Lackierte Holzfenster auf (Öl)-Lasur umstellen (Bilder)

Diskutiere Lackierte Holzfenster auf (Öl)-Lasur umstellen (Bilder) im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hi Forum, es geht um meine Fenster, von denen den meisten nach knapp 15 Jahren nun folgendermaßen aussehen: [IMG] [IMG] [IMG] [IMG]...

  1. Eberh@rd

    Eberh@rd

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    Hi Forum,

    es geht um meine Fenster, von denen den meisten nach knapp 15 Jahren nun folgendermaßen aussehen:

    [​IMG]

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    Sprich, die "Lasur" auf den waagerechten Wasserschenkeln ist großenteils gerissen oder abgeplatzt, wohingegen die senkrechten Leisten der Fenster oft noch fast vollkommen einwandfrei sind -- bis auf die unteren Enden der senkrechten Leisten, die durch aufgesaugtes, stehendes Wasser zumeist auch schon rissig sind.

    Nun ist die Frage, wie soll ich vorgehen, um die Fenster möglichst rationell zu renovieren? Dabei möchte ich von der vorhandenen "Lasur" (wohl besser bezeichnet als versprödeter Lack) auf einen dauerhafteren bzw. besser renovierbaren Oberflächenschutz umstellen.

    Hierfür schwebt mir generell z.B. etwas von Osmo-Color vor, da ich mit deren Produkten schon sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Insbesondere überzeugt mich, dass die Farben und Lasuren von Osmo nicht aufplatzen oder abschuppen, sondern sich allmählich abnutzen und stumpf werden, und dann einfach ohne Vorbehandlung überstrichen werden können.

    Um eine zumindest bereichsweise Entfernung der beschädigten Lasur werde ich wohl nicht herumkommen. Aufgrund der oben ersichtlichen zahllosen Spalte und Winkel zwischen den Leisten erscheint mir aber eine gründliche mechanische Entfernung nahezu aussichtslos, bzw. möchte ich nicht Wochen damit verbringen.

    Daher stellt sich die Frage, gibt es einen empfehlenswerten Abbeizer, der dies schafft? Als ideal würde ich mir einen Abbeizer vorstellen, den man aufträgt und nach der Einwirkzeit mit Wasser abspritzt (um auf diese Weise auch Abbeizer und Lasur aus den unzugänglichen Spalten zu entfernen).

    Vielen Dank schonmal für alle Tipps bzw. Erfahrungswerte, wie ich am besten von dem alten auf ein neues Lasursystem umstellen könnte,

    Grüße Eberh@rd
     
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  3. dquadrat

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    ich kenne besagte lasur nicht, aber deine beschreibung lässt auf ein eher dünnschichtiges system schließen welches wahrscheinlich ungeeignet für deine fenster ist.

    das problem ist, daß maßhaltige bauteile wie eben fenster kein wasser aufnehmen dürfen, da durch wasseraufnahme das holz quillt (und wieder schwindet) und ein einwandfreies funktionieren der fenster nicht mehr gewährleistet ist.
    um das aufnehmen von wasser zu verhindern ist i.d.R. eine dickschichtige lasur notwendig, die dann eben die eigenschaft hat eine oberfläche wie ein lack zu bilden und demzufolge auch im laufe der zeit versprödet, aufplatzt und abblättert.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 23. Juni 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    *duckundwech.............................
     
  5. Netzer

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    Grüneck-Abbeizer,mit Nitro nachwaschen,schleifen,Bläuesperrgrund,Zwischenschliff, 3-maliger Anstrich mit Osmo-Landhausfarbe,Zwischenschliff zwischen jeden Anstrich!
    Dann stehn die Fenster da wie die 1!
     
  6. Eberh@rd

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    Vielen Dank erstmal für die fachkundigen Antworten (der Maler) im Thread!

    Sagmal, @Netzer, wieviel würdest Du bei Deiner Vorgehensweise veranschlagen für ein durchschnittliches Fenster, sagen wir zweiflügelig, 2 m²....?

    Und ist dieser Anstrich mit der Osmo Landhausfarbe dann tatsächlich so, dass er dauerhaft nicht mehr aufplatzt oder abschuppt, und nur noch ab und zu überstrichen werden muss?

    Danke schonmal und Grüße Eberh@rd
     
  7. Baumal

    Baumal

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    bestimmt nicht so wie du verfährst.
    ab und zu überstreichen ist gut, du schreibst von 15
    jahren!! hättest du die wetterschenkel wenigstens alle 5 jahre
    nachbehandelt, sähen sie heute nicht so aus. :motz:frust

    ist halt und wird auch keine plaste...
     
  8. Eberh@rd

    Eberh@rd

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    Woran liegt es eigentlich, dass sich anwesende Architekten hier durch so "nützliche" und "konstruktive" Beiträge auszeichnen...? :shades

    @Netzer: könntest Du mir vielleicht einen Kostenvoranschlag für ca. 10 Fenster machen? (Ausführung in Bayern)

    Grüße Eberh@rd
     
  9. Baumal

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    dann lese die beiträge mal richtig und vor allem verstehe sie.

    ich übergebe an netzer.
     
  10. Eberh@rd

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    Ich schließe daraus, dass Du die Eigenschaften der Osmo oder Kreidezeit-Ölfarben im Unterschied zu der üblichen Acrylpampe nicht kennst.
     
  11. Baumal

    Baumal

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    muß ich jetzt jede osmo was weiss ich farbe kennen?


    "Und ist dieser Anstrich mit der Osmo Landhausfarbe dann tatsächlich so, dass er dauerhaft nicht mehr aufplatzt oder abschuppt, und nur noch ab und zu überstrichen werden muss?"

