Lehmbauplatten

Diskutiere Lehmbauplatten im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich wollte in meinem Haus (BJ. 24, Ziegelsteinmauerwerk mit Hohlraum) mit Lehmbauplatten versehen. Diese sollen...

  1. #1 sykodad84, 15. April 2014
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    Hallo zusammen,

    ich wollte in meinem Haus (BJ. 24, Ziegelsteinmauerwerk mit Hohlraum) mit Lehmbauplatten versehen.

    Diese sollen hauptsächlich an die Decken, in der Stärke 20mm.

    Eine Außenwanddämmung werde ich nicht anbringen. Ich halte die Luftkammer für ausreichend.

    Dies ist zwar umstritten, da man eine ca. 6-8cm dicke Luftschicht, in der Dämmeigenschaft nicht berechnen kann. Aber sie Dämmt gut und es gibt keinen Schimmel.

    Die Decke besteht aus einer Balkenlage, diese wird von oben mit Brettern verkleidet und die Hohlräume mit Wolle oder so gefüllt. Alle Decken gehen in bewohnte Bereiche über.

    Die untere Balkenlage will ich mit Hanf-Lehm ausschütten, dann 25mm OSB-Platten, Güte 4 darauf und anschließen Parkett. Von unten dann wieder Lehmbauplatten.

    Hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht?

    Und viel wichtiger hat jemand schon mal die Golem Lehmbauplatten verbaut?

    Habt Ihr vielleicht einen guten Kontakt in NRW für Hanf-Lehm-Schüttungen oder Lehmschüttungen?

    Über Hilfe und Tipps würde ich mich sehr freuen.

    Gruß Guido
     
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  3. #2 saarplaner, 15. April 2014
    saarplaner

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    Damit stehst aber sehr alleine auf der Welt, mit Ausnahme von K.F. und Konsorten...

    Des weiteren hast du ja durch Anklicken bestätigt, dass du die NUBs gelesen hast. Keine Produktbesprechungen hier im Forum.

    Was heißt die Decken gehen in bewohnte Bereiche über? Ist unter den Decken ein kalter Bereich?

    Falls ja, muß der Aufbau mal durchgerechnet werden hinsichtlich Tauwasserproblematik.
     
  4. #3 Inkognito, 15. April 2014
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Unter "Lehmbauplatte" kann ich mir noch nichts vorstellen, sollen die irgendwie eine Dämmwirkung haben? Dann müssen Sie den Dachaufbau bzw. den Aufbau der obersten Geschossdecke gegen den kalten Dachboden nachweisen.

    Das ähnlich umstritten wie die Evolutionstheorie - nur weil irgendjemand behauptet, dass in der Bibel was anderes stehen würde ist das noch lange kein ernstzunehmender Diskurs.

    Und selbstverständlich kann man Luftschichten in der U-Wert Berechnung berücksichtigen, wer hat Ihnen denn den Quatsch erzählt? Die werden ab einer gewissen Schichtdicke nicht mehr besser, da sich dann Konvektion einstellt, aber ganz grundsätzlich geht das - siehe Fenster, hier nur mit Edelgas anstelle Luft. Auch auf die Einbindung der Außenschale mit der Innenschale muss geachtet werden.

    Eine zweischalige 24er Außenmauer ist mit das Schlechteste, was man haben kann, eventuell lohnt hier das ausblasen der Hohlschicht. Bitte beachten Sie auch, dass Sie in den Raumecken möglicherweise Tauwasseranfall bekommen, problematisch sind auch Schränke oder Einbauküchen vor Außenwänden, wenn Sie nichts machen, auch der Anschluss an ein gedämmtes Dach kann problematisch werden. Auch auf die Einbindung der Außenschale mit der Innenschale muss geachtet werden.

    Was ist mit der Schlacke oder dem Sand, der vorher drin war? Der gehört zum Schallschutz...

    Auch hier gilt: berechnen.


    Ansonsten müssen Sie selbstverständlich die Bauteilmindestwerte der EnEV einhalten oder aber H'T +40% nachweisen (was Ihnen mit den Aufbauten wohl nicht gelingen wird).


    Produktbesprechungen sind hier nicht gerne gesehen. Mir ist nur schleierhaft, was Sie mit einer Wärmedämmung wollen, wenn die Räume darüber und darunter beheizt sind.
     
  5. Neutal

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    Mit Lehm, lehmputzen, Lehmbauplatten etc kann man eine Menge machen. Ihr Dämmtechnisches Wissen allerdings ist nicht sehr fundiert und sollte noch einmal aufgefrischt werden.
    Lehm ist generell KEIN Dämmstoff, einzig die Zugabe von Stroh, Flachs, ja auch Hanf kann eine leichte Wärmedämmung mit sich bringen.
    Ich denke Ihr Fachwissen auf diesem Gebiet ist für Ihr Projekt noch nicht ausreichend vorhanden. Leider läßt sich das Gebiet auch nicht in einem Forum ausreichend darstellen. Ich würde ihnen raten das Projekt mit einem Lehmbauer zu planen, die Ausführung selber ist bei diesem Werkstoff nicht so dramatisch und kann in großen Teilen in Eigenleistung erfolgen. Über die verfüllung der Hohlschicht würde ich generell noch einmal nachdenken, hier macht selbst KF eingeständnisse.
     
