Laminat schwimmend verlegt bei Fussbodenheizung?

Diskutiere Laminat schwimmend verlegt bei Fussbodenheizung? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, auch wenn das Thema hier und da schon behandelt wurde, haben ich trotzdem folgende Frage und würde mich über Resonaz freuen....

  1. Piwi

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    Hallo zusammen,

    auch wenn das Thema hier und da schon behandelt wurde, haben ich trotzdem folgende Frage und würde mich über Resonaz freuen.

    Ich habe neu gebaut und im kompl. Haus eine Wärmepumpe mit Fussbodenheizung.
    Jetzt hätte ich gerne in vielen Räumen einen Laminatboden verlegt, habe hierzu aber viele Pro und Contras gehört.

    1. Kann ich Laminat schwimmend auf Fussbodenheizung verlegen?
    2. Sollte ich immer (da Neubau) eine Dampfsperre drunter legen?
    3. Wie würde ein optimaler Bodenaufbau aussehen?
    Dampfsperre > Trittschall > Laminat

    Über viele Tipps, Anregungen, Infos und evtl. Links würde ich mich sehr freuen.

    Gruß...:winken
     
  2. #2 Schwabe, 21.02.2007
    Schwabe

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    1. Kann ich Laminat schwimmend auf Fussbodenheizung verlegen? ja
    2. Sollte ich immer (da Neubau) eine Dampfsperre drunter legen? nein; Sie müssen die Belegreife des Estrichs abwarten
    3. Wie würde ein optimaler Bodenaufbau aussehen?
    Dampfsperre > Trittschall > Laminat - ohne Dampfbremse, Trittschall und Laminat.
    Verwenden Sie Laminat, welches für Fußbodenheizung geeignet ist.
    MfG
    Schwabe
     
  3. #3 T9-Liebhaber, 21.02.2007
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    so sieht der optimale Aufbau aus:

    http://www.krono-sas.com/de/?flash=1

    + zwischen Estrich und Laminat eine Dampfsperrfolie (steht aber auch in der Produktbeschreibung)

    Bitte kein extra Trittschallschutz unterlegen (ist integriert).

    Das Produkt wird meines Wissens auch beim Praktiker verkauft.

    Ich garantiere du wirst deine Freude damit haben. Ich hab den Boden jetza 3 Jahre drin und würde ihn immer wieder einbauen. Revolutionärer Trittschallschutz und angenehm an den Füssen. Vor allem bei Kindern ein Traum. Bis zu 20 Jahre Garantie!
     
  4. Piwi

    Piwi

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    Hallo T9-Liebhaber,

    vielen Dank für die Hilfe. Habe jetzt schon öfters gutes über das Krono SAS Laminat gehört. Dies gibt es auch tatsächlich beim Praktiker. Mit den 20 % Aktionen die es da manchmal gibt, ist das doch ne gute Lösung.

    Wie lange hat Du gewartet, bis Du nach dem Estrich legen, dass Laminat verlegt hast?

    Welche Laminattyp hast Du von Krono genommen?

    DANKE
     
  5. ecco

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    ergänzend hierzu sei noch erwähnt, dass Laminat ( auch das Krono SAS <- habs selbst ) die Wärme schlechter durchläßt.

    Dies kann eine erhöhte Vorlauftemp oder zumindest eine höhere Durchflussmenge zur Folge haben.


    ecco
     
  6. Piwi

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    Also noch mal in einem Satz......................

    Ein schwimmend verlegter Laminatboden, der Fussbodenheizung geeignet ist (auch wenn es ein guter Boden ist, so wie das getestete) ist immer schlechter von der Wärmedurchlässigkeit, als Fliesen???

    Ist das so richtig.................?

    Wie kann man das greifbar machen?
    (ein Auto mit 75 PS ist einfach schwächer und langsammer, als ein Auto mit 150 PS)

    Kann das so schlecht einschätzen, oder ist das jetzt Haarspalterei?

    Möchte hier kein Fehler machen, da ich aufgrund einer Wärmepumpenheizung mit möglichst geringer Vorlauftemparatur arbeiten will!!!

