Langzeitwärmespeicher

Diskutiere Langzeitwärmespeicher im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, meine Frage an die Experten kann man denn einen Langzeitwärmespeicher nicht kostengünstig bauen, indem beim dann optimiert für den...

  1. ecceter

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    Hallo, meine Frage an die Experten

    kann man denn einen Langzeitwärmespeicher nicht kostengünstig bauen, indem beim dann optimiert für den Wassertank geplanten Neubau der Keller nach Abdichtung und ggf. nochmaliger Isolierung sozusagen ganz bzw.teilweise geflutet wird?

    So sollte man doch mehrere Hundert Kubikmeter Wasser als Speicher erhalten. In unseren Breiten sollte die solare Energie doch ausreichen, große Kollektorflächen vorausgesetzt, um damit ganzjährig zu heizen, bzw. WW bereitzustellen?

    Bauen würde ich das Projekt mit Poroton T7, evtl auch für den Keller wenns für die Isolierung des Wärmespeicher Vorteile bietet.

    Oder ist meine Idee völlig utopisch?

    Thomas
     
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  3. Julius

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    Im Prinzip ja.
    Aaaaaaaaaaaaaaber:
    Rechne mal aus, wieviel nutzbare Energie man in einem m³ Wasser bei bestimmter möglicher Temperaturdifferenz speichern kann.
    Das ist nicht sonderlich viel...
     
  4. wall

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    Vor allem wird's schön warm im Sommer, wenn unten im Keller die Suppe kocht. Es gibt auch den Ansatz, sich alte riesige Öltanks zu besorgen, gereinigt im Garten zu verbuddeln und mit Wasser zu füllen. Scheitert aber auch daran, dass man so letztlich nur wenig Energie speichern kann.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Dann kommt noch hinzu, dass man die Menge Wasser auch noch auf ein nutzbares Temperaturniveau bringen muss, und zwar nicht nur einen kleinen Teil des "Speichers", sondern möglichst viel davon.

    Und ich möchte nicht wissen, was die kleinen "Tierchen" in diesem Speicher so anstellen...über die Monate verteilt. Hier werden ja ideale Temperaturen geschaffen.

    Tja, und selbst die beste Dämmung kann nicht verhindern, dass der Speicher unkontrolliert Wärme verliert. Über die Monate summiert sich das.

    Unabhängig davon, dass man zuerst mal Heizlast, WW-Bedarf usw. ermitteln muss, möchte ich einen anderen Gedanken in´s Spiel bringen.

    Anstatt den Speicher auf für FBH nutzbare Temperaturen zu bringen, könnte man auch darüber nachdenken, diesen als Quelle für eine WP zu nutzen. Ein Vorteil liegt darin, dass ich das Wasser bis in Richtung Gefrierpunkt runterkühlen kann (Energie entziehen kann), und dank dieser niedrigen Temperatur kann eine Solaranlage bereits wieder Erträge einlagern wo andere Anlagen passen müssen.

    Aber es gilt immer noch Q = m*c*dT. Daher braucht selbst ein Haus mit geringer Heizlast schon eine Menge Wasser(speicher).

    Gruß
    Ralf
     
  6. Lukas

    Lukas

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    Solche Sachen wurden meines Wissens nach schon vor vielen Jahren in der Schweiz gebaut.
    Dort hat mal aber Steine als Speicher genommen und das Wasser nur als Transportmedium benutzt.

    Gruß Lukas
     
  7. ecceter

    ecceter

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    Um die Tierchen mach ich mir die geringsten Sorge (z.B. Silber, Ozon, etc.).

    Könnte ich dem Problem mit der Aufheizung im Sommer nicht mit Extremer Dämmung, evtl. Doppelfundament mit Wärmeentkopplung und Kühlung des EG-Boden (über Fussbodenheizung und Kühlschlangen im Gartenboden) entgegnen?
    Gesamtwohnfläche 1000qm, mögliche Speichergröße 1200 Kubikmeter. Möglich Kollektorfläche 500qm. Ausgelegt als Heisswassserspeicher (bis95°). Nach meinen Berechnungen sollte es reichen, evtl ergänzt mit Wärmepumpe und/oder Durchlauferhitzern für das WW, sollte die Temperatur nicht reichen wenn der Winter lang und kalt wird.
     
  8. Lukas

    Lukas

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  9. fmw6502

    fmw6502

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    Du kannst ja dorthin mal einen Spaziergang machen und deren Lösung anschauen und Dir das Konzept erläutern lassen.

    Gruß
    Frank Martin
     
  10. #9 Baldbauherr, 21. März 2011
    Baldbauherr

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    Bei uns um die Ecke wurde es so gemacht:

    "Schließlich wurde im Jahr 2008 auch der 4.500 m³ große Langzeitspeicher fertig gestellt. Mit Sand und Kies als Speichermasse, Wasser als Wärmeträger und einer 70 cm dicken Schicht Blähglasgranulat als Isolierung unter der Folienhülle fügt er sich heute ein ins Schulgelände als begrünter und begehbarer Hügel. In der Wärmezentrale des Grund- und Hauptschulgebäudes deckt ein Pufferspeicher mit 30 m³ Wasser den aktuellen Wärmebedarf des Schulzentrums. "

    Gut vernetzt unter der Sonne lernen

    Braucht halt etwas Platz ;)
     
  11. bogi32b

    bogi32b

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    Wieso kommen die:http://www.energetikhaus100.de/solar-haus/index.html mit 28 m³ aus???