  6. #5 sykodad84, 15. April 2014
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    Hallo zusammen,

    danke für eure Antworten.

    Mein Wissesstand ist nur eingerostet.

    @ Inkognito & Flocke : Danke für den sachlichen Rat und Ratschläge.

    Zum Thema Außendämmung gibt es sicherlich viele Meinungen, aber ab wann geht der erste Pfennig in meine Tasche zurück? Diese Frage ist ja die entscheidende, in der Wirtschaft und auch im Privaten! (Neubau vorbehalten)

    Das Lehm keine dämmende Wirkung hat, ist ja schon auf Grund seine Dichte klar!

    Hatte höchstens mit dem Ausblasen mit Zeolith gespielt... gibt es dazu Erfahrungen? Oder Schätzpreise?

    Die Sommererfahrungen mit dem EG und 1OG sind: Das es ca. 3 Tage dauert bis die Hitze durchkommt.

    Noch mal zum Hausaufbau und Nutzung: Erdgeschoss bewohnt 20°C, 1OG Bewohnt 20°C, Dachgeschoss wird als Schlafraum genutzt 16-18°C.
    Das Dachgeschoss besteht an den Außenwänden aus 2 Reihen Ziegelsteinen und dazwischen eine Luftschicht.

    Das 1OG ist entkernt und im Dachgeschoss liegt Parkett, der auch bleibt. Also kann ich den Hohlraum nur von unten bestücken oder leer lassen.
    Das Erdgeschoss wird noch entkernt.

    Im 1OG will ich vermeiden das die Decke schwingt, dazu möchte ich diese beschweren. Habe von meinem Fliesenleger gehört das er mal eine Decke mit dünnen Gehwegplatten, in den Zwischenräumen, beschwert hat..... klappt. Werde ich aber aus Angst vermeiden.
    Zusätzlich will ich in allen Decken den Schallpegel senken. Schläge sind nicht so wild, aber das gesprochene Wort soll leise sein.
    An eine schwimmende Verlegung habe ich auch schon gedacht, aber aus verschiedenen Gründen wieder verworfen. ( Will die Balken nur von der Oberseite belasten und in der Praxis ist eine verschraubter Verbund eine Gute Lösung.)

    Die EnEV ist mir erstmal... Sack Reis in China. Für Neubauten sicherlich gute Rahmenbedingungen, aber bei Altbauten.... Ich will mich wohlfühlen und mir keine Sorge über Schimmel machen. Und so blöd sich das auch anhört, das Haus hat 90 Jahre rum und das ohne Schimmel und Krankheiten.

    Ich will die Lehmbauplatten nur nehmen weil ich mir davon eine Verbesserung des Raumklima erhoffe. Und da ich nur die Decken und Boden neu machen will, bilden Decken die Möglichkeit dafür.

    Solltet ihr mir davon abraten, wird die Decke einfach mit Gibs-Bauplatten verkleidet und gestrichen. Das funktioniert, seit 10J keinen Schimmel oder sonstige Schädigungen.

    Will einfach nur eine Verbesserung des Hauses! gebt mir bitte Tipps?

    Zu den Lehmbauplattenherstellern: Wie kann es sein das sich Preise zwischen 10- 25€/m² ergeben???

    PS: Als ich den Bericht gesehen habe: ``Die Wahrheit über Dämmen`` war das schon,,, ja komisch. Denn niemand kann dies kompletten Schwachsinn nennen, aber auch nicht die Wahrheit. Persönlich glaube ich die Mischung macht es, wie im Leben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Guido
     
  7. Julius

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    Nein, die sachgerechte Ausführung macht es!
    Und wer behauptet, daß Dämmung die Schimmelbildung begünstige, hat schon in der Mittelstufe geschlafen...

    Viel dringender wäre ein Bericht mit dem Thema: "Die Wahrheit über die Dummheit der Journalisten".

    Wenn Du das Raumklima wirksam verbessern willst, baue eine (ggf. dezentrale) Lüftung ein.
     
  8. #7 sykodad84, 16. April 2014
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    @ Julius: Einen dezentrale Lüftung ist eine tolle Sache, dazu muss aber auch das gesamte Konzept stimmen. Und bei der Taupunktberechnung war ich schon wach! Und wie war das wenn am Taupunkt noch Wasser in der Luft ist, dann ist es nicht mehr in der Luft! Also muss die Verarbeitung perfekt sein richtig...Aber bitte sachlichen Rat.


    Auf meinem Zettel stehen aber noch Heizung, 2 Badezimmer, Küche, 60m² in Echtholzparkett usw... da ich von Geld leihen nicht viel halte muss ich halt Haushalten!

    Ich finde man sollte sich immer alle Meinungen anhören, wenn welche Schwachsinn sind ist das doch gut.... Man hört sie ja nur, was man glaubt....

