"Lesehilfe" Blowerdoor Ergebnis - Die Sache mit dem Volumen

Diskutiere "Lesehilfe" Blowerdoor Ergebnis - Die Sache mit dem Volumen im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen. Wir haben ja endlich unseren Test bestanden. Heute haben wir den Messbericht erhalten. Was mich nun etwas "verwundert" als...

  1. #1 wadriller, 24. Mai 2013
    wadriller

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    Hallo zusammen.

    Wir haben ja endlich unseren Test bestanden.
    Heute haben wir den Messbericht erhalten.

    Was mich nun etwas "verwundert" als Laie ist folgendes:

    Im Keller (unbeheizt) sind aktuell noch keine Innentüren eingebaut.
    Somit müsste das zu Grunde liegende Volumen doch eigentlich größer sein.
    Nun haben wir hier folgende Zahlen:

    Aus dem Blowerdoorprüfbericht:

    Netto-Grundfläche AF: 143m²
    Raumvolumen V: 344 m³
    Hüllfläche AE: 436m²

    Im EnEV Nachweis finde ich folgende Angaben:

    Beheiztes Gebäudevolumen VE (nach Anlage 1 Nr. 1.3.2): 645 m³
    Gebäudenutzfläche: 206 m²
    Umfassungsfläche A: 436 m²

    Kann / darf man diese beiden Volumen eigentlich hier vergleichen oder bin ich auf dem Holzweg ?

    Im Messbericht finde ich einen Punkt „Bezugsgrößenberechnung“. Dort steht:

    „Berechnung der Gebäudedaten vor Ort.
    Luftvolumen von unbeheizten Kellerräumen in Messung aber nicht in Messvolumen berücksichtigt“

    Könnte der Messtechniker mittels falschem Volumen hier evtl. das Ergebnis „zum Guten“ hin drücken ?

    Sollten noch Angaben fehlen, einfach danach fragen. In dem Bericht stehen so viele Zahlen die mir nix sagen ;-)
     
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  3. raaner

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    Die Volumina aus EnEV-Nachweis und Test kannst Du nicht vergleichen. Für die EnEV wird das Bruttovolumen mal 0,76 genommen, für den BDT genau (und nachvollziehbar) berechnet. Oder sollte es zumindest.
    Beim BDT wird nur das Volumen innerhalb der thermischen Hülle gemessen. Da bei euch der unbeh. Keller bei der Messung nicht ausgeschlossen werden konnte, hat sich der Messdienstleister richtig verhalten. Er hat den Keller (und dadurch auch evtl. Leckagen) mitgemessen, aber nur das beheizte Volumen angesetzt. Das Ergebnis liegt so auf der "sicheren Seite", denn je größer das Volumen, desto niedriger der n50 Wert. Also ist euer reales Ergebnis eher noch besser als jenes welches ihr erhalten habt.
     
  4. #3 wadriller, 24. Mai 2013
    wadriller

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    OK, also Holzweg von mir ;-)

    Das beruhigt mich schonmal.

    Meinst du bei "denn je größer das Volumen" das "vorhandene" Volumen im Gebäude oder das Volumen was er beim berechnen ansetzt ?
    Verstehe ich dich also richtig das unser "reeller" n50 dann eigentlich noch niedriger liegt ?
     
  5. raaner

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    Wäre das gesamte Volumen (inklusive Keller) in die Berechnung eingeflossen, wäre euer n50 Wert niedriger, also besser.

    Hätte man den Keller abtrennen können, wäre mit dem Volumen gerechnet worden welches im jetzigen Test auch angesetzt worden ist, aber die evtl. vorhandenen Leckagen des Kellers wären nicht erfasst worden.
    Genau, bzw nicht höher.
    Also alles gut. Vorausgesetzt der Test wurde ansonsten ordentlich ausgeführt.
     
  6. #5 wadriller, 24. Mai 2013
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    Danke dir.
    Naja, das war ja inzwischen der dritte Anlauf ;-)
     
  7. #6 Alfons Fischer, 24. Mai 2013
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    mich würde mal interessieren, wo die ausschlaggebenden Leckagen lagen...?
     
  8. #7 wadriller, 24. Mai 2013
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    Meinen sie jetzt in Bezug auf den anderen Thread von mir hier im Forum ?
     
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  10. #8 Alfons Fischer, 24. Mai 2013
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    ja. Da hatte ich ja auch emsig mitdiskutiert zur Herangehensweise und möglichen Ursachen. und es ist immer schön, wenn man später nochmal Rückmeldung bekommt...
     
  11. #9 wadriller, 24. Mai 2013
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    Also die Vermutung liegt darin das es an diesen Klötzen in den Dachkästen lag in Verbindung mit vielen Kleinigkeiten.
    Diese wurde komplett von Außen nochmal nachgearbeitet.
    Zusätzlich hatte der Trockenbauer ja noch eine "normale" Installationsdose in der Außenwand entdeckt, welche nicht winddicht war.
    Diese wurde getauscht.
    Ein Abwasserstrang war direkt am Übergang in die Wand undicht (Dichtung flach gedrückt) -> wurde korrigiert
    Die Dachluke für in den Spitzboden war auch leicht undicht (wurde am Tag der Messung noch nachgestellt).

    Zwischenzeitlich hatten wir auch das Haus tapeziert, ob das das Ergebnis verfälscht kann ich nicht sagen.

    Die jetzt noch "vorhandene" Leckage (0,0 ist ja eigentlich nicht machbar) kommt lt. Messdienstleister hauptsächlich von der Heizung.
    Unter der Gastherme hat man deutlich einen Zug gemerkt.
    Lt. ihm wäre das aber normal und eigentlich würde der Raum ja auch nicht mitgemessen werden.
     
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