Küche - Preis pro Meter auf der Messe

Diskutiere Küche - Preis pro Meter auf der Messe im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hi, gestern war ich mit meiner Freundin auf einer Baumesse hier bei uns in NRW. Wir wollten einfach mal so drüberschlendern und uns...

  1. Igel

    Igel Gast

    Hi,

    gestern war ich mit meiner Freundin auf einer Baumesse hier bei uns in NRW. Wir wollten einfach mal so drüberschlendern und uns informieren. Als wir an einem Stand mit Küchen vorbei kamen haben wir uns einfach mal beraten lassen. Wir brauchen zwar momentan keine, wohl aber im Juli wenn das Haus an uns übergeben wird.

    Was soll ich sagen, der Berater hat uns an den Tisch gebeten, von uns die Abmaße der Küche gefordert und gleich angefangen zu malen. Als er fertig war und wir uns hastig aus irgendwelchen Katalogen den ungefähren Typ aussuchen durften, fragte er uns was wir glaubten was wohl so eine Küche kosten würde. Ich wußte das unsere Ansprüche etwas gehobener sind und sagte einfach mal so 15.000 Euro. Daraufhin kam er mit einem Messepreis von 9.500 Euro an, exklusive Aufbau. Das sollte angeblich eine Fotoküche werden, der Preis sei deshalb so niedrig weil wir dem Hersteller die Erlaubnis erteilen sollten nach dem Aufbau für seinen Katalog kostenlos Fotos machen zu dürfen. Ich sollte gleich unterschreiben und mir xy % Rabatt sichern, was seiner Aussage übrigens nur an diesem einen Tag möglich wäre. Der Preis der Küche richte sich nach dem laufenden Meter, alles andere könnten wir uns aussuchen und frei bestimmen. Ob Leerschrank oder Apothekerschrank, grün oder gelb, alles egal, ein Preis.

    Ich bin für so einen Schnellschuss und Rabattschlacht-Scheiss nicht empfänglich und lehnte dankend ab. Daraufhin hättet ihr den mal erleben sollen. Für ihn war es vollkommen unverständlich das wir dieses einmalige Angebot nicht annehmen würden. Er zog daraufhin alle Register, zeigte uns irgendwelche Stiftung Warentest Kopien wo seine Küche auf Platz 2 stand, noch vor Poggenpohl und anderen Edelmarken, er sicherte uns 20 Jahre Garantie zu, das Mastschwein (120kg) hat sich sogar in eine der unteren Schublade gestellt um zu zeigen das die das aushält :D Die ist tatsächlich nicht abgebrochen, naja, wer weiß wo hier getrickst wurde. Er würde uns noch den Geschirrspüler schenken, Granit im Wert von über 4000 Euro kriegen wir auch geschenkt, und natürlich zu guter Letzt 50% auf alle Elektrogeräte. Natürlich sollten wir uns schnell entscheiden, wir würden ja sehen was hier an seinem Stand los ist, gleich wären alle Rabatte weg..

    Ich blieb höflich und sagte trotzdem ab. Zuhause im Internet schaute ich natürlich erstmal nach und holte mir Informationen zu solchen Angeboten ein. Und siehe da, mein Gefühl hat mich nicht getäuscht. Ellenlange Beiträge in sämtlichen Foren über Messepreis-Abzocke bei Küchen, sämtliche Kunden haben am Ende draufbezahlt oder sind beim Rücktritt vom Vertrag mit 25% Lehrgeld dabei gewesen.

    Ich schreibe diesen Beitrag eigentlich nur um Euch zu warnen, sofern das überhaupt nötig ist. Auch wenn es manchmal noch so verlockend klingt und das elendige Mistpack von Verkäufern noch so geschult ist, sturr bleiben! Wir werden jetzt ganz gewöhnlich bei einem guten Küchenstudio vor Ort planen, ohne Zeit und Rabattdruck. Das ist mir das Geld wert ;)

    Grüße
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 17. Januar 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Gib nur so viel Rabatt, wie Du vorher einkalkuliert hast. Und jeder, der einen Ikea-Katalog bedienen kann, weiß auch, dass es eben NICHT egal ist, ob auf einem m Küche Unterschränke, Oberschränke, Schubladenschränke, Apothekerschränke, .....schränke sind.

    Die Tatsache, dass diese Strukturverkäufer trotzdem jedes Jahr wieder auftauchen, gemahnt mích an den Satz
     
  4. Vossi

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    Da ja Küchenkunden auch zu unseren gehören haben wir manchmal auch mit den Anbietern zu tun. Ein "Bekannter" arbeitet in einem großen Küchenstudio. Wenn Du 70% Rabatt rausschlägst reibt der sich immernoch die Hände. Bei jeder Küche. Seine Worte.
    Und diese Aufstandnummern werden geübt und sind Programm.
    Ich glaube die halten morgens Händchen und singen, wie bei IKEA
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 17. Januar 2011
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Bei den Küchenfuzzis weiß ichs nicht, aber bei einem Strukturvertrieb aus Heizungsbereich hab ich das schon ein paarmal erlebt :yikes
     
  6. ecobauer

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    Solange renommierte Möbelhäuser in unserer Region bis zu 70% Rabatte auf Küchen geben und diese Offerte jedem Haushalt in den Briefkasten stecken, solange macht es keinen Sinn, Küchen zu Originalpreisen oder auf Messen zu kaufen.
    Bei "meinem" Möbelhändler weiß ich, wo ich den fínden kann, wenn mal was nicht stimmt...
     
