Kostenvergleich verschiedener Jahresarbeitszahlen von Wärmepumpen

Diskutiere Kostenvergleich verschiedener Jahresarbeitszahlen von Wärmepumpen im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen Ich habe einen Energiesparnachweis mit Wärmepumpe vorliegen, bei denen bei KfW55 folgende Werte berechnet worden sind. Und die...

  1. worlde

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    Hallo zusammen

    Ich habe einen Energiesparnachweis mit Wärmepumpe vorliegen, bei denen bei KfW55 folgende Werte berechnet worden sind. Und die Dämmung, Größe etc. entspricht auch meinem bisher überlegten Neubau in Holzständerbauweise.

    Nutzfläche : 154,4m²
    Heizwärmebedarf 45 kWh/m²a
    Primärenergiebedarf 37,2 kWh/m²a
    Endenergiebedarf 14,3 kWh/m²a
    Anlagenaufwandszahl eP : 0,766
    Jahresleistung erneuerbarer Stromproduktion / PV Anlage: 3000 kWh/a
    Deckungsanteil der PV Anlage: 38,3%


    Und von einem Heizungsbauer habe ich verschiedene Wärmepumpen und deren Jahresarbeitszahlen:
    Split WP: 3,34
    Monobloc WP: 3,67
    Sole WP Flächenkollektor: 4,67


    Nun zu meinem Anliegen:
    1.) Bei einem Strompreis von 0,22€ wären es ja Jahreskosten von 14,3kWh/m²a * 154,4m² * 0,22€= 485€ Sehe ich das richtig?
    2.) Wie kann ich mit den vorhandenen Werten einen Vergleich der Wärmepumpen-Arten berechnen? Weil die unterschiedlichen Arten im Preis und in der JAZ unterschiedlich sind und ich gerne wissen möchte, ab wann sich die teureren Varianten armortisieren. Wäre toll wenn mir jemand dies erklären bzw. eine Beispielrechnung machen könnte.

    Vielen Dank schon mal
     
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  3. GWeberJ

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    Dein prognostizierter Stromverbrauch für die WP ist so niedrig und die Unsicherheit bei allen Parametern so groß, dass du da meines Erachtens keine eindeutigen Ergebnisse erwarten kannst.

    Statt Zeit mit Rumrechnerei zu verschwenden, schau lieber im Haustechnikdialog-Forum vorbei uns besorg dir da Tipps zur Optimierung der Heizungsanlage für die Nutzung einer Wärmepumpe. Durch schlechte Auslegung der Komponenten scheint man mehr Geld verbrennen zu können als man denkt.
     
  4. R.B.

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    Mathematisch korrekt, mehr aber auch nicht. Selbst wenn man unterstellen würde, dass der Heizwärmebedarf korrekt wäre, müsste man wie folgt rechnen.

    0,22 [€/kWh] * 45[kWh/m²a] *154,4 [m²] / 3,34 = 457,65 € p.a.
    0,22 [€/kWh] * 45[kWh/m²a] *154,4 [m²] / 4,67 = 327,31 € p.a.

    Der Heizwärmebedarf bezieht sich ja auf die thermische Energie die dem Haus zur Vefügung gestellt werden muss, Du bezahlst aber beim Versorger die el. Energie. Beide sind über die JAZ miteinander verknüpft.

    Siehe mein Beispiel oben, einmal für die Split und einmal für die SWP.

    ABER, bitte beachte, dass die Daten aus der EnEV nur bedingt für eine Abschätzung der zu erwartenden Heizkosten taugen. Die Randbedingungen (Annahmen) sind nicht gerade praxisgerecht. Besser wäre eine Abschätzung über die Heizlast, diese wäre nach EN12831 zu ermitteln, hilfsweise kann man sie aus den Angaben zur Hülle, Gebäudevolumen, H`t abschätzen.
     
  5. #4 Schnabelkerf, 3. Dezember 2015
    Schnabelkerf

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    Auch wenn die Herangehensweise nicht so stimmt kommt als Ergebnis doch eine Zahl heraus die ich so auch Pi x Daumen erwartet hätte für eine KfW55 Hütte mit 150 m². Die knapp 500 € sind realistisch für eine LWWP. Auch wenn die theoretische JAZ von 3,67 dann real vielleicht nur 3,3 wird.