    Bin tatsächlich gerade am überlegen entweder
    a) Viele Sonnenkollektoren, 30-40 m³ Speicher isoliert im Gebäude (zusätzliche Kosten umbauter Raum, Grundstück muss das erlauben, B-Plan auch...)
    oder
    b) 10-20 m³ unisoliert unterm Garten, Wasser-Wasser Wärmepumpe, so Richtung Eisheizung,
    weiss aber aktuell nicht was da so investitionskostenmässig auf mich zukommt...
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Na ja, in einem Passivhaus kann das schon ausreichen, und zur Not gibt´s dann den Heizstab.

    Die Variante mit WP hat den Vorteil, dass man solare Erträge nutzen kann, die ohne WP ungenutzt bleiben. Immerhin kann die WP auch Wasser mit 10°C nutzen, muss direkt in eine FBH gespeist werden, dann sind 30°C und mehr erforderlich.

    Was den 28m3 Speicher betrifft, so stellt sich die Frage, wie dieser genutzt wird. Unterstellen wir mal, dass er auf 50°C aufgeheizt wird, und die FBH benötigt min. 30°C. Dann habe ich bestenfalls 20K Temperaturdifferenz. Das wären gute 600kWh wenn der Speicher komplett durchgeladen wäre, was in der Praxis nicht der Fall sein wird.

    Gruß
    Ralf
     
  13. alex2008

    alex2008

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    mein Nachbar hat ne große Solaranlage mit großen Pufferspeichern und für den geringen Restwärmebedarf nen Holzofen.

    Nun hat er im Sommer zwar jede Menge warmes Wasser, kann in der Übergangszeit noch ein bischen heizen

    Nur der Restbedarf ist eben höher als die nutzbaren Erträge der Solaranlage
     
  14. OldBo

    OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Naja, es gibt schon einige Häuser, die mit großen Speichern versehen sind. Letztendlich ist das eine Kosten/Nutzen-Rechnung.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  15. bernix

    bernix

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    ...die Variante mit der WP gefällt mir auch...

    Deine Berechnung halte ich für etwas zu pessimistisch....Spreizung zu gering,
    Minimumtemp zu hoch ...., zwischendurch wird auch noch nachgeladen...usw

    gruss
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Ein paar K mehr oder weniger machen den Kohl nicht fett. Mit der Solaranlage wird man so einen großen Speicher sowieso kaum auf Temperatur bringen, schon gar nicht wenn dieser ungedämmt im Erdboden liegen sollte.

    Man müsste schon sehr viel Solarfläche installieren um so einen großen Speicher während der Übergangszeit überhaupt auf ein vernünftiges Temperaturniveau laden zu können. Das ist aber zwingend notwendig, denn als Saisonspeicher wird das nicht funktionieren, weil selbst bei bester Dämmung die Energie vom Sommer nicht in den Winter gerettet werden kann.

    Was die 30°C der FBH betrifft, so gebe ich Dir Recht, dass man während der Übergangszeit auch mit weniger rechnen könnte, vorausgesetzt, die FBH wurde nicht nach Standard 08/15 dimensioniert. Dann nehmen wir halt 27°C, das bringt uns bei o.g. Speicher noch einmal knapp 100kWh.

    Gruß
    Ralf
     
  17. lumo

    lumo

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    Kann man dann nicht gleich lieber eine knapp dimensionierte Erdwärmebohrung erstellen und diese im Sommer über die Solaranlage regenerieren lassen? Erdreich als Wärmespeicher sollte funktionieren. Erdreich ist zwar ein guter Wärmeleiter, dafür hat man aber auch 50m Dämmstärke (sofern kein fließendes Wasser).....
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Theoretisch schon. Es stellt sich nur die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Sobald ich Wärmeenergie mit einer Temperatur > Erdreichtemperatur einlagern möchte, wird sich diese zwangsweise im Erdboden "verteilen". Dadurch sinkt das Temperaturniveau.

    Mit einem a= 6*10-4[m2/h] lässt sich da nichts dauerhaft einlagern.

    Gruß
    Ralf
     
  19. lumo

    lumo

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    Deshalb "knapp dimensioniert". Z.B. mittlere Erdreichtemperatur=10°C, im Winter kühlt die WP auf z.B. 2°C, im Sommer heizt die Solaranlage auf z.B. 12°C.

    Die Kosten werden sich wahrscheinlich nicht armortisieren, das werden sie sich aber beim Keller voller Wasser auch nicht!
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Sommer bis Winter, so lange bleibt die Wärme nicht an der Sonde und wartet darauf, dass die WP diese wieder nutzt. Natürlich kann ich einen Kollektor durch Solarenergie regenerieren, die kritische Zeit dürfte dann aber Januar bis Februar sein. Bereits im Dezember sind die Solarerträge unterirdisch, doch gerade zu dieser Zeit hat mein Haus den höchsten Wärmebedarf.

    Um bei meinem obigen Beispiel zu bleiben, selbst eine 20m2 Anlage wird im Winter nur zwischen 100 und 400kWh Ertrag pro Monat liefern (Monate Nov. bis März), und das auch nur, wenn ich einen großen Speicher habe den ich mit niedrigen Temperaturen laden kann.

    Ab April könnte ich die Erträge der o.g. Anlage weit über 1000kWh/Monat steigern, doch bereits dann ist der Wärmebedarf meines Gebäudes gering.

    Nutze ich Temperaturen < 10°C, dann verbessere ich die nutzbaren Erträge in den kalten Monaten.

    Solche und ähnliche Konzepte wurden schon mehrfach realisiert. Letztendlich stellt sich für den privaten Endkunden immer auch die Frage, "was kostet der Spaß".

    Gruß
    Ralf
     
  22. Trololo

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    Sowas hab ich mir gestern auch angeschaut. Steht bei uns eigentlich nicht auf der Agenda, aber interessiert hats mich schon.

    Was haltet ihr allgemein davon?
     
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