Kupferrohr für Trinkwasser out?

Diskutiere Kupferrohr für Trinkwasser out? im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Ich habe in einem aktuellen Tabellenbuch keine Normen und Empfehlungen für Kupferrohr bei Trinkwasser mehr gefunden. Unterschwelling kann man...

  1. Plewka

    Plewka

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    Ich habe in einem aktuellen Tabellenbuch keine Normen und Empfehlungen für Kupferrohr bei Trinkwasser mehr gefunden.

    Unterschwelling kann man deuten, dass nur noch Edelstahl und Kunststoff empfohlen sind.

    Ich habe letztes Jahr mitbekommen, dass Experten vor der neuen TWVO2003 Respekt hatten und eine massive Tendenz zu Kunststoffverbundrohr vermutet wurde.

    Es gab auch Diskussionen zu innen-verzinntem Kupferrohr...aber das wurde nur als Übergang gehandelt.

    Also die Frage an die, die sich auf Baustellen herumtreiben. Abgesehen, dass der PH-Wert mitentscheidet, was seht Ihr so?
     
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  3. Lebski

    Lebski Gast

    Regional unterschiedlich und von den Aussagen der Wasserweke abhänig. Kupfer ist halt doch nicht der Universalbaustoff, wie man mal dachte.
     
  4. #3 bauworsch, 23.08.2003
    bauworsch

    bauworsch Gast

    In den Regionen

    Bayern und Sachsens 2/3 Kupfer und 1/3 Kunststoff, ganz selten Edelstahl.
     
  5. #4 Markus Gräfe, 24.08.2003
    Markus Gräfe

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    Edelstahl enthält zumindest auch Nickel und ist insofern für die, die eine Nickelallergie haben m.E. nicht zu empfehlen. Was spricht gegen CU (außer die möglicherweise leichtere Verlegung)?

    Gruß, Markus
     
  6. Lebski

    Lebski Gast

  7. Plewka

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    Säuglinge bekommen bei hohem Kupferanteil im Leitungswasser...ich glaube Leberschäden. Irgendetwas im Organismus ist noch nicht fertig, um mit dem Kupfer fertig werden zu können.

    Bei Erwachsenen und auch Kindern ist wohl bis heute keine Wirkung bekannt.

    Gegen Kunststoff gibt es das Argument mit Weichmacher etc. Aber irgendwie
    macht es wohl nicht den Unterschied, ob die letzten zehn Meter, wie auch die restlichen Kilometer Kunststoff sind.
     
  8. mls

    mls Bauexpertenforum

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    warum eigentlich verbundrohre?
    pe oder pp dürfte zu den höchstbeständigen u. am besten recyclierbaren rohrmaterialien gehören. weichmacher? glaub ich nicht! warum wird das nicht vermehrt eingesetzt?
    recycling von verbundrohren? stell ich mir spassig vor...

    kupfer in ganz bayern? nicht in ganz bayern :D
    edelstahlpressmuffenverbindungen (ob man die jetzt mag oder nicht) sind jedenfalls ziemlich flott - sowas gibt´s aber für kunststoff- u. kupferrohre auch.
     
  9. Lebski

    Lebski Gast

    Plewka: Gegen Kunststoff gibt es das Argument mit Weichmacher etc. Aber irgendwie macht es wohl nicht den Unterschied, ob die letzten zehn Meter, wie auch die restlichen Kilometer Kunststoff sind.
    Hier hilft die Logik: Im Ortsnetz ist das Wasser ständig in Bewegung. Zuhause nicht, da stehts über Stunden in der Leitung.
     
  10. #9 Markus Gräfe, 24.08.2003
    Markus Gräfe

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    Naja, ick wees nich... Kunststoff kommt bei mir ins Haus, mit Kupfer gehts weiter. Also wat soll et, die Armaturen sind aus Rotguß/Messing (zumindest innen). Ich werd's überleben...immer noch besser als Blei... da weiß man wenigstens bis heute, das es schädlich iss...

