L-Steine für Auffahrt "verlängern" ?

Diskutiere L-Steine für Auffahrt "verlängern" ? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, vielleicht kann mir einer von Euch einen Expertenrat geben. Wir haben neben unserer Doppelhaushälfte eine gepflasterte...

  1. #1 meier1411, 4. Januar 2011
    meier1411

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    Hallo zusammen,

    vielleicht kann mir einer von Euch einen Expertenrat geben.

    Wir haben neben unserer Doppelhaushälfte eine gepflasterte Fläche von 3 x 5m, die direkt an das Nachbargrundstück angrenzt, und die ein Gefälle von ca 70 cm auf die 5m hat. Seitlich ist diese Fläche zum Nachbarn hin mit L-Steinen abgestützt, die eine maximale Höhe von ca. 1,80 haben.

    Da die Auffahrt im Winter sehr riskant fürs Auto wird (bei Schnee und Eis bewegt sich das Auto eher seitlich zum Nachbarn als den Berg hoch), würden wir die Auffahrt gerne auffüllen, um das Gefälle zu beseitigen.

    Hierzu gibt es seitens Fachbetrieb einen Vorschlag:
    Verlängerung der bestehenden L-Steine durch weitere L-Steine:
    Nachteil aus meiner Sicht: Teuer, keine Möglichkeit einer ebenen Oberkante, kaum Kraftschluss zwischen bestehenden L-Steinen und neuen L-Steinen

    Mein Vorschlag wäre eher, die bestehenden L-Steine anzubohren, eine Bewehrung (welcher Durchmesser, welcher Abstand?) einzumörteln und die L-Steine mittels Schalung und Beton nach oben um die 70 cm zu verlängern.

    Hier stellt sich mir die Frage, ob:

    1. Eine horizontale schlaffe Bewehrung über die L-Steine hinweg ausreicht, da diese nicht miteinander verbunden sind

    2. Die Tiefe der Oberkante L-Steine (12cm) als Tiefe für die Betonmauer übernommen werden kann, oder diese vergrößert werden muss

    3. Welchen Durchmesser die vertikale Bewehrung augfrund des Erdrucks haben muss. Mein Vorschlag hierzu wäre 10mm Betonstahl alle 15 cm

    Hat jemand Erfahrung hierzu? Und wenn ja, was darf so etwas kosten?
     
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  3. #2 Manfred Abt, 4. Januar 2011
    Manfred Abt

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    Dein Vorschlag geht nicht, da Bewehrung und Fußlänge der vorh. L-Steine auch auf die Abmessungen der vorh. L-Steine ausgelegt ist.

    Bei Umsetzung bewegt sich das Auto dann nicht mehr langsam in Richtung Nachbarn sondern irgendwann mal schlagartig.
     
  4. #3 meier1411, 4. Januar 2011
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    Über die Druckfestigkeit der L-Steine mache ich mir eigentlich keine Sorgen; um ein Kippen zu verhindern könnte man auch ein Geogitter für eine Rückverankerung verwenden, oder?
     
  5. #4 Manfred Abt, 4. Januar 2011
    Manfred Abt

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    Da zeichnet sich gerade beim Berater eine heftige Beratungsresistenz ab. Gepaart mit einem gefährlichen Halbwissen, Druckfestigkeit habe ich auch keine Sorgen, aber andere.

    Wenn du deinen Weg durchsetzen willst hole dir die Unbedenklichkeitserklärung der Hersteller der vorhandenen L-Steine.
     
  6. Dingo

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    Ich denke was Manfred Abt meint ist, dass die L-Steine seitens Hersteller für den entsprechenden Verwendungszweck mit ihrer eigenen Statik ausgelegt werden (Verhältnis/Bewehrung Fuß/Wandhöhe).
    Für die von dir beschriebene Änderung der Aufbauhöhen ist mit Sicherheit eine neue Bewertung der Statik der neuen Stützmauer insgesamt notwendig.
    Eine kurze Nachfrage beim Hersteller bringt hier Sicherheit, ob dieses überhaupt möglich/zulässig ist. Interessanter wäre des Weiteren
    jemanden zu finden, der für diese "wild gemischten" Konstruktionen die Verantwortung übernimmt. Bei Verwirklichung per DIY sehe ich hier schwarz!
    :yikes
     
  7. bernix

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    Mal ein ganz anderer Ansatz:

    Ist es überhaupt erlaubt?
    Ich würd mich als Nachbar (vielleicht) wehren, wenn ich statt einer max 1,8m hohen Wand und anschliessender Schräge dann eine 2,5m hohe Wand vorm Fenster (?) hätte....
     
  8. alex2008

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    Wenn es um die Beseitigung des Quergefälles geht warum dies nicht dadurch beseitigen dass man an der anderen Seite abgräbt?

    Oder das Quergefälle von den beiden Rändern in die Mitte zieht ?

    Verlängern der L-Steine dürfte kaum gehen. Herstellerunterlagen anschauen und mal die Fußlängen bei versch. Höhen der Mauerscheiben anschauen.
    Der Fuß und besonders die Länge dessen ist integraler Bestandteil des statischen Systemes
     
  9. RMartin

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    So eine Stützwand ist im vorliegenden Fall quasi ein Kragträger vom statischen System. Am Fußpunkt wirkt dementsprechend u.a. ein Moment.
    Nun Sprung zu Beitrag #2 von Manfred.

    Beitrag #6 von Bernix sollte hier auch nicht überlesen werden.

    Wenn wirklich was gemacht werden sollte an den vorh. L-Steinen, dann nicht ohne Einschaltung eines TWP (dieser soll sich dann um evtl. notw. Rückfragen beim Hersteller kümmern).
     
  10. #9 wasweissich, 4. Januar 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ein aufmörteln der vorhandenen L-steine würde ich als groben unfug bezeichnen .

    mach mal ne skizze oder foto ...
     
  11. meier1411

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    Ok, soweit so gut :-)

    Leider haben wir die vorhandenen L-Steine mit dem Haus mitgekauft, und ich sehe nur wenig Chancen den Hersteller ausfindig zu machen, der vor 20 Jahren die Teile geliefert hat.

    Der Vorschlag von Alex geht leider nicht, da sonst die Auffahrt noch steiler wird; d.h. momentan habe ich vor den unteren Teil der Auffahrt zu nivellieren - zur Strasse habe ich jedoch dann immer noch einen Höhenunterschied von 60 cm auf 4m, was ok wäre.

    Euren Punkt mit der Fusslänge sehe ich genauso - allerdings scheue ich mich davor, die Dinger auszugraben, nur um die Länge des Fusses zu messen. Eigentlich ist der Fuss doch nur dafür da, das Moment aufzunehmen - dies liesse sich jedoch auch per Rückverankerung lösen, oder?
     
  12. meier1411

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    Ach so - und was haltet Ihr von der Idee des Galabauers, der quasi eine 2. Reihe L-Steine auf die alten draufsetzen wollte?
     
  13. #12 wasweissich, 4. Januar 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ich habe ja viel fantasie ......... aber die hat auch grenzen . :wow



     
  14. RMartin

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    Der Fuß ist dafür da, dass entspr. Auflast vorhanden ist, die entgegen des Kippens wirkt, welches eigtl. aufgrund des Erddrucks entsteht.
    Wird die Höhe nun vergrößert erhöht sich das Kippmoment; die entgegenwirkende Kraft aufgrund der Auflast bleibt aber identisch, da die Fußlänge sich nicht ändert...

    Wenn Du nun nur die Fußlänge verlängerst, dann ist es totzdem nicht gut. Weil im L-Stein entsteht am Fußpunkt ein Moment (Kragträgersystem). Bei größerer Höhe ist dieses ebenfalls größer; L-Stein kann also brechen.

    Somit sind zwei Dinge wichtig: Fußlänge und Bemessung des Steins als solches (Dicke und Bewehrung).

    Mit einer Rückverankerung ändert man das statische System natürlich hierfür 'günstig'. Aber nicht ohne einen TWP und kompetenter Ausführung (dürfte was kosten).
     
  15. alex2008

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    und der Aufwand dafür?

    da kann man vermutlich auch gleich die bestehende Stützwand rückbauen und durch neue entsprechend dimensionierte ersetzen
     
  16. RMartin

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    ja alex....siehe meinen letzten Kommentar in Klammern aus Beitrag #13.
     
  17. meier1411

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    Ok - morgen kommt der TWP / Geoingenieur - mal schauen was der so sagt. Er meinte jedoch dass das Verlängern der L-Steine mittels einer Stahlbetonmauer ein gängiger Weg ist, das Problem zu lösen. Mal sehen wie das "concrete" aussieht...
     
  18. #17 wasweissich, 5. Januar 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    und du bist sicher , dass du da nichts falsch verstanden hast ??
     
  19. meier1411

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    So, der TWP war da; er meinte dass es am besten sei, den Bereich hinter den L-Steinen auszuschachten bis zur Fusslaenge, und anschließend mit Magerbeton bis zu OK aufzufuellen. Anschließend soll dann die Mauer geschalt und bewehrt werden, und gegossen werden. Die abschliessende Aufschuettung geschieht dann wieder mit Magerbeton. Auf diese Weise sind die L-Steine den gesamten Erdruck los, und werden nur noch vertikal belastet.
     
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  21. RMartin

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    Das wird ein teurer Spaß.

    Wie ist das mit dem Boden 'neben' dem Magerbetonblock...der drückt natürlich gegen den später ausgehärteten Beton...dieser dann gegen die Winkelwand... naja, okay...der TWP wirds wohl schon wissen...Druck ist wahrscheinlich dann wirklich wesentlich geringer.

    Ich würde aber mal eine Vergleichsrechnung machen (wenn eh schon ausgeschachtet wird) obs nicht günstiger ist neue L-Steine zu besorgen. Das 'Verlängern' der vorhandenen ist eine Fummelsarbeit und sieht wahrscheinlich später bescheiden aus. Magerbeton wirst wahrscheinlich ca. 5-7 m3 brauchen....das kostet alles Geld und ist nur Geflicke und Gefrickel mit wirklich zweifelhaftem Ergebnis.
     
  22. #20 wasweissich, 6. Januar 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    mit sicherheit

    bescheiden ist noch gestrunzt

    :hammer:
     
Thema: L-Steine für Auffahrt "verlängern" ?
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