ist für mich tatsächlich, dass man nciht mal eben so einen Nagel in die Wand schlagen kann. Löcher in den Fußboden macht man da deutlich seltener!
     
  12. R.B.

    R.B.

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    WH an Außenwänden ist nicht ganz ohne, denn gerade dort hat man das höchste dT (aufgrund der Außentemperatur). Die Wärme soll aber im Haus bleiben und nicht den Garten schneefrei halten.

    So, und dann landen wir ganz schnell bei aufwendiger Innendämmung etc.

    Gruß
    Ralf
     
  13. Uwe!

    Uwe!

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    schon klar, drum hab ich auch geschreiben, wenn es um die Behaglichkeit geht. Genau die kann eben bei der "höchste dT" gestört sein.
    Energetisch eher suboptimal, da hast Du Recht
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Jepp, aber anderereseits möchten wir ja nicht ständig nach energetischen Gesichtspunkten leben. Beheizung bedeutet für mich auch ein Stück Komfort, und dass dies Verbrauchskosten verursacht.......ist nicht zu ändern.

    Gruß
    Ralf
     
  15. Uwe!

    Uwe!

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    in nem anderen Forum sagt einer sinngemß immer: "Für Komfort verschwende ich gern Energie, nur Energieverschwendung ohne Mehrwert wird systematisch bekämpft!":bierchen:
     
  16. R.B.

    R.B.

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    So isses. Könnte vom Martin stammen.

    Energiesparen ist schön und gut, und auch sehr wichtig, aber wenn ich dann Abends nach Hause komme und frieren muss, hat meine Optimiererei ihr Ziel verfehlt.

    Sparen sollte nicht zum Geiz werden, ich muss und möchte auch noch leben.

    Gruß
    Ralf
     
  17. joerg109

    joerg109

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    Was hat eine Wandheizung mit Innendämmung zu tun?
    Einer vernünftig (aussen) gedämmten Aussenwand (U-Wert kleiner als 0,1) ist es relativ egal, ob da an der Innenseite ein paar Heizschlangen liegen oder nicht.
     
  18. HaWe

    HaWe

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    Wo es jetzt um Dämmung usw. geht...da hätt ich noch eine Randinformation: für die Aussenwände hätte ich 42.5cm W12 ohne weiterführende Dämm-Maßnahmen angedacht...
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Kleiner 0,1W/m2K, das ist sportlich. :e_smiley_brille02:

    Es macht aber schon einen Unterschied ob ich auf der Innenseite der Wand eine Temperatur von 20°C haben, oder von mehr als 35°C. Manche WH werden sogar mit noch höheren Temperaturen gefahren weil kaum freie Fläche verfügbar ist.

    Weiterhin verteilt die Wand die Wärme ja nicht nur in Richtung "außen", sondern auch in der Vertikalen.

    Hat alles seine Vor- und Nachteile.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Jungs lasst die Kirche im Dorf ... diese Extremwerte bringen keinen weiter.

    Wandheizung funktioniert mit *jedem* der EnEV gerecht werdenden U-Wert des Wandaufbaus einwandfrei, sofern auf die bauphysikalischen Grundsätze Rücksicht genommen wird.

    Die *Internettdefinitionen* von *vernünftig* ist mehr als dehnbar und der *Dämmwahn* nimmt manchmal extrem skurile Auswüchse an.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  22. R.B.

    R.B.

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    W12 mit 42,5cm?
    Ich dachte den gibt´s nur mit 36,5 und 49cm.

    Also mit 42cm dürfte das knapp an der EnEV2009 vorbeischrammen.

    Gruß
    Ralf
     
Thema: Kostenunterschied Fußbodenheizung / Wandheizung
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