    DAAAAAANNNNNNKKKKKKKEEEEE :bounce:
     
  7. #7 cekodeko, 22.02.2007
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    Bleiben wir beim Auto:

    ein Fahrzeug auf trockner Fahrbahn (homogener Aufbau mineralischer Beläge,
    fest auf dem Estrich verlegt) kommt in 10 Sek. auf 100 km/h.

    ein Fahrzeug auf nasser Fahrbahn (loser Belag mit Trennlage auf dem Estrich)
    braucht etwas länger, da die Kraftübertragung (Wärmeübertragung) nicht so direkt ist.

    Ein Fbh mit Laminat braucht etwas länger, bis die Wärme an den Raum abgegeben wird,
    marginal wird dadurch in zu vernachlässigender Größe die Effizienz der Fbh
    gesenkt, welches aber nur unter voller Heizlast von Bedeutung ist

    Grüße
     
  8. Ropi

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    Hallo Piwi,

    Das Laminat hat einen hoeheren Waermedurchgangswiderstand. Sprich: Die Waerme braucht einfach laenger um durchzukommen. Das kalte Zimmer braucht laenger zum Aufheizen als wenn Du Fliesen oder ein duennes Parkett verlegst. Entscheidend ist halt, dass durch dass Laminat immer noch so viel Waerme nachgeliefert werden kann, wie durch die Aussenhaut entweicht.

    Wenn Dir an niedrigen Vorlauftemperaturen gelegen ist, schaue sehr genau auf den Waermedurchgangswiderstand. Mein Tipp: Lass die Finger von schwimmend verlegten Boeden (egal ob Laminat oder Parkett), sondern nimm entweder verklebtes Parkett, Teppich, Kork oder Fliesen. Es kommt auf guten Kontakt vom Belag zum Estrich an. Alles was schwimmend verlegt ist, steht dem entgegen und fuehrt zu hoeheren Vorlauftemperaturen

    Gruss,
    Ropi
     
  9. #9 T9-Liebhaber, 22.02.2007
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    Deshalb S.A.S! Das Brett wird unmittelbar auf den Estrich gelegt (natürlich noch PE-Folie dazwischen) auf den Schaum wird verzichtet.

    Denn hab ich mir eingebaut:

    http://www.kronoflooring.com/de/castello_click.shtml (Ahorn)

    Super holzige Optik, nicht rutschig.
     
  10. #10 Jürgen Jung, 22.02.2007
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    Da muss jemand ja das Haus kennen und sich sicher sein:

    dass es nicht unterkellert ist
    dass die Sohle gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgeklebt ist

    :motz :motz :motz
     
  11. #11 steffi0077, 23.02.2007
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    Hallo,
    ich würde Dir einen Laminatboden empfehlen mit integrierter Trittschalldämmung sowie ein deutsches Markenprodukt, gehe am besten zu Deinem Holzfachmarkt in deiner Nähe, der kann dich da bestens beraten.
    Eine Dampfbremse ist immer erforderlich bei einem Mineralischen Unterboden!
    Zur Verlegung: ich empfehle Dir den Boden schwimmend zu verlegen, passe aber auch auf was der Hersteller in der Verlegeanleitung drin stehen hat, wegen Fußbodenheizung! Bei vielen muß man nämlich bei Fußbodenheizung verleimen, d.H. Leim in die Nut! Da du sonst mit erhöhter Fugenbildung rechnen mußt! Bei weiteren Fragen, einfach melden!
     
  12. Lukas

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    Darf ich dann fragen, warum die Dampfbremse beim mineralischen Untergrund immer erforderlich sein soll?

    Gruß Lukas
     
  13. #13 steffi0077, 24.02.2007
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    -Fehler aus der Praxis (hohe Restfeuchtigkeit im Verlegeuntergrund)
    Der entscheidende Fehler wird häufig in der Planungsphase gemacht! Besondere Bedeutung hat hierbei der Verlegeuntergrund, welcher unbedingt folgende Eigenschaften aufweisen muß:


    hohe Ebenheit
    geeignete Festigkeit der Oberfläche
    Rissefreiheit der Oberfläche ohne Ab- oder Ausbrüche
    er muß trocken sein.
    Die Ebenheit der Oberfläche des Verlegeuntergrundes ist deshalb wichtig, da die Laminatfußbodenelemente üblicherweise nur ca. 7 mm dick sind.
    Das heißt, daß die Paneele keine Kräfte aufnehmen können, sondern diese nur an den Verlegeuntergrund (beispielsweise einen Estrich) weitergeben können.
    Auch bei einer schwimmenden Verlegung muß die Oberfläche des Verlegeuntergrundes eine geeignete Festigkeit aufweisen. Grundsätzlich ist auf einem trockenen mineralischen Verlegeuntergrund eine 0,2 mm dicke Polyethylen-Folie auszulegen, um zu verhindern, daß eine Restfeuchtigkeit die Rückseite der Laminatfußbodenelemente erreicht.
    Dabei ist es entscheidend, daß die Estrichschicht maximal den folgenden Feuchtigkeits-Gehalt aufweist:


    Zementestriche 2,0 CM-%
    mit Fußbodenheizung: ca. 1,5 CM-%
    Anhydrid-Estriche 0,5 CM-%
    mit Fußbodenheizung: ca. 0,3 CM-%
    Die Polyethylen-Folie hat nur die Aufgabe einer Dampfbremse und ist in den Bahnenkanten ca. 30 cm überlappend zu verlegen. Keinesfalls wirkt eine Polyethylen-Folie als Bauwerksabdichtung! Sie kann übermäßige Feuchtigkeit unmöglich absperren und insofern nicht von den Rückseiten der Laminatfußbodenelemente fernhalten! Auch bei der Verlegung auf keramischen Fliesen ist grundsätzlich eine Polyethylen-Folie überlappend auszulegen.
     
  14. Bruno

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    Durch Fliesen strömen pro Grad Temperaturdifferenz zwischen Estrich und Raumluft 6 Watt pro m2, durch Laminat mit ein paar mm Trittschalldämmung nur etwa die Hälfte. Da sollte man schon schauen ob das noch reicht. Mit einer Aussage "es dauert nur etwas länger bis die Wärme durchkommt" ist es nicht getan.
     
  15. Bruno

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    Schön abgeschrieben, aber wo? Außerdem wirft das viele Fragen nach dem Warum auf:

    Woher kommt die Restfeuchte?
    Warum diffundiert die Feuchte nicht einfach nach oben weg? (sD-Wert Laminat?)
    Wie hoch steigt die Feuchtigkeit im und unter dem Laminat an (in % rel. Feuchte, in % Holzfeuchte)?
    Ab wieviel % (rel. Feuchte, Holzfeuchte) entstehen Schäden und welche?
    Wieviel Verbesserung tritt durch eine 0,2 mm PE-Folie ein? (sD-Wert Folie?)
    Was passiert, wenn der Boden kälter ist als die Raumluft (Kellerdecke, EG-Boden nicht unterkellert)? Gibt es dann nicht Tauwasser oben auf der Folie, das das Laminat schädigt?
     
  16. #16 Distler, 24.02.2007
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    Sherlock Distler hat ermittelt

    HIER: http://www.parador.de/montage/verlegeregeln_laminat.html hat sie abgeschrieben! Siehe Punkt 5
     
  17. #17 Schwabe, 24.02.2007
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    Selbst wenn nur LF 4 muß gemäß DIN 4108-4 die Bodenplatte (nicht oberhalb Estrich!) gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet sein. Was soll eine Abdichtung oberhalb Estrich Ihrer Meinung nach bringen ?
     
  18. #18 Jürgen Jung, 24.02.2007
    Zuletzt bearbeitet: 24.02.2007
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    hab ich ja net gesagt, habe nur hinterfragt und mich gewundert, dass Sie von Selbstverständlichkeiten ausgehen.

    Es gibt ja wohl auch hier im Forum genug Beispiele einer nicht ausgeführten Abdichtung.

    Das Thema Dampfsperre unter Laminat wird sehr kontrovers diskutiert, ich habe es als Ausführender immer mit Folie gemacht und noch keinen Mangel angezeigt bekommen, allerdings auch ohne Folie noch keinen Mangel aus diesem Grunde begutachten müssen. Dies jedoch sehr wohl bei fehlender Abdichtung der Sohle, ohne das sonst an anderen Bauteilen Schäden aufgetreten wären.

    Mit Schlagwörtern, Zitaten usw. und vorschnellen Schlussfolgerungen ist hier niemandem geholfen.

    Dies gilt in diesem Fall allerdings besonders für steffi007 :Brille

    Gruß aus Hannover
     
  19. Pfriem

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    Wo ist das Problem? Die Folie muss drunter, weil es der Hersteller des Laminats so will. Ob es nötig ist (war) spielt doch im Schadensfall keine Rolle.
     
  20. Lukas

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    Toll,

    und was machste bei verklebter Verlegung?:p
     
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