Lärchenfenster verpfuscht

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  1. manateena

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    Hallo, wir haben uns vor 5 1/2 Jahren für das ganze Haus für rund 27.000Euro neue Fenster aus Lärchenholz vom Schreiner bauen lassen. Es ist ein großes, denkmalgeschütztes Haus mit rund 50 Fenstern. Leider fallen ständig die angebrachten Wetterschenkel ab, in den Falzen steht das Wasser( die Fenster faulen von innen raus ) und es läuft auch Wasser direkt hinein, so dass teilweise die Fensterbretter ( ebenfalls aus Lärche) aufgequollen sind. Auch am Mauerwerk ist teilweise schon Feuchtigkeit .Das darf doch nicht sein.Wir wollten bei so vielen Fenstern nicht alle paar Jahre streichen müssen und haben uns daher für die Wetterfesten Lärchefenster entschieden. Beim Einbau der Fenster wurde uns gesagt es würde reichen wenn wir das Kitt aussen in zwei Jahren nachölen würden. Inzwischen haben wir aber erfahren, dass man gekittete Fenster unbedingt streichen muss um das Kitt zu versiegeln. Aber da sind wir wohl auch schon falsch beraten worden.Wir reklamieren seit wir die Fenster haben und anfangs kam der Schreiner auch noch und hat ausgebessert. Mittlerweile interessiert es ihn aber nicht mehr und wir bleiben auf dem Schaden sitzen. An wen kann ich mich diesbezüglich noch wenden ? Irgendwelche Richtwerte muss es doch geben wie lange Fenster halten sollten. Garantie ist ja nach dieser Zeit auch schon nicht mehr drauf. Würde mich über jede Vorschlag zur Problemlösung freuen.
     
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  3. Lebski

    Lebski Gast

    Nach 5,5 Jahren? An niemand.

    Anderen Schreiner mit Reperaur und Streichen beauftragen zur Schadenabwehr.
     
  4. manateena

    manateena

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    Tja, wir waren immer sehr gutmütig und hatten gehofft, dass die Bemühungen des Schreiners geholfen haben. Aber man mit Gutmütigkeit kommt man eben nicht weiter.
     
  5. ThomasMD

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    Siebenundzwanzigtausend für 50 Fenster war aber auch ein echtes Schnäppchen. Dafür haben sie ganz schön lange gehalten.

    Die Dachflächenfenster vom Marktführer in unserer WEG waren mehr als doppelt so teuer und waren nach 10 Jahren weggefault, weil keiner die Wartungshinweise des Herstellers liest und beachtet. Gestern durfte ich ein vor 4 Jahren ausgewechseltes besichtigen: Bereits wieder die ersten Spuren von Blaufäule in den berüchtigten unteren Ecken.

    So schön es anfangs aussieht, aber heutzutage sind die Leute einfach zu blöd, in Wohnungen mit Holzfenstern zu leben...

    Lass Dir Kunststoffenster einbauen und Du hast Ruhe.
     
  6. manateena

    manateena

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    Leider besstand das Denkmalamt auf Holzfenster so wie wir sie bauen liesen. Ich glaube auch nicht dass wir zu blöde sind mit Holzfenstern zu leben sondern dass die Fenster nicht richtig gebaut wurden. Wie sonst kommt Wasser in den Falz ? Da können wir nichts falsch gemacht haben.
    Das nächste Haus ist nicht mehr Denkmalgeschützt und da kommen dann auch Kunststofffenster rein, aber wir haben eben jetzt das Problem mit denen hier. Laut Schreinereien halten Lärchenfenster 100 Jahre !!!!
    Gruß Manateena
     
  7. ThomasMD

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    Wasser kommt zum Beispiel durch herablaufendes Kondensat in den Falz.

    Früher waren die Holzfenster i.d.R. weiß lackiert und man hatte ständig eine optische Kontrolle, ob die Anstrichschicht noch dicht war.
    Heute muss man ja der Welt zeigen, dass man sich Holzfenster leisten kann und macht nur einen Hauch Lasur drauf. Ob die Schicht dicht ist zeigt sich dann erst mit der Fäule.

    Wir haben im Denkmalschutz auch Kastendoppelfenster aus Holz machen müssen. Die sind aber weiß lackiert und halten.
     
