Lärmschutz vor Nachbarn über mir

Diskutiere Lärmschutz vor Nachbarn über mir im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Guten Tag, ich bin froh, dass ich auf dieses Forum gestoßen bin und suche jetzt auch hier verzweifelt nach Hilfe. Kurz zu meiner Situation:...

  1. Absurdum

    Absurdum

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    Guten Tag,
    ich bin froh, dass ich auf dieses Forum gestoßen bin und suche jetzt auch hier verzweifelt nach Hilfe.

    Kurz zu meiner Situation:
    Ich wohne seit 20 Jahren in einem Altbau-Mehrfamilienhaus und hatte nie nennenswerte Probleme.
    Vor einigen Monaten wurde die Wohnung über uns frei und promt darauf wurde dort eine 14-köpfige afrikanische Flüchtlingsfamilie eingesetzt.
    Seit diesem Tag gehen wir hier quasi durch die Hölle und haben zu keiner Tages- und Nachtzeit mehr Ruhe.
    Ausziehen fällt leider aus persönlichen Gründen weg und Hilfe beim Vermieter und vielen Instanzen suchten wir vergeblich. Jeder versteht uns, bemitleidet uns, aber keiner kann uns helfen.
    Zusätzlich ist diese Familie extrem unfreundlich, spricht keine andere Sprache und ist auch zu Toleranz und Rücksicht nicht bereit.
    Es gibt allgemein zwei Arten von Lärm:
    1. Laute Gespräche, Schreie und Kindergeschrei
    2. Schläge, laute Schritte und Springen

    Jetzt ist meine Frage, ob man irgendwie (am besten kostengünstig) auch nur minimal den Geräuschpegel etwas senken kann. Gegen die erste Variante von Lärm soll es wohl einige Möglichkeiten geben, aber ich frage lieber nochmal nach Hilfe und Tipps bevor ich etwas kaufe, da dies alles sehr teuer ist. In einem Zimmer haben wir schon seit Jahren eine Holzdecke angebracht und dort ist der Lärm auf jeden Fall um einiges milder. das größte Problem ist wahrscheinlich, dass die Familie nicht zur Kommunikation bereit ist. Ansonsten hätte man dort schon mal eine Trittschalldämmung verlegen können.

    Vielen Dank für die Hilfe!
     
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  3. Inkognito

    Inkognito Gast

    Decke abhängen könnte helfen.
    Ohrenstöpsel helfen, zumindest nachts. Beim Hörgeräteakustiker gibt es auch speziell angepasste, teuer, aber gut.
    Miete mindern kann vielleicht auch helfen - gegebenenfalls kann man mit der Anzahl an Mietern über der eigenen Wohnung argumentieren, auch wenn der Schallschutz den zur Bauzeit üblichen Standards entspricht. Dazu brauchen Sie aber kompetente Hilfe, z.B. vom Mieterschutzbund.

    Ansonsten ist es eine Mietwohnung, da ist ausziehen immer eine Option.
     
  4. Jan81

    Jan81

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    Es ist nicht erlaubt so viele Menschen in kleine Wohnungen unterzubringen. Die genaue Zahlen kenne ich nicht. Vielleicht kann dir der Mieterschutzbund da weiter helfen.
    Nur ich denke die wohnung wird deutlich zu klein sein, und klar dass da auch unter der Familie viel Stress ist.

    Jedenfalls gibt es keine kostengünstige Lösung. Deckeabhängen usw. ist nicht gerade günstig, bringt nicht viel und muss von Vermieter erlaubt werden.
    Schall muss man da bekämpfe wo dieser entsteht. Dann kommt es auf den Schall bzw. Lärm an.

    Schall kann aber gut mit Schall bekämpfen. Nur das ist keine Lösung, besonders für andere Mieter.

    Nur in deinem Fall hast keine Chance.

    Aus diesen und auch vielen anderen Gründen bin ich dagegen, wenn man Flüchlingsfamilien in Wohnsiedlungen unterbringe. Gibt nur Ärger und bei der Bevölkerung entsteht dann von den Flüchtlingen ein falsches Bild. Wie haben so viele geschlossene Kasernen hier in Deutschland! Warum nicht diese dafür benutzen. Aber gut ist nicht das Thema.
     
  5. Jan81

    Jan81

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    Nicht immer, weil man keine neue findet oder sich nicht leisten kann usw.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Sehe ich auch so. Mit baulichen Maßnahmen kann man evtl. die Schmerzen ein wenig lindern, aber je nach Zustand/Bauweise des Gebäudes wird der Erfolg nur mäßig sein.
     