    Will hier aber keinen Grundsatzgespräch haben über Außendämmung.

    Vielmehr hätte ich lieber Tipps und Erfahrungen? Bitte (-:
     
  9. #8 Inkognito, 18. April 2014
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    In diesem Zusammenhang geht es eben nicht um Glauben sondern um Wissen - nur wenn man keinen eigenen Sachverstand besitzt kann einem ein Scharlatan ein X für ein U vormachen.

    Wenn Sie den Schallschutz verbessern wollen, dann empfehle ich einen schwimmenden (trocken) Estrich und eine abgehängte Decke. Die Fa. Fermacell hat auf ihrer Homepage aufgelistet welche Verbesserungen sich mit welcher Konstruktion erreichen lassen, da könnten Sie mal stöbern. Gegebenenfalls muss man rechnen ob die Decken die zusätzlichen Lasten ertragen können.

    Nachdem die Deckenkonstruktion in der Decke über 1.OG von unten zerstört wurde, müssen Sie sie jetzt von unten wieder instand setzen, wie das gehen soll erschließt sich mir nicht. Vermutlich ist es am einfachsten das Parkett aufzunehmen, die Stakung und alles, was da rein gehört wieder einzubauen und danach das Parkett wieder zu verlegen, auf schwimmendem Estrich, s.o.

    Wovon ich zwar nicht ausgehe, aber damit das unmissverständlich klar ist: Wenn der Keller nicht beheizt ist, sind Sie nach Gesetzeslage grundsätzlich verpflichtet eine Dämmung vorzunehmen wenn Sie das Bauteil wie vorgesehen anfassen.
     
  10. Julius

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    Das sollte es immer! Ob mit KWL oder ohne.
    Nur Du versuchst eine Maßnahme, welche mit Sicherheits das Problem NICHT lösen KANN...
    Wobei noch nicht einmal klar ist, ob insoweit tatsächlich ein Problem besteht!
    Das mit dem "Raumklima" ist nämlich ein weites Feld für gefühlten Unsinn.

    Du bringst da Sachen völlig durcheinander. Offenbar ist Dir der Unterschied zwischen Dämmung und luftdichter Hülle nicht klar!

    War ich irgendwo nicht sachbezogen?

    Gute Grundhaltung.
    Meine Schlußfolgerung daraus wäre:
    Man macht in dieser Runde jene Dinge, die sich nachträglich kaum mehr (oder nur mit sehr hohem Aufwand) einbauen lassen. Die übrigen werden zurückgestellt.

    Das hieße also z.B:
    Dämmung und Lüftung VOR hochwertigem Fußbodenbelag und neuer Küche.

    Versteht jemand diesen Satz? Vielleich zumindest Du selber?

    Über die Art der Antworten entscheidet nicht der Fragesteller.-

    Tipp: Höre auf die Fachleute!
    Erfahrung, was passiert, wenn man ndas nicht tut, kannst Du hier im Forum zur Genüge nachlesen.
     
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  12. sykodad84

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    Hallo,

    danke für die Antworten.

    Mit dem deutlich und verständlichen Schreiben habe ich es manchmal nicht so.

    ``Ich finde man sollte sich immer alle Meinungen anhören, wenn welche Schwachsinn sind ist das doch gut.... Man hört sie ja nur, was man glaubt....``

    Ganz einfach: Wer den Regen nicht kennt wird sich nie über die Sonne freuen! Es geht um richtig oder falsch. Man muss beides kennen....

    Nach Rücksprache mit einem Kumpel, werde ich den Lehmbau komplett vergessen und auf normale Baustoffe zurückgreifen.

    Ich musste leider die komplette Decke und den Fußboden entkernen. Wegen den alten Stromkabeln, Balken und dem Hobby des Vorbesitzers ( Taubenzüchter).

    Und wenn ich den Parkettboden nicht jetzt verlege, werde ich es nie tun. Der Aufwand ist groß und mit etwas Dreck verbunden, aber wenn man den Boden selbst verlegt und schleift halten sich die Kosten in grenzen. ca. 15-20€/m²

    Ich weiche jetzt auf das alte System zurück mit Zwischenboden und anstatt Putz und Restmörtel werde ich Perlite und Blähton verbauen.

    Die Balke sind 20x 9cm auf einer Länge von ca. 3-4m dann tragende Mauer und dann 4-6m.

    Problem ist nur eine Venturidüse zu bauen womit ich den Bläh-Ton in die Decke bekomme. Hat da jemand eine Idee?

    Zum Bodenaufbau: Die schwimmende Verlegung ist sehr interessant, habe nur Angst die ganze Last auf dem Zwischenboden liegt. Diesen wollte ich aus Latten und Fußbodenbrettern (Ca. 22mm bauen).

    Wie ist das dort mit der Lastabtragung?

    Zum Hohlraum im Mauerwerk: Hat damit jemand Erfahrung? Ausblasen? Womit? Perlite?

    Gruß
     
  13. Inkognito

    Inkognito Gast

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