Leichtbauwände auf Holzbalkendecke

Diskutiere Leichtbauwände auf Holzbalkendecke im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, unser Dachboden ist begehbar (Holzbalkendecke mit Schalbretter oben). Der Dachboden soll nun ausgebaut werden. Die Holzbalkendecke ist...

  1. bruegge

    bruegge

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    Hallo,

    unser Dachboden ist begehbar (Holzbalkendecke mit Schalbretter oben). Der Dachboden soll nun ausgebaut werden.
    Die Holzbalkendecke ist isoliert (da aktuell oberste Geschossdecke). Der genaue Aufbau ist mir leider nicht bekannt.

    Könnte man hier die Metalprofile der Leichtbauwände direkt auf die Schalbrettern schrauben oder sollte man zuvor eine Schicht Verlegeplatten (dazwischen eventuell PE-Folie?) o.ä. aufbringen?
    Die Schalbretter sind waage aber es sind minimale Spalte dazwischen - da hilft das Dichtband unter den Profilen wohl alleine nicht, oder?

    Da die Decke isoliert ist, erhoffe ich mir, dass der Schallschutz einigesmaßen ist, oder muss ich da noch Maßnahmen für den Schallschutz vornehmen lassen?

    Gruß
    bruegge
     
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  3. Kalle88

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    Genehmigung über die Wohnraumerweiterung liegt vor? Regensichernde Zusatzmaßnahmen sind vorhanden? Schichtenfolge bauphysikalisch geprüft und für unbedenklich befunden?

    MiWo hat mit Schallschutz relativ wenig am Hut uns sorgt sicherlich nicht dafür, dass sich Schwingungen aus der Balkenlage über die Rauspundbretter und damit unter den Wänden hindurch ausbreitet.
     
  4. bruegge

    bruegge

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    Die Situation ist etwas anders: "unser" Dachboden gehört noch gar nicht uns - er wird gerade gekauft.

    Genehmigung konnte ich daher noch nicht einholen - in den Bauunterlagen wird der Dachboden aber explixit als Ausbaureserve aufgeführt.

    Regensicheres Unterdach wurde zum Glück damals erstellt.

    Bauphysikalisch geprüft....naja, der Architekt hat es sich kurz angesehen und meinte, dass das kein Problem sei (Statiker kommen lassen? Oder reicht es, wenn der Architekt sich die Decke nochmal genauer anschaut?)

    Der Architekt war als Kaufberatung mit vor Ort und hat vornehmlich die Bausubstanz beurteilt, aber auch die geplanten Maßnahmen kurz durchgesprochen und beurteilt. Er war also nicht extra für den Dachboden da.

    Ich will ausloten wo ich eventuell was selber machen kann und welche Maßnahmen ich lieber in professionele Hände geben muss.

    Vielen Dank für Ihre Antwort. Leider ist meine Ausgangsfrage nicht beantwortet worden. Könnten Sie dazu auch etwas sagen?

    Gruß
    bruegge
     
  5. Rico M

    Rico M

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    im Prinzip sollte es möglich sein, auf die Schalungsbretter die TB- Profile aufzusetzen. Egal ob da noch eine Lage OSB oder was auch immer drauf kommt- die Schalldämmung einer Balkendecke ist üblicherweise bescheiden.
    Mit Schichtenweisenfolge meinte Kalle sicher eher das darüber liegende Dach. Weil wenn ich recht verstanden habe, bildet der umausgebaute Dachboden ja derzeit einen Kaltraum als Puffer. Daher- wenn der Dachraum künftig beheizt und bewohnt werden soll, ist also die Dachschräge zu dämmen- hierbei ist auf Schichtenfolge etc zu achten- damit es nicht aufgrund Tauwasserausfall zu Bauschäden kommt. Daher ist Ihre Ausgangsfrage schlicht nicht zu beantworten- es fehlen die Basisdaten- denn z.B. wofür soll die PE Folie denn unter den Verlegerlatten gut sein- wenn künftig zwischen diesem und dem darunterliegendem Raum kein (nennenswertes) Dampfdruckgefälle da ist?
     
  6. #5 Gast036816, 21. Juni 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    auf jeden fall prüfen, ob sich die holzdielen eventuell unter der wandlast nicht verformen, sonst ist das jammern nachher groß.
     
  7. Kalle88

    Kalle88

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    Von wann (Erstellungsdatum) sind die Zusatzmaßnahmen? Handelt es sich wirklich um ein Unterdach? Oder nur um eine Unterdeckung, bez. Überspannung?
     
  8. bruegge

    bruegge

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    Passt zwar nun nicht mehr so ganz in "Trockenbau-Forum", aber der Ursprung liegt ja hier...

