kraftschlüssiges verpressen von Rissen...

Diskutiere kraftschlüssiges verpressen von Rissen... im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, es gibt ja Systeme zum kraftschlüssigen Verpressen von Betonrissen mit Kunstharzen. Hierzu habe ich ein Paar Fragen: - gibt es eine...

  1. #1 Herr Deckers, 29. August 2007
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    Hallo,

    es gibt ja Systeme zum kraftschlüssigen Verpressen von Betonrissen mit Kunstharzen. Hierzu habe ich ein Paar Fragen:

    - gibt es eine minimale Rißbreite die erforderlich ist um überhaupt verpressen zu können?
    - wenn Viskosität =100mPas ist, wie weit kommt man denn da in einem sagen wir mal 0,2mm breiten Riß. Wie tief muß da injiziert werden?
    - Die Systeme sind nur für Betonrisse zugelassen. Wäre es - rein theoretisch - auch möglich es bei gerissenen Kalksandsteinen zu verwenden? Ich meine Epoxy klebt doch eigentlich ohne Rücksicht auf das Material, oder?
     
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  3. #2 Carden. Mark, 29. August 2007
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    Kleben tut der den KS auch - aber verpressen und Kleben sind zwei paar Schuhe. In einem KS werden Sie die Drücke nicht aufbauen. Der wird irgendwo den schwächsten Punkt suchen und auslaufen.
     
  4. #3 JamesTKirk, 30. August 2007
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    JamesTKirk Gast

    Es gibt eine minimale Rissbreite für Verpressarbeiten, die abhängig vom Material ist. Bei EP (Epoxidharz), was bei kraftschlüssigem Injizieren oft verwendet wird, liegt diese bei 0,10-0,15 mm, bei ZS (Zementsuspension) bei 0,25-0,30 mm und bei ZL (Zementleim) bei 0,80-1,00 mm.

    Die Injektion bei Rissbreite 0,2 mm ist ziemlich vollständig (mehr als 80 % bei regelwerkskonformer Ausführung, also richtiger Packerabstand, Verdämmung etc.), da mit Drücken im Bereich von 40 bis 60 bar gearbeitet werden kann.

    Zum Thema Kalksandstein hat Mark alles gesagt.
     
  5. #4 Herr Deckers, 31. August 2007
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    Präzisierung

    Danke für die Antworten!

    Ich versuche mal zu präzisieren und zusammenzufassen wie ich es verstanden habe:


    1) Epoxy hält eigentlich auch bei KS
    2) Verpressen ist ab ca. 0,1mm Rißbreite möglich, es muß nur richtig verdämmt werden und der richtige Packerabstand sowie Druck vorliegen.
    3) Problematisch ist, daß man im KS nicht "kontrolliert" verpressen kann, weil sich das Epoxy den Weg des geringsten Widerstandes sucht? Das würde dann wohl die senkrechte Stoßfuge sein?


    Zur Erklärung, was die Frage überhaupt soll:

    Ich habe eine KS-Mauer mit Vollsteinen die teilweise nicht in der Lagerfuge verklebt wurden. Meine Idee ist es - statt aufwendiger Sanierung - nun den "Lagerfugenriß" von 0,15-0,25mm zu verdämmen und mit Packern von unten/oben im 45° Winkel zu bohren und dann mit Epoxy zu verpressen. Damit hoffe ich einen Kraftschlüssigen Verbund zwischen diesen beiden Steinreihen zu erreichen. Ob das nun ein Vollflächiges verfüllen des gesamten Rißquerschnittes (hier eben 175mm Tiefe) bedingt? Oder reicht ein Teilquerschnitt? Das müßte eigentlich - so habe ich es verstanden - halten. Es wäre zumindest einen Versuch wert, bevor man die Mauer abreißt, oder?

    Problem - so habe ich verstanden - ist, daß das Epoxy überall hinläuft?

    Wie breitet sich das Epoxy denn am Packer aus? Kreisförmig? So ein "Epoxy-Klebebatzen" um den Packer ist ja schon mal mehr wert als gar keine Haftung zwischen den Steinreihen?

    Oder ist mit "der wird sich den schwächsten Punkt suchen und auslaufen" gemeint, daß das Epoxy in den KS hineindiffundiert?

    Um wieviel mehr Adhäsion hat denn so ein Epoxy im Vergleich zum Dünnbettmörtel - ich meine nur so als Richtwert für die notwendige Rißfüllung im Verhältnis zu einer ordnungsgemäß vollflächig hergestellten Dünnbettkleberschicht?

    Mir ist klar, daß das alles jenseits von Zulassung und Co. ist. Ich versuche halt nur erstmal die "Minimallösung".

    P.S.: Die Rißverpressung soll natürlich nicht zur "Wasserabwehr" sein, aber das geht wohl aus den obigen Ausführungen hervor.
     
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