Lärmdämmung/Doppelhauswand Nachbar

Diskutiere Lärmdämmung/Doppelhauswand Nachbar im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Bedauerlicherweise erhalten wir von von diversen Handwerkern völlig unterschiedliche Aussagen zur technischen Ausführung. Wir besitzen eine...

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  1. alexam

    alexam Gast

    Bedauerlicherweise erhalten wir von von diversen Handwerkern völlig unterschiedliche Aussagen zur technischen Ausführung.

    Wir besitzen eine Doppelhaushälfte, Baujahr 1965. Das Doppelhaus ist mit einer Mauer 24cm Hochlochziegel getrennt.
    Es gibt keine Lärmdämmungwand zwischen den beiden Häusern.
    Die Betonplatte ist durchgehend über beide Häuser. Der Estrich ist durchgehend, nicht schwimmend verlegt.
    Wir möchten effektive Maßnahmen einsetzen um den Lärm, den unser Nachbar verursacht, zu dämmen.
    Deshalb suchen wir ein entsprechendes Produkt, das wir im Treppenhaus als auch im Esszimmer auf die gemeinsame Hochlochziegelwand anbringen können.

    Für umfangreiche Aufbauten ist genügend Platz vorhanden.
    Die nachträglich eingebaute Schallwand im Esszimmer kann so dick wie möglich sein, um eine maximal Lärmdämmung zu erreichen.
    Mit umfangreichen Arbeiten wg Entfernen von Estrich oder Sonstigem sind wir einverstanden.
    Der nachträglicher Einbau an die gemeinsame Treppenhauswand darf maximal 6cm tief sein. Es ist eine 6cm breite Wange an der Wand montiert.

    Meine Fragen:

    Esszimmer:
    1. Auf welche Ebene muss die Schallschutzwand (Ständer),(Nachbarlärm), montiert werden?
    - auf den Beton, oder Estrich oder auf den vorhandenen Holzdielenboden?
    2. Was muss in unserem Falle genau beachtet werden, um Schallbrücken zu vermeiden?
    3. Muss der Estrich von der Wand getrennt/abgefräst werden?
    4. Wie dick muss die Mineralwolleschicht sein?
    Gilt hier, je dicker die Schicht desto höher die Lämdämmung?
    5. Wie groß muss der Abstand zwischen Doppelhauswand und Schallschutzwand sein?
    Muss ein Luftspalt gebildet werden, wie groß, wieviel Durchmesser soll dieser haben?
    Gilt hier; je größer der mit Luft gefüllte Abstand, desto größer die Lärmdämmung?

    Treppenhaus/Doppelhauswand:
    6. Aufgrund des Wangenabstands von 6cm kann hier keine Rigipsständerwand aufgebaut werden?
    7. Gibt es ein Material das auf die Doppelhauswand geklebt werden kann, um Nachbarlärm zu reduzieren?

    Sonstige Fragen:
    Welches Plattenmaterial bringt den größten Schallschutz?
    8. Diamantplatten
    9. Pianoplatten
    10. anderes?
    11. Das Lärmdämmaterial besteht woraus:
    Mineralwolle, Glaswolle, oder Anderes? Was sind die Vor-und Nachteile?

    Vielen Dank im voraus!
     
  2. Eric

    Eric

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  3. bernix

    bernix

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    zu diesem Thema haben wir im Forum eine Menge Lesestoff...
    -
    Grundproblem: Über welche Wege wird der Schall übertragen....
    Wenn das klar ist, kann man sich über weitere Maßnahmen Gedanken machen.
    Bitte mal einlesen.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Jepp.
    Bevor man an Details geht, sollten zuerst einmal ein paar grundlegende Dinge geklärt werden. Luftschall, Trittschall, gibt´s Messwerte usw.

    Sonst steckt man viel Arbeit und Geld in Schalldämmung und ist später vom Ergebnis enttäuscht.

    Gerade bei Schall spielt uns das Gehör oftmals einen Streich, und wir nehmen Veränderungen unterschiedlich wahr. Damit der Erfolg solcher schalldämmender Maßnahmen nachgewiesen werden kann, sollte also zuerst eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Dabei kann man auch Schwachstellen ermitteln und dann ein Konzept erstellen.

    Hierbei gilt es die Ausbreitungswege zu finden damit man an diesen Stellen gezielt ansetzen kann. Sonst kann es passieren, dass der Schall die neue und teure Schalldämmwand "umgeht" und deren Wirkung zumindest (stark) einschränkt, wenn nicht gar aufhebt.

    Die Eingangsfragen kann man zwar, notfalls mit der Glaskugel in der Hand, beantworten, aber das hilft nicht wirklich weiter.

    Bsp.:
    Der Estrich sollte zur Wand hin entkoppelt sein um die Ausbreitung von Trittschall zu vermeiden. Die Trennung wird aber wirkungslos wenn der Estrich nicht gleichzeitig gegenüber dem Betonboden entkoppelt ist und der Trittschall sich auf diesem Weg ungehindert ausbreiten kann.

    Oder die Luftschicht. Die ist in Hinblick auf die Luftschallausbreitung wirkungslos, sie kann sogar einzelne Frequenzen verstärken.

    usw. usw.

    Du siehst, die Frage "wie dick muss die MiWo sein" stellt sich noch gar nicht.

    Falls Du Dich für Plattenmaterial interessierst, dann solltest Du mal die Datenblätter der Hersteller studieren. Die sind als erste Information sehr gut geeignet. Trotzdem kann man noch keine Empfehlung aussprechen, so lange das Gesamtkonzept noch unbekannt ist.

