lastplattendruckversuch ist schiefgegangen, Überverdichtung - Wasser?

Diskutiere lastplattendruckversuch ist schiefgegangen, Überverdichtung - Wasser? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Ihr alle, wir haben gerade die Baugrube von einem Tiefbauunternehmen ausheben lassen. Im Auftrag stand auch eine 30cm dicke...

  1. #1 Stefan Wi, 9. August 2016
    Stefan Wi

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    Hallo Ihr alle,

    wir haben gerade die Baugrube von einem Tiefbauunternehmen ausheben lassen. Im Auftrag stand auch eine 30cm dicke Schotterschicht unter der späteren Bodenplatte.
    Nun wurde 4 dynam. Lastplattendruckversuche gemacht und nur einer hat die 32MN/m² erreicht.
    Teilweise kamen Werte mit unter 20MN/m² - 9,x MN/m² zustande.

    Wie ist der Bodenaufbau?
    - steifer erdfeuchter Lößboden (als die Baugrube ausgehoben wurde) (4,27X 10-7 bis 1,11 X 10-6m/s Versickerungsversuch durch Bodengutachter)
    Am Rande der Baugrube wurde eine Ringdrainage verlegt. Bei allen Spülschächten sind beim Einbau die Bodenplatten zerstört worden, so dass sie einen Riß haben.

    Nach einer Woche Regen, ist im Absetzschacht kein Wasser durch die Drainage eingeleitet worden.
    Wo ist das Wasser hin?

    Im Tiefpunkt der Drainage steht Wasser, dass bereits nach einer Woche schon etwas schlammig ist. In dem Bereich ist auch der schlechteste Wert ermittelt worden.
    Ich vermute, dort steht ein See und hat den Löß aufgeweicht.

    Ein Bagger kommt kaum noch an die Steller heran.

    Was kann man machen um die Schotterschicht tragfähig mit einem Ev2 Wert von 60Mn/m² zu bekommen?

    Danke für Eure Tipps.

    Gruß
    Steve.wi
     
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  3. peterk61

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    Hallo Steve!
    Wende Dich an den Bodengutachten. Der kennt alle relevanten Randbedingungen.
    Die Messdiener des dynamischen Lastplattendruckversuch ist größer als 30 cm, so dass der Löß mit in die Messung eingeht und schlechte Werte produziert.
    Eine fachgerecht verlegte Drainage wird nicht verschlammen. Da ist auf jeden Fall einiges im Argen.
    An einigen Stelle sollte aufgegraben werden und ein Sachverständiger der auf Deiner Seite ist, sollte die Stellen aussuchen und beurteilen.
    Viele Grüsse
    Peter
     
  4. Stefan Wi

    Stefan Wi

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    Hallo,

    der Tiefbauer wollte, dass ich dort, wo vermutet wird, dass Wasser steht aufgrabe und nachschaue.
    Der Löß ist trocken bis erdfeucht und bleibt nicht an den Fingern kleben, wenn man ihn drückt. Da steht kein Wasser.
    Die Schotterschicht ist nicht 30cm sondern 25cm dick eingebaut worden.

    Es wurden damals 4 Plattendruckversuche gemacht. jeweils in den 4 Quadranten der Bodenplatte.

    In einem Quadranten kam sogar ein dyn-wert von 36MN/m² heraus und 32MN/m² sind nur notwendig.

    Der Labortechniker sagt, dass der schlechteste Wert (9,xxMN/m²) nicht durch Nachverdichten auf 32MN/m² zu bekommen sei. Da muss mehr getan werden.

    Die Frage ist nur, was macht man zur Verbesserung noch.
    Evtl. Geotextil unter die schlechten zwei Quadranten (linke Hälfte der Bodenplatte) und dann noch einmal Verdichten mit der Rüttelplatte?

    Danke

    Gruß

    Stefan.Wi
     
  5. Inkognito

    Inkognito Gast

    Kritisch sind nicht gleichmäßige Setzungen sondern Setzungsunterschiede über die Fläche, damit tragen Sie mitunter ungewollt erhebliche Kräfte in das statische System ein. Das wird dann unter Rissbildung umgelagert, bis es sich zurecht geruckelt hat und/oder schief steht.
    Machen Sie an dieser Stelle keine Fehler. Das sollen die Planer auskaspern.
     
  6. #5 jodler2014, 16. August 2016
    jodler2014

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    #2

    BTW:
    Der Tiefbauer sollte graben
     
  7. Stefan Wi

    Stefan Wi

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    Hallo,

    wie viel Ev2 MN/m² braucht man für ein EFH mit 71m² Grundfläche?
    Der Bodengutachter schreibt einen Ev2 Wert von 60MN/m² in seinem Gutachten.

    Wie groß dürfen die Unterschiede zwischen den Messpunkten (mehrere Lastplattendruckversuche auf der Fläche) max. sein?

    Danke

    Gruß
    Stefan Wi
     
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  9. Inkognito

    Inkognito Gast

    Das sollen Baugrundgutachter und Tragwerksplaner miteinander auskaspern - oder ist das ein Fertighaus mit Typenstatik in der irgendwelche Werte gefordert werden, egal ob das zur Gründungsempfehlung des Baugrundgutachters passt oder nicht.

    Ich fürchte das ist weniger ein Thema der Geotechnik sondern eher eines von Mehrkosten und ggfs. ein juristisches.
     
  10. #8 Tiefbaufotograf, 2. September 2016
    Tiefbaufotograf

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    Die Beschreibung des Problems im Eingangsbeitrag ist für mich nicht ganz durchsichtig. Ist der Bodengutachter draußen gewesen? Wer hat den Tiefbauer beauftragt? Nach wessen Vorgaben arbeitet dieser? Hat er sich an die Angaben im Bodengutachten gehalten? Wie ist die Witterung? Handelt es sich um Grund-, oder Tagwasser, das zur Verschlammung geführt hat? Wie wurde verdichtet und wiviel Zeit lag zwischen Verdichtung und der Verdichtungskontrolle?

    Wenn 25, anstatt 30cm Schotter eingebaut wurde, ist das doch schon ein Mangel. Wenn die Baugrubensohle in Teilbereichen unter Wasser steht, dann genügt das vielleicht nicht. Dann stellt sich mir die Frage, was für Schotter eingebaut wurde und ob das den Ansprüchen genügt, die im Baugrundgutachten gefordert wurde. Ist eventuell gar RC-Material mit hohem Nullanteil verwendet worden?

    Was haben die Ringdrainage und die Spülschächte in der Baugrube zu suchen? Die kommen üblicherweise erst vor der Verfüllung der Kellerwände in den Arbeitsraum. Dass diese wiederum Risse haben, ist nicht von Bedeutung für die Funktion und Tragfähigkeit des Untergrundes. Natürlich müssen sie trotzdem ersetzt werden.

    Für eine Lösung ohne großen Aufstand zu machen (schließlich kostet diese Warterei ja auch Geld), stellt sich mir die Frage, ob nicht ein kleiner, vernünftig erstellter Pumpensumpf ausreicht, um die Situation zu retten. Ein, zwei Tage pumpen, nachverdichten, 2 Tage warten und die Lastplattendruchversuche wiederholen. Diese Reihenfolge sollte man aber einhalten.
     
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