    Vielen Dank Kalle...durch deine Nachfragen bin ich auf ein Problem aufmerksam geworden, welches ich eigentlich schon abgehakt hatte...

    Es ist KEIN Untersach, auch keine regensichere Zusatzmaßnahme (zumindest darf es dazu nicht als solche gelten)...die Ziegel wurden mit Pappdocken verlegt.

    Bei einem Gespräch mit einem mir bekannten Dachdecker (etwas älteres Baujahr) kam ich zu folgendem Ergebnis (und ich befürchte das muss ich nun verändern):

    Ziegel
    Pappdocken
    5 cm Luftschicht
    Klemmfilz
    Dampfsperre
    Rigips

    Man sagte mir, wenn ich in jedes Sparrenfeld Lüftungsziegel einbringen lasse, wäre das eine praktikabele Lösung...

    Nun habe ich auf Grund der Nachfragen hier nochmals recherchiert und x verschiedene Meinungen gelesen.

    Meine Frage ist nun:
    - Eventuell eine USB mit Konterlattung zusätzlich?
    - Dachdocken entfernen lassen (kostenmäßig will ich das nicht - wäre aber wahrscheinlich die beste Lösung. Gibt es auch andere "gute" Lösungen?
    - Wenn ich Dachfenster einbauen lasse, würde doch meine Hinterlüftung unterbrochen, wie kann man das Lösen?

    Bin echt ein wenig verunsichert wenn ich was abnehmen kann...
     
  9. Kalle88

    Kalle88

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    Das passt perfekt zum Trockenbau-Forum, Luftdichte gehört da genau so zu wie Unbedenklichkeit von Tauwasser freien Konstruktionen.

    Pappdocken waren im Norden früher üblich. Da du keine Konterlattung erwähnst nehme ich an, dass deine Dachlatten direkt auf dem Sparren aufgenagelt wurden, richtig?

    Das mit den Lüftern mag in einigen Fällen zutreffend sein, von einer Pauschalisierung würde ich aber Abstand nehmen wollen. Generell hat irgendwann ein Mal der ZVDH ein Schriftstück erstellt in dem von der hinterlüfteten Konstruktion abgeraten wird. Nicht zu verwechseln mit der heutigen Hinterlüftung unterhalb der Eindeckung.

    Ich vermute dein DG wird über Dachflächenfenster verfügen? Ebenso wird sicherlich min. ein Schornstein vorhanden sein? Wie machst du es da? Lüfter für Zuluft ist nicht so das Thema aber was ist mit der Abluft? Mit Richtungspfeilen entgegen der thermischen Ausbreitung von warmer Luft nach unten, anstatt nach oben?

    Grundsätzlich sind Pappdocken absolut ungeeignet um darunter Wohnraum zu schaffen, einfach weil sie so gut wie keine Diffussion zu lassen. Alles MUSS über die Hinterlüftung abgeführt werden. Bei Dachausrichtungen von Nord/Süd kann es durch Bestehen einer Hinterlüftung über den Firstscheitel zum Kondensatausfall kommen. Nämlich immer dann, wenn der Luftaustausch hier nicht unterbunden werden kann. Wandert also die warme, feuchte Luft in der Südfläche auf die kalte Nordfläche muss die Luft unweigerlich Gasmolekühle loswerden. Das kannst dir in etwa so vorstellen, wie Regenwolken die auf ein Gebirge treffen. Um das zu passieren muss die Wolke leichter werden - vereinfacht gesagt.

    Nun muss man sich die Frage stellen wann brauch ich die Hinterlüftung? Im Sommer? Nein dort ist der Dampfpartialdruck ein anderer wie im Winter. Wir haben draußen eher feuchte Luft und innen eher kühlere und damit trockene Luft. Heißt vereinfacht gesagt, dass die Luft außen nach innen will um einen Ausgleichszustand zu erreichen, womit der Druck fallen würde, wenn überall die gleichen Gasmolekühle vorhanden wären.

    Was passiert also? Die Konstruktion - das Holz - reichert bez. nährt sich an der Umgebungsfeuchte. Die Holzfeuchte steigt - was erst Mal nicht kritisch ist, wenn im Winter getrocknet werden kann. Aber du brauchst ja im Winter Reserven in der Konstruktion um eindiffundierende Feuchte aufzunehmen und sicher ableiten zu können. Stell dir nun vor, die Hinterlüftung ist schon so mit Gasmolekülen aus dem Sommer gesättigt das nichts weiter aufgenommen werden kann. Jeder Gramm der eindiffundiert - Konvektion konsequent ausgeschlossen! - führt also zum Kondensat. Nachhaltig gesehen also Feuchtigkeit die sich potenziert. Ab 25M% Holzfeuchte siedeln sich Insekten an, noch mehr und es bilden sich Pilze bis zum Holzschwamm. Der Kollaps der Tragkonstruktion und unter Umständen Lebensgefahr.