  7. reezer

    reezer

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    woraus schließt du daß es sich um eine kleine Wohnung handelt?
    ich habe im Anfangsbeitrag keinen Hinweis auf die Wohnungsgröße gefunden

    "Wenn man keine Ahnung hat,..." (Dieter Nuhr)
     
  8. Jan81

    Jan81

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    Ah da fällt mir was ein. Man kann ein Raum im Raum aus Akustikplatten bauen. Also so ähnlich wie Ton Studio. Musiker machen das oft, besonders die Schlagzeuger.
    Vorteil, man alles wieder zurück bauen. Nur es ist nicht gerade günstig. kann mehrere hunderte von Euro kosten, wenn nicht sogar tausende. Kommt auf die große des Raumes an.

    Nur ob das der Sinn ist? Wenn man auf 2 qm seine ruhe haben will?
     
  9. Jan81

    Jan81

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    Weil ein Student wohl in keiner 120 qm Wohnung lebt und in der Regel sind die Wohnung übereinander fast alle gleich geschnitten bzw. haben gleich qm und gleichen Grundriss. So einfach ist das. Klar kann diesem fall anders sein.
     
  10. Absurdum

    Absurdum

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    Wie gesagt ist Ausziehen leider nicht so einfach möglich. Aus Gründen wie Nähe zum Arbeitsplatz, katastrophaler Wohnungsmarkt, hilfsbedürftige Verwandte in der Nähe und Kosten (eine ähnliche Wohnung würde jetzt ungefähr das Doppelte kosten).
    Die Wohnung über uns hat die doppelte Größe von unserer. Für meinen Geschmack trotzdem viel zu klein für 14 Personen, die dort jeweils zu dritt in kleinen Zimmern wohnen.
     
  11. Jan81

    Jan81

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    Ok ist doppelt so groß, sowas. Wie groß ist den ungefähr die Wohnung von denen? Viele Wohnungen hat das MFH? Sind die anderen Mieter aus so genervt?

    Will vielleicht der Mieter das Haus Sanieren und hat extra so eine Familie untergebracht?
     
  12. #11 toxicmolotow, 10. November 2014
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    Dann wirf doch mal qm-Zahlen in den Raum... aber gefühlt sage ich dir schon jetzt, dass du dort nicht mehr glücklich werden wirst, so lange die Familie über dir wohnt, egal wie gut du dämmen kannst. Am langen Ende wirst du es noch immer hören.

    Dazu gehört ein gewisses Maß an Kinderlärm zum leben dazu, aber auch das hat definitiv seine (schwammigen) Grenzen.

    Es gibt durchaus Grenzen, wie viele Bewohner auf welcher Fläche zumutbar sind. Aber dazz gibt es m.W.n. keine Rechenformel.

    Hilfe über den Mieterschutzbund dürfte die schnellste und kostengünstigste Variante für den Moment sein.
     
  13. Absurdum

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    Die Wohnung oben ist ungefähr 115qm groß. Im Haus selbst gibt es noch 5 weitere Mietparteien (je 2 auf einem Stockwerk). Die Mieter auf dieser Ebene sind genauso genervt und die anderen im Haus bekommen davon nichts mit.
    Natürlich muss man mit etwas Lärm und Geräuschen leben, aber das hat 20 Jahre einwandfrei funktioniert und auch da haben Kinder gewohnt.
     
  14. R.B.

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    Dann lernst Du jetzt den Nachteil einer "billigen" Wohnung kennen.

    Ob die 14 Leute in der Wohnung erlaubt sind, das ist ein anderes Thema. Bei Wohnungsmangel werde da schon einmal Kompromisse gemacht, ansonsten wäre bei 14 Personen eine Wohnfläche deutlich über 200m2 "angemessen". Es gibt Richtlinien nach denen auch 240m2 angesetzt würden. Bei einer zeitweiligen Unterbringung (Asyl?) wären auch geringere Flächen möglich. Ich denke, dass die Unterbringung schon geprüft wurde, sonst hätte man die Familie dort nicht einquartiert.

    ABER wer weiß, selbst wenn diese Familie in absehbarer Zeit woanders untergebracht würde, stünde sicherlich die nächste Familie vor der Tür.

    d.h. Das Problem mit dem Schallschutz wird mit Sicherheit nicht geringer, denn 5 Kinder können genau so viel Krawall verursachen wie 10 Kinder.

    Ich habe während meiner Studienzeit auch in einem Altbau gewohnt, das war eine Katastrophe. Wenn bei der Wohnungsnachbarin morgens um 06:00 Uhr der Wecker geklingelt hat, stand ich senkrecht im Bett.

    Wie oben schon erwähnt, könnte man versuchen die Decke abhzuhängen, dazwischen Dämmmaterial usw. usw. Es gibt von den einschlägigen Herstellern (GK Platten etc.) eine Menge Infos zum Schallschutz. Damit wird man aber nicht automatisch den Schallschutz in diesem Fall verbessern, denn es gibt unterschiedliche Arten von Geräuschen und die nehmen auch verschiedene Ausbreitungswege. Gerade bei tieffrequenten Geräuschen stoßen solche Maßnahmen schnell an ihre Grenzen. Dann hat man zwar viel Aufwand betrieben, aber letztendlich immer noch nicht seine Ruhe.