    Das man mit die Sole WP dann ein wenig mehr als 100 € im Jahr spart ist auch plausibel. Dann muß man nur noch die Mehrkosten der Sole WP in Bezug zur Einsparung setzen und hat dann den Zeitrahmen in dem sich das rechnet.

    Die Werte im Energieausweis sind, bei identischer beheizter Fläche, meinen recht ähnlich. Kosten mit einer LWWP bei mir seit Jahren um die 450 €.

    Davon abgesehen gibt es natürlich auch andere "weichere" Faktoren wie die evtl. Lärmbelästigung für die Nachbarn oder einen selber bei einer LWP, den Flächenverbrauch, die Optik...
     
  6. worlde

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    Vielen Dank für die Info. Ist eben auch mein Gedanke, ob sich der Mehrpreis irgendwann rechnet. Bei einer Sole-WP hat man natürlich auch noch die passive Kühlung. Aber ob dies so viel Ausmacht sei dahin gestellt.
     
  7. R.B.

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    In einem gut gedämmten Haus sind die Heizkosten für sich schon so niedrig, dass die unterschiedlichen Preise für die Energieträger auch nicht mehr so sehr in´s Gewicht fallen. Extreme Preisunterschiede bei den Investitionskosten können durch den geringeren Energiekostenpreis einer bestimmten Variante normalerweise nicht mehr kompensiert werden.

    Neben den Heizkosten kommt der WW-Erzeugung eine immer wichtigere Rolle zu, denn diese können bei sehr hoch wärmegedämmten Häusern bereits in der gleichen Größenordnung liegen wie die jährlichen Heizkosten, ja diese sogar übersteigen.
     
  8. #7 Schnabelkerf, 3. Dezember 2015
    Schnabelkerf

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    Die waren in meinem Fall schon mit drin bzw. auch allgemein denke ich das unter 500 €/a INKL WW mit einem KfW55 Haus bei "normaler" WW Nutzung drin sein sollte. In meinem Fall macht das WW ca. 40-45% des Gesamtverbrauchs aus.
     
  9. driver55

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    Kann passen, muss aber nicht:

    * Wasserverbrauch: Die einen benötigen 50m³...die anderen 100m³...die nächsten 150m³...
    * Raumtemperatur: Die einen schwitzen bei 21°C, die anderen frieren bei 23°C...
    * Standort der Hütte: Ochsenhausen ist nicht unbedingt die Wärmste Gegend...
    * Strompreis: Tendenz [langfristig] steigend...
     
  10. #9 Spardorfer, 22. Dezember 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. Dezember 2015
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    Hallo,

    haben Erdwärme mit Sole, 3x 70m tief, Leistung theoretisch was um die 11kW. Nun das böse Erwachen:

    Neubau, KfW70 nach EnEV 2009, 150m² Wohnfläche und nochmal 150m² Nutzfläche
    Anlage (irgendeine Vi.........) braucht laut Anzeige um die 50kW / Woche, Heizung + Warmwasser (wir duschen nur selten im derzeit halbfertigen Bad)

    Der getrennte Stromzähler allein für die Heizung zeigt bei den derzeit milden Wintertemperaturen (0-10°C) schon allein pro Woche 500kWh.
    Dass irgendwas nicht ganz zusammen passt, ist mir klar, nur so das Suchen anfangen?

    VG, Spardorfer
     
  11. R.B.

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    Eröffne einfach ein neues Thema, dann kann man sich das anschauen. Sonst kommen wir hier völlig durcheinander.
    Dann bitte darauf achten wann kW und wann kWh ;)
     
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  13. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    ja, mach nen neuen Faden auf und schreib v.a. die Werte genauer auf (pro Tag)
    Und dann schauen wir mal, ob da wirklich 500 kWh el /Woche auf den Stromzähler draufkommen...das wäre tatsächlich völlig neben der Spur; 50kWh el / Woche wäre da schon realistischer.
     
  14. #12 Spardorfer, 3. Januar 2016
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