    Nun musst du dir dazu vorstellen, dass deine Hinterlüftung im Winter annähernd Außentemperatur hat. Weil der Wärmedurchgang von heutigen Dämmstoffen derart gering ist, dass eine Miterwärmung kaum geschieht. Was ja auch Sinn der Dämmung sein soll. Wenn du dich jetzt damit beschäftigst wann Tauwasser ausfällt und dir überlegst, dass feuchte Luft deine Bauteilschichten durchdringen und immer weiter auf kältere Bauteilschichten treffen bis sie an der Hinterlüftung angekommen sind und dann noch bis zur Abluft in der Luft gehalten müssen werden und erst auf dem Dach auskondensieren DÜRFEN, dann kannst du dir den Sinn einer Hinterlüftung selber erklären, denke ich.
     
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  11. bruegge

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    Ich hatte vergessen: es handelt sich um ein Walmdach

    Schornstein wäre nicht das große Problem - der ist fast am First. Fenster schon - wie auch bereits in meinem Post erwähnt.

    Um es vernünftig zu machen muss man also die Docken entfernen, richtig?

    Dazu müsste man das Dach abdecken lassen...und könnte dann ja auch gleich eine Aufsparrendämmung installieren lassen (vielleicht das Beste....aber auch enorme Kosten)

    Habe irgendwo im Netz gelesen, dass man die Dinger auch von Innen mit dem Cutter aufschneiden und entfernen kann.
    "Verschmelzen" (vermutlich falscher Begriff) die nicht mit den Pfannen, dass man die extrem mühsam abpuhlen müsste und durch die Dachlatten herausfriemeln...

    Wie wurde das "Problem" den in den 70er und 80er Jahren gelöst?

    Werde da mal jmd kommen lassen, der sich das vor Ort anschaut und ein Angebot unterbreitet - mal schauen was der vorschlägt
     
  12. Kalle88

    Kalle88

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    Dann vergiss das mal lieber gleich mit der Hinterlüftung - das wird nicht funktionieren!
    Da deine Dachgeometrie schon bescheiden ist sind die Punkte nebensächlich.

    Japp. Die meisten Dachsanierung finden aus energetischen Gründen statt. Nicht weil der Eindeckwerkstoff verschlissen ist.

    Aus persönlicher Sicht würde ich dir zu mindestens zu Unterdeckplatten raten, anstelle von Folienwerkstoffen. Ob du das ausgeben möchtest musst du entscheiden. Man sollte aber nicht den Fehler machen ein Unterdeckplatte mit der günstigsten Folie zu verwechseln und dort latent die Zusatzmaßnahmen zu vergessen. Dann ist der Preisunterschied zwar immer noch hoch, aber die Relation ist nicht ganz so fern von gut und böse.

    Schreib dem eine Nachricht und bitte ihn das bei dir zu tun. Wir werden sehen ob das dann immer noch geschrieben wird. Im übrigen muss man nicht alles für bare Münze nehmen was im Internet verkauft/ geraten wird.

    Exakt. Es ist auch nicht so selten, dass die Dachlatten marode sind. Das sollte man prüfen, bei maroden Latten hätte man einen zusätzlichen Grund das Dach anzugehen. Lass dich dort aber nicht kirre machen, dass du laut EnEv zu irgendwas verpflichtet bist - bei der Dachsanierung. Eine Pflicht besteht lediglich bei der Geschossdecke zu kalten Dachräumen. Den Invest, denn du dort eh schuldig sein würdest musst du gegen die Kosten einer Sanierung rechnen. Denn die Dachdämmung wäre eine Möglichkeit die Geschossdeckendämmung zu genügen. EnEv schreibt hier vor, dass die Sparrenhöhe voll ausgedämmt zur Erfüllung genügt und nicht die üblichen 0,24.

    Welches? Da galt der Dachraum nicht als Wohnraum und von hochleistungs gedämmten Dächern waren wir damals Meilen weit weg.

    Du solltest dich an ein Planungsbüro wenden. Ja so was gibt es auch von Dachdeckern, die dich dort beraten, es muss also nicht unmittelbar der Architekt sein. Wichtig ist dass du kein Verkaufsgespräch in die Wege leitest sonder eine Beratung - Dienstleistung gegen Geld.
     
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