Leitungswasserschaden Holzhaus

Diskutiere Leitungswasserschaden Holzhaus im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Moin. Zum Gebäude: Holzständerbauweise Wandaufbau betroffene Wand von Dusche nach Flur: Fliesen - Fermacell - Holzständer mit Steinwolle -...

  1. #1 Baggerbedrieb, 31. Oktober 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31. Oktober 2013
    Baggerbedrieb

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    Zum Gebäude:

    Holzständerbauweise

    Wandaufbau betroffene Wand von Dusche nach Flur: Fliesen - Fermacell - Holzständer mit Steinwolle - Nut Feder Schalung

    Deckenaufbau von Bad OG nach EG: Fliesen - Spanplatte - Konterlattung - Nut Feder Schalung - offene Balkenlage

    Deckenaufbau Flur: Dielenboden - Konterlattung - Nut Feder Schalung - offene Balkenlage

    Zum Problem:

    In der Wand wurde eine gelötete Kupferleitung undicht. Vermutlich durch die Ausdehnung beim Warm / Kaltwechsel beim duschen / nach dem duschen.

    Das ganze hat dann in der Wand recht lange unbemerkt vor sich hin gesifft.
    Irgend wann is das Wasser dann aus der Decke in die Küche gelaufen. Das Duschen wurde dann sofort eingestellt und der Wasseraustritt hat sich zwar verringert, aber nicht eingestellt.

    Nun ist die Nut Feder Schalung an zwei Deckenbalken (vom EG aus) faulig schwarz. Wie es zwischen Balken und Schalung an den Auflageflächen aussieht weiß ich nicht. Wie es in der Decke zwischen Schalung und OK Fußboden aussieht erst recht nicht.

    Aus dem Lichtschalter und der Steckdose Flurseitig an dieser Wand richt es extrem muffig und moddrig.

    Meine Frage:

    Am Montag kommt nun ein von der Versicherung beauftragtes Unternehmen (isdochegal) das die Leckortung und die Sanierung des Schadens übernehmen soll.

    Ich fürchte nur, dass dieses Unternehmen keinen Experten oder Sachverständigen für den Holzbau hat. Die können trockenen und orten eventuell auch Mauerwerk sanieren ... aber beim Holz bin ich mir hier nicht sicher.

    Kann ich jetzt einfach einen Sachverständigen / Gutachter der sich damit auskennt (Bekannter ist Innungsmeister Zimmerei an der Örtlichen Kammer) beauftragen oder sollte ich hier erst mal auf das Unternehmen der Versicherung vertrauen?
     
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  3. #2 Alfons Fischer, 31. Oktober 2013
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    leider kann man vorher nicht sagen, wie zuverlässig gearbeitet wird.
    Ich habe schon erlebt, dass eine Wasserschadensanierung sehr qualifiziert umgesetzt wurde. Aber auch schon ein paar Mal den gegenteiligen Fall, dass noch mal nachgearbeitet werden musste.
    Wenn Sie sicher sein wollen, kann es nicht schaden, eigenen Sachverstand dazu zu holen.

    Ihre Deckenaufbauten kann ich so aber nicht glauben: keine Dämmung und eine "Konterlattung" direkt von oben auf die Untersichtschalung N+F aufgebracht?
     
  4. #3 Achim Kaiser, 31. Oktober 2013
    Achim Kaiser

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    Es kommt auf den Versicherungsvertrag und die dort festgelegten Bedingungen an.
    Verträge bei denen der Versicherer die Unternehmen im Leistungsfall festlegt und bestimmt wurden zu günstigeren Kosten angeboten. Die Kehrseite zeigt sich dann im Schadensfall ...

    Da kommt dann eben der Universalvertragspartner des Versicherers .... oftmals gehts gut, manchmal auch nicht.
    Das Mitspracherecht der Versicherten ist da zunächst begrenzt. Erst wenn wenn Mist *in Sicht ist* dann ....

    Auf eigene Kosten kannst das immer ... wenns der Versicherer zahlen soll *VORHER* klären z.B. wegen der besonderen Bauweise ...

    Ergo Vertrag prüfen, mit dem Versicherer abklären und dann sieht man weiter.
    Ungeachtet des Ausgangs des Gespräches ist es keine schlechte Idee eigenen Sachverstand von Anfang an dabei zu haben auch wenns u.U. erst mal das eigene Geld kostet.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. #4 Baggerbedrieb, 31. Oktober 2013
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    @ Alfons - Der Deckenaufbau sieht laut damaligem Erbauer genau so aus. Es wurde damals beim Bau 1990 ordentlich gespart. Ich schaue jetzt aber noch mal in die Pläne des Hauses wobei es fraglich ist, ob damals wirklich nach Plan gebaut wurde, da außer dem Tragwerk alles in Eigenleistung errichtet wurde.
     
  6. #5 Baggerbedrieb, 31. Oktober 2013
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    So habe nun genaues ...

    3. Holzbalkendecke über EG mit Balkon:
    Tragende Deckenbalken nach Statik aus Fichtenholz, gehobelt und gefast, Verlegeabstand ca, 62,5 cm zum Abdielen vorgerichtet.
    Im Bereich Wohnen Essen mit Unterzügen zur Lastabtragung.

    4. Mit ca. 32mm gefasten Fichte- Hobeldielen über den gehobelten Balken abgedielt

    20. Holzfußboden DG
    Aus ca. 21mm dicken Fichte Hobeldielen auf Lagerhölzern liegend und auf eine Zwischenlage aus ca. 18mm Weichfaserdämmplatten.
    Wärmedämmung entfällt.

    Im Bereich Bad mit ca. 10mm Naturgipsplatten auf ca. 19mm Spanplatten V100G (formaldehydfrei) aufgedoppelt.



    Ich mache mir nun echte Sorgen um Schimmel / Pilz in der Weichfaserplatte.
     
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  8. Julius

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    Das muß eh alles raus.
     
  9. #7 Baggerbedrieb, 4. November 2013
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    So der Herr vom Inspektionstrupp war nun da und hat sich sehr professionell angestellt. Da gabs nichts zu meckern.

    Fakt ist: Mein Sanitärer hatte die Vermutung mit der undichten Kupferleitung. Die hat sich nun nicht bestätigt. Mit dem Endoskop konnte man klar erkennen, dass das Wasser in der Fuge zwischen Duschtasse und Wand eingedrungen ist.

    Messungen waren alle OK - Feuchtigkeit ist nicht mehr messbar gewesen.

    Jetzt die Frage an die Zimmerer: Ist es möglich, die Abdielung auszutauschen ohne groß den Fußboden aufzureißen?
    Es handelt sich um 10 Dielen über der Küche in zwei Feldern welche vom Wasser schon teilweise schwarz geworden sind.
    Mit dem Finger kann man das Holz oder was davon übrig ist an zwei Dielen am Balken eindrücken.

    Es geht mir eher um die Optik als die Statik. Tragen wird die Decke noch mindestens hundert Jahre ;-)

    Da die Versicherung nun nicht zahlt, sollte es natürlich recht günstig sein. Werde meinen Zimmerermeister natürlich noch befragen aber mehr als eine Antwort hat noch nie geschadet.
     
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