  7. Vossi

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    Dei Einbauküchen aus dem Laden sind nichts wert. Die Spanplatten kommen aus den gleichen Werken in Polen, Tschechien oder Italien. Die Beschläge kommen von zwei drei Herstellern. Oberflächen werden zugekauft. Alles in allem Ramsch, der dem Kunden völlig überteuert verhökert wird. Für den Endverbraucher siehts toll aus, hält ewig, da das neue Vorzeigestück kaum benutzt wird.
    Ich rate jedem, der sowieso Geld für eine Küche in die Hand nehmen will, zum Gang zu seinem Tischler des Vertrauens. Preise sind verhandelbar und im Zeitalter von CNC ist eine Maßküche keine finanzielle Utopie mehr.... Meine Meinung
     
  8. ecobauer

    ecobauer

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    Vossi, soweit so gut und richtig. Aber es ist halt einfacher, sich eine Küche anzusehen, die schon mal fertig da steht als sich auch noch um Form und Farbe und......Gedanken zu machen.
    Und zum Preis siehe oben. Da lohnt sich das Warten.
    Außerdem haben alle prominenten Hersteller auch ihre Vertriebsmarken, unter deren Namen die gleichen Küchen - aber deutlich preiswerter verkauft werden.
     
  9. Vossi

    Vossi

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    Dann halt Fotos machen vom Wunschdekor und Ausführung und bauen lassen, dann haste was reelles
     
  10. Jessi75

    Jessi75

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    Wir waren letztens in einem großen "Küchenmöbelhaus". Die haben auch ein Möbelhaus und halt einen riesigen Laden nur mit Küchen. Wir haben uns dort beraten lassen um zu wissen wie wir die Küche stellen wollen um die Anschlüsse zu verlegen. Wir haben von vornherein gesagt, dass es uns um die Anschlüsse geht und halt mal um ein Gefühl zu bekommen was sowas kostet. Insgesamt kamen wir auf eine Größe von ca. 3,6 x 2,8 x 2,6. Wir konnten auch auf den Bildschirm gucken und der Preis lag bei um die 16 T € Der Verkäufer sagte dann, er müsse seinen Chef fragen wegen dem Preis und verschwand. Nach ca. 10 min kam er wieder und sagte 6.800,-! :wow Wir haben weder zu den 16 T noch zu den 6.800 etwas gesagt weil wir halt noch gar nicht soweit sind zu kaufen. Ich fühlte mich nur ziemlich ver****** wenn da schon unverhandelt 10 T € Spielraum sind. Ich denke, wenn man mit der Unterschrift "gedroht" hätte, wäre noch mehr drin gewesen. Wie gesagt, wir haben nicht nach einem Nachlass gefragt. Da war ich schon sehr erstaunt.
     
  11. Vossi

    Vossi

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    in den zehn Minuten hat er seine Pause gemacht....
     
  12. Jessi75

    Jessi75

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    Mag schon sein aber das ist doch der größte Beschiss. Wenn ich für etwas ungefragt fast 60% Nachlass bekomme muss doch klar sein, dass diese Ware auch die restlichen 40% nicht wert ist...
     
  13. Lebski

    Lebski Gast

    Mist. Auf Bustahlmatten bekomme ich auch 60 %. Jetzt habe ich Panik.

    Spass bei Seite, es gibt Branchen, da ist das einfach so. Apotheken z.B., trotzdem sagt man dort nicht, die Ware ist das Geld nicht wert. Und der Verkäufer hat Ihnen ja die 16K nicht gesagt, oder? Da finde ich die Messemethode schon schlimmer.
     
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  15. BJ67

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    Wir haben unsere Küche damals bei einem Küchenbauer gekauft.
    Der kommt aus dem Holzgewerk baut aber ganz gern mit zugekauften Sachen, kann aber auch individuell.
    Den Ablauf fand ich interessant und letztlich fair.

    Er hat sich einen Grundriss geben lassen, dann die Wünsche hinsichtlich der später gewünschten Geräte sagen lassen und einen groben Vorschlag zur Aufteilung gemacht.

    Dann hat er das Holz, die Fronten und die Griffe in Abstimmung mit uns in seiner Mustersammlung geplant. Das war dann Preis x, der stand fest.

    Danach sind wir zu den Geräten über gegangen. Hier hat er uns höherwertige Geräte angeboten, jeweils zwei oder drei je Art mit unterschiedlichen Details und Preisen zur Auswahl. Dazu hat er in diesem Segment noch alternativ B-Ware angeboten.

    Hier konnten wir zusammen stellen. Wäre uns der Preis zu hoch gewesen, hätten wir in eine preiswertere Gerätekategorie wechseln können.

    Der Gerätepreis kam dann zum Preis x für Holz etc. dazu, fertig war der Küchenpreis.

    Die Gerätepreise waren die UVP, in Katalogen gedruckt.

    Insgesamt fand ich die Vorgehensweise ok und für mich transparent, würde immer wieder so ran gehen. Ich halte nichts davon, ein Stück Küche für ... € zu kaufen, egal wie groß der Rabatt ist.

    Und mir ist auch bewusst, das die UVP sicher noch zu toppen waren, aber irgend wo heißt das Spiel auch Leben und Leben lassen. Dafür hat der Küchenbauer bzw. seine Monteure die Geräte sauber mit montiert, es dauerte einen Tag und die Küche war fertig und konnte in Betrieb genommen werden.

    Im übrigen hat er einige Jahre später einen kleinen Folgeauftrag bekommen und mir eine individuelle Garderobe gebastelt, überwiegend aus Küchenschränken. Das sieht man ihr aber nicht an, wenn man es nicht weiß.
     
  16. Igel

    Igel Gast

    So im Nachhinein und mit der Erfahrung unzähliger Forenbeiträge kann ich mich ärgern das ich nicht meiner Meinung freien Lauf gelassen habe. So bleibt nur die Genugtuung glücklicherweise nix unterschrieben zu haben :)
     
Thema: Küche - Preis pro Meter auf der Messe
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