    Ohne den Deckenaufbau etc. zu kennen ist es schwer eine Aussage zu treffen, doch die Beschreibung deutet bereits darauf hin, dass es um den Schallschutz in diesem Gebäude nicht gut bestellt ist. Ich glaube daher nicht, dass man dieses Problem mit ein bischen Abhängen einer Decke lösen kann.

    Letztendlich bleibt dann doch nur die Lösung -> Neue Wohnung suchen
     
  15. Inkognito

    Inkognito Gast

    Naja, geht es um den Nachtschlaf helfen die Ohrstöpsel wirklich, wenn die Familie nur kurzfristig dort untergebracht wurde. Bei einem dauerhaften Problem hilft wirklich nur ausziehen, auch wenn die Wohnung günstig ist.
    Zuvor würde ich noch über den Mieterschutzbund/Anwalt gehen, auch wenn es nur ist um zu sehen, inwiefern man eine Chance hat und auch nur wenn Ihnen die Wohnung jetzt wirklich so sehr am Herzen liegt und sie bereit sind sich diesen Ärger und die Kosten anzutun.
     
  16. #15 Ralf Wortmann, 10. November 2014
    Ralf Wortmann

    Ralf Wortmann

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    Als Mieter hast du theoretisch die Möglichkeit, gegenüber deinem Vermieter Ansprüche geltend zu machen und ggfs. auch gerichtlich durchzusetzen, dass dieser durch geeignete Maßnahmen (z.B. Abmahnungen, Kündigung und notfalls Räumungsklage) dafür sorgt, dass unzumutbare Ruhestörungen unterbleiben. Dauert lange und kostet Nerven. Möglicherweise kommt es mitunter (völlig unabhängig von der Nationalität der Ruhestörer!) zu Repressalien oder unerwünschten Konfrontationen mit den Ruhestörern. Ich rate eher zum Auszug.

    Ruhestörender Lärm von Mitmietern stellt, insbesondere, wenn der Vermieter trotz Kenntnis davon nichts dagegen unternimmt, einen Mietmangel dar und berechtigt dich zur Mietminderung, sofern dieser Anspruch noch nicht verwirkt ist. Verwirken kannst du den Mietminderungsanspruch, indem du die Miete trotz des Lärms über längere Zeit (2-6 Monate, je nach Gericht und Sachlage) vorbehaltslos zahlst und damit die Mietsache als vertragsgerecht anerkennst. Wenn du die Miete ungekürzt weiter zahlst, solltest du dem Vermieter wenigstens schnellstmöglich per Einwurfeinschreiben schreiben, dass du wegen der Lärmmängel Mietminderung beanspruchst und die Miete deswegen zukünftig nur unter dem Vorbehalt der Rückforderung zahlst.

    Wenn du meinst, keine Alternative zu haben (die gibt es jedoch immer, in jeder Situation!) kannst du dann den dornenreichen Kampf aufnehmen, minutengenaues Lärmprotokoll führen, bei nächtlicher Ruhestörung stets die Polizei rufen, Namen/Dienstnummer der Beamten und Tagebuchnummer aufschreiben, Lärmprotokoll am besten zudem auch von Zeugen führen lassen, die nicht Partei des Mietvertrags sind, Anwalt einschalten, Ansprüche geltend machen, klagen, etc.

    Ach, ja: als Mieter darfst du ohne Zustimmung deines Vermieters ohnehin keine baulichen Veränderungen (Lärmschutz) an der Wohnung durchführen. Also nichts eigenmächtig verändern - das wird sonst teuer.
     
  17. Gast943916

    Gast943916 Gast

    es ist traurig, dass man wegen solchem Verhalten von "Gästen" seine Wohnung verlassen muss......
     
  18. #17 Ralf Wortmann, 10. November 2014
    Ralf Wortmann

    Ralf Wortmann

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    Ich bin viel in afrikanische, arabische und asiatische Länder gereist, jeweils Individualreisen und staune immer wieder, wie unterschiedlich das Lärmempfinden ist. Es sind einfach verschiedene Kulturen.

    Genauso wenig, wie wir verstehen, dass Menschen aus anderen Kulturkreisen mitunter bei lautester Musik, bei lauten Unterhaltungen, mitten auf einer mehrspurigen Straße liegend oder bei sonstigem Lärm entspannt wie ein Baby schlafen können, verstehen andere Kulturkreise, die bislang mit unserem Kulturkreis nicht in Berührung gekommen sind, nicht, wie lärmempfindlich wir Angehörigen der westlichen Kultur meist sind. Sie verstehen es schlichtweg nicht und vermuten hinter Aktionen, die darauf beruhen, deshalb wohl am ehesten noch rassistische Beweggründe. Ein Dilemma.
     
  19. Absurdum

    Absurdum

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    Vielen Dank zunächst für die Antworten.
    Die theoretisch einfachste Lösung wäre natürlich ein Auszug, aber das ist halt eben nicht so leicht nach 20 Jahren und den anderen Gegebenheiten.

    Den Kampf haben wir über die letzten Monate geführt über Polizei, Ordnungsamt, Mietmanagement, Sozialarbeiter, Vermieter und Sonstiges. Über Monate Protokolle geschrieben.
    Problematisch war auch, dass es einen Vermieterwechsel vor 3 Monaten gab und das ganze dann wieder von vorne losging. Zusätzlich genießen die Mieter, die noch vom alten Vermieter stammen besonderen Schutz und der alte Vermieter behält sich den Entscheid bei einer Neubelegung vor.
    Sollten wir also nach langem angestrengten Kampf gewinnen, wird wahrscheinlich eine ähnliche Familie nachkommen. (Dabei ist es völlig egal, ob die Familie grün, gelb, blau, deutsch, afrikanisch oder sonst was ist).
    Uns wurde gesagt, dass man so eine große Familie mit Kindern nicht so einfach auf die Straße setzten könne und dass es keinen adäquaten Ersatz gäbe. Aufgrund der Herkunft solle man doch besonders Rücksicht nehmen, da sie bisher nur Draußen und in kleinen Hütten lebten.
    Diesen Kampf haben wir jetzt niedergelegt, da es uns viel mehr Kraft kostet als die Umstände an sich. Der Aussicht auf Erfolg ist auch nicht groß und was danach reinkommt will ich gar nicht wissen. Wenigstens geht von diesen Nachbarn keine Gefahr/Angst aus.
    Nachts helfen dann die Ohrstöpsel sehr. Allerdings nicht gegen die Schläge und Vibrationen.

    Wie ich vorhin schon erwähnt habe, haben wir in einem Raum ja eine zusätzliche Holzdecke und dort ist es deutlich leiser und sogar ertragbar.
    Deswegen meine Frage wie es aussieht mit Stahlwolle, Esterplatten, Schaumstoff oder ähnliches. Bringt das auch noch etwas, wenn auch nur minimal?
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Kann ich verstehen, doch irgendwann muss man sich halt fragen, ob man noch die Nerven für so etwas hat, und was einem das wert ist.

    Wenn das so einfach wäre, hätte ich es oben bereits geschrieben. Vorausgesetzt der Vermieter gibt seine Zustimmung für diese baulichen Veränderungen, dann könnte man eine abgehängte Decke bauen und den Zwischenraum mit entsprechendem Dämmmaterial füllen. Dazu muss man aber zuerst einmal wissen, welche Raumhöhe überhaupt vorhanden ist, aus was die Decke besteht, und an sich sollte man auch wissen, welchen Ausbreitungsweg der Schall nimmt.

    Den Grund warum in einem der Räume mit "Holzdecke" der Schall geringer ist, kann ich nicht benennen. Das kann verschiedene Ursachen haben, vielleicht ist der Schall auch nur subjektiv geringer. Eine einfache Holzdecke auf einer Lattenkonstruktion ist als schalldämmende Maßnahme nicht so der Bringer. Wenn man schon den Aufwand betreibt, dann sollte man es auch richtig machen.

    Das fängt bei der Prüfung der vorhandenen Decke an, dann muss man sich überlegen wie man die Decke abhängt (vorzugsweise FederabhängereSchwingungsabhänger o.ä.), natürlich müssen alle Profile gegenüber der Wand etc. entkoppelt werden, man muss sich überlegen, was man als Dämmlage wie einsetzt, und letztendlich spielt auch die Beplankung und deren Ausführung eine Rolle. Es gibt auch GKP die höhere Schalldämmwerte aufweisen als die typ. 08/15 Platten.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass man die Schalldämmung zwischen diesen beiden Wohnungen verbessern kann, doch ich kann nicht sagen wieviel Verbesserung möglich sein wird. Das kann aus der Ferne niemand sagen, denn es ist ja nichts bekannt woraus man Rückschlüsse über die Schalldämmung ziehen könnte.
    Vereinfacht gesagt, wenn die Wände vibrieren hift auch eine abgehängte Decke nicht viel.

    Nebenbei bemerkt, es ist hoffentlich klar, das man die ganzen Maßnahmen nicht für ´nen Fuffi umsetzen kann.
     
  22. Jan81

    Jan81

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    Problem ist auch z.B. Schläge und Vibrationen gehen über die Wände und da bringt Decke abhängen nicht viel.
     
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