    Gruß, Markus
     
  11. #10 bauworsch, 24.08.2003
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Das ist das Argument

    gegen Kunststoff, wie Lebski richtig erkannt hat. Das Wasser steht in der Leitung, und wer schon mal einen Schluck aus dem Gartenschlauch gleich nach dem Aufdrehen genommen hat, der weiß was ihn erwartet. ;) ;)
     
  12. #11 Jürgen V., 25.08.2003
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    Die ganz üblen Nachreden bei allen Systemen können Sie wahrscheinlich unter *Verkaufsgetrommel* abbuchen. Jeder Werkstoff hat seine spezifischen Vor- und Nachteile. *Den ultimativen Werkstoff* gibt es nicht oder er wäre nicht bezahlbar.
    Vorsicht bei der Installation von Edelstahl !!!

    Hallo zusammen,
    vor der Installation würde ich die Wassergüte mit dem WVU abklären.
    Wenn im Wasser leichte Anteile von Eisen enthalten sind, hat man sehr schlecht Karten mit Edelstahl und Kupfer !!!
    FE und VA, wo soll das Problem sein, fragt man sicher.
    Klar ist VA in der galvanischen Spannungsreihe edler als Fe, nur ist FeO2 wieder edler als VA und somit sind die Versprechungen der Hersteller wieder zu nichte und es kommt zur Lochfraßbildung. Zur Absicherung der Hersteller steht in jeder Planungsunterlage, das Wassergüte mit dem WVU vorher abzuklären ist. Leider ist der Hinweis wegen der Eisenanteile nicht beschrieben.
    Wir mußten das leider auch erst am eigenen Leib mit mehreren Edelstahlspeicher durchmachen, leider nix mit Gewährleistung !!!
     
  13. #12 me. Ahrendt, 27.09.2003
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    ... TOC / pH ...

    nach der neuen Trinkwasserverordnung ist folgendes ausschlaggebend:

    Kupfer darf nur eingesetzt werden, wenn der pH-Wert >7,4 ist

    ODER
    bis runter auf max. pH 7 ... allerdings nur in Verbindung mit dem TOC-Wert der dann >1,5 sein muss ...

    Also ... liegt der pH-Wert unterhalb 7,4 ist im kein Kupfer mehr zugelassen ... !!!
     
  14. #13 P. Niebel, 28.09.2003
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    Kupfer, Kunststoff oder Edelstahl ?

    Vor dieser Entscheidung stand ich auch und hab mich trotz Mehrkosten von ca. 500€ für Edelstahl entschieden.
    ein Crosscheck zur Wassergüteanalyse hat ergeben das der PH-Wert 7.38 beträgt.
    Wo kann man nachlesen daß unter 7.4 kein Kupfer mehr erlaubt ist ? Evtl. kann ich mit dem Bauträger/Installateur noch nachverhandeln. :boxing
    Cu war in der Baubeschreibung angegeben, für Frischwasser wie für die Heizung (bei der ich zu Kunststoff tendiere..) :deal

    Gruß

    P. Niebel
     
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  16. IBS

    IBS Gast

    Hallo me. Ahrendt

    musste es nicht richtigerweise heissen, dass bei pH-Werten zwischen 7,0 und 7,4 der TOC - Wert kleiner als 1,5 mg/L (Gesmtmenge an organischen Kohlenstoff ) sein muss.

    MfG
    S
     
  17. #15 me. Ahrendt, 28.09.2003
    me. Ahrendt

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    TrinkwV §19 Abs. 7

    Dort steht's ... kann aber auch nur für öffentliche Einrichtungen gelten ... kommt auf die Interpretation an ...

    Der TOC ist ein Maß für organisch gebundene Kohlenstoffverbindungen im Trinkwasser. Diese sind im Trinkwasser "nicht erwünscht, da sie zum einen von Mikroorganismen als Nährsubstrat für die Vermehrung genutzt werden können und zum anderen ihre möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit noch weitgehend unbekannt sind" (aus der Begründung zur TrinkwV). Der TOC spielt zukünftig im Hinblick auf die Einsetzbarkeit von Kupfer in der Sanitärinstallation eine wichtige Rolle.

    TOC muss natürlich < 1,5 anstatt > 1,5 sein ... klar :(
     
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