Lakra Erfahrungen? Hausbau realistisch?

Diskutiere Lakra Erfahrungen? Hausbau realistisch? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo in die Runde, kurzum wir sind neu und schon eine Frage parat. Kurze Vorstellung: Wir, Mann 36 und Frau 30 mit 3 Kids 5, fast 7 und...

  1. SveYaDo

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    Hallo in die Runde,

    kurzum wir sind neu und schon eine Frage parat.

    Kurze Vorstellung: Wir, Mann 36 und Frau 30 mit 3 Kids 5, fast 7 und einem Jahr wohnen in Baden Würrtemberg.

    So nun zu unserem Anliegen vielleicht finden sich hier Leute die sich mit Lakra auskennen oder ihre realistische Meinung zum Thema Finanzierungsfähig (sagen wir es mal so) behaupten können.

    Nach langer Suche nach einer geeigneten Wohnung und auch halbwegs bezahlbaren, nach ewigen Tagungen mit der Familie haben wir uns mehr oder weniger entschlossen zu bauen.

    Jetzt hört man ja Lakra - toll für Familien mit Kind(ern)...

    Haben wir auch schon beim Landratsamt die Unterlagen angefordert und sind jetzt dabei uns daran zu setzen.

    Hausbau inkl. Grundstück und Nebenkosten 220.000 Euro EK von Verwandten ca. 20.000 Euro, Eigenleistung in Höhe von 10.000 Euro

    Verdienst des Mannes Brutto 2080.-
    Verdienst der Frau 400.-
    Kindergeld 490.-
    Elterngeld das später Landeserziehungsgeld ist 300.-

    Problem und Haken der ganzen Sache: Altlasten die jetzt zum 15.4. gezahlt werden und uns die Titulierungen ausgehändigt werden, allerdings macht ein Gläubiger Schwierigkeiten, daher wir möchten diesen gerne mit einer Zahlung befriedigen, derjenige ist leider nicht mit einverstanden. (ca. 20.000 Euro Vergleich ist beantragt wird gerade bearbeitet)

    Kann man einen Hausbau in der Form trotzdem realisieren und Lakra beantragen, wenn einmal Lakra abgelehnt wurde dann heisst es ja das man nicht mehr neu beantragen kann?

    Oder gibts vielleicht noch andere Alternativen?

    Wäre schön wenn uns jemand auf den Stand der wirklichen Tatsachen bringt, die Familie meint wäre alles kein Thema wenn die Altlasten weg sind, aber wir sind doch in Sorge...

    Lieben Dank für Ihre Meinungen !!!
     
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  3. #2 xsandsturmx, 18. März 2009
    xsandsturmx

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    In einem anderen aktuellen Thread wird gerade darüber diskutiert ob ein ähnliches Vorhaben mit 4000€ NETTO realisierbar ist. Dabei handelt es sich um ein Paar ohne Kinder.
    Hier wird über 2700 - 2800 NETTO geschprochen mit 3 Kindern.
    Bei einem Eigenkapital von max. 30000€.
    Ich kenne mich nun überhaupt nicht mit LAKRA aus, aber das halte ich nun wirklich für nahezu ünmöglich zu realisieren.
    Ihr müsst 190000€ aufnehmen, dass macht im Moment wahrscheinlich bei 15 Jahren Zinsbindung eine monatl. Belastung von ca. 850€. Und das bei nur 1% Tilgung.
    Hinzu kommen Nebenkosten von ca. 2,5€/qm.
    Also ich denke das wird mehr als eng.

    Gruß
     
  4. eileen

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    die Sache mit den Altlasten ist mir, ehrlich gesagt, nicht so recht klar. Steht was in der Schufa drin, gibt´s Schulden in dieser Höhe oder noch höher oder was ganz anderes?

    Davon mal abgesehen, hat Lakra (sagt google) bestimmte Bedingungen. Die Einkommensbedingungen erfüllt Ihr sicher locker.
    Aber: es müssen wohl mindestens 15% EK vorhanden sein, das wären bei 220T€ 33T€. Da fehlt was.
    Und man bekommt (die Ortsangabe gehört wohl zur Gebietskategorie II) von der Lakra bei 3 Kindern 160T€ finanziert.
    Der Rest müßte dann wohl über die KfW nachrangig laufen und da sind die Zinssätze nicht gerade berühmt. Oder über dieses Ergänzungsdarlehen, aber das hat auch Marktzinssätze...
    Zusätzlich wird das Darlehen wohl nur zu 98% ausgezahlt, macht nochmal über 4T€ Finanzierungslücke...

    Insgesamt find ich das alles mehr als wackelig, das Bruttoeinkommen ist nicht gerade hoch (und netto eh), das Erziehungsgeld fällt in absehbarer Zeit weg und Kindergeld würd ich da gar nicht erst einrechnen, die Kinder werden mit jedem Jahr teurer.
    Ich weiß nicht, wie Lakra das Bruttoeinkommen ermittelt, aber wenn ich von 2080+400=2480Euro ausgehe, dann gibt´s bei einem 5Personen-Haushalt keine Förderung, weil Euch nicht genug zum Leben über bleiben wird.
    Geh ich vom Einkommen mit Kindergeld aus, sinds 2970, damit dürftet Ihr grad mal 200Euro Rate haben, also - keine Chance.
    Kurz gesagt - vergisst es.
    Eure Gegend ist doch mehr als günstig, da wird sich sicher doch was passendes zur Miete anbieten, alles andere wäre Wahnsinn.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Hier gilt:
    Zuerst die Finanzen in Ordnung bringen. Dann "mit weißer Weste" über weitere Investitionen nachdenken.

    Das Nettoeinkommen liegt bei etwa 1.600,- € zzgl. 400,- € Job und Kindergeld.
    Und das für 5 Personen !!!

    Versuche mal eine Kostenaufstellung über 1 Jahr anzufertigen, damit Du siehst, wieviel Geld ihr jeden Monat benötigt. Ein eigenes Haus spart zwar Miete, aber unter´m Strich ist es immer teurer.

    Da wäre eine 220T€ Investition unverantwortlich, und das ist noch vorsichtig ausgedrückt.

    Gruß
    Ralf
     
  6. eileen

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    Nachtrag: ich seh gerade, ich hab diese maximal erlaubte monatliche Belastung etwas falsch ermittelt (wobei es am Ergebnis rein gar nichts ändert).
    Die geht in etwa vereinfacht so: Lakra-Kredit Z-15, mindestens 1,4% Zins und 1% Tilgung in den ersten Jahren, macht 3840 pro Jahr.
    Rest z.B. über E-Darlehen, mindestens 4,05% Zins und 1% Tilgung, als Höhe wären ja in etwa 35TE nötig, macht 1768Euro p.a.
    Bewirtschaftungskosten: 25Euro/qm und Jahr, bei angenommenen 130qm sinds 3250 Euro p.a.
    Alles zusammen: 8858 p.a., macht 738Euro pro Monat.
    Zulässige Belastung laut Tabelle ohne Kindergeld (und ohne Erzgeld) wäre gleich Null. Dazu das Kindergeld, macht 490. Abzüglich den 738Euro, macht pro Monat einen Fehlbetrag von 248 Euro. Geht also nicht, selbst wenn diese Altlasten nicht wären und die fehlenden 3T€ EK. Und wir reden hier von der maximalen Zinsverbillgung, nach einigen Jahren wird´s ja noch teurer...
     
  7. SveYaDo

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    Herzlichen dank für die tollen Meinungen, genau das war meine Bedenken.

    Sicher werden erst die Altlasten weggemacht, ist ja nur noch dieser "doofe" Gläubiger.

    Im Falle einer wirklichen und realistischen Finanzierung müssten wir wohl doch ca. 60.000 Euro Eigenkapital einbrechnen, dann wären 160.000 Euro zu finanzieren besser.

    Das Haus plus Grundstück und aller NK soll in etwa 180.000 Euro kosten, allerdings haben wir uns halt noch einen Pfuffer gelassen.

    Mal sehn...das wird nochmal in einem Familienrat besprochen, denn ca. 40 000 Euro könnten wir noch zusätzlich berappen.

    Das hier alles richtig schnell beantwortet wird find ich toll :28:
     
  8. SveYaDo

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    Ein kleiner Nachtrag, wir wollten das gerne auf 25 Jahre Zinsfestlegung und nicht schon in 15 Jahre fertig haben :-)

    Momentan zahlen wir auch mietmässig 900 Euro...
     
  9. eileen

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    Zinsfestschreibung ist nicht gleich Rückzahlungsdauer ;-)
    Aber bitte, schreiben wir auf 30Jahre fest (25 gibt´s nicht, nur 20 oder 30. Wollt Ihr in 25 Jahren abbezahlt haben, muß die Tilgung wesentlich höher als 1% sein....):
    160T€ auf 30Jahre, macht Zins 1,75%, Tilgung 1%, sind 4400Euro p.a.
    Bewirtschaftung nach wie vor 3250, wenn die qm stimmen, war ja eine Annahme meinerseits.
    pro Jahr 7650, pro Monat 637,5Euro.
    Zulässige Belastung Null, plus Kindergeld 490, abzüglich Belastung 637,5, macht immer noch 147,5 Euro Lücke.
    Ohne steigende Zinsen miteinzurechnen...
    Ich bleib dabei, das haut nicht hin, da Bedingungen nicht erfüllt.
     
  10. R.B.

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    So ein Puffer ist schon sinnvoll. Dafür aber EK zurückbehalten.

    Was mir noch auffällt, die 180T€ wären sehr günstig.....evtl. zu günstig angesetzt.

    Letztendlich geht es aber um die zu finanzierende Summe und die Frage, ob Ihr die Raten auch bezahlen könnt. Man sollte die Lebenshaltungskosten nicht unterschätzen. Ist dann Mitte des Monats kein Geld mehr auf dem Konto, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Raten nicht bezahlt werden, und schon geht der Ärger los.

    Deswegen würde ich wie folgt vorgehen.

    1. Finanzen bereinigen
    2. Lebenshaltungskosten kalkulieren, Einnahmen kalkulieren
    3. Aus Differenz Kosten/Einnahmen den Überschuß ermitteln
    4. Aus dem Überschuß den max. Finanzrahmen ermitteln
    5. Schauen ob und was mit dem budget machbar ist

    Dabei immer mit möglichst realen Zahlen rechnen, denn Schönrechnen bringt Dich nicht weiter. Bereits an Pkt 4. mit Eurer Hausbank sprechen. Da bekommt man schon ein Gefühl dafür was machbar ist. Am Ende sieht man dann, ob ein Hausbau (-kauf) möglich ist, oder nicht.

    Gruß
    Ralf
     
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  12. eileen

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    das unterschreib ich mal ganz dick.
    Man kann sich die schönste Finanzierung zurechtrechnen, nur bricht sie dann eben sehr schnell zusammen, wenn die Grundlagen nicht stimmen.
     
  13. SveYaDo

    SveYaDo

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    Danke euch allen,
    ich glaube es ist zu unsicher gerade in der heutigen Zeit, also belassen wir unseren Traum oder das Tantchen muss doch bauen und wir ziehen ein :Baumurks:mega_lol:
     
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