Laminat - Falsch oder mit mangelnder Dämmung verlegt?

Diskutiere Laminat - Falsch oder mit mangelnder Dämmung verlegt? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo ins Forum, es würde mich freuen, wenn zu folgender Situation ein oder mehrere Leute "vom Fach" ihre Meinung äußern könnten: Ich wohne...

  1. Andi777

    Andi777

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    Hallo ins Forum,

    es würde mich freuen, wenn zu folgender Situation ein oder mehrere Leute "vom Fach" ihre Meinung äußern könnten:

    Ich wohne in einem Stahlbetonbau aus den 70er Jahren. Vor einiger Zeit hat die Wohnung über mir einen neuen Eigentümer bekommen, der dort auch selbst wohnt. Scheinbar hat er in Eigenarbeit dort Laminat (vorher war dort Teppich) verlegt, was nun vermutlich die Ursache für mein Problem ist.
    Vom vorigen Bewohner war fast nichts zu hören. Nun höre ich allerdings von dort deutliche Wohngeräusche. Allerdings nur die "tiefen". D.h wenn der Bewohner (schlank, vielleicht 70 bis 75kg schwer) in der Wohnung normal läuft, hört sich das bei mir wie ein 200 Kilo Mensch an. Als er noch seinen Subwoofer/Lautsprecher auf dem Boden stehen hatte, konnte ich die Bässe deutlich und sehr störend hören. Das eigentliche Lied konnte ich aber nicht erkennen, weil keine Höhen durchkamen. Jetzt steht er auf einem Regal und ist nicht mehr so deutlich, aber immer noch zu hören.
    Auch sein Handy, was auf dem Nachtisch liegt und manchmal morgens als Wecker mit Vibrationsalarm liegt, höre ich mitunter ein Stockwerk tiefer vibrieren.

    Was man nicht hört, sind "helle" Geräusche wie z.B. Gespräche oder eben die Höhen bei Musik oder Fernseher.

    Wie ich mal durch die Eingangstür gesehen habe, hat er scheinbar das Laminat nicht mit ener "normalen" Leiste an der Wand abgeschlossen, sondern hat durch einfach durch einen dünnen Streifen Laminat an der Wand eine Leiste gebildet.

    Nun meine Fragen:
    1. Auf welchen Fehler beim Verlegen könnte es hinweisen, falls eben fast nur die tiefen Töne störend an die darunterliegende Wohnung weitergeleitet werden?

    2. Auch die Toilettenspülung und Dusche ist nun wesentlich deutlicher als beim früheren Bewohner zu hören, obwohl das Bad gar nicht renoviert wurde. Kann das mit einer fehlerhaften Laminatverlegung im angrenzenden Flur (Schallbrücke) zu tun haben?

    3. Was muss eigentlich beim Verlegen von Laminat in einem Stahlbetonbau der 70er Jahre Besonderes beachtet werden bzgl. Dämmung, Verlegung, usw.?

    4. Wenn es wirklich Fehler beim Verlegen gibt bzw. eine nicht unzureichende Dämmung gibt, hat man eigentlich eine andere Möglichkeit der Korrektur, als alles wieder rauszureißen und neu zu verlegen?

    Vielen Dank vorab für die Antworten

    Andi
     
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  3. kappradl

    kappradl Gast

    Trittschaldämmung könnte zu dünn sein.
    Außerdem bist du nun sensibilisiert und hörst die Mäuse trapsen.
     
  4. Julius

    Julius

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    Vom Verschlechterungsverbot hat der gute Mann offenbar noch nie gehört...
    Bist Du selbst auch Eigentümer oder nur Mieter?
     
  5. Andi777

    Andi777

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    Danke erstmal für die Resonanz.

    Das ist natürlich möglich. Daher war ich auch mal bei dem Nachbarn unter mir, um zu hören, wie dort Geräusche aus meiner Wohnung klingen. Die sind wesentlich geringer. Man muss sehr viel Krach machen, um dort überhaupt etwas mitzubekommen.

    Ich bin selbst auch Eigentümer.
    Das Verschlechterungsverbot ist mir natürlich bekannt (z.B. das Urteil vom OLG Schleswig). Bevor man allerdings die "juristische Keule" rausholt, wollte ich mir gerne selbst im Gespräch mit ihm einen Überblick verschaffen, ob dort irgendetwas falsch gelaufen ist. Falls ja, dann vermutlich unbewusst durch den neuen Eigentümer, was ihn natürlich nicht von der Verpflichtung entbindet, das zu korrigieren.