    Gruß
    Ralf
     
  5. KPS.EF

    KPS.EF

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    Die Störgeräusche sollten durch eine frequenzganggeführte Schallmessung vor Ort spezifiziert werden. Daraus ergeben sich fast alle angefragten Details für ein qualifiziertes Schallsanierungskonzept.
     
  6. alexam

    alexam Gast

    Wir hören beides, Luftschall und Trittschall.

    Danke für die umfangreichen Nachrichten.

    Hier einige Antworten.
    Wir hören Lärm durch die Doppelhauswand.
    Wir hören beides, Luftschall und Trittschall.
    Stimmen und Treppentrittgeräusche.

    Eine Luftschallmessung ist nicht notwendig.
    Denn es soll eine maximale Lärmdämmung für alles sein.

    Schade, dass mir hier niemand eine Materialempfehlung geben kann.
    5 Handwerker, die in unserem Haus eine Vorortbesichtigung gemacht haben, sind sich nicht einig. Jeder hat nur ein bisschen Fachwissen.
    Knauf antwortet nicht.

    Deshalb meine Fragen hier im Forum.
    Schade.
     
  7. PeMu

    PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Da bringt auch keine Frage ans Forum oder Handwerker was - jeder kann alles behaupten, basteln und im Nebel stochern.

    Scherzkeks weil max: Schalldämmung = räumen / Haustrennwand abbrechen / 2-schalig erneuern
    + Fenster + Außenwände + Dachebene nachrüsten - auf beiden Seiten:konfusius

    Nach den gegebenen Infos ist alles andere viel Aufwand mit wenig Effekt.
    Oder einige Baudetails sind anders als beschrieben.
    -> Messung Trittschall und Luftschallübertragung (welche Frequenzen, welche Wege)
    -> Aufwand und Effekt klären, Mittel bereitstellen und loslegen.

    Wenn Kommunwand + durchgehende Betondecken + Verbundestrich:
    Nur Maßnahmen beim Empfänger -> Sehr viel Aufwand, wenig Effekt.
     
  8. alexam

    alexam Gast

    hier Knauf Antworten

    Ich danke der Firma Knauf.
    Sicherlich können Forumteilnehmer das Wissen jetzt auch verwenden.

    Esszimmer:
    1. Auf welche Ebene muss die Schallschutzwand (Ständer),(Nachbarlärm), montiert werden?
    - auf den Beton, oder Estrich oder auf den vorhandenen Holzdielenboden?

    1. Für einen optimalen Schallschutz sollte eine Trennwand auf dem Rohboden installiert werden.
    Allerdings wird in ihrem Fall eine durchgängige Geschossdecke den Schall in gewissem Umfang weiterhin übertragen.

    2. Was muss in unserem Falle genau beachtet werden, um Schallbrücken zu vermeiden?

    2. Um Schallbrücken zu verweiden, sollten die Anschlüsse der Vorsatzschale mit Trennwandkit angeschlossenwerden
    und dicht ausgeführt werden. Eine entkoppelung von der Massivwand, also mit dem System Knauf W 626 ist empfehlenswert.

    3. Muss der Estrich von der Wand getrennt/abgefräst werden?

    3. Eine Trennung des Estrichs bringt, wenn der Rohboden jedoch durchgeht und es sich um einen Verbundestrich handelt,
    schalltechnisch keine großen Vorteile. Ein Einschneiden bringt nur geringe Verbesserung.

    4. Wie dick muss die Mineralwolleschicht sein?
    Gilt hier, je dicker die Schicht desto höher die Lämdämmung?

    4. Die Minerallwolleschicht ist mit einem Füllgrad von 80% in die Konstruktion eingebracht, ausreichend. Der Strömungswiderstand
    sollte 5 kPa s/m² betragen.

    5. Wie groß muss der Abstand zwischen Doppelhauswand und Schallschutzwand sein?
    Muss ein Luftspalt gebildet werden, wie groß, wieviel Durchmesser soll dieser haben?
    Gilt hier; je größer der mit Luft gefüllte Abstand, desto größer die Lärmdämmung?

    5. Angaben hierzu finden Sie im Detailblatt W 61 unter folgendem Link:
    http://www.knauf.de/pdf/bilder/detbl_wmv/w61_2009-02_ii.pdf

    Treppenhaus/Doppelhauswand:

    6. Aufgrund des Wangenabstands von 6cm kann hier keine Rigipsständerwand aufgebaut werden?

    6. Eine schallschutzwirksame Konstruktion in der geringen Tiefe ist mit unserem System nicht herstellbar.

    7. Gibt es ein Material das auf die Doppelhauswand geklebt werden kann, um Nachbarlärm zu reduzieren?

    7. Materialien hierzu sind uns nicht bekannt.

    Welches Plattenmaterial bringt den größten Schallschutz?
    8. Diamantplatten

    8. Die größte Wirkung erzielen Sie mit einer zweilagigen Beplankung mit Knauf Silentboard:
    http://www.knauf.de/pdf/bilder/detbl_wmv/k717_2010-03.pdf
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Und wo sind jetzt die Neuheiten?

    Gruß
    Ralf
     
  10. alexam

    alexam Gast

    Nachricht an Ralf

    Schade, dass das Internet, Menschen dazu verleitet unfreundlich zu sein.
    Mein Mitarbeiter dürftest du nicht sein. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!!!
     
  11. Lukas

    Lukas

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    Ich mach hier nun auch dicht und alexam darf sich unter der Dusche etwas abkühlen. :p
     
Thema: Lärmdämmung/Doppelhauswand Nachbar
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