  8. manateena

    manateena

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    Kondesnwasser ist das nicht. Es sind zweiflügelige Fenster und wenn es regnet drückt das Wasser in der Mitte, dort wo der Wetterschenkel geteilt ist, rein. Mittlerweile haben wir die Fenster ja auch gestrichen. Aber wir sind halt einfach falsch beraten worden, die Fenster sind schlecht gebaut und wir haben zu lange gewartet und den wirklich sehr netten Schreinern immer wieder unser Vertrauen geschenkt. Ich dachte nur, dass es vielleicht eine Art Richtwert für die Lebensdauer für Fenster gibt.
    Gruß Manateena
     
  9. ThomasMD

    ThomasMD

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    Dann ist ja das Hirnholz betroffen. Das ist besonders schwer zu schützen.
    Schriftlich habt Ihr vermutlich nichts bekommen, dass Ihr nichts lackieren müsst?
    Richtwert? Irgendwas zwischen 5 und 100 Jahren...

    Gesendet von meinem SPX-5_3G mit Tapatalk
     
  10. #9 wasweissich, 22. Januar 2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ich denke , wenn zwischendurch immer nachgebessert wurde verschiebt sich das mit gewährleistung nach hinten .... oder so ähnlich :D

    anwalt kontaktieren ......
     
  11. manateena

    manateena

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    Ja, ganz schön blöd. Wir können ja nicht alle 5 Jahre für fast 30.000 euro neue Fenster kaufen. Schriftlich haben wir natürlich nichts, weil wir haben ja gesagt wir wollen die Fenster nicht streichen und daraufhin wurde uns Lärche empfohlen. Das das alles quatsch ist, schon wegen dem fensterkitt, haben wir ja nicht gewusst und uns einfach auf den Fachmann verlassen. Großer Fehler in diesem Fall. Ich denke wir geben einfach auf und versuchen das Beste daraus zu machen und vor allem für die Zukunft etwas vorsichtiger zu sein.
    Gruß Manateena
     
  12. manateena

    manateena

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    das hatten wir auch gehofft dass sich da die garantiezeit etwas verlängert. anwalt ??? das ist halt immer so eine sache. eigentlich wollen wir gar nicht böse sein, aber es nervt halt wenn man das gefühl hat irgendwie vera..... zu werden.
    gruß manateena
     
  13. fmw6502

    fmw6502

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    wenn Du mit Deinem Schreiner nicht weiter kommst, kannst Du Dich auch erstmal an die Schlichtungsstelle der Innung wenden

    Unabhängig davon solltest du aber eigenen Sachverstand einkaufen, damit für Dich auf Augenhöhe mit den Handwerkern geredet wird

    Gruß
    Frank Martin
     
  14. mls

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    nebenbei sollte geklärt werden, wie künftig mit den fenstern umzugehen ist.
    lärche .. gut und schön: für terrassen, für fassaden usw.: gerne unbehandelt.
    für masshaltige bauteile nur, wenn der nötige unterhaltsaufwand gebracht wird.
     
  15. Glaserer

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    SiedlungsreihenhausFenster von der Zwischenkriegszeit aus Fichte gestrichen, in ZiegelhohlkammerMauer, die haben keine Faulstellen.(Mutterwohnung) Lärchenkernholz müßte noch besser seien, denkt man an Lärchenschindeln welche schwarz werden und so anscheinend einen natürlichen Witterungsschutz aufbauen.

    HTL-Holztechnik:
    a Möglichst kleinen Sprintholzanteil.
    b verleimtes Holz gegen verwinden und arbeiten des Holzes.
    c Druckimprägniert.
    d Stinholz absolut wasserabweisend machen.
    e Anstrich je nach Geschmack vorerst farblos und nach den ersten störenden dunklen Farbveränderungen ab 10 Jahre, dunkler streichen.
    f LeinölFensterKitt müsste sobald er abgetrocknet ist, gegen gänzliches austrocknen isoliert werde.

    Das hätte der Fensterbauer machen und raten müssen, und derjenige welcher die Fenster einbaut einen fachgerechten Maueranschluss.

    Ich hoffe geholfen zu haben.
     
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  17. manateena

    manateena

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    Ja, vielen Dank für die vielen guten tipps von allen. es ist schon schwierig ein altes gebäude wie unseres ( ca. 400 jahre ) zu erhalten und letzten endes ist es doch am besten man versucht so vielwie möglich an wissen zu erlangen damit man keinen quatsch erzählt bekommt.
    danke
    manateena
     
  18. #16 Alfons Fischer, 25. Januar 2012
    Alfons Fischer

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    wenn die Fenster nicht deckend gestrichen waren: wie waren diese denn dann behandelt? mit einem modernen Anstrichsystem oder mit Leinöl?
     
Thema: Lärchenfenster verpfuscht
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