    ... und das kannst du dir von der backe schmieren, wie du mit deinen fenstern nunmal umgehst.
     
  12. Eberh@rd

    Eberh@rd

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    @Netzer -- ich würde mich freuen, wenn Du mir überschlagsmäßig mal ein Angebot machen könntest,

    Grüße Eberh@rd
     
  13. dquadrat

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    dir ist aber schon bewusst, daß die osmo-landhausfarbe ein deckender anstrich ist?
    die osmo holzschutzlasur weißt laut praxismerkblatt aber ähnliche eigenschaften auf und sollte für deinen wunsch die bessere, weil lasierende wahl sein und ist auch für maßhaltige bauteile geeignet.

    regelmäßige pflege wirst du aber auch bei dieser lasur nicht vermeiden können. je nach standort und bewitterung können die wetterschenkel schon mal mindestens alle 2 jahre nachgebessert werden.

    für 15 jahre ohne pflege hat sich deine fensterlasur allerdings recht tapfer gehalten, will ich meinen :biggthumpup:
     
  14. Julius

    Julius

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    Derartige Anblicke hab ich schon von Fenstern genossen, die grad mal zwei oder drei Jahre alt waren...

    Juluis
    (der immer noch und immer mehr der Meinung ist, daß einheimisches Weichholz keinen besonders geeigneten Werkstoff zur Herstellung von reinen Holzfenstern darstellt!)
     
  15. Eberh@rd

    Eberh@rd

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    Meinst Du "besser", weil lasierend besser aussieht als deckend? Mir geht es allerdings hauptsächlich um die Haltbarkeit, und da heißt es, die Landhausfarbe sei von den Osmo-Produkten bei weitem am längsten haltbar.

    Damit habe ich kein Problem, sofern die Produktaussage von Osmo zutrifft. Alle paar Jahre festzustellen, dass die Wetterschenkel ausgeblichen sind und schlicht und einfach überstrichen werden müssen, ist ja keine große Aktion. Ich will nur nie wieder einen solchen Plastiküberzug, der irgendwann anfängt aufzureißen und abzuschuppen.
     
  16. dquadrat

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    naja, ich sag mal, wenn du dich schon eher um deine fenster gekümmert hättest sähe das schadensbild anders aus. wenn man rechtzeitig eine normale dickschichtlasur überarbeitet ist das auch kein großer aufwand.

    ja, ich dachte anhand des themas daß du einen lasierenden anstrich willst. wenn nicht, dann gerne die landhausfarbe.
    wenn du auf lange haltbarkeit wert legst suche dir einen möglichst hellen farbton aus.
     
  17. Eberh@rd

    Eberh@rd

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    Danke erstmal für die weiteren Tipps.

    Was muss man denn aber unter "rechtzeitig eine normale Dickschichtlasur überarbeiten" verstehen?

    Jetzt sag' bitte nicht "anschleifen, Schadstellen abschleifen, überstreichen -- denn dieser Riesenaufwand ist ja genau das unzumutbare an diesen sog. "Lasuren" (eigentlich ja nichts anderes als Lackschichten)...

    Danke schonmal
    Eberh@rd
     
  18. dquadrat

    dquadrat

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    schleifen mußt du bei allen lasuren oder lacken. kann mir ehrlich gesagt nur schlecht vorstellen, daß man das bei der osmo nicht muß, auch wenn das der hersteller eventuell sagt. denn spätestens wenn die farbe ihre bindekraft verliert und kreidet sollte die nichthaftende farbe runtergeschliffen werden um einen haltbaren neuanstrich zu gewährleisten.

    und mal eben kurz mit dem schleifpapier über den wetterschenkel wischen ist eigentlich kein aufwand. wie gesagt, wenn man das rechtzeitig macht.

    will dir deine farbe aber um gottes willen nicht schlecht reden. richtige ölfarben sind m.E. auch haltbarer als herkömmliche alkydharzlacke/lasuren.
     
  19. Julius

    Julius

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    Da kommen wir jetzt wahrscheinlich in die Richtung, welche Eberhard meint:

    Nämlich die Haltbarkeit und vor allem das wesentlich andere ("verschleißfreundlichere") Verhalten echter Ölfarben gegenüber den heute allgemein üblichen Alkydharz- oder Acryl-Pampen!

    Ist wohl ohne Zweifel so. Aber eben aufwendiger in der Verarbeitung.Und vor allem teurer.

    Dann nimm z.B. sowas: allcolor

    Standölfarbe
     
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  21. Netzer

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    @Eberhard
    Einen Preis nenn ich dir keinen,nicht mal einen annähernden! Das geht nicht ohne vor deinen Fenstern gestanden zu sein!
    Julius hat mit der Standölfarbe(evtl. von Kreidezeit) einen sehr guten Materialhinweis gegeben! Bei beiden Produkten hast du,wenn richtig verarbeitet und gepflegt lange Freude.
     
  22. #20 Klueverhh, 26. Juni 2008
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    Ich meine, zumindestens auf einem Foto, einen klaren Hagelschaden erkennen zu können.
    Da kann nur Pflege und Auffrischung helfen...sonst passiert das was die Bilder zeigen..
    ...würden Holzfenster doch nur so gut behandelt wie der geliebte PKW...:cry
    Mal ne Wartungsanleitung für (der) Fenster gelesen ?? :deal
    - findet man auch im Netz...
    :lock
    Gruß
    ( dann mach doch ne Alu-Schale vor - und schhon brauch man sich nicht übers Holz zu ärgern )
     
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Lackierte Holzfenster auf (Öl)-Lasur umstellen (Bilder)

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