    Was mich allerdings wunder, ist, dass fast nur "tiefe" Geräusche übertragen werden.

    Außerdem habe ich gelesen, dass laut Aussage einiger Fachbetriebe das Verlegen von Laminat gerade in Stahlbetonbauten sehr heikel sei und nur mit besonderer Dämmung zu einigermaßen annehmbaren Resultaten führt. Nähere Details allerdings nicht. Kann da jemand etwas zu sagen?

    Und dann habe ich auch immer wieder etwas von sog. "Schallbrücken" gelesen. Treten diese auf, wenn man Laminat direkt bis an die Wand (ohne Abstandshalter) ohne Leiste verlegt?

    Andi
     
  6. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Zum Verschlechterungsverbot ist (zumindest im verlinkten Fall) das BGH anderer Auffassung.


    Siehe BGH
     
  7. PeterB

    PeterB

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    Selbstverständlich ist Laminat, das ohne Fuge bis an die Wände verlegt ist eine hervorragende Schallbrücke.
    Im Geschosswohnungsbau sollte dieses Zeug einfach verboten werden.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Wo steht was von fehlender Fuge? Das kann man dem Eingangspost nicht entnehmen. Dort steht nur:

    Es gibt beispielsweise Sockelprofile in die Laminatstreifen eingeschoben werden. Richtig verbaut ist das kein Problem, und eine Entkopplung ist auch gegeben.

    Ob hier eine Übertragung vom Laminat auf die Wände vorliegt, das kann ich aus den Beiträgen nicht schließen. Bei tieffrequentem Schall käme mir zuerst auch die Trittschalldämmung in den Sinn.
     
  9. PeterB

    PeterB

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    In #4 letzter Satz wird von direkt bis an die Wand verlegtem Laminat gesprochen.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Ach so. Das in #4 ist aber nur eine Vermutung in Verbindung mit den Schallbrücken. Ich glaube ehrlich gesagt nicht daran, dass jemand so einen Fehler begeht, nicht einmal ein Heimwerker, zumindest wenn er nicht blind ist und die Bildchen auf der Verpackung angeschaut hat. ;)
     
  11. sniper

    sniper

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    moin andi

    es könnte auch sein das ein trampeltier eingezogen ist

    es gibt menschen die einen extrem harten gang haben und dann gibt es noch die elfen, die durch die wohnung fliegen

    leider wird bei dir ersteres der fall sein
     
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  13. Andi777

    Andi777

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    Vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen.

    Ob das Laminat wirklich bis an die Wand ohne Fuge verlegt worden ist, kann ich nicht 100%ig sagen, aber aus meiner Erinnerung, als ich mal einen Blick darauf werfen konnte, sah es so aus. Wie ich den Eigentümer einschätze, glaube ich nicht, dass er da spezielle Sockelprofile eingeschoben hat, sondern eher 08/15 Ware verbaut hat.

    Ich wollte mir das auf jeden Fall nochmal mit ihm in Ruhe anschauen, möchte aber natürlich wissen, worauf ich besonders achten bzw. was ich nachfragen muss.

    Vielleicht kann mir noch jemand Antworten auf folgende zwei Fragen geben:

    1. Beim vorherigen Mitbewohner habe ich Geräusche aus dem Bad (Toilettenspülung, Wasserhahn, Dusche) nie gehört, gehe aber davon aus, dass er das Bad benutzt hat. Nun sind diese sehr deutlich zu hören, obwohl meines Wissens das Bad nicht renoviert/verändert wurde. Kann das etwas mit dem Laminat und evtl. Schallbrücken (vom Badezimmer in den Flur und vor dort über Laminat und Wand nach unten) zu tun haben?

    2. Trifft es zu, dass bei Stahlbetonbauten im Bezug auf Trittschalldämmung von Laminat besondere Maßnahmen zu treffen bzw. besondere Materialien zu verwenden sind, weil Stahlbeton eher Schall überträgt, wenn man hier nicht aufpasst, als andere Häuser?

    Andi
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Ich könnte mir nur vorstellen, dass die Räume nun anders möbliert sind, und durch den "harten" Boden sich der Schall im Raum stärker ausbreitet und daher unten besser hörbar ist. Über sonstige Schallbrücken könnte man natürlich spekulieren, aber ich glaube das führt zu nichts.

    Mir wäre nicht bekannt, dass es hier eine Norm gäbe die speziell bei Stahlbetonbauten eine bessere Trittschalldämmung vorschreibt. Die Anforderungen gelten für alle Arten von Gebäuden (EFH mal außen vor).

    Gruß
